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Beratungen über das Gemeindezentrum

Kulturmobil des Bezirks soll kommen

„Einem Mann der Tat“, wie Bürgermeister Johannes Birkner den kürzlich verstorbenen Sebastian Füßl senior nannte, gedachte man zu Beginn der letzten Gemeinderatssitzung. Der engagierte Gemeindebürger gehörte von 1966 bis 1978 den Gemeinderäten in Oberviehbach und später Niederviehbach an und war auch aktives Mitglied der Feuerwehr.

Ausführlich befasste man sich mit Anträgen der Fraktion SPD und parteilose Bürger. Im ersten Antrag ging es um die schon länger besprochene Sanierung des Gemeindezentrums. Mit der Erneuerung der Fenster des Rathauses wurde der Anfang ja bereits gemacht. Zunächst, so Antragsteller Josef Retzer, solle geklärt werden, welche Bereiche saniert bzw. erneuert werden sollen. Jetzt gäbe es dafür äußerst günstige KfW-Darlehen, die man nutzen solle. Diese Chance solle man nützen, so auch die Meinung von Wolfgang Hölzl. Einzelheiten soll eine Arbeitsgruppe, konkret der Bauauschuss unter Einbeziehung der Nutzer erarbeiten. Sanierung und Rathausanbau, beides sei in Zeiten ungewisser Haushaltslage zu viel mahnte Alfred Maierhofer. Über die Einnahmeentwicklung im Coronajahr 2020 muss sich der Gemeinderat ohnehin noch einen Überblick verschaffen. Grundsätzliche bestehe in der Sache schon lange Einigkeit, so Ursula Tafelmayer. Jetzt müsse man anpacken. Auch die Kläranlage soll nach dem Willen der Antragsteller inspiziert werden, da der Stromverbrauch auffällig hoch sei. Die Kläranlage laufe optimal, wie die letzten Prüfungen bestätigten, meinte dazu Bürgermeister Johannes Birkner. Für eine komplette Überprüfung durch einen Sachverständigen müsse man 5000 bis 10 000 Euro rechnen.

Was ist am Volkstrauertag, die Gemeindeordung verpflichte ihn zur Abhaltung einer jährlichen Bürgerversammlung und auch die neue Bauhofhalle soll eingeweiht werden, wie und wann kann das passieren? Die aktuelle Coronasituation wirft viele Fragen auf, die Bürgermeister Birkner mit seinen Gemeinderäten diskutieren wollte. Man müsse hier auf Sicht fahren, so der Tenor im Gemeinderat. Als Bürgermeister stehe er den Bürgern zwar täglich für alle Anliegen zur Verfügung aber möglicherweise soll es eine Versammlung mit Anmeldung geben. Für alle Veranstaltungen und Zusammenkünfte gelte es die aktuellen Regelungen zu befolgen. Die Einweihung der Bauhofhalle soll auf Antrag von Josef Daffner erst im Frühsommer 2021 besprochen werden. Ein weiterer Punkt sei die planmäßig im April 2021 stattfindende Gewerbeausstellung. Auch ein möglicherweise späterer Termin im Laufe des Jahres, wie von Ursula Tafelmayer und Josef Retzer ins Spiel gebracht, sei aufgrund der langen Vorlaufzeit kaum realisierbar. Josef Daffner verwies auf Alternativen wie den Schausonntag in der Gummeringer Straße. Aufgrund der Anträge von Christian Seisenberger und Josef Daffner sprach sich das Gremium einstimmig gegen die Veranstaltung einer Gewerbeschau im kommenden Jahr aus. Überhaupt, so Bürgermeister Johannes Birkner sei man wegen der kommenden Veranstaltungen laufend im Gespräch mit dem Landratsamt, wegen der aktuellen Coronamaßnahmen. Informationen für die Bevölkerung werde man kurzfristig über die Zeitung bekanntgeben. Die Sammlung für die Kriegsgräber könne mit einem Hygienekonzept stattfinden.

Wie der Jugendbeauftragte Josef Daffner bekannt gab, sei derzeit eine Stelle für die gemeindliche Jugendpflege zusammen mit der Nachbargemeinde Loiching ausgeschrieben. Die Ausschreibung laufe bis Monatsende, dann soll eine Sichtung der Bewerbungen stattfinden. Weiter informierte Daffner aus dem Kreistag, dass der FOS-Probebetrieb über die bereits erfolgten drei Jahre fortgeführt werden soll. Eng verbunden sei damit die Frage nach einer BOS. Für eine Bewerbung als Station des Kulturmobils des Bezirks gab es einstimmige Unterstützung im Gemeinderat. Vorgesehen sei für Kinder eine Aufführung am Nachmittag und am gleichen Abend ein Angebot für Erwachsene. Als Termin würde man den Juli 2021 vorschlagen.

Eine neue Situation ergebe sich mit der Einführung der Gelben Tonne zu Jahresbeginn. Da die Leerung möglicherweise nicht im ganzen Gemeindegebiet am gleichen Tag erfolgen kann. Christian Seisenberger verwies auf die umfangreiche Energiegewinnung aus erneuerbaren Energien durch die Gemeinde, die eine Vielzahl von Photovoltaikanlagen und das gemeindliche Heizwerk betreibe. Die Daten sollten durch Anzeigetafeln oder in anderer Weise den Gemeindebürgern sichtbar gemacht werden.

Neues Baugebiet, neue Homepage

Das Interesse an Wohnbauland in der Gemeinde ist ungebrochen

Das Interesse an Wohnbauland in der Gemeinde ist ungebrochen. Nach der Ausweisung von Baugebieten in Rothhaus und Karglhof, soll jetzt auch das vor einigen Jahren neu ausgewiesene Baugebiet Oberviehbach Süd mit dem Baugebiet „Kirchblick“ erweitert werden. Das 1,3 Hektar große neue Baugebiet war dann auch Hauptthema der letzen Sitzung des Gemeinderates. 14 Grundstücke im Größenbereich zwischen 600 und 1000 Quadratmeter sollen den Bauwilligen angeboten werden. Die Einteilung in sogenannte „Bauräume“ soll den Bauwilligen viele Freiheiten geben, so Landschafts- und Städteplaner Stefan Längst vom Planungsbüro Längst und Voerkelius, der die aktuellen Planungen vorstellte.

40 Prozent der Grünstücksfläche darf überbaut werden, Für Nebenflächen wie Einfahrt und Terrasse soll eine Überschreitung um 50 Prozent möglich sein. 0,7 Geschosse sind vorgehen, die maximale Wandhöhe soll 6,5 Meter sein, die maximale Firsthöhe wurde auf 9,5 Meter geplant. Sämtliche Dachformen wie Satteldach, Pultdach oder Walmdach, mit Ausnahme von Flachdächern, sollen erlaubt sein. Garagen und Nebengebäude sind dem Hauptgebäude anzupassen, Zäune sind bis zu einer Höhe von 1,20 Metern zulässig. Mit der Bodensituation der oberen Grundstücke sprach Josef Dausend ein heikles Thema an, hatte man doch im Altbestand unliebsame Überraschungen erleben müssen. Nach Auskunft von Geschäftsstellenleiter Maximilian Sachsenhauser sollen diese Baugrundstücke daher speziell untersucht werden. Wie die Untersuchung stattfinde, Schürfen oder Bohren wollte Josef Daffner wissen. Auch auf Quellen im Gebiet dieser Grundstücke wies Gerhard Sachenhauser hin. Auf die Wasserproblematik einzelner Grundstücke solle die Gemeinde die Käufer hinweisen, so Josef Retzer. Auch fände er, dass die untere Siedlungsstraße sehr nahe an der Kreisstraße verlaufe.

Christian Seisenberger verwies auf die Notwendigkeit Grünstreifen zu gestalten. Er schlage lieber größere Grundstücke vor, die von den Eigentümern gepflegt werden. Die Grüneinfassungen zur Siedlungsbegrenzung sollen mindestens drei Meter breit sein, so Erwin Duschl, damit diese von der Gemeinde befahren werden können. Ob die Straßenbeleuchtung auf dem Grundstück oder im öffentlichen Raum liegen soll oder auf den Grundstücken der Anlieger liegen soll, das wollte Josef Retzer klären.

Dem Bauantrag auf Abbruch einer bestehenden Halle und Neubau einer landwirtschaftlichen Maschinenhalle in Eschlbach wurde das gemeindliche Einvernehmen erteilt. Genauso wie zum Abbruch einer bestehenden Scheune und Lagerhalle und Neuerrichtung einer Maschinenhalle im Lichtenseer Moos. Die Errichtung einer Freiflächenphotovoltaikanlage in Rothhaus kann im Genehmigungsfreistellungsverfahren erfolgen. Die Neugestaltung der Homepage für die Gemeinde soll zum Nettoangebotspreis von € 8 373 an die Werbeagentur iD-Atelier in Dingofing vergeben werden. Bei den Wünschen und Anträgen meinte Brigitte Maß, dass es mehr Kinder in Rothhaus gäbe und die Eltern darum bitten würden, die Spielplätze beispielsweise mit Federspielgeräten aufzuwerten. Josef Retzer würde gerne die Blühflächen in der Gemeinde erweitern. Den Grünstreifen zwischen Radweg und Kreisstraße zwischen Ober- und Niederviehbach würde er dazu vorschlagen. Ein neuer Mobilfunkmast soll im Ortsteil Höll entstehen, informierte die Gemeindeverwaltung.

Jetzt geht es um den Außenbereich der Bauhofhalle

Gemeinderäte wollen auf Klausur die Weichen für die strategische Entwicklung stellen

Die neue Bauhofhalle ist so gut wie fertig, einen großen Kostenblock nehmen aber noch die Gestaltung der Hoffläche und des Waschplatzes ein. Ingenieur und Planer Günther Schmidt kam daher zur letzten Sitzung des Gemeinderates um genauere Vorschläge dazu vorzustellen. Für die Entwässerung des Außenbereiches, welche durch Rohre unterhalb der Halle zur Versickerung in den rückwärtigen Bereich erfolgen soll, schlug Schmidt Rinnen aus Betonguß vor. Die Fläche selbst soll asphaltiert werden. Anders beim Waschplatz, hier sei Beton wesentlich robuster und haltbarer. Vier trapezförmige Betonelemente mit Stahlarmierung hätten viele Vorteile gegenüber einem geteerten Waschplatz. Allerdings bedeutet dies erneute Mehrkosten von 10 500 Euro und das obwohl die Kosten des Außenbereiches den Gemeinderäten ohnehin schon sehr hoch erscheinen, was in den vergangen Sitzungen immer wieder zur Sprache kam. Die Sachlage erschien aber dann doch überzeugend, so dass man sich für eine allem Anschein nach kostenintensivere, aber auf Dauer bessere Lösung durchrang.

Den Bauanträgen zur Errichtung eines Einfamilienhauses mit Einliegerwohnung, Doppelgarage und Freisitz in der Sonnenstraße 11 in der Oberen Au gab man das gemeindliche Einvernehmen, genauso wie zur Errichtung eines Pool, einer Garage, eines Gartenhauses und einer Gartenmauer in Hörglkofen 8 in Oberviehbach. Wie Bürgermeister Johannes Birkner informierte, wird der Längenmühlbach im Zeitraum vom 5. bis zum 12. September 2020 abgelassen und geräumt. Keinen geeigneten Ersatzstandort fand man für die Glascontainer in Rothhaus. Die Anwohner beschwerten sich wiederholt über Lärmbelästigungen durch Einwurf in den späten Abendstunden und die Nutzung überwiegend durch Ortsfremde. Im Zuge der Einführung der Gelben Tonne zum Jahresbeginn 2021 will man die Container daher zu diesem Zeitpunkt abbauen.

Die künftige Nutzung des dritten Tennisplatzes brachte Bürgermeister Johannes Birkner zur Sprache. Bislang war im Gespräch, diesen zur einen Hälfte für eine Bocciabahn und zur anderen Hälfte als Erweiterung des angrenzenden Spielplatzes zu nutzen. Das konkrete Vorgehen wollen Josef Daffner und Ursula Tafelmayer mit dem gemeindlichen Bauhof planen. Um für die verschiedenen Projekte der Gemeinde langfristige und konkrete Strategien zu entwickeln will der Gemeinderat weitere Projektgruppen einrichten und in Klausur gehen.

Volksfest „to go“ geplant

Gemeinde will mehr Stromgewinnung über Photovoltaik

Die Gemeinde plant weitere Photovoltaikanlagen zur Stromgewinnung auf den Dächern der gemeindeeigenen Gebäude. Ein großes Dach habe man mit der neuen Zweifeldsporthalle, wofür man eine Einspeisegenehmigung für 110 kW habe und ein Drittel des Stromes für den Eigenbedarf nutzen wolle. Für eine Anlage mit 150 kW Nennleistung rechne man mit Anschaffungskosten von 135 000 Euro. Die Montage könnte über ein Klemmsystem ohne Bohrungen im Dach erfolgen, so Josef Retzer, der auf einen Grundsatzbeschluss des Gemeinderates drängte, bevor man weiter viel Arbeit in die Planungen für die diese Projekte investiere. Eine weitere Anlage könnte auf dem Dach der neu errichteten Bauhofhalle installiert werden hier könne man 30 kW einspeisen und bei einer Erneuerung der Module der privat betriebenen Anlage auf dem Dach des Feuerwehrhauses in Oberviehbach würden auch Flächen frei werden, welche die Gemeinde nutzen könnte. Bürgermeister Johannes Birkner mahnte bei der Sitzung des Gemeinderates am Dienstag zur Vorsicht, da man sich durch die Corona-Krise auf geringere Finanzmittel werde einstellen müsse, so wünschenswert das Vorhaben auch sei, es müsse auch bezahlt werden. Dass das Dach der neuen Sporthalle dafür ausgelegt sei, wollten die Gemeinderäte sichergestellt wissen. Wolfgang Hölzl und Christian Seisenberger erinnerten auch an rechtliche Vorgaben, wenn man Neuerungen an bestehenden elektrischen Anlagen vornehme, die dann gegebenenfalls den Bestandsschutz verlieren könnten. Vor einer Entscheidung wollten Stephan Fuchs und Erwin Duschl aber genaue Zahlen und bei höheren Summen Vergleichsangebote haben. Dies könne erst erfolgen, wenn es um eine konkrete Auftragsvergabe gehe, wichtig sei ihm zunächst erst einen Grundsatzbeschluss für weitere Planungen herbeizuführen, meinte dazu Josef Retzer.

Die Realisierung könne bei einem entsprechendem Votum des Gemeinderates dann auch in Zusammenarbeit mit dem gemeindeeigenen Heizwerk erfolgen. In der Abstimmung konnte man sich nach intensiver Diskussion dann aber auf den Vorschlag von Bürgermeister Birkner einstimmig einigen, dass man diesen Weg gehen wolle, sofern dieser wirtschaftlich sinnvoll ist. Um das zu klären wurde dann auch unter der Leitung von Stephan Fuchs eine Projektgruppe mit Josef Retzer, Christian Seisenberger, Erwin Duschl und Wolfgang Hölzl gebildet. Eine weitere Projektgruppe wurde ebenfalls mit Mitgliedern sämtlicher Listen mit Andreas Birkner, Gerhard Sachsenhauser, Alfred Maierhofer, Josef Retzer und Simon Hackl für den Rathausanbau eingerichtet. Hier sollen nach Ansicht von Josef Retzer auch die Personalstruktur und künftige Abläufe überdacht werden. Die Mitarbeit in den Projektgruppen soll rein ehrenamtlich, ohne Sitzungsgelder erfolgen, stellten die Gemeinderäte klar. Für die bislang erteilten Planungsschritte soll Architekt Markus Eichenseher beauftragt werden Fachplaner für die Tragwerksplanung, Elektro, Sanitär, Brand- und Wärmeschutz vorzugschlagen.

Den Bauanträgen zum Neubau eines Carports in Hörglkofen 2 und zur Hallenerweiterung mit Hackschnitzelheizung in Hörglkofen 10 in Oberviehbach wurde das gemeindliche Einvernehmen genauso erteilt, wie zum Neubau eines Einfamilienhauses mit Garage in der Steinbreite 44. Der Wintergartenanbau und die Balkonerweiterung in der Steinbreite 22 können im Genehmigungsfreistellungsverfahren erfolgen. Das Holzgeländer am Geh- und Radweg parallel zur Kreisstraße zwischen Ober- und Niederviehbach, gegenüber der Einfahrt nach Eschlbach, soll mit Warnbaken sicherer werden und später durch ein Metallgeländer ersetzt werden. Weiter soll der Längenmühlbach im Zeitraum vom 5. bis 12. September geräumt werden, informierte Bürgermeister Birkner.

Der Wunsch von Anliegern in der Rothhauser Blumenstraße, diese als Spielstraße umzuwidmen, wurde zur Prüfung an das Landratsamt bzw. die Polizei zu einer Verkehrsschau weitergeleitet. Aufgrund von Klagen dass sich viele, insbesondere Ortsfremde Nutzer, nicht an die Einwurfzeiten an den Glascontainern in Rothhaus halten und die damit verbundene Lärmbelästigung, soll ein Ersatzstandort gesucht werden. Der Kreisverband des Bayerischen Roten Kreuzes BRK soll wie bisher einen jährlichen Pauschalzuschuss in Höhe von 20 Cent pro Einwohner erhalten.

Im Rahmen des vom TSV alljährlich organisierten Kirchweihvolksfestes mit Flohmarkt Mitte August, war eigentlich auch eine große Feier zum 100-jährigen Vereinsjubiläum geplant. Um dieses Ereignis nich sang- und klanglos vorbeiziehen zu lassen, plant man jetzt aber für den 15. und 16. August zumindest ein „Volksfest to go“ mit verschiedenen Ständen, die volksfesttypische Speisen zur Mitnahme anbieten sollen, informierte Ursula Tafelmayer.

Diskussionen über Jugendarbeit 4.0

Projekte der Gemeinde in Zeiten knapper werdender Finanzen

Die Jugendarbeit in der Gemeinde ruht, seit den Coronabeschränkungen. Die Jugendräume der Gemeinde sind geschlossen und auch viele geplante Veranstaltungen können nicht durchgeführt werden. Dazu hat sich die gemeindliche Jugendpflegerin, die man sich im Rahmen eines dreijährigen Förderprogrammes des EU-Leaderprojektes über den Landkreis mit den Nachbargemeinden Loiching und Moosthenning teilte, jetzt beruflich verändert und steht für den restlichen Zeitraum der Projektförderung bis März 2021 nicht mehr zur Verfügung. Ob eine Neubesetzung für diesen Zeitraum überhaupt sinnvoll und möglich ist, darüber beriet der Gemeinderat in seiner letzten Sitzung am Dienstag in der Viehbachhalle. Wie auch schon Diskussionen der Partnergemeinden ergaben, sieht man auch vor dem Hintergrund der Coronaregelungen und angesichts der nur noch kurzen Restzeit der Projektförderung auch in Niederviehbach derzeit keinen Sinn darin, eine Wiederbesetzung der geförderten Stelle anzustreben. Der Jugendbeauftragte im Gemeinderat Josef Daffner bewertete die Arbeit der Sozialpädagogin als sehr wertvoll, ebenso wie seine Kollegin im Gemeinderat und TSV-Vorsitzende Ursula Tafelmayer. Eine Fortsetzung der pädagogisch begleiteten Jugendarbeit in der Gemeinde, sei aber nur im Wege der interkommunalen Zusammenarbeit mit weiteren Gemeinden möglich, so der Tenor der Gemeinderäte und dazu will man Gespräche mit anderen Kommunen suchen, um Langfristig eine neue Lösung zu finden. Eine Folge der Beschränkungen könnte sein, dass sich einige junge Leute neue Treffpunkte rund um Schule und Gemeindezentrum suchen. Zweiter Bürgermeister und Lehrer an der Mittelschule Simon Hackl verwies auf die zunehmende Verschmutzung rund um die Schule. Müll, leere Flaschen, „es wird immer mehr“, so Hackl und bat auch andere um Unterstützung um die Verursacher nicht weiter gewähren zu lassen.

Die im Bau befindliche, neue Bauhofhalle schaue schon gut aus, informierte Bürgermeister Johannes Birkner seine Gemeinderäte. Nicht so zufrieden mit der Bauausführung des Betonbodens äußerste sich Gerhard Sachsenhauser. Hier müsse man ein genaues Auge bei Nachbesserungen haben, forderte das Gremium. Eine bittere Pille hatte man bei der Vergabe für die zugehörigen Außenanlagen und dem Waschplatz zu schlucken. War man schon zuletzt nicht erfreut über die geschätzten Kosten von rund 200 000 Euro, so musste man den Auftrag jetzt zum Bruttoangebotspreis von 306 236,97 Euro an den Günstigstbietenden, die Strabag AG in Straubing vergeben. Immerhin zur Kostensteigerung von über 100 000 Euro konnte man einen kleinen Nachtrag für den Untergrund der Halle absegnen. Da man hier Frostschutzkies, statt Betonbruch verwendet hat, betrugen diese Kosten nicht 8 091,66 sondern lediglich 6 567,09 Euro.

Länger diskutiert hat man auch über den Vorschlag der Verwaltung, als Zwischenlösung für den aufgeschobenen Erweiterungsbau des Rathauses, wenigstens den Raum im Foyer der Viehbachhalle, der bei Veranstaltungen häufig für die Bar oder für das Kuchenbuffet benutzt wird, mit einer Leichtbauwand zu teilen und dort ein weiteres Büro für das Rathaus einzurichten. Eine verstärkte Nutzung des Sitzungssaales oder ein Bürocontainer seien keine praktikablen Lösungen für die Verwaltung. Alles in allem rechnet man mit Kosten von rund 10 000 Euro und der Gemeinderat gab dazu seinen Segen.

Die Pflasterung vor den neuen Urnenstelen mit Bayerwaldgranit wurde an die örtliche Firma Steingut Schmid vergeben und kostet rund 4 000 Euro. Das gemeindliche Einvernehmen wurde für den Garagenneubau in der Isarau 5 erteilt, ebenso für die Erweiterung eines Wohnhauses mit Garage, Am Gries 6, den Carportneubau in der Merowingerstraße 40 und zum Antrag für einen Wohnhaus- und Garagenneubau in der Dorfstraße 3 in Oberviehbach. Zustimmung gab es auch zum Antrag auf Vorbescheid für einen Ersatzneubau eines Einfamilienhauses mit Doppelgarage in Mühlen 2 in Oberviehbach. Der Neubau eines Einfamilienhauses mit Garage am Kornblumenweg 3, im neuen Baugebiet Karglhof, kann im Genehmigungsfreistellungsverfahren erfolgen.

Noch keine endgültige Entscheidung konnte man für eine neue Gemeindeinternetseite treffen, die auch benutzerfreundlich und barrierefrei auf Smartphones laufen soll. Josef Retzer mahnte an, auch schon länger geplante Projekte nicht aus den Augen zu verlieren und die zuletzt besprochenen Projektgruppen des Gemeinderates für das Stapfnerhaus oder das Gemeindezentrum einzusetzen. Dies soll im Rahmen der nächsten Sitzung erfolgen, nachdem man zuvor eine Besichtigung des Bauhofes und des Stapfnerhauses mit den neu gewählen Gemeinderäten durchgeführt hat. Der Bayern W-Lan Hotspot für Internetempfang am Oberviehbacher Feuerwehrhaus soll in den nächten Wochen eingerichtet werden, informierte die Verwaltung. Die Hüttenkofener Straße DGF 1 ist wieder frei befahrbar, gab Bürgermeister Birkner bekannt.

Die Folgen der Corona-Krise werden die Gemeinden weiter belasten

Bürgermeister Johannes Birkner stimmt Gemeinderat auf geringere Steuereinnahmen ein

Die Folgen der Corona-Krise werden die Gemeinden weiter belasten und auch geringere Steuereinnahmen zur Folge haben. Darauf stimmte Bürgermeister Johannes Birkner den Gemeinderat ein. Solange die Gefahr nicht gebannt ist, könne man auch kein Ferienprogramm anbieten, so Birkner, der sich dazu die Rückendeckung des Gemeinderates einholte. Im Laufe der Sitzung stellten die Gemeinderäte daher die kommenden Investitionen und Ausgaben genauer auf den Prüfstand. Informativ berichtete man über die Planungen im Zuge des Neubau der Bauhofhalle auch einen Waschplatz einzurichten. Die Kosten für den Außenbereich steigen laut dem Ingenieurbüro BBI damit von 130 000 Euro auf 200 000 Euro, für Ölabscheider und Entwässerung. Allein 130 000 Euro für die Hoffläche, das war Josef Dausend entschieden zu viel und er mahnte zur Prüfung, ob in Zeiten geringerer Steuereinnahmen nicht auch diese Kosten reduziert werden könnten. Eine genaue Ausschreibung dazu muss erst noch erfolgen. Vergeben wurde der Auftrag für eine geglättete Bodenplatte für die neue Bauhofhalle. Den Zuschlag zum Angebotspreis von 24 910 Euro erhielt die BTH Bodentechnik Hehl aus Pittenhart. Gerhard Sachsenhauser wollte sichergestellt wissen, dass die Bodenplatte eine Beschichtung erhält, die für die Salzlagerung geeignet ist. Unterstützung bekam er dabei von Josef Dausend, der die Betonqualität genau überprüft wissen wollte und verwies auf entsprechende Erfahrungen beim Neubau der Zweifeldhalle.

Ebenfalls vorsichtig sein, will man bei der Umsetzung des Planes, das Rathaus zu erweitern, statt sofort mit den Arbeiten für den Erweiterungsbau zu beginnen, meinte Bürgermeister Birkner, dass man sich unter den gegebenen Umständen, diese Maßnahme erst im nächsten oder übernächsten Jahr werde leisten könne. Während Stephan Fuchs die Frage von Vergleichsangeboten aufwarf, . „Muß man unter den gegebenen Umständen alle Leistungsphasen bis zur Baubetreuung mit Kosten von gut 55 000 Euro vergeben“. fragte Josef Retzer. Die Mehrheit der Gemeinderäte sah das ähnlich und somit beschränkte man sich bei der Vergabe von Architekturleistungen zunächst auf den Bereich der Vorplanung und die Planungsphasen eins bis vier, welche das örtliche Architekturbüro Markus Eichenseher zum Nettoangebotspreis von 12.124,22 Euro anbot.

Wie Bürgermeister Birkner infomierte, wurden die beschlossenen fünf neuen Urnenstelen am Friedhof mittlerweile installiert, wofür der Bauhof beste Vorarbeiten geleistet hatte. Nun arbeitete der Bauhof der Gemeinde zwei Vorschläge für die Anbindung in das Gelände aus. Bürgermeister Birkner sprach sich dazu statt des bisher am Friedhof verwendeten, frostempfindlichen Pflasters für kleinen Granit aus. Alfred Maierhofer fand beide Varianten interessant und wollte für beide Möglichkeiten Angebote sehen, um auch Preisvergleiche zu haben. Das sah auch das Gremium unter den derzeit gebotenen Sparzwängen so und Josef Retzer betonte, dass man bei der Ausschreibung auf Granit aus Bayern Wert legen sollte.

Im Zusammenhang mit verschiedenen Ortsbegehungen des Bauausschusses regten Christian Seisenberger und Erwin Duschl an, dass die notwendige Spülung von Wasserdurchlässen in der Hörglkofener Straße in Oberviehbach auch vom Bauhof durchgeführt werden könnte, zumal bei den Feuerwehren erforderliche Gerätschaften zur Verfügung stünden. Eine Reihe solcher Rohrdurchflüsse an Grundstückszufahrten seien hochwasserrelevant und sollten daher im gesamten Gemeindegebiet überpüft werden, so die Forderung von Christian Seisenberger. Ursula Tafelmayer und Gerhard Sachsenhauser sprachen sich nach der Besichtigung der örtlichen Situation in der Hörglkofener Straße auch für eine Ertüchtigung der Seitenstreifen aus. Hier würden Versäumnisse zu erhöhten Folgekosten führen.

Der Neubau eines Hauses mit vier Wohneinheiten am Kornblumenweg 7 und 9 kann im Genehmigungfreistellungsverfahren erfolgen, ebenso wie der Neubau eines Einfamilienhauses mit Garage am benachtbarten Kornblumenweg 10. Dem Antrag auf Vorbescheid zur Errichtung eines Holzschuppens in Winterstetten zur Holzlagerung und für landwirtschaftliche Anhänger der zu zwei Dritteln auf Gebiet der Gemarkung Oberviehbach und zu einem Drittel auf Gebiet der Nachbargemeinde Loiching errichtet werden soll gab man ebenso das gemeindliche Einvernehmen wie zum Wohnhausanbau in Walperstetten 3.

Wie Bürgermeister Birkner weiter informierte, habe die bisherige Jugendpflegerin Kathrin Fernandes eine neue, heimatnahe Stelle angetreten. Das Projekt laufe noch bis März 2021. Ob eine Neubesetzung der Stelle für diese Zeit sinnvoll sei, das stellte Erwin Duschl in Frage. Eine Verkehrsschau mit der Polizei erfolgte in Oberviehbach am Blaichberg und in Rothhaus. Die Regenrückhaltebecken in Eschlbach und Süßbach wurden bereits abgenommen. Dazu konnte man einen Film eines Anliegers zeigen, der die gute Funktionsweise in Süßbach bei Starkregen anschaulich machte. Brigitte Maß mahnte die weitere Bebauung freier Flächen im Gewerbegebiet an. Josef Retzer brachte statt früher von ihm geforderter, kürzere Sitzungsintervalle alternativ Projektsitzungen ins Spiel, wie zum Beispiel mit Themen wie der Zukunft für das Stapfnerhaus oder der Sanierung des Gemeindezentrums. Stephan Fuchs und einige Kollegen pflichteten diesen Überlegungen bei. Druck beim Radwegbau von Oberviehbach nach Kirchberg wollte Erwin Duschl machen. Wenn es weiterhin Probleme auf Seiten des Landkreises Landshut gäbe, so solle man Landrat Dreier schriftlich anfragen und um Klärung bitten.

Mai 2020. Eine Ladesäule für Elektroautos steht seit geraumer Zeit in der Schulstraße öffentlich zur Verfügung. Zwei Autos können gleichzeitig an der Elektroladesäule parken und dort jeweils elf Kilowatt elektische Leistung zum aufladen der Akkubatterien aufnehmen.

35 Cent kostet die Kilowattstunde Strom. Notwendig ist dafür eine Ladekarte des Energieanbieters „Shell New Motion“ die man über das Internet kaufen kann. Die Zahlung läuft dann über Abbuchung im Konto.

Aufgestellt wurde die E-Ladesäule durch die Bürgerenergie Essenbach, welche die Anlage auch betreibt. Passend sind die Anschlüsse für den „Steckertyp 2“, der in Europa sehr gängig ist. Die Gemeinde stellt den Grund zur Verfügung und brachte, nach Beschluss im Gemeinderat, die Aufstellung durch einen Baukostenzuschuss in Höhe von 5 000 Euro auf den Weg.

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Gemeinderatssitzung vom 5. Mai 2020

Der Wille zur konstruktiven Zusammenarbeit war klar erkennbar auf der konstituierenden Sitzung des Gemeinderates am Dienstag, die aufgrund der Corona-Schutzbestimmungen wieder in der Viehbachhalle stattfand. Auch eine Reihe von Zuschauern war gekommen und konnte vereinzelt und mit den geforderten Abständen Platz nehmen. Die Besucher mussten sich mit Namen und Anschrift in Listen eintragen. Bürgermeister Johannes Birkner begrüßte dabei besonders die neuen Gemeinderäte, Andreas Birkner, Katharina Czoppik, Stephan Fuchs, Alfred Maierhofer und Christian Seisenberger und bot ihnen den Dialog und die gute Zusammenarbeit im Gremium an, die schon in der Vergangenheit gelobt wurde. Der Dank des Bürgermeisters galt auch Centa Eisenreich und Maximilian Sachsenhauser von der Verwaltung, welche die Sitzung bestens vorbereitet hatten. Viele Regularien mussten auf dieser Sitzung abgearbeitet und Ausschussplätze vergeben werden. Dies geschah einvernehmlich und ohne Kampfabstimmung. Wie bisher einigte man sich darauf, dass es neben Birkner einen weiteren Bürgermeister, als ehrenamtlichen Zweiten Bürgermeister geben soll. Im Falle der Verhinderung beider Bürgermeister soll das dienstälteste Mitglied im Gemeinderat die Gemeinde vertreten. Dies wird, wie auch bisher, Josef Retzer sein.

Ohne Gegenkandidat und ohne Gegenstimme wurde Simon Hackl als Zweiter Bürgermeister bestätigt. Bürgermeister Birkner nahm die Vereidigung der neuen Mitglieder des Gemeinderates vor, die dem Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland und des Freistaates Bayern die Treue und Gehorsam die Erfüllung der Amtspflichten schwörten. Auf die Verteilung der Ausschusssitze einigte man sich gemäß dem Hare-Niemeyer-Verfahren. Wie bisher soll es eine Grundstücks-, Bau- und Umweltausschuss und den Rechnungsprüfungsausschuss geben. Neu wurde auf Vorschlag der CSU ein Personal- und Finanzausschuß gebildet. Nicht einigen konnte man sich auf den Vorschlag von Josef Retzer auch einen Projektausschuss und konkrete Ausschssziele festzuschreiben. Josef Daffner und Erwin Duschl plädierten stattdessen für flexiblere und zeitlich befristete Projektgruppen. Sachlich und zügig wurden die Ausschüsse besetzt. Unter dem Vorsitz des Bürgermeisters sollen der Gundstücks-, Bau- und Umweltausschuss für die CSU mit Wolfgang Hölzl und Stellvertreter Josef Dausend und Erwin Duschl mit Stellvertreter Andreas Birkner, für die SPD Ursula Tafelmayer mit Stellvertreterin Brigitte Maß, für die PWGO Christian Seisenberger und Stellvertreter Gerhard Sachsenhauser und für die Viehbacher Bürger mit Alfred Maierhofer und Stellvertreter Stephan Fuchs besetzt werden. Für den Personal- und Finanzauschuss sollen zu Bürgermeister Johannes Birkner weiter Josef Daffner und Stellvertreter Andreas Birkner und Simon Hackl mit Stellvertreterin Katharina Czoppik für die CSU, Ursula Tafelmayer mit Vertretung von Josef Retzer für die SPD, Gerhard Sachsenhauser und Vertreter Christian Seisenberger für die PWGO und Stephan Fuchs mit Stellvertreter Alfred Maierhofer für die Viehbacher Bürger tätig sein. Der Rechnungsprüfungsausschuss soll unter Vorsitz von Josef Retzer mit Stellvertreterin Brigitte Maß für die SPD. Mit Simon Hackl und Vertretung Josef Daffner für die CSU und Stephan Fuchs und seinem Stellvertreter Alfred Maierhofer für die Viehbacher Bürger besetzt werden.

Passend dazu berichtete Josef Retzer über die örtliche Rechnungsprüfung 2019, die Ende April mit den Kollegen Simon Hackl und Rudolf Uhrmann stattfand. Und gab einen Überblick über die Veränderungen im abgelaufenen Geschäftsjahr und gab Empfehlungen für die Zukunft. Dass die Bücher für keinerlei Beanstandungen sorgten wurde von Simon Hackl Bestätigt. Vertreter in der Schulverbandsversammlung sollen neben Bürgermeister Johannes Birkner auch Simon Hackl und Stellvertreter Wolfgang Hölzl sein. Als Vertreter im Wasserzweckverband einigte man sich zum Bürgermeister auf Josef Dausend und Stellvertreter Josef Retzer. Erster und Zweiter Bürgermeister, sowie Ursula Tafelmayer mit Vertreter Josef Retzer werden die Gemeinde bei der VHS Dingolfing vertreten. Einträchtig lief auch die Besetzung der Referentenposten. Josef Daffner soll weiter Jugendbeauftrager sein und Untersützung von Ursula Tafelmayer, Andreas Birkner und Stephan Fuchs erhalten. Als Beauftragte für Senioren wählte man Katharina Czoppik und Stellvertreterin Brigitte Maß. Um die Sozialangelegenheiten sorgt sich weiter Brigitte Maß, neu mit Vertretung Katharina Czoppik. Als Fraktionssprecher wurde Josef Dausend für die CSU benannt. Josef Retzer spricht für die SPD, Gerhard Sachsenhauser ist Sprecher der PWGO und die neue Fraktion im Gemeinderat Viehbacher Bürger wird durch Stephan Fuchs vertreten werden.

Einige Diskussionen und Änderungswünsche gab es zu Einzelheiten der Geschäftsordnung, die mit Aktualisierungen des Bayerischen Gemeindetages verändert wurde. Das Sitzungsgeld soll unverändert mit 25 Euro pauschal pro Gemeinderatssitzung und zehn Euro pro angefangener Stunde in den Ausschüssen bleiben. Verwaltungsräte des Heizwerkes werden zum Vorsitzenden und Bürgermeister Johannes Birkner, Erwin Duchl mit Simon Hackl und Wolfgang Hölzl mit Andreas Birkner für die CSU, Josef Retzer mit Stellvertreterin Brigitte Maß und für die Viehbacher Bürger Alfred Maierhofer mit Vertreter Stephan Fuchs. Eine geplante Bürgerversammlung kann aufgrund der Coronasituation derzeit nicht stattfinden. Für die Wiedereröffnung für den Parteienverehr in Rathaus und Bücherei galt es dieser Tage viel zu beachten und anzuschaffen, berichtete Bürgermeister Birkner. Abschließend wollte Bürgermeister Johannes Birkner ein Meinungsbild für die Vertragsbusunternehmen bezüglich der coronabedingten Ausfälle der Schülerbeförderung einholen. Als Handlungsempfehlung verschiedener Gemeinden will man eine Übernahme von zwei Dritteln der üblichen Kosten auf freiwilliger Basis in Betracht ziehen. Der Bau eines Carports mit Schuppen in der Blumenstraße 25 in Rothhaus kann im Genehmigungsfreistellungsverfahren erfolgen. Dem Bauantrag zum Balkonneubau und Lageranbau in der Isarau 7 in Lichtensee wurde das gemeindliche Einvernehmen erteilt.

Gemeinderatssitzung vom 7. April 2020

Es mutete an wie die Jury bei einer Sportveranstaltung am Dienstagabend in der Mehrzweckhalle. Konzentriert blickende Männer und Frauen saßen an Einzeltischen in weitem Abstand vom Nebentisch und auch kein Gespräch mit dem Nebenmann war so möglich. Tatsächlich handelte es sich um die letzte Gemeinderatssitzung der laufenden Legislaturperiode, in der wegen der Coronakrise nur das Notwendigste besprochen werden sollte und die man wegen der allgemein geforderten Abstände in die Sporthalle verlegte. Für etwas Erheiterung sorgten aber die Schokoladenosterhasen, die Rudi Uhrmann als Abschiedsgruß für die gute gemeinsame Zeit im Gemeinderat verteilt hatte. Uhrmann informierte auch gleich über die vom Kloster für die Senioren hergestellten Mund-Nase-Masken, die er zusammen mit Johann Girnghuber kontaktlos verteilt hat. 240 Masken wurden im Gemeindegebiet ausgegeben, 60 Masken im Umland. Anrufe dazu kamen aus dem weiten Umkreis, so Uhrmann und viele hätten auch eine Spende geleistet. Bürgermeister Johannes Birkner informierte, dass er zum Kauf weiterer Stoffe für Masken kurzfristig 500 Euro zur Verfügung gestellt hat.

Birkner hatte vor allem über viele abgesagte Termine zu berichten und musste in der Halle laut sprechen und in den anschließenden Diskussionen sollte daher auch das eine oder andere mal nachgefragt werden. Dass die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise auch die Gemeinde mit einem Rückgang der Gewerbesteuer oder der Einkommenssteuerbeteiligung treffen wird, wurde auch in den Haushaltsberatungen für das Jahr 2020 besprochen. Möglicherweise müsse man geplante Vorhaben wie Grundstückskäufe aufschieben, so Brigitte Maß. Ob die auf der Klausur des Gemeinderates gefassten Beschlüsse überhaupt umgesetzt werden können, diese Frage stellte Josef Dausend in den Raum. Ein Rückgang der Gewerbesteuer habe sich schon länger abgezeichnet, diese werde jetzt aber weiter sinken, so die Prognose von Bürgermeister Johannes Birkner. Man hofft allerdings, dass kein Nachtragshaushalt notwendig werden wird. Mit 495.280 Euro Gewerbesteueransatz im laufenden Jahr, statt 1.385.809 Euro im Vorjahr kalkuliert man daher deutlich vorsichtiger. Nachdem man zuletzt keine Schlüsselzuweisungen mehr erhalten hat, kann die Gemeinde in diesem Jahr mit 595.844 Euro an Schlüsselzuweisungen kalkulieren. Mit weiter steigender Einkommensteuerbeteiligung rechnet man für dieses Jahr mit 1.555.046 statt 1.486.260 Euro im Vorjahr (zum Vergleich im Jahr 2015 lag diese noch bei 1.094.697 Euro). Mit einem Verwaltungshaushalt von 4.943.857 Euro und mit Einnahmen und Ausgaben im Vermögenshaushalt von 3.912.344 Euro soll der Gesamthaushalt dennoch auf 8.856.198 Euro steigen. Die Umlagesätze für die Grundsteuer A und B, sowie für die Gewerbesteuer bleibt unverändert bei 340 von Hundert. Der Gesamtbetrag der Kreditaufnahmen für Investitionen und Investitionsförderungsmaßnahmen wird auf 500.000 Euro, der Höchstbetrag der Kassenkredite zur rechtzeitigen Leistung von Ausgaben wird im Haushaltsplan auf eine Million Euro festgesetzt.

Großes Lob gab es von Bürgermeister Birkner für die Verwaltung und insbesondere für Sabine Heller und Maximilian Sachsenhauser, die trotz dünner Personaldecke mit Überstunden außergewöhnliches geleistet hätten, um die Jahresrechnung 2019 noch dem Gemeinderat der betreffenden Legislaturperiode vorlegen zu können. 234.108,38 Euro konnten dem Vermögenshaushalt aus dem Verwaltungshaushalt zugeführt werden. Der Gesamthaushalt schloss mit Einnahmen und Ausgaben von 8.350.010 Euro. Josef Daffner wollte dabei, wie üblich auf die über- und außerplanmäßigen Ausgaben eingehen, denen jedes Jahr besondere Aufmerksamkeit gilt. Diese ergaben sich insbesondere für den Kindergarten, durch höhere Belegungszahlen mit mehr Kindern, einer mit durch höhere Gewerbesteuereinahmen bedingten, höheren Gewerbesteuerumlage und mehrere notwendig gewordener Straßenreparaturmaßnahmen. Dazu informierte die Verwaltung über die Erneuerung der Teerdecke in der Hüttenkofener Straße, der Kreisstraße DGF 1 durch den Landkreis und der damit einhergehenden Erneuerung des Gehsteiges und des Kanals durch die Gemeinde. Die Straße wird daher voraussichtlich bis Mitte Juni für den Durchgangsverkehrs gesperrt sein. Vergeben wurden die Toranlagen und Türen für die neue Bauhofhalle an die günstigst bietende Firma Zahnweh Baustoffe in Straubing zum Angebotspreis von 53.604 Euro. Ein helles Grau wurde als Dachfarbe gewählt. Das gemeindliche Einvernehmen wurde dem Bauantrag eines Carports und eines Gartenhauses im Kirchweg 1 in Oberviehbach erteilt. Keine Probleme sah man aufgrund der Frage von Josef Retzer, ob in der neuen Bauhofhalle möglicherweise mehr Lagerraum für Ausrüstungsgegenstände bei Katastrophenfällen notwendig seien.

Behandelt wurden auch die eingegangenen Stellungnahmen zu den Entwürfen für die vorhabenbezogenen Bebauungspläne „Sondergebiet Erneuerbare Energie“ Rothhauser Wiese und Erweiterung Lichtenseermoos. Konkretisieren wollte Ursula Tafelmayer die Möglichkeiten für Hausanschlüsse der Bergstraße an das gemeindliche Heizwerk. 28 von 55 Anliegern hätten laut einer Abfrage Interesse und die Frage laute, ob eine konkrete Anschlussmöglichkeit bestehe oder man auf alternative, private Anbieter setzen solle. Wie Josef Retzer dazu ausführte, wäre das nach letzten Berechnungen des Heizwerkes nicht wirtschaftlich umsetzbar und würde zu Kostenerhöhungen für die bisherigen Abnehmer führen. Dennoch soll dies auf der nächsten Verwaltungsratssitzung besprochen werden. Josef Dausend plädierte dafür, auch privaten Anbietern die Unterstützung durch die Gemeinde zu signalisieren. Alfons Jänsch ergänzte, dass die Gemeinde schon früher weit voraus geplant habe, bestehende Leitungen zu den Abnehmern aber in Verbindung mit Straßenbaumaßnahmen verlegt wurden. Viele Wortmeldungen gab es zur Anfrage eines Altkleiderverwerters zur vorübergehenden Aussetzung der Miete für die Altkleidercontainer im Gemeindegebiet, da die Absatzmöglichkeiten derzeit eingeschränkt seien. Hier warf Josef Daffner ein, dass man lange, zu Lasten der früheren gemeinnützigen Sammler, gut damit verdient habe. Ins gleiche Horn stieß auch Wolfram Sterr, während Erwin Duschl eine Reduzierung ins Spiel brachte. Letztlich wurde die Anfrage aber mehrheitlich abgelehnt.

Mit der Vergabe der Brückenbauarbeiten über den Längenmühlbach in der Unteren Au brachte der Gemeinderat in der Sitzung am Dienstag das nächste Bauprojekt auf den Weg. Den Zuschlag der öffentlichen Ausschreibung bekam die Firma Max Streicher aus Deggendorf zum Bruttoangebotspreis von 416 713,18 Euro. Mit einem Zuschuss von 40 Prozent durch die Regierung von Niederbayern kann die Kommune dabei rechnen. Weitere Vergaben gab es auch für den Bau der neuen Bauhofhalle. Die Zimmerer- und Dachdeckerarbeiten wurden zum Preis von 136 509,18 an die Firma Franz Seidl aus Moosthenning vergeben. Auf Anraten von Architekt Markus Eichenseher soll ein Sicherheits- und Gesundheitsschutzkoordinator auf der Baustelle eingesetzt werden. Beauftragt wurde dazu das Ingenieurbüro Zapf mit Kosten von 2 261 Euro. Mit nur einer Gegenstimme sprach sich der Gemeinderat mehrheitlich für die größere Variante der Erweiterung des Rathauses um fünf Büroräume auch für Besprechungen, Registratur und mit einem von außen zugänglichen Behinderten-WC aus. Die Planungen mit geschätzten Gesamtkosten von 467 000 Euro sollen auf dieser Basis weitergeführt werden.

Das gemeindliche Einvernehmen wurde dem Bauantrag zum Anbau eines Wintergartens in der Blumenstraße 2 in Rothhaus erteilt. Ebenso dem Antrag der Naherholung Wörther See GmbH zum Neubau eines Kiosk mit Umkleide und Saunagebäude am Wörther See. Die Gebäude liegen zum Teil im Außenbereich des Gemeindegebietes Niederviehbach. Simon Hackl vermisste dabei noch ein konkretes Nutzungskonzept. Josef Daffner wollte wissen, wer für die Erschließung zuständig sei. Diese muss privat erfolgen. Einer späteren Übernahme durch die anliegenden Kommunen als Betreiber wollte Daffner schon jetzt eine Absage erteilen. Das gemeindliche Einvernehmen erteilte man der Bauvoranfrage zur Errichtung eines Minihauses als Wochenend- oder Ferienhaus unter 75 Kubikmeter Raumhinhalt am Kirchenweg. Zustimmung gab es auch zur Änderung eines Flächennutzungsplanes und zur Entwurfsänderung mit erneuter Auslegung für das Sondergebiet „Erneuerbare Energie Hausacker“. Aufgrund ins Auge gefasster Ersatzinvestitionen und Instandsetzungen der Photovoltaikanlage am Dach des Feuerwehrhaus in Oberviehbach, beantragten die privaten Betreiber aus dem Ort eine Nutzung über das Jahr 2022 hinaus. Während Alfons Jänsch in diesem Zusammenhang die Nutzungsdauer des Gebäudes ins Spiel brachte, wollte Erwin Duschl die Dauer der in Aussicht gestellten Nutzung für die Photovoltaikalage klären. Wie auch Simon Hackl sprach er sich vor einer weiteren Vertragsbindung für eine Prüfung der Dachsituation aus. Vor der Entscheidung für eine Verlängerung, so auch die Meinung von Ursula Tafelmayer, soll der gesamte Vertragsinhalt geprüft werden.

Im Zusammenhang mit der letzten Sitzung des Verwaltungsrates des gemeindlichen Heizkraftwerkes sprach man erneut über eine mögliche Erweiterung und weitere Anschlussmöglichkeiten. Wie Josef Retzer erklärte, müsse eine Erweiterung wirtschaftlich vertretbar sein und dürfe für die bisherigen Abnehmer keine Kostenerhöhung bringen. Bei einer früheren Befragung wurde wenig Interesse von in Frage kommenden Abnehmern gezeigt. Ursula Tafelmayer sprach sich vor dem Hintergrund der gesetzlichen Änderungen für den Neueinbau von Ölheizungen im Jahr 2026, für eine neue Abfrage und eine Klärung wie viele neue Abnehmer möglich oder notwendig seien aus. Die Interessenten bräuchten Planungssicherheit, so Tafelmayer. Die letzte Abfrage erfolgte auch im Zuge von Straßenbaumaßnahmen erinnerte Josef Daffner. Letztlich müsse das Heizwerk nach seiner Meinung Kosten und Möglichkeiten darlegen. Josef Dausend sprach sich dafür aus realistisch zu kommunizieren, was möglich sei. Zur Ausleihe des Gemeindebusses soll das Informationsblatt aktualisiert, im Fahrzeug ausgelegt, an die Vereine ausgegeben und über die Gemeindehomepage veröffentlicht werden, informierte Bürgermeister Johannes Birkner.

Weiter wurde für eine Erweiterung oder Ersatz von Tischen und Bänken für die Viehbachhalle und die Zweifachsporthalle ein Angebot eingeholt. Während Gehard Sachsenhauser die Frage nach einer Reparaturmöglichkeit oder Erneuerung von Tischplatten aufwarf, entgegnete Josef Daffner, dass auch die Gestelle verschlissen seien. Hier will man weitere Angebote einholen, so Birkner. Gedanken machte man sich über die künftige Nutzung des dritten Tennisplatzes, der abgebaut werden soll. Ins Spiel gebracht wurden Bocciabahnen und eine Erweiterung des angrenzenden Kinderspielplatzes. Gerhard Sachsenhauser informierte bezüglich der Bachbrücke am Blaichberg über vorhandene Betonelemente. Bezüglich einer Umstellung der Flutlichtanlage auf LED mit derzeit hohen Fördersätzen will man an einer Informationsveranstaltung teilnehmen. Josef Daffner wies auf die aktuellen Informationsrufnummern im Gesundheitsamt des Landratsamtes im Zusammenhang mit dem Coronavirus hin. Auch regte er an, durch Veröffentlichung über den öffentlichen Teil der Gemeinderatssitzungen über das Internet mehr Transparenz für die Bürger zu schaffen. Ins gleiche Horn blies Ursula Tafelmayer welche die Sitzungstermine nicht nur über das Ratsinformationssystem der Gemeindehomepage, sondern auch unter der Rubrik Termine veröffentlichen will.