Volkstrauertag in Stille begangen

Die Kriegerdenkmäler waren wieder schön geschmückt, Kerzen brannten, Fahnen waren gehisst am Wochenende. Das Leid und der Tod von Soldaten und Gewaltopfern wurde auch heuer nicht vergessen am Volkstrauertag, auch wenn die Gedenkveranstaltungen in diesem Jahr nicht wie üblich stattfinden konnten.

Kränze hatten Bürgermeister Johannes Birkner und sein Stellvertreter Simon Hackl bereits im Vorfeld niedergelegt. Im Anschluss an die Gottesdienste gedachten sie in den Kirchen. „Vor hundert Jahren wurde der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge gegründet, um die Toten des Ersten Weltkrieges zu suchen. Nur 20 Jahre später verwüstete ein weiterer Krieg die Welt und brachte millionenfach Tod und Elend: Vor 75 Jahren, endete der Zweite Weltkrieg, der mindestens 55 Millionen Menschenleben forderte. Seine Folgen wirken bis heute nach.

Das Jahr 2020 ist deshalb ein besonderes Jahr des Erinnerns und Gedenkens“ so die Worte der Bürgermeister. Frieden in Europa sei nicht selbstverständlich. Nicht mit allen unseren europäischen Nachbarn gäbe es ein entspanntes und belastungsfreies Verhältnis. Die Bereitschaft, zu verstehen und zu versöhnen, der Verzicht auf die rücksichtslose Durchsetzung eigener Interessen sei elementar für die Bewahrung des Friedens. Gerade deshalb sei es wichtig, dass wir gemeinsam der Opfer der Kriege gedenken und uns über Grenzen hinweg über vergangenes Leid, dessen Ursachen und die Voraussetzungen für ein friedliches Miteinander austauschten. Die Überwindung von Nationalismus und Rassismus, von Hass und Intoleranz, von Unterdrückung und Verfolgung brauche Mut und Ausdauer. „Haben wir diesen Mut. Gehen wir mit unserer Geschichte sensibel und verantwortungsvoll um. Bemühen wir uns redlich, sie auch aus der Perspektive anderer Nationen zu betrachten. So schwierig das manchmal ist, so lohnend ist es doch. Wir müssen diese Einsicht weitergeben an jene, auf die es morgen ankommt. Auch deshalb sind wir heute am Volkstrauertag hier und gedenken der Toten und Vermissten“, diese Botschaft überbrachten die Bürgermeister in ihren Ansprachen an die Menschen in der Gemeinde.

Der Dank der Gemeinde gilt neben den Geistlichen, welche Gottesdienste und Gedenkfeiern würdig gestalten, sondern auch den Krieger- und Soldatenkameradschaften, all jenen, welche die Denkmäler pflegen und erhalten und genauso den Spendern und Sammlern der Kriegsgräbersammlung mit allen Organisatoren und Helfern. Die Arbeit des Volksbundes Deutscher Kriegsgräberfürsorge sei unverzichtbar, denn mit der Anlage und der Pflege von über 830 Kriegsgräberstätten in 45 Staaten schaffe der Volksbund nicht nur Orte des Gedenkens und des Nachdenkens, er gebe zugleich den Toten ihren Namen und damit einen Teil ihrer Würde zurück, so die Würdigung der Bürgermeister zum Volkstrauertag.

Hier finden Sie alle aktuellen Informationen in Sachen Corona:

www.landkreis-dingolfing-landau.de

Die Sanierung der Staatsstraße 2074 zwischen Wörth und Kronwieden ist zumindest im Landkreis Landshut abgeschlossen: Am Mittwoch hat das Staatliche Bauamt Landshut die runderneuerte Ortsdurchfahrt Wörth wieder für den Verkehr freigegeben. Im April/Mai 2021 steigt Teil zwei der Maßnahme – und zwar im Landkreis Dingolfing-Landau: Dann ist der Abschnitt von Lichtensee bis Kronwieden dran.

Neben einer neuen Fahrbahn hatte die Ortsdurchfahrt Wörth seit Ende August eine Abbiegespur sowie zwei barrierefreie Querungsmöglichkeiten für Fußgänger und Radfahrer erhalten: beim Getränkemarkt Hörl und beim alten Rewe-Gelände. Die bestehenden Busbuchten beim Getränkemarkt Hörl fiel durch den Bau der Querungshilfe weg, der Bus bleibt zukünftig auf der Straße stehen. Hierdurch wird die Verkehrssicherheit insbesondere für ein- und aussteigende Schulkinder erhöht. Weitere Arbeiten betrafen unter anderem Kanalbau, Breitbandausbau und Erdgasanschlüsse. Da es bei der Einmündung der Kronwiedstraße in die Staatsstraße in der Vergangenheit immer wieder zu Unfällen kam, wird dort aktuell noch eine Verkehrsinsel in der Einmündung errichtet, um so die Verkehrssicherheit zu erhöhen.

„Aufgrund der Witterungsverhältnisse vorige Woche mussten wir noch zwei Extra-Tage anhängen, aber ansonsten ist die Maßnahme problemlos und unfallfrei über die Bühne gegangen“, sagt Marius Bierlein vom Staatlichen Bauamt Landshut: „Das wünschen wir uns natürlich auch für die Arbeiten im kommenden Frühjahr.“ Der Abteilungsleiter, zuständig für die Landkreise Landshut und Dingolfing-Landau, bedankt sich bei Anwohnern und Verkehrsteilnehmern für ihr Verständnis für Beeinträchtigungen und Behinderungen.

„Sowohl das Staatliche Bauamt als auch die ausführende Baufirma waren stets bemüht, die Maßnahme nicht nur zügig, sondern vor allem auch sehr verträglich für alle Beteiligte abzuwickeln“, lobt Wörths Bürgermeister Stefan Scheibenzuber die gute Zusammenarbeit während der Bauphase.

Den Auftrag führte nach öffentlicher Ausschreibung die Firma Guggenberger aus Mintraching aus. Der Freistaat Bayern investierte rund eine Millionen Euro in die Sanierung des Streckenabschnitts im Landkreis Landshut. Für die Gesamtmaßnahme sind rund 2,1 Millionen Euro vorgesehen.

Die Gemeindebücherei bietet ab sofort ihren Lesern einen kontaktlosen Lieferservice der verfügbaren Bücher und Medien an.

Vorbestellungen können im WebOpac-Portal der Bibliothek getätigt werden.

Bestellungen, die bis Sonntagabend erfolgen, werden am darauffolgenden Montag nach telefonischer Terminvereinbarung vor Ihre Haustüre gelegt.

Schottergärten sind unerwünscht
Einstellung der gemeindlichen Jugendpflleger verschoben

Die Einnahmeentwicklung bei der Gewerbesteuer und daher die Umsetzung von größeren Maßnahmen der Gemeinde wurden im Zusammenhang mit der Coronapandemie in den letzten Monaten häufiger in Frage gestellt. Hier konnte Bürgermeister Johannes Birkner auf der letzten Gemeinderatssitzung am Dienstag eine gute Nachricht verkünden. 1,1 Millionen Euro sollen der Gemeinde nämlich aus der Staatskasse erstattet werden.

Die Gemeinderatssitzung konnte mit viel Abstand und mit FFP2-Masken zur Besprechung der wichtigesten Tagesordnungspunkte in der Viehbachhalle stattfinden. Zuhörer mussten sich anmelden und in Listen eintragen. Aufgrund der aktuell ab 21 Uhr geltenden Ausgangssperre sollen die Sitzungen künftig eine Stunde früher, also um 18 Uhr beginnen.

Gleich drei Bauanträge betrafen das neue Baugebiet Karglhof und so war auch eine weitere Konkretisierung des Bebauungsplanes Kirchblick im Ortsteil Oberviehbach ein wichtiger Punkt der Sitzung, wozu auch Planer Stefan Längst beratend teilnahm. Aufgrund der Anregungen des Gemeinderates wurden die Grundstücksgrößen nochmals überarbeitet und die 14 dort angebotenen Bauparzellen haben Größen zwischen 600 und 900 Quadratmeter. Die Straßenfläche der Siedlungserweiterung beträgt 1 700 Quadratmeter und wird von einem durchgehenden, drei Meter breiten Grünstreifen im Süden und zur Kreisstraße eingefasst. Große Bäume in der steilen Böschung hin zur Fichtenstraße im Bereich des neuen Baugebietes sollen noch vor der Bebauung gefällt werden, um keine Gefahr die neuen Häuser und deren Bewohner darzustellen, zumal die Zugänglichkeit jetzt noch talseitig möglich ist. Zulässig sollen zu den den bereits erlaubten Dachformen auch Krüppelwalmdächer sein, während Blechdecher nur schallgedämmt und nur auf Nebengebäuden zulässig sein sollen.

Ein großes Anliegen war Stephan Fuchs eine Begrenzung der Bodenversiegelung mit Schotter statt Grünfläche. Ein generelles Verbot würde aber auch Zufahrtsflächen betreffen. „Auf der Schotterfläche verhungert jedes Insekt“, so auch die Meinung von Landschaftsarchitekt Längst. Er empfahl eine entsprechende Regelung in die Kaufverträge mit aufzunehmen, das sei wirksamer als eine Festsetzung im Bebauungsplan. Josef Dausend schlug vor, positive Beispiele auf einer Bürgerversammlung vorzustellen. Da Vorgaben auch immer kontrolliert und überwacht werden müssen, will man verstärkt auf das Bewusstsein der Bürger für naturnahe Gärten setzen.

Weniger einträchtig wie üblich waren die Diskussionen und Abstimmungen bei den weiteren Tagesordnungspunkten. Kontrovers diskutiert wurde der Abschluss eines Wartungsvertrag für die Rauch- und Wärmeabzugsanlage für die Bürgermeister-Daffner-Sporthalle. Erwin Duschl war der Ansicht, dass es dafür keine Verpflichtung gäbe und stellte in Frage, ob es entsprechende Dokumentationen gebe. Eine Fachfirma könne nach den aktuellen Vorgaben geschultes Personal vorhalten, waren andere Argumente. Mit sechs Gegenstimmen stimmte man für den Abschluss eines Wartungsvertrages mit der Firma Dafner aus Ergolding. Die Verwaltung wird für den Gemeinderat eine Übersicht über die alle Wartungsverträge der Gemeinde erstellen, um gegebenenfalls eine Bündelung erzielen zu können.

Aufgrund der Bestellung von Erwin Duschl zum Vorstand des gemeindlichen Heizkraftwerkes war sein Platz im Verwaltungsrat neu zu vergeben. Josef Retzer und Stephan Fuchs sprachen sich dabei dafür aus, alle im Gemeinderat vertretenen Gruppen, unabhängig von den Sitzen dort zu berücksichtigen. Die Abstimmung gab dann ein gespaltenes Bild, was auch von Josef Retzer, Gerhard Sachsenhauser und Ursula Tafelmayer deutlich kritisiert wurde. Mit jeweils acht zu sieben Stimmen wurden Simon Hackl und Katharina Czopik als Stellvertreterin gewählt. Auf die Anfrage von Stephan Fuchs, informierte Josef Retzer über den aktuellen Stand der neuen Photovoltaikanlagen der Gemeinde. Die Anlage auf dem Dach des Feuerwehrhauses in Oberviehbach laufe bereits seit vergangenem Oktober, die weiteren Solaranlagen am Bauhof und auf der Zweifeldsporthalle könnten bald in Betrieb gehen.

Wie die Verwaltung informierte, stehe mittlerweile das frei zugängliche Bayern-WLAN Funknetzwerk in Oberviehbach am Feuerwehrhaus, am Rathaus, in der Bürgermeister-Daffner-Sporthalle und in der Jahnstraße zur Verfügung. Jugendbeauftragter Josef Daffner teilte mit, dass man sich mit den beiden neuen Jugendpflegern, die gemeinschaftlich mit der Gemeinde Loiching eingestellt werden sollen, verständigt habe, aufgrund der aktuellen Coronabeschränkungen, die Einstellung auf den März dieses Jahres zu verlegen.

Der Neubau einer Halle am Bauhof, der Rathausanbau und Straßensanierungen sind geplant. In seiner letzten Sitzung stellt der Gemeinderat die Weichen für die Umsetzung dieser Vorhaben. Wie Architekt Markus Eichenseher die Gemeinderäte informierte, soll der Abriß der alten Bauhofhalle Ende März erfolgen. Direkt im Anschluss sollen die Erdarbeiten durchgeführt werden. Da unter der Halle ein Kanal verläuft, soll nach den Abbrucharbeiten eine Kamerabefahrung durchgeführt werden. Im nächsten Schritt sollen der Auftrag für die Zimmerer- und Dachdeckerarbeiten und ebenso die Gewerke Tore und Bodenplatten vergeben werden. Auch am Gemeindezentrum soll sich einiges verändern. Einigkeit besteht im Gemeinderat über die Notwendigkeit, das Rathaus zu erweitern. Architekt Eichenseher stellte auf Basis der Vorberatungen zwei Varianten mit 125 oder 175 Quadratmeter bzw. mit drei oder fünf neuen Büros vor. Gleichzeitig sollen eine von außen erreichbare Behindertentoilette und ein Nebeneingang zum Sitzungssaal geschaffen werden. Der Architekt wurde beauftragt die vorgestellten Planungen weiter auszuarbeiten und für beide Varianten eine Kostenschätzung vorzulegen. Nach Rücksprache mit dem Landratsamt, soll für die Räume der Landjugend nicht nur eine Außentreppe, sondern auch eine Plattform erstellt werden, so dass beide Räume einen weiteren Fluchtweg erhalten.

In der Hüttenkofener Straße, der Kreisstraße DGF 1, zur Landkreisgrenze Landshut, soll die Straße mit einem Deckenbau und Gehwegbau saniert werden. Dabei soll auch eine Kanalsanierung stattfinden. Der Gemeinderat gab zum Vertragsschluss für die Kanalsanierungsplanung mit dem Ingenieurbüro BBI seine Zustimmung. Der Fördersatz zum Ersatzbau der Mühlbachbrücke wird von 50 Prozent auf 40 Prozent abgesenkt, teilte die Regierung von Niederbayern mit. Die häufig kritisierte Engstelle durch die Querungshilfe an der Isarbrücke soll nach Abstimmung mit dem Landratsamt durch Abschrägen oder Absenken sämtlicher Bordsteine entschärft werden.

Den Bauanträgen von Harald und Brigitte Fuchs zum Wohnhausanbau auf Flurnummer 3312/2 Gemarkung Niederviehbach und von Theresa und Michael Oberhofer zum Neubau eines Schuppens und Garage in Oberviehbach wurde mit den bereits behandelten Auflagen das gemeindliche Einvernehmen erteilt. Das Einvernehmen gab es auch für den Tekturantrag der Projekt Spörerau zur Errichtung einer Fertigungs- und Logistikhalle bezüglich der Sprinkleranlage und verschiedenen Anpassungen ohne Veränderung der Lage oder der Außenmaße. Die Parkfläche zur E-Ladesäule vor dem Gemeindezentrum soll auf Anregung eines Nutzers mit einem Schild gekennzeichnet werden.

Als Beispiele für eine Plakatierverordnung informierte man sich an den Verordnungen der Gemeinde Loiching und des Marktes Ergoldsbach, die Gemeinderäte wollen diese Vorschläge bis zu einer Entscheidung prüfen. Auf Antrag der Gewerbetreibenden in der Gummeringer Straße wurde eine Verordnung für die Abhaltung eines verkaufsoffenen Sonntages am 8. März zwischen 12 und 17 Uhr beschlossen. Gemäß den Zuschusssanträgen des TSV zur Restaurierung der historischen Vereinsfahne wurde ein Zuschuss von 600 Euro beschlossen. Ebenso erhält die Mittelschule 600 Euro als Unterstützung für die Wintersportwoche. Bei den Wünschen und Anträgen sprach Erwin Duschl die marode Brücke in Verlängerung der Straße „Am Blaichberg“ in Oberviehbach über den Walperstettener Bach an, die instandgesetzt werden müsse. Weiter regte Josef Dausend an, die Freifläche am Baugebiet Steinbreite, als Blühfläche zu gestalten, was vom Gemeinderat mit dem Hinweis auf die Nowendigkeit dass diese regelmäßig gegossen werden müsse, befürwortet wurde. Josef Retzer brachte die Anfrage eines Grundstückseigentümers in der Bergstraße zum Anschluss an die Nahwärmeversorgung zur Sprache. Aufgrund geänderter gesetzlicher Vorgaben sollte ein möglicher Anschluss der Bergsiedlung an das Heizwerk neu bewertet werden. Wolfgang Hölzl regte an, den Skaterplatz nach Abschluss der Baustelle an der Isarbrücke wieder für den Verkehr zu sperren.

Erwin Duschl stellte die Richtlinien für die Ausleihen des Gemeindebusses in Frage, er wünsche eine einfachere Handhabung. Aufgrund der Anregung von Josef Daffner soll der Bestand an Tischen und Stühlen in der Viehbachhalle geprüft werden. Eine von ihm vorgeschlagene U18 Wahl gemäß dem Vorschlag des Bayerischen Jugendrings wurde aufgrund der Nähe zu den Kommunalwahlen kontrovers diskutiert und soll nicht weiter verfolgt werden, da diese als Wahlwerbung betrachtet werden könnte. Man verwies dabei auf die Informationen zur politischen Bildung an den Schulen. Ursula Tafelmayer informierte den Gemeinderat, dass der dritte Tennisplatz heuer abgebaut wird. Dazu soll nach Bürgermeister Birkner ein Nachfolgenutzungskonzept erarbeitet werden. Brigitte Maß erinnerte an die Problematik für die Anwohner in Rothhaus wegen der zu grellen Beleuchtung von Hallen im Gewerbegebiet. Eine Dimmung oder Umstellung auf Gelblicht könne die Situation verbessern. Auf Anregung von Zweitem Bürgermeister Simon Hackl soll der Spielplatz im Baugebiet Steinbreite hergerichtet werden. Rudolf Uhrmann gab Beschwerden über die Situation in der Straße am Feuerwehrhaus in Oberviehbach weiter.

Projekt Früh-Defibrillation des Lions Club. Ersthelfern kommt große Bedeutung zu.

Zur Übergabe eines Defibrillators kamen die Präsidenten des Lions-Club Dingolfing-Landau Prof. Dr. Michael Höschl und Stefan Kettl mit Bürgermeister Johannes Birkner und Geschäftsstellenleiter Maximilian Sachsenhauser im Gebäude der VR-Bank Landau Mengkofen zusammen. Erwartet wurden sie von Bereichsleiter Bastian Narr und Geschäftsstellenleiter Norbert Scholz. Wie Höschl berichtete erleiden jährlich etwa 100 000 Personen in Deutschland einen sogenannten „plötzlichen Herzstillstand“. 40 Prozent davon sind im erwerbsfähigen Alter. Allein in unserem Landkreis seien das rund zehn Fälle im Monat. Zentrale Rolle bei den Überlebenschancen komme einer Reanimation durch Laien in den ersten fünf Minuten zu. Eine frühzeitige Defibrillation erhöht die Überlebenswahrscheinlichkeit deutlich. Gerade in den aktuellen Pandemiezeiten will der Lions-Club ein Zeichen für dieses wichtige Thema setzen, das momentan aus dem Focus der Aufmerksamkeit zu fallen droht. Im Rahmen des 40-jährigen Jubiläums des Lions-Club im Landkreis Dingolfing-Landau. Spendet der Lions-Club daher 15 Geräte, die in den Gemeinden des Landkreises aufgehängt werden. Informationen dazu, sowie ein Schulungsvideo findet man auf der Homepage des Lions-Clubs www.lionsclub-dingolfing-landau.de/defi. Wie der Präsident weiter ausführte gibt es bislang in Deutschland kein einheitliches Registrierungssystem für Defi-Standorte. Die Systeme „Defikataster“, „CISALI“ und die DRK-App laufen unabhängig voneinander. Der Lions Clubs wolle daher die Gemeinden über die Standorte abfragen und die Geräte bei allen Systemen anmelden. Höschl freute sich besonders, ein weniger dekoratives, aber dafür wertvolles Geschenk seiner Heimatgemeinde überreichen zu dürfen. Erwähnenswert sei weiter, dass das Gerät die ersten sechs Jahre wartungsfrei sei (grün blinkend) und in Zeiten von Covid 19 auch Onlineschulungen möglich seien. Weiterhin wurden eine Trainingspuppe und ein Trainingsgerät angeschafft, welches auch in den momentanen Pandemiezeiten durch entsprechende Filtertechnik bedenkenlos eingesetzt werden können. Bürgermeister Birkner freute sich, neben den Standorten in Oberviehbach, am Rathaus und in Lichtensee, jetzt einen weiteren Standort in der Gemeinde zu haben. Die videoüberwachten, beheizten und immer zugänglichen SB-Bereiche der VR-Bank seien dazu ideal und man sei froh, dass die Bank die Räumlichkeiten zur Verfügung stelle. Der Zusammenbruch eines Sportlers Anfang des Jahres in der Viehbachhalle und der nahe Standort eines Defibrillators am Rathaus zeigten, wie schnell so ein Gerät benötigt werde. Dass diese in verschiedenen Bereichen der Gemeinde mit kurzen Wegen verfügbar seien, könne zur Überlebensfrage werden. Für die Vertreter der Bank sei es eine Freude, die Fläche zur Verfügung zu stellen. Jedes Leben das gerettet werden könne, sei das Wert, so Bastian Garr. Das Gerät wurde mit hochwertigen und alarmgesicherten Aufbewahrungsbehältern beschafft. Geschäftsstellenleiter Norbert Scholz will sich persönlich um die Installierung in den Räumen der VR-Bank kümmern. Zentrales Problem einer zu rettenden Personen ist eine Unterversorgung mit Sauerstoff in Gehirn, Herz oder Lunge. Wenn die Atmung aussetzt, so sterben nach drei bis fünf Minuten Gehirnzellen ab und es kommt zu bleibenden Schäden. Nach zehn bis zwölf Minuten ohne Sauerstoff stirbt das Gehirn ab. Sofortigen Wiederbelebungsmaßnahmen bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes kommt daher große Bedeutung zu, um den Zustand des Patienten zu erhalten, auch wenn die Ursache nicht behoben werden kann. Durch Drücken auf den Brustkorb komme schon wieder im Körper vorhandenes und mit Sauerstoff angereichertes Blut ins Gehirn. Wird ein Notfallpatient aufgefunden, so erfolgt zunächst die Ansprache. Ist ein Patient nicht ansprechbar, also bewußtlos aber mit Atmung, so sei die stabile Seitenlage und Beobachtung bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes angezeigt. Kann keine Atmung festgestellt werden, so gehe es um die Herz-Lungen-Wiederbelebung. Nicht vergessen werden darf es in der Aufregung, den Notruf abzusetzen. Nach Möglichkeit soll man weitere Personen direkt ansprechen und dazu holen. Der Patient muss zur Herzdruckmassage auf einen harten Untergrund gebracht werden, der Brustkorb muss frei gemacht und der Kopf nach hinten überstreckt werden. 30 mal auf den Brustkorb drücken, dann zweimal Atemspende, so lautet die aktuelle Empfehlung. Der Defibrillator ist eine sinnvolle Ergänzung und sollte von einer weiteren Person geholt werden. Der Schockgeber kann mit dem sprachgesteuerten Menü, das bei allen Herstellern gleich abläuft, auch helfen das Richtige zu tun und erkennt das Herzkammerflimmern, auf das zwei Drittel aller Kreislaufstillstände zurück gehen. Dabei kann der Ersthelfer auch nichts falsch machen, denn der lebensrettende Stromstoß wird nur wenn der Bedarfsfall vom Gerät erkannt wird, abgegeben werden. Das Gerät kann bei Unsicherheit bezüglich der Atmung oder im Zweifelsfall immer mit zwei Pads am Oberkörper angelegt werden.

Die Inbetriebnahme einer weiteren Photovoltaikfreiflächenanlage konnte, in der vergangenen Woche, in Hinterkreuth gefeiert werden. Eingeladen hatte dazu der genossenschaftliche Betreiber, die Bürgerenergie Essenbach. Ein erster Teil dieser Anlage wurde bereits 2015 auf einer renaturierten Deponiefläche errichtet und in Betrieb genommen. Dies erfolgte auch mit Hilfe eines Förderprogrammes des Freistaates Bayern mit dem Titel „Alte Lasten Neue Energie“. Knapp 500 KW Strom in der Spitze konnten dort bislang völlig geräusch- und gefahrlos gewonnen werden. Schon vor drei Jahren begann man daher mit den Planungen für einer Erweiterung, berichtete Vorstandsmitglied Martin Bruckner, der zur Feierstunde auch Vertreter der Gemeinde, der Verpächter, der Hausbank, des Versicherers und der beauftragten Firmen begrüßen konnte. Nachdem man weitere Flächen zupachten konnte und auch mit den Nachbarn Gespräche geführt hatte, erfolgte das erforderliche Netzanschlussbegehren beim regionalen Energieversorger, der Überlandzentrale Wörth/Isar. Nach intensiven Planungen und Verhandlungen kann auch die erweiterte Anlage in die vorhandenen Leitungen einspeisen. Im bestehenden Trafohaus wurde ein neuer Trafo mit 1000kVA Leistung eingerichtet. Zur Baugenehmigung musste auch eine Änderung von Bebauungsplan und Flächennutzungsplan erfolgen. Bruckner lobte hier die Unterstützung durch die Verwaltung und die Bürgermeister der Gemeinde, ebenso wie die Finanzierung und Hilfe der Raiffeisenbank Essenbach. Letztlich konnte im März 2020 die Firma Ecker mit dem Bau beauftragt werden. Die Bestandsanlage wurde auf beiden Seiten mit Modulen und Wechselrichter um knapp 750kWp erweitert. Hierfür wurden 1828 PV-Module des Herstellers Sunpower mit jeweils 410Wp auf einem zweibeinigen Montagesystem aus verzinktem Metall verbaut. Die erzeugte Gleichspannung wird in zehn Wechselrichtern in Wechselspannung umgewandelt. Ein Anliegen der auf regionales wirtschaften ausgelegten Genossenschaft war es dabei auch beim Bau möglichst Firmen und Produkte aus der Region und aus Deutschland zu verwenden. Bruckner dankte auch allen Kollegen, dem Aufsichtsrat, den Planern, der ÜZW und allen die zum Gelingen beigetragen haben. Die Gesamtfläche der Anlage an dem südwestlich geneigten Hang inklusive der Ausgleichsfläche belegt jetzt 1,6 Hektar. Die Grünpflege erfolgt biologisch durch Schafbeweidung und gleichzeitig bietet die abgeschirmte Fläche naturbelassenen Lebensraum für Bienen und Insekten, so die Bürgerenergie Essenbach. 1 350 000 Kilowattstunden Strom werden mit der Anlage jährlich erzeugt, welcher für 340 durschschnittliche Vierpersonenhaushalte reicht. Mit der Stromgewinnung durch Sonnenenergie werden rund 945 Tonnen CO2 im Vergleich zur Energiegewinnung aus fossilen Brennstoffen eingespart. Erfreut zeigte sich auch Bürgermeister Johannes Birkner in seinen Worten über die gelungene Partnerschaft mit der Bürgerenergie Essenbach eG. Die Gemeinde decke den Energiebedarf des Ortes zu über 100 Prozent aus regnererativen Energien und gleichzeitig habe der Standort eine gute Nutzung erfahren.

Die Sonne strahlte mit ganzer Kraft zur Inbetriebnahme der Anlagenerweiterung.

„Bürgermeister Daffner Sporthalle“, so soll die neue, vor zwei Jahren fertiggestellte Zweifachsporthalle künftig bezeichnet werden. Schon während der Bauphase gab es immer wieder Überlegungen, welchen Namen die Halle bekommen solle. Seit dem Unfalltod von Bürgermeister Daffner, in deren Amtszeit der Bau der Sporthalle erfolgte, stand es im Raum, ihn mit der Namensvergabe zu ehren. In nichtöffentlicher Sitzung hatte sich der Gemeinderat bereits darauf verständigt. Die Bekanntgabe war für die Bürgerversammlung geplant. Da diese aufgrund der Corona-Situation bislang immer noch nicht stattfinden konnte, und damit die Namensbezeichnung unter anderem auch in der Festschrift des Turn- und Sportvereines zum einhundertjährigen Vereinsjubiläums verwendet werden kann, einigte sich der Gemeinderat auf seiner Sitzung am Dienstagabend zur Bekanntgabe im Rahmen der öffentlichen Sitzung. „Bürgermeister Josef Daffner hat sein ganzes Herzblut für diese Halle eingesetzt“, so die Worte von Bürgermeister Johannes Birkner und so sei es nur richtig, dass die Halle nach Bürgermeister Josef Daffner benannt werde. Eine entsprechende Beschriftung soll an der Südseite der Halle in Richtung Schulstraße angebracht werden. Der Festakt soll zu einem später möglichen Zeitpunkt nachgeholt werden

BU1: So soll die Beschriftung der Sporthalle aussehen.

Mai 2020. Sie wollen die gute Zusammenarbeit ihrer Vorgänger fortführen, betonten Landrat Werner Bumeder und Bürgermeister Johannes Birkner am Montag im Rathaus. Bumeder kam zu seinem Antrittsbesuch in die westlichste Gemeinde des Landkreises und wurde dort von den Bürgermeistern Johannes Birkner und Simon Hackl, sowie von Geschäftsstellenleiter Maximilian Sachsenhauser empfangen. Es sei ihm ein Herzensanliegen, so Bumeder im engen Kontakt mit den Städten und Gemeinden und deren Bürgermeistern die aktuellen und künftig geplanten Projekte voranzubringen und zu besprechen. Auch eine Gemeinderatssitzung will der neue Landrat besuchen und Schnittmengen mit dem Gremium beraten. Birkner lobte dabei auch die Fachstellen im Landratsamt, deren Mitarbeiter trotz aller Vorgaben bemüht seien, den Gemeinden unterstützend zur Seite zu stehen. Wichtig, so Maximilian Sachsenhauser sei, dass auf allen Gebieten Rechtssicherheit bestehe. Viele Aufgaben wie Straßenbau, Infrastruktur und in Niederviehbach auch die Schulen seien gemeinsame Herausforderungen für Landkreis und Gemeinde, bei denen eine gute Abstimmung notwendig sei. Trotz aller Pläne war man sich aber auch bewußt, dass aufgrund der Corona-Krise und einer damit einhergehenden, gebremsten wirtschaftlichen Entwicklung auch mit geringeren Finanzmitteln zu rechnen sei und Prioritäten gesetzt werden müssen, welche Vorhaben vorrangig umgesetzt werden können und welche möglicherweise verschoben müssen. Ein sehr großes Projekt, der Neubau der Isarbrücke, konnte kürzlich abgeschlossen werden. Hier gilt es noch verschiedene Abschlussarbeiten zu erledigen und eine Optimierung des Fahrbahnteilers für die Durchfahrt von breiteren Fahrzeugen, beispielsweise für die Landwirtschaft umzusetzen, ohne Sicherheitsvorgaben zu vernachlässigen. Als krönender, schmückender Abschluss und zum Schutz aller, welche die Brücke nutzen, soll auch noch eine Figur des Heiligen Christophorus als Brückenheiliger nahe der Brücke seinen Platz finden. Im Moment habe man die Isarradwegeanbindung und die Erneuerung der Fahrbahndecke in der Hüttenkofener Straße gemeinsam zu bearbeiten. Gerade in geographischen Randgemeinden wie in Niederviehbach, so Bumeder sei es wichtig den Schulterschluss und die Verbindung zu den Nachbarlandkreisen zu suchen. Ein Beispiel seien die Radwege aber auch beim öffentlichen Nahverkehr will man Verbindungen über Landkreisgrenzen hinweg schaffen. „Eine Koordinierungsgruppe mit allen niederbayerischen Landkreisen soll einen attraktiven Verkehrsverbund zum Ziel haben“, sagte der Landrat. Gute Angebote mit vielen Zustiegszahlen seien wichtig für mehr Rentabilität des öffentlichen Nahverkehrs, bestätigte auch Maximilian Sachsenhauser.

Schweres Gerät steht am Längenmühlbach in der Unteren Au. Mit dem Neubau der Mühlbachbrücke zur Wastlmühle gibt es auch heuer wieder eine Brückenbaustelle in der Gemeinde. Vor zwei Wochen wurde die alte Nachkriegsbrücke, die aus überbetonierten „Pionierträgern“ der Nato bestand abgerissen und mit den Neubauarbeiten begonnen. In Absprache mit dem Wasserwirtschaftsamt und der unteren Naturschutzbehörde im Landratsamt werden unter der ökologischen Baubetreuung des Landschaftsplanungsbüros Längst und Voerkelius 15 Meter lange Spundbohlen an beiden Uferseiten mit Rammen auf zig Tonnen schweren Trägergeräten in den Boden gerammt. Zwischen sechs und zwölf Meter ist der Mühlbach breit. Die heutige Ausleitung aus der Isar wurde mit dem Bau der Staustufe Altheim in den Jahren 1949 bis 1951 eingerichtet und mündet nach 68 Kilometern Lauf und einem Höhenunterschied von 66 Metern, links der Isar bei Plattling wieder in die Isar. Der Wasserstand wird durch Einspeisung einer gleichbleibenden Wassermenge von 3,2 Kubikmeter pro Sekunde konstant gehalten. Am Längenmühlbach sind noch 28 ehemalige Wassermühlen als Wasserkraftwerke, wie zur Stromerzeugung an der Abzweigung von der Isarstraße zur Unteren Au in Lichtensee, in Betrieb. Nach der Brücke fließt der Mühlbach in das Gemeindegebiet Loiching und dort zur Wastlmühle, die bekannt ist für die dortige Notlandung des Zeppelin LZ 1 am 1. April 1909. Rund 60 Tonnen Stahl werden in den Boden getrieben, zur Tiefengründung aus Spundbohlen. Schneidenlagerung ist der Fachbegriff für die Lagerung von Halbfertigteilplatten auf den Bohlen, die als Fundament und Brückenpfeiler dienen. Die vier Betonplatten werden dann vor Ort als Ortbetonergänzung überbetoniert, an die Straßenanschlüsse angepasst und asphaltiert. Der Bachdurchfluss der neuen Brücke wird gemäß der aktuellen Richtlinien breiter und bietet dem Bach mehr Platz und gewährleistet auch bei Hochwasser einen höheren Durchflussquerschnitt. Bei einer Baubesprechung vor Ort mit Ingenieur Reinhard Bauer von BBI, Walter Weinberger, Niederlassungsleiter der ausführenden Baufirma Streicher in Landshut, Geschäfsstellenleiter Maximilian Sachsenhauser, Bürgermeister Johannes Birkner und Bauleiter Florian Weinberger wurde der Fortgang der Arbeiten besprochen. Bislang traten keine besonderen Schwierigkeiten auf. Im Juli soll die neue Brücke für den Verkehr freitgegeben werden. Träger der Baumaßnahme ist die Gemeinde Niederviehbach. Zur Bruttoauftragssumme von 417 000 Euro erwartet man einen Zuschuss des Freistaates Bayern von 40 Prozent.