Eintragung für das Volksbegehren – Öffnungszeiten des Rathauses

Es bestehen folgende Eintragungsmöglichkeiten:

Montag – Donnerstag: 08:00 Uhr – 12:00 Uhr und 13:00 Uhr – 16:00 Uhr
Freitag: 08:00 Uhr – 12:00 Uhr

Donnerstag, 14.10.2021: 08:00 Uhr – 12:00 Uhr und 13:00 Uhr – 17:30 Uhr

Donnerstag, 21.10.2021: 08:00 Uhr – 12:00 Uhr und 13:00 Uhr – 20:00 Uhr

Samstag, 23.10.2021: 10:00 Uhr – 12:00 Uhr

Jeder/Jede Stimmberechtigte kann sich nur in einem Eintragungsraum des Eintragungsbezirks eintragen, in dessen Wählerverzeichnis er/sie geführt wird. Die Stimmberechtigten haben ihren Personalausweis oder Reisepass zur Eintragung mitzubringen.

Stimmberechtigte, die einen Eintragungsschein besitzen, können sich unter Vorlage ihres Personalausweises oder Reisepasses in die Eintragungsliste eines beliebigen Eintragungsraums in Bayern eintragen.

Jeder/Jede Stimmberechtigte kann sein/ihr Stimmrecht nur einmal und nur persönlich ausüben. Stellvertretung ist unzulässig; es besteht keine Möglichkeit, die Eintragung brieflich zu erklären. Die Eintragung kann nicht zurückgenommen werden.

Wer sich unbefugt einträgt oder sonst ein unrichtiges Ergebnis des Volksbegehrens herbeiführt oder das Ergebnis verfälscht, wird mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder mit Geldstrafe bestraft; der Versuch ist strafbar (§ 107a Abs. 1 und 3 i. V. m. § 108d des Strafgesetzbuches).

Schirmherrin sagt „ja“

Feuerwehr bereitet 150-jähriges Gründungsfest vor

Die Vorbereitungen für das 150-jährige Gründungsfest der Feuerwehr gehen in die Zielgerade. Am letzten Samstag fand das Schirmherrin-Bitten statt. Der Festausschuss und die Vorstandschaft trafen sich vor dem Klosterbauhof, zusammen mit der zukünftigen Festbraut Theresa Waitl und Festmutter Franziska Birkner, um in Begleitung von Musiker Rainer Spielberger und mit Fotograf Peter Dausend zum Gasthof Binderbräu zu ziehen. Dort wurde man herzlich empfangen und von Berti Daffner gefragt warum hier so ein Aufgebot herrsche. Vorstandsvorsitzender Andreas Birkner trug in Versform die Bitte vor, ob Berti die Schrimherrin fürs Gründungsfest sein möchte.

Selbstverständlich wurde wie bei den vergangenen Bitten auch hier nicht sofort mit einem „Ja“ geantwortet, sondern die Zusagte musste man sich mit der Lösung von verschiedenen Aufgaben erarbeiten. So kam es, dass die Feuerwehrler zunächst Fragen über die Herbergswirtin die Gastwirtschaft und deren Geschichte aber auch Fragen zur Geschichte der Feuerwehr selbst und deren Nachbarwehr beantworten mussten. So erarbeitete man sich mit der Fragerunde und einem darauffolgenden Geschicklichkeitsspiel, einem Geschmackstest von Biersorten und dem Nennen von Kosenamen mühevoll letztendlich die Zusage von Berti Daffner als Schirmherrin für das Gründungsfest 2022. Im Anschluss gab es für alle ein stärkendes Abendessen und der Abend klang in gemütlicher Runde bei Musik aus.

Frauen erobern Bauernverein

Viele Neumitglieder zum Jahrtag aufgenommen

Mit zahlreichen Neuaufnahmen konnte der Bauernverein am Sonntag wieder einen Jahrtag begehen. Die neu angeschafften, einheitlichen Dirndlgewänder, an deren Kauf sich der Verein beteiligte und das Werben von Ortsbäuerin Margit Bauer waren erfolgleich, so Vorsitzender Anton Huber. 22 Frauen und auch fünf Männer konnten zum Jahrtag am Sonntag neu aufgenommen werden, so dass der Traditionsverein aktuell 144 Mitglieder zählt, darunter auch viele junge Leute. Bei schönstem Sonnenschein konnte man, in Vereinskleidung und zusammen mit den Fahnenabordnungen und Vertretern der Ortsvereine und angeführt von der Viehbachtaler Blaskapelle, einen farbenfrohen Festzug vom Feuerwehrhaus zur Kirche durchführen. Heuer am Erntedankfest zelebrierte Pater Adam in Konzelebration mit Diakon Wolfgang Brandl den Festgottestdienst, der vom Chor Mosaik feierlich umrahmt wurde. Vor dem Kriegerdenkmal versammelte man sich zum Totengedenken und zog dann zum Vorplatz des Feuerwehrhauses, wo man sich unter der großen Kastanie niederlassen konnte. Vorstand Anton Huber freute sich über die gute Beteiligung und konnte auch die beiden Bürgermeister Johannes Birkner und Simon Hackl, sowie einige Mitglieder des Gemeinderates, Ehrenvorstand Matthias Jahn, die Ehrenmitglieder und weitere Gäste willkommen heissen, Keider verstarben seit dem letzten Jahrtag im Jahr

Festliche Kirchenzüge konnten abgehalten werden.

2019 auch neun Mitglieder. Tradition hat beim Verein das Singen der Bayernhymne und Anton Huber informierte in seinem Tätigkeitsbericht über die Aktivitäten des Vereins. Großen Zuspruch fand dabei das Weinfest, das man vor zwei Jahren zuletzt abhalten konnte und Huber hofft, dass es in diesem Jahr am 6. November wieder eine Neuauflage geben wird.

Kassenprüfer Josef Huber bescheinigte dem Kassier Andreas Geigenberger einwandfreie Kassenführung, so dass die Entlastung einstimmig erfolgen konnte. Respekt zollte Bürgermeister Johannes Birkner dem Verein für die Anschaffung der schönen Dirndl und der Tätigkeit der Bauern bei der Lebensmittelproduktion und Pflege der Landschaft und gab seiner Hoffnung Ausdruck, dass man die Gemeinschaft erhalte und weiterhin gut zusammen arbeite und feiere. Zustimmung der Mitglieder gab es dazu, den Jahrtag künftig mit dem Erntedankfest zu kombinieren, auch wenn man vom althergebrachten Termin am letzten Sonntag im Oktober abrücke und der Erhöhung des Jahresbeitrages von sechs auf zehn Euro, womit auch das Mittagessen beim Jahrtag übernommen werden könne. Mit Mittagessen und anschließend Kaffee und Kuchen verbrachte man bei schönem Wetter noch angenehme Stunden in der Gemeinschaft.

Gibt es heuer einen Nikolausmarkt?

Spiel- und Sportplätze sollen auf Vordermann gebracht werden

Auch wenn Bürgermeister Birkner die Gemeinderatssitzung wieder gerne im Sitzungssaal abgehalten hätte, so musste auch die letzte Sitzung am Dienstag, auf Weisung des Landratsamtes, weiterhin in der Viehbachhalle stattfinden. Eine erfreuliche Mitteilung konnte der Bürgermeister dem Gremium gleich zu Sitzungsbeginn machen, die Gemeinde beantragte Fördermittel aus dem Klimafonds der Energie Südbayern ESB und bekam als eine von 17 geförderten Gemeinden 750 Euro bewilligt. Neben Bauanträgen der Bürger nahm man auch einen Bauantrag der Gemeinde mit auf die Tagesordnung. Schon länger plant man nämlich, für die von der Jugend genutzten Räume im Obergeschoss des Rathauses, eine Fluchttreppe auf der Rathausrückseite, die auch zugleich separate Eingänge ermöglichen könnte. Die Pläne liegen jetzt vor und sehen in Abstimmung mit dem Landratsamt zwei Notausgänge, beidseitig des Treppenhauses vor. Die Kostenschätzung dafür beläuft sich auf rund 50 000 Euro. Dies wollten einige Gemeinderäte überdenken. Ursula Tafelmayer brachte dabei zwei eingelagerte Wendeltreppen ins Spiel, die man möglicherweise verwenden könnte.

Diskussionen gab es auch über die Aussichten den Nikolausmarkt stattfinden zu lassen. Bürgermeister Birkner erinnerte daran, dass bisher die meisten Aussteller die Innenräume der Klosterrealschule nutzten. Eine Abhaltung rein im Freien stelle die Frage nach den Buden. Josef Daffner regte an, Buden aus anderen Gemeinden zu leihen. Auch eine Standortverlagerung wurde ins Spiel gebracht. Viel Aufwand für wenige Stunden, würde ein neues Konzept bedeuten, gab die Verwaltung zu bedenken. Vor einer Entscheidung sollen jetzt zunächst Fieranten und Aussteller abgefragt werden, ob und wie eine Beteiligung möglich wäre.

Weiter diskutierte man über die Ergebnisse der letzten Sichtungen und der Sitzung des Bauauschusses. Besichtigt wurden die Spielplätze, bei denen zum Frühjahr alte Spielgeräte ausgetauscht werden sollen, Instandgesetzt werden sollen auch Hartplatz und Tartanbahn und der Fußweg in Oberviehbach als Verbindung von Bräustraße und Ziegelstraße. Im Visier hat man auch den Skaterplatz, der vor gut 20 Jahren errichtet wurde. Wie der Jugendbeauftragte Josef Daffner von den Nutzern erfuhr, wäre hier eine Bodenglättung besonders wichtig aber auch die Aufbauten müssen ggf. ersetzt bzw. ergänzt werden. Der Grillplatz neben dem Gemeindezentrum soll mit einer Hainbuchenhecke eingefasst werden. Zur Sanierung steht auch die Fahrbahn in der Gummeringer Straße an, dabei könnte auch ein Geh- und Radweg entstehen. Da in diesem Bereich zwei Kanäle verlaufen, müssen diesbezüglich Zustand, Fassungsvermögen und Verlauf im Vorfeld berücksichtigt werden. Zügiger als bislang will man auch den Willkommensgruß für Neugeborene versenden und mit weiteren Zugaben aufwerten. Für das Jahr 2022 soll wieder eine Terminkalenderaufstellung mit den örtlichen Verantaltern stattfinden. Schon im Vorfeld können die Termine an die Gemeindeverwaltung gemeldet werden, die genaue Abstimmung mit den Vereinsvertretern soll am Sonntag, den 31. Oktober um 19 Uhr im Gasthaus Binderbräu erfolgen.

auf folgendem Link finden Sie die Wahlergebnisse vom Landkreis Dingolfing-Landau nach den einzelnen Gemeinden gegliedert.

https://www.landkreis-dingolfing-landau.de/wahlen/2021/btw/index.html

Engagiert – aus Liebe zu Gott und den Menschen, unter diesen Leitsatz stellten die Mitglieder des Frauenbundes Nieder- und Oberviehbach den Festgottestdienst zu ihrem 40-jährigen Bestehen und ihrer Neugründung im Jahr 1981 unter der damaligen Vorsitzenden Klara Huber und Stellvertreterin Emma Paringer. Als Zelebrant konnte man den Prämonstratenser Chorherrn Pater Dr. Jakob Seitz vom Kloster Windberg gewinnen. Mit festlicher Orgelmusik von Centa Eisenreich und Gesang der Mitglieder Margit Reuter und Claudia Gürtner zogen die Frauen am Sonntag in die mit Rosen geschmückte und sonnendurchflutete Pfarrkirche ein.

Musikalische Gestaltung durch Centa Eisenreich, Margit Reuter und
Claudia Gürtner.

Katharina Czoppik begrüßte die Teilnehmer des Festgottestdienstes. Mit dem Frauenbundgebet begann man den Gottesdienst. Dabei konnte auch die neue Kerze der Gemeinschaft gesegnet werden, welche ein Licht der Hoffnung inmitten von Dunkelheit, Gewalt, Terror und Leid zu den Menschen bringen und anstecken soll. In der Lesung, bei den Fürbitten und einer „Vater unser – Meditation“ brachten sich die Frauen in die Messe mit ein.

Die Mitglieder hielten Lesungen und Meditationen.

Zum Davonlaufen sei es oft, so Pater Seitz in seiner Predigt, und Gründe dafür gäbe es viele wie Auseinandersetzungen, vor dem Alter oder etwa wenn Gott scheinbar nicht antworte. Die Frauen aber seien da und sind geblieben. In 40 Jahren Frauenbund gab es sicher viele schöne Erlebnisse und Begegnungen aber auch steinige Strecken und Sorge um die Zukunft. Das Dableiben und Aushalten sei nicht immer einfach. Seitz dankte den Frauen für ihr mutiges und engagiertes Wirken. Auch Jesus hatte genügend Situationen in denen es zum Davonlaufen war, aber er habe ausgehalten bis zum Tod am Kreuz. Sein Kreuz schlage eine Brücke über viele Situationen unseres Lebens. Pater Seitz gab seiner Hoffnung Ausdruck, dass Gott es ist, der uns zum Bleiben auffordere.

Pater Seitz übernahm die Ehrungen.

Mit Rosen dankte das Führungsteam, das derzeit aus Christa Bauer, Katharina Czoppik, Marianne Loichinger und Sylvia Simbeck besteht, den Gründungsmitgliedern, sowie allen die der Gemeinschaft seit 20 oder 25 Jahre die Treue halten. Der mitgliederstarke Frauenbund organisiert alljährlich ein umfangreiches Programm mit Mitgliederversammlung, Weltgebetstag, Ausflügen, Batenstunden, Rosenkränzen, Maiandachten und Vorträgen. Die größte Aktion ist seit Jahren der Adventsbasar, dessen Erlöse größtenteils für Hilfsprojekte wie der Kinderkrebshilfe oder die Opfer der diesjährigen Flugkatastrophe gespendet werden. Zudem beteiligt man sich rege an den kirchlichen und weltlichen Veranstaltungen.

Sie waren engagierte Streiter für ihre Gemeinde und ihre Mitbürger im Gemeinderat. Schon lange war es Bürgermeister Johannes Birkner und seinem 2020 neu gewählten Gemeinderat ein Anliegen, sich bei den ausgeschiedenen Mitgliedern des Gemeindeparlamentes für ihr Wirken und ihr ehrenamtliches Engagement, das weit über die Teilnahme an den Sitzungen hinaus ging, zu bedanken. Jetzt endlich, nach Lockerung der coronabedingten Beschränkungen, war es möglich geworden, dass Bürgermeister und Gemeinderat mit einer Einladung ins Gasthaus Binderbräu Dank sagen konnten. In seinem Rückblick erinnerte Bürgermeister Birkner an vieles, was mit den Gemeinderäten im guten Miteinander auf den Weg gebracht, umgesetzt oder abgeschlossen werden konnte. Es waren allesamt engagierte Gemeinderäte, die sich mit Sachverstand und Herzblut im Gemeinderat eingebracht haben, so der Dank von Birkner. Ein Jahr, als Nachrückerin für Birkner gehörte Julia Neumeier dem Rat an. Franz Inkoferer war 16 Jahre im Gemeinderat und zudem auch noch im Bauauschuss vertreten. 18 Jahre oder drei Legislaturperioden waren Wolfram Sterr und Alfons Jänsch im Gemeinderat.

Sterr war anfangs auch Jugendbeauftragter, war Vertreter im Wasserzweckverband und im Bauausschuss. Jänsch war als Verfechter der Landwirtschaft auch im Bauausschuss und Verwaltungsrat im Heizwerk.

Sogar 24 Jahre vertrat Rudolf Uhrmann seine Mitbürger als Fraktionssprecher der PWGO, im Rechnungsprüfungsausschuss, Verwaltungsrat im Heizwerk und zuletzt auch als Seniorenbeauftragter im Gemeinderat.

Am Samstag traf sich der Fest- und Feuerwehrausschuss Niederviehbach mit Ehrenkreisbrandmeister Josef Dausend, Berti Daffner als Festmutter des Jahres 1996, Bürgermeister Johannes Birkner und Fotograf Peter Dausend vor der Kirche in Weigendorf, um mit musikalischer Begleitung von Rainer Spielberger zum Fahnenbrautbitten zu ziehen.

Angekommen bei Theresa Waitl fand man die Hofeinfahrt bereits versperrt mit einem Baumstamm vor. In Versform baten sie dann um das Ja-Wort der hoffentlich zukünftigen Fahnenbraut, doch Theresa gab zur Antwort, dass vor einer Zusage noch einige Aufgaben auf die Bittsteller warten. Die Feuerwehrler ließen sich aber dadurch nicht aufhalten, kurzer Hand sägten sie den Baumstamm durch und konnten dann den Hof betreten wo bereits die nächste Aufgabe auf sie wartete. Hinter dem Wohnhaus befanden sich längst die persönlichen Schutzanzüge von einigen Feuerwehrmännern, in der sie als nächstes eine Saugleitung aufbauen mussten. Nachdem auch diese Aufgabe erfolgreich bestanden war machte sich die nächste Gruppe an die dritte Aufgabe. Es mussten mindestens zwölf leere Bierkästen horizontal gestapelt werden um sich das Ja-Wort der Fahnenbraut zu verdienen. Dies war ohne jegliche Hilfsmittel keine allzu leichte Aufgabe wie sich herausstellte aber nach dem zweiten Anlauf konnten letztendlich dann 13 gestapelte Kisten vorgewiesen werden, womit auch diese Aufgabe erledigt war.

Zu guter Letzt knieten der Festausschussvorsitzende Josef Daffner, erster Kommandant Stephan Neumeier, die Vorstände Andreas Birkner und Stephan Karpfinger sowie die zukünftige Fahnenmutter Franziska Birkner auf einem Holzscheitl mit ihrer Bitte, wo sie dann auch die Zusage von Theresa erhielten. In geselliger Runde lies man den Abend im Anschluss ausklingen.

Für 18 Jahre, die er die Gemeinde als Pfarrer betreut und die Menschen bei sämtlichen Lebenslagen einfühlsam begleitet hat, dafür dankten die beiden Bürgermeister Johannes Birkner und Simon Hackl dem scheidenden Pfarrer Stefan Brunner und seiner engagierten Haushälterin Christine Schemmerer, bei einem Abschiedsbesuch im Pfarrhaus, ehe sich beide für ihre neuen Aufgaben bereit machten. Stefan Brunner zeigte sich dankbar für die Zeit in der Pfarreiengemeinschaft Niederviehbach Mariä Himmelfahrt und Oberviehbach St. Georg. Sein Dank galb aber nicht nur dem dreifaltigen Gott, sondern auch allen Menschen in der Pfarrgemeinde, die ihm in dieser Zeit geholfen haben. Er sei gerne hier gewesen und trug sich gerne in das Goldene Buch der Gemeinde ein. Das Goldene Buch der Gemeinde wurde im Jahr 1991, also vor genau 30 Jahren, von Bürgermeister Josef Daffner aufgelegt. Politiker aus Bund und Land und ranghohe Geistliche sind in den Einträgen zu finden.

Nach 18 Monten coronabedingter Pause lud der BRK-Seniorenclub am Mittwoch wieder zum Seniorennachmittag ins Gasthaus Binderbräu. „Es war ein großes Hallo und auch für mich eine Riesenfreude“, sagte Vorsitzende Lisbeth Sterr. Es gab nämlich viel nachzuhlolen. Zwei neue Mitglieder konnte man begrüßen und in Gedichtform und mit Einlagen gratulierte man allen Geburtstagsjubilaren mit runden oder halbrunden Geburtstagen der letzten eineinhalb Jahre.

Dazu gab es Kaffee und Zwetschgendatschi. Bei Rudi Uhrmann bedankte man sich mit einem Geschenk für sein Engagement als Seniorenbeauftrager im Gemeinderat und konnte gleichzeitig seine Nachfolgerin Katharina Czioppik mit einem Vers und einer Rose begrüßen. Brigitte Maß ist ihre Stellvertreterin als Seniorenbeauftragte. Auch einige Clubmitglieder sind seit Mai 2020 verstorben, ihnen gedachte man und betete gemeinsam das Vater unser-Gebet. „Schon das zweite Jahr kein Seniorennachmittag“, das stimmte Bürgermeister Birkner traurig und so kam er gerne zu diesem Auftaktreffen, das ihm eine Herzensangelegenheit sei. Er informierte die Runde, was seit den Kommunalwahlen alles in der Gemeinde passiert ist.

Da waren Baumaßnahmen wie die Fertigstellung der Bauhofhalle, die Isarrenaturierung oder der Neubau der Längenmühlbachbrücke. Alles leider im Stillen und ohne große Einweihungen, so Birkner. Die jungen Stockschützen wurden Deutsche Meister, bei der Gemeinde gibt es neue Mitarbeiter und die Gemeinde hat eine neue Internetpräsenz, Bayern W-Lan gibt es jetzt auch in Oberviehbach am Feuerwehrhaus, das Radegnetz soll Richtung Kirchberg und Weng erweitert werden und das Rathaus soll einen Anbau erhalten. Aber auch die Instandsetzungsarbeiten laufen weiter. Aus den Straßengräben wurden 500 Tonnen Material geräumt und ein Hochwasserschutzkonzept wird für das ganze Gemeindegebiet erstellt. Seit der Verabschiedung von Pfarrer Brunner ist der Ort seit fast 800 Jahren erstmals ohne Pfarrer, bislang waren seine Bemühungen bei der Diözese Regensburg erfolglos, so die Informationen des Bürgermeisters. Zum Abschluss lud der Club die Mitglieder zur Brotzeit mit Wiener Würstchen.

Das nächste Treffen ist am 13. Oktober geplant.

Renovierung, Erweiterung und Hochwasserschutz

Um Bau- und Erhaltungsmaßnahmen rund um das Gemeindezentrum, Bauanträge, den Hochwasserschutz und wie viel Wahlwerbung erlaubt ist, darum drehte es sich in der letzten Sitzung des Gemeinderates am Dienstag in der Viehbachhalle. Erneut ging es dabei um die Instandsetzung der Viehbachhalle. Eine Arbeitsgruppe des Gemeinderates sieht Handlungsbedarf beim Dach und bei den Fenstern. In seiner beruflichen Eigenschaft als Fachplaner und Vorstand der Bürgerenergie Essenbach gab Martin Bruckner auf Einladung von Bürgermeister Birkner seine Einschätzung an das Gremium ab. Festzustellen sei ein guter Allgemeinzustand. Wie weit man bei einer Sanierung gehen solle, dazu empfehle er einen Facharchitekten. Einfache Instandsetzungsarbeiten erforderten keine Baugenehmigung, umfangreichere Maßnahmen erforderten eine Baugenehmigung mit entsprechenden Genehmigungsverfahren wie Brandschutznachweisen. Was hier sinnvoll sei, sorgte dabei für einige Diskussionen im Gemeinderat, auch im Hinblick darauf, welche Maßnahmen in Zukunft mehr Sicherheit für Veranstaltungen bieten könnten.

Geklärt werden sollte auch, ob und welche Fördermöglichkeiten es für verschiedene Optionen gäbe. Über den Planungsstand für den Erweiterungsbau des Rathauses mit Vorstellung der Räumlichkeiten und Flächenaufteilung unterrichtete Architekt Markus Eichenseher das Gremium. Drei weitere Büros, ein als Trauzimmer nutzbarer Besprechungsraum mit Außentüren und eine von außen zugängliche Behindertentoilette soll der Anbau enthalten. Dazu sollen Angebote von Fachplanern für Heizung, Lüftung und Sanitär, für die Statik, Elektro und Brandschutz eingeholt werden. Josef Retzer schlug vor, die Räume für mehr Teamfähigkeit mit Verbindungstüren durchgängig zu machen, Josef Daffner regte Außenanschlüsse für Wasser und Strom an. Aufgrund der jüngsten Hochwasserereignissse will die Gemeinde ein Hochwasserschutzkonzept für das ganze Gemeindegebiet, welches den Viehbach mit sämtlichen Zuläufen und Gräben beinhaltet, erstellen und dabei eine Förderung des Freistaates von 75 Prozent in Anspruch nehmen. Ein Förderantrag muss bis Ende November erstellt werden. Gleichzeitig soll ein Antrag auf vorzeitigen Maßnahmenbeginn für das integrale Hochwasserkonzept gestellt werden. Erwin Duschl und Christian Seisenberger sprachen sich in diesem Zusammenhang für eine intensive Pflege sämtlicher Gräben im Gemeindegebiet, als dauerhafte Vorsichtsmaßnahme aus. Eine schriftliche Zusammenfassung der Ergebnisse aus Gesprächen mit Jugendlichen, gab die gemeindliche Jugendpflegerin Michaela Hertreiter an den Gemeinderat.

In diesem Zusammenhang erinnerte Josef Daffner an die schon länger besprochene, neue Nutzung für den dritten Tennisplatz am Gemeindezentrum. Ursula Tafelmayer würde den Platz gerne den Jugendlichen zur freien Verfügung stellen, damit diese selbst Nutzungen entwickeln könnten. Angesprochen wurde auch der Rückschnitt der an die öffentlichen Straßen angrenzenden Sträucher auf Privatgrundstücken. Hier bittet man die Grundstücksanlieger, die Sträucher ab Oktober wieder zurückzuschneiden. Josef Dausend brachte die aktuell sehr restriktive Regelung der Verwaltung zur Wahlwerbung zur Sprache. Wahlplakate dürfen nur an den öffentlichen Anschlagtafeln an der Schulstraße und am Bushäuschen in Oberviehbach angebracht werden. Viele Parteien hätten aber bereits die bekannten Plakate für die Lichtmasten bestellt, zeigte sich auch Josef Retzer überrascht. Eine Gewisse Werbung gehöre nach Ansicht von Josef Retzer und Brigitte Maß zur Demokratie. Wenigstens fünf Plakate könne man jeder Partei zugestehen. Während Josef Daffner ein durchgängiges Konzept forderte, brachte Erwin Duschl erneut eine Verorndung ins Spiel. Diese müsse aber überwacht und sanktioniert werden, so die Verwaltung. Die Beispiele anderer Gemeinden, welche den Parteien Flächen für Wahlplakate zur Verfügung stellten, nannte Katharina Czoppik. Bürgermeister Birkner informierte über in der Region stattindende Bundeswehrübungen zwischen dem 20. und 24. September und darüber, dass jetzt auch der Ortsteil Süßbach im Schulbusverkehr nach Dingolfing mit einer Haltestelle berücksichtig wird.

Am Sonntag musste sich der Pfarreiengemeinschaft Nieder- und Oberviehbach von ihrem langjährigen Pfarrer Stefan Brunner verabschieden. Pfarrer Brunner gestaltete die Sonntagsmessen als Dankgottesdienste für die vergangenen 18 Jahre, die er in der Gemeinde verbracht hatte. Auch wenn er er sich einen äußerlich bescheidenen Abschied wünschte und die geplanten Stehempfänge in beiden Orten coronabedingt ausfallen mussten, war der Geistliche sehr erfreut und tief gerührt über die vielen Pfarrangehörigen die gekommen waren und die Glückwunschkarten mit persönlichen Worten. „Ich hätte nie gedacht, wie viel in den Jahren gewachsen ist. Es waren auch die vielen kleinen Dinge, die persönlichen Gespräche und Begegnungen, bei denen sich die Herzen geöffnet haben. Auch ich habe mich in dieser Zeit verändert und immer wieder dazugelernt. Es war so viel drin in dieser Zeit in einer schönen Gemeinde mit liebenswerten Menschen“, zeigte sich Brunner dankbar.

Stefan Brunner stammt aus Train in der Hallertau und wurde 1998 in Regensburg zum Priester geweiht. Nach fünf Jahren Kaplanszeit trat er 2003 die Pfarrstelle in Niederviehbach an. Als Seelsorger der zwei Pfarreien Niederviehbach und Oberviehbach war er seither für mehr als 2000 Katholikinnen und Katholiken verantwortlich. Ein umfangreicher und vielseitiger wöchentlicher Gottesdienstkalender und viele kirchliche Veranstaltungen im Jahreslauf zeigen seine Einsatzbereitschaft für seine Pfarrangehörigen. So geht beispielsweise die wöchentliche eucharistische Anbetung in Pfarrkirche und St. Anna-Kapelle auf seine Initiative zurück. Besonders herausgehoben wurde auch seine einfühlsame Art der Seelsorge in Trauerfällen.

In den letzten Monaten übernahm er zusätzlich die seelsorgliche Betreuung des Klosters St. Maria, nachdem Prälat Dr. Ewald Nacke sein Amt als Spiritual aus gesundheitlichen Gründen aufgeben musste. Nicht nur als Seelsorger, auch als Bauherr hinterlässt er sichtbare Spuren. So war das Pfarrheim Niederviehbach bei seinem Dienstantritt im Bau, die Bodenplatte war gerade erst gelegt. In den folgenden Jahren ging er zudem die Generalsanierung der Pfarrkirche an, die sich über mehrere Jahre hinzog. Im Rahmen dieser Sanierung wurde auf seine Initiative hin auch der Sommerchor Maria Trost hergerichtet und kann seither als Gottesdienstraum genutzt werden. Der Festgottesdienst mit Weihbischof Reinhard Pappenberger zum Abschluss der Renovierung im Sommer 2018 ist vielen noch in schöner Erinnerung. Kaum war dies gemeistert, stand die Sanierung der Nebenkirche St. Maria Magdalena in Walperstetten an. Auch dieses Bauprojekt konnte er im Jahr 2020 abschließen. Aber auch die Sanierung der Kirche in Oberviehbach 2007, die Glockenweihe in Walperstetten 2006, die Teilnahme der Pfarrei am Weltjugendtag, das Weltjugendtagskreuz, das in die Pfarrei kam, Ausflüge mit Ministranten und Kommunionkindern, die Schulseelsorge, Aufgaben im Dekanat, die Mitarbeit in der Notfallseelsorge, die Kranken- und Altenseelsorge und die Arbeit mit vielen kirchlichen Gruppen, werden dem Pfarrer nach seinen eigenen Worten in guter Erinnerung bleiben. Einer ersten Anfrage der Diözese nach einem Stellenwechsel, wie es bei Priestern nach 15 Jahren üblich ist, erteilte er vor einigen Jahren, auch mit Hinweis auf die damals laufenden Bautätigkeiten, eine Absage.

Der zweiten Anfrage leistete er nun Folge und wechselt nach Thalwil in der Schweiz. Im Gottesdienst, in dem die örtlichen Vereine mit Fahnenabordnungen vertreten waren, dankte er für alles Gute, was ihm in den Jahren in Niederviehbach widerfahren ist. In seiner Ansprache bemerkte er, dass dieser Tag wohl bewegender für ihn sei, als seine Primiz vor 23 Jahren. In der Predigt schlug er deshalb auch einen Bogen vom Tagesevangelium aus Markus 7 zu seinem Primizspruch „Nicht ihr habt mich erwählt, sondern ich habe euch erwählt. (Joh 15,16) Bleibt in mir und ich bleibe in euch. (Joh 15,4)“. Ein reines Herz, in dem Christus wohnt, sei die Grundlage christlichen Lebens. Die Verabschiedung durch die kirchlichen Gruppen und Vereine, sowie durch die Gemeinde fand in kleinen Runde vor den Kirchen statt. Zweiter Bürgermeister Simon Hackl dankte Pfarrer Brunner im Namen der Gemeinde für die Zusammenarbeit. Brunner habe Spuren des Lebens und des Glaubens hinterlassen, so Hackl.

Die stellvertretende Pfarrgemeinderatssprecherin Margit Kellner dankte für die Zusammenarbeit mit den kirchlichen Gremien und die Ministranten überreichten Pfarrer Brunner zum Abschied einen selbst hergestellten Weihwasserkessel mit dem Bild der Pfarrkirche Märiä Himmelfahrt. Vom Pfarrgemeinderat und der Kirchenverwaltung, vertreten durch Kirchenpfleger Werner Ittlinger, wurde ihm eine neue Aktentasche mit Zubehör überreicht. Die Kirchenverwaltung Oberviehbach dankte Brunner mit einer geschnitzten Figur des Heiligen Georg. Hier sprach Christian Forstmaier Worte des Dankes. In seinen Abschiedsworten dankte Pfarrer Brunner für die stets vertrauensvolle Zusammenarbeit mit den kirchlichen Gremien und bat alle Pfarrangehörigen um die Verbundenheit im Gebet. Zum Abschluss überraschte die Viehbachtaler Blaskapelle mit Hinweis auf den Namenstag von Pfarrer Brunner am 26. Dezember mit dem Christkindlmarsch.

Mit dem Weggang von Stefan Brunner endet in Niederviehbach auch eine seit 1296 andauernde Ära: Er war der letzte vor Ort anwesende Pfarrer der Pfarreiengemeinschaft Niederviehbach / Oberviehbach. „Christus, das Wesentliche bleibt“, gab Brunner den Pfarrangehörigen mit auf den Weg.

Die Pfarreien gehen zum ersten September in der neuen Pfarreiengemeinschaft Loiching – Niederviehbach – Oberviehbach – Wendelskirchen auf und werden in Zukunft vom Kloster der Franziskaner-Minoriten in Dingolfing aus betreut. Auch Pfarrhaushälterin Christine Schemmerer tritt zum September eine neue Stelle in Donaustauf an. Neben ihrer Tätigkeit im Pfarrhaushalt brachte sie sich stets sehr engagiert ehrenamtlich in das Leben der Gemeinde ein. Über 15 Jahre lang hat Frau Schemmerer den Pfarrbrief mit viel Aufwand geschrieben und gedruckt. Die Pfarrgemeinde sagte ihr mit Blumen ein herzliches Vergelt’s Gott und wünschte ihr alles Gute auf dem weiteren Lebensweg.

Dank in Oberviehbach mit Blumen für Pfarrer Brunner und Christine Schemmerer