Mit Gottesdiensten, Gebeten und Gedenkverantaltungen an den Kriegerdenkmalen in Oberviehbach und Niederviehbach beging man am Sonntag den Volkstrauertag in der Gemeinde.

Der Frieden in Europa sei keine Selbstverständlichkeit, so Bürgermeister Johannes Birkner. Die Bereitschaft zu verstehen und zu versöhnen und der Verzicht auf die rücksichtslose Durchsetzung eigener Interessen sei

dafür notwendig. Das gemeinsame Gedenken an die Opfer der Kriege über Grenzen hinweg, über vergangenes Leid, dessen Ursachen, die Überwindung von Nationalismus, Rassismus, von Hass und Intoleranz, von Unterdrückung und Verfolgung brauchten Mut und Ausdauer. Birkner rief dazu auf, diesen Mut aufzubringen. Sensibler Umgang mit der Geschichte, redliches Bemühen die Betrachtung anderer Nationen zu verstehen sei lohnend. Gewonnene Einsichten müsse man weiter geben an die, auf die es morgen ankomme.

Eindrucksvoll war das Gedenken an die vielen Soldaten, verfolgten Minderheiten oder Opfer vielerlei Gewalt und von Verfolgung bis in unsere Tage. Birkner dankte allen, welche am Gedenktag beteiligt waren, wie auch allen die mit der Pflege der Erinnerungen und der Kriegerdenkmäler engagiert sind, wie auch allen, die für die über 830 Kriegsgräberstätten weltweit sammeln.

Bürgermeister Johannes Birkner und Zweiter Bürgermeister Simon Hackl am Kriegerdenkmal Oberviehbach.

Auf dem darunter folgenden Link finden Sie den neuen Abfuhrkalender 2022 für Niederviehbach zum Ausdrucken. (Ort und Straße auswählen)

Es ist auch möglich sich die neue Abfall-App von AWV zu installieren. Damit erhalten Sie immer rechtzeitig eine Erinnerung an die nächste Leerung.

https://www.awv-isar-inn.de/abfuhrkalender/

Seit einigen Wochen läuft es wieder in allen Sparten des TSV, auch wenn einige Abteilungen immer noch an den Folgen der Coronaeinschränkungen leiden. Zur Jahreshauptversammlung dankte Vorsitzende Ursula Tafelmayer den über 1100 Mitgliedern, dass sie dem Verein auch in der schweren Zeit, in der viele Angebote nicht durchgeführt werden konnten, die Treue gehalten haben. Möglich ist das breitgefächerte Sportangebot durch fleissige Ehrenamtler, wie Helmut Füßl der schon viele Aufgaben übernommen hat und zuletzt als Stellvertreter von Tafelmayer verlässlich im Verein wichtige Aufgaben übernommen hat.

Ursula Tafelmayer dankte ihrem treuen Vize Helmut Füßl.
Dank an ehrenamtlich engagierte TSV-Mitglieder.

Auch Manfred Altinger und Irmi Sanwald engagierten sich bei den Stockschützen und Petra Kraus arbeitete elf Jahre als Schriftführerin. Sie übergaben ihre Ämter zur Mitgliederversammlung und man dankte ihnen für ihren jahrelangen Einsatz für den Sport und die Gemeinschaft im Verein. Stolz könne man auf die große Zahl der Mitglieder sein, auf die man bauen könne, so Bürgermeister Johannes Birkner in seinen Grußworten. Trotz der Pandemie habe man vieles gut gemeistert.

Jetzt gelte es den Blick nach vorne zu richten. Ihm persönlich habe besonders das Volksfest, das der TSV seit über vier Jahrzehnten ausrichtet sehr gefehlt. Sein Dank galt den Trainern für die Motivation und Begeisterung. Hervorzuheben seien natürlich die großen Erfolge der jungen Stockschützen. Die Versammlung dankte dazu Alfred Beck und Manfred Altinger für das Engagement bei den Stockschützen. Langjährige Mitglieder seien eine große Stütze für den Sportverein. Gerti und Franz Mutz, Birgitt Erlmeier, Wilhelm Dorrer und Richard Huber halten dem Verein sage und schreibe seit 50 Jahren die Treue und wurden dafür geehrt und zu Ehrenmitgliedern ernannt. Seit 40 Jahren Mitglied sind Rebecca Erlmeier, Johann Erlmeier, Günther Brauner, Wolfram Sterr, Erwin Schneider jun., Karl Markgraf, Theresia Höflschweiger und Günther Brauner. Für 25jährige Vereinstreue geehrt wurden Andreas Seisenberger, Christina Lehner, Marion Theinert, Corinna Wolf, Markus Mayer, Kathrin Schlichtmeier, Tobias Schlichtmeier, Heidi Beck, Martin Kammerer und Carina Scheuerecker.

Ein neues Dach, neue Haustechnik und eine neue Küche bekam das sogenannte „Monsignore-Haus“ in der prominenten Ecklage an der Zufahrt zum Kloster St. Maria. Nur noch die Fassade muss noch renoviert und gestrichen werden. Das ist aber nur der Anfang, denn im Kloster St. Maria stehen umfangreiche Sanierungs- und Instandsetzungsarbeiten an. Dass in den altehrwürdigen Gemäuern, die vielen insbesondere als Schulstandort der Klosterrealschule bekannt sind, Renovierungen notwendig sind, damit haben sich die Klosterschwestern schon länger befasst, als erste Maßnahme hat noch die frühere Vikarin Vermessungen als Grundlage für das weitere Vorgehen beauftragt.

Die Ergebnisse waren wie befürchtet, der Ostbau mit vielen Unterrichtsräumen der Schule ist am schlimmsten betroffen, der Dachstuhl ist in Bewegung. Die Schüler können erst nach einer umfassenden Sanierung dort wieder ihre Klassenzimmer beziehen. Dabei ist das Interesse der jungen Leute, ihre Ausbildung in der Klosterrealschule zu absolvieren groß wie nie. Waren es im vergangenen Jahr noch 574 Schüler, so versuchte man jetzt 616 Schüler aufzunehmen, und da konnten noch gar nicht alle Anfragen berücksichtigt werden. Um den Schulbetrieb aufrecht zu erhalten und alle Klassen gut unterzubringen, ging es die ganzen Sommerferien rund hinter den Klostermauern. Im Nordbau wurden aus der früheren Schreinerei Klassenzimmer. Da wurde ausgeräumt, gestrichen, neue Bödenbeläge und Leitungen verlegt. Hier fanden jetzt zwei siebte Klassen Platz.

Den Schülern gefällt es in den provisorischen Klassenzimmern

Auch für die Ordensschwestern hieß es zusammenrücken, denn auch die Räume, die normalerweise nur den Klosterschwestern vorbehalten sind und auch der Speisesaal wurden zu Klassenzimmern umfunktioniert. Fünf der 23 Klassen befinden sich jetzt im Klausurbereich. „Die Schüler der zehnten Klassen finden es sehr interessant und sind auch sehr rücksichtsvoll“, berichten Priorin Schwester Antonia und Schulleiter Hermann Deubzer, bei einem Rundgang. Die ursprünglich geplanten Trennwände mussten erst gar nicht verbaut werden. Im Augenblick befinden sich auch Gäste aus Vietnam im Kloster und belegen dort einen Deutschkurs. Auch im provisorischen Schulbetrieb macht man wichtige Neuanschaffungen für Gesundheit und Unterricht. Auf eigene Kosten hat die Klosterrealschule alle Klassenzimmer mit Luftreinigern ausgestattet. Schon lange gibt es in den Schulgebäuden W-Lan und für digitale Tafeln, sogenannte „Smartboards“ hat man eine Viertelmillion Euro ausgegeben. In den Herbstferien sollen jetzt in einer großen Aktion auch die letzten Beamer verbannt und durch Smartboards ersetzt werden. Tafelanschriften können dabei genauso gespeichert und wieder aufgerufen werden. Gleichzeitig fungieren die digitalen Tafeln auch als Großbildschirm für Vorführungen und Filmeinblendungen. Pläne und Ideen für das große Bauprojekt wurden von Architekten bereits vorgestellt. Die genaue Umsetzung will der Konvent in Kürze beschließen. 25 Millionen Euro plant man für Sanierung und Umbau von Schule und Kloster in den nächsten Jahren zu investieren.

Merkblatt für den umweltgerechten Einsatz von Bauschutt, Straßenaufbruch und Recycling-Baustoffen im nicht-öffentlichen Feld- und Waldwegebau zur Wegeinstandsetzung und zur Wegebefestigung

Die Coronainzidenzzahlen steigen wieder, und vielfach wurden Testmöglichkeiten eingestellt. Seit 11. Oktober Zeit werden die Testungen auch nicht mehr für alle kostenlos angeboten. Umso größer ist das Interesse an der Teststation welche Alfred und Andrea Maierhofer im Glaspavillon ihres Autohauses direkt an der Isarbrücke in der Gummeringer-Straße 2 in dieser Woche eingerichtet haben.

Dienstags, Donnerstags und Freitags jeweils von 15 bis 17 Uhr, mittwochs von 8 bis 10 Uhr, samstags von 9.30 bis 11 Uhr und auch am Sonntag zwischen 17 und 18 Uhr sind die Öffnungszeiten der Teststation Niederviehbach.

Um Schlangenbildung oder größere Personenansammlungen, sowie lange Wartezeiten zu vermeiden,

ist eine Voranmeldung unter der Telefonnummer 08702/9460600 oder

per E-Mail: teststelle-niederviehbach@autohaus-maierhofer.de unbedingt erforderlich.

„Die Resonaz ist heftig“, berichtet Alfred Maierhofer und wird damit mit seiner Initiative bestätigt. Schon länger gab es im Ort nämlich verschiedene Gespräche und Anfragen zu lokalen und schnellen Testmöglichkeiten. Ein großer Faktor sind dabei die örtlichen Schulen, aber auch jahreszeitlich bedingt, Schnupfenkinder im Kindergarten. Gründe für Testungen sind aber auch Vorsichtsmaßnahmen vor der Teilnahme an privaten Treffen, Feierlichkeiten oder Familienbesuchen. Anfang September stellte das Ehepaar Maierhofer bereits eine Anfrage beim Gesundheitsamt in Dingolfing zur Prüfung der örtlichen Gegebenheiten und der Eignung der Räume. Ein Riesenaufwand, berichten die beiden, war die Erstellung des Hygieneplanes. Ein Testkonzept galt es zu erarbeiten, arbeitsrechtliche Vorschriften zu berücksichtigen und die über 20 eingebundenen Beschäftigten mussten geschult werden. Mitte des Monats wurden Räumlichkeiten und Konzepte geprüft und die Freigabe erteilt.

Beim Test herrschen strenge Hygienemaßnahmen.

Angeboten werden derzeit Antigenschnelltests. Ein Test kostet 12,50 Euro. Eine Reihe von Personenguppen wie Mitarbeiter in Krankenhäusern oder Pflegeeinrichtungen, Schwangere und Stillende, Kinder, Schüler und Studenten etc. sind mit entsprechenden Nachweisdokumenten von den Gebühren befreit.

Am Kirchweihsonntag wurde Pater Roman Piekarski, von den Franziskaner-Minoriten, in einem Festgottesdienst, der durch den Kirchenchor unter der Leitung von Marco Heine umrahmt wurde, durch Dekan BGR Eugen Pruszynski in sein neues Amt als Pfarrer der Pfarreien Niederviehbach und Oberviehbach eingeführt. Im Kirchenzug gingen Ministranten, Fahnenabordnungen der weltlichen und kirchlichen Vereine, der Pfarrgemeinderatssprecher Christian Forstmeier sowie Dekan Eugen Pruszynski mit den Konzelebranten, sowie Pater Roman Piekarski und Pater Adam Salomon vom Pfarrheim durch die Klosterkirche in die Pfarrkirche.

Dort begrüßten Christian Forstmeier und Kirchenpfleger Werner Ittlinger den neuen Pfarrer in kurzen Ansprachen. Dekan BGR Eugen Pruszynski begrüßte anschließend die Gläubigen. Er stellte Pater Roman der Gemeinde vor und ging dabei auch auf die neue Konstellation in der neu gegründeten Pfarreiengemeinschaft Loiching-Wendelskirchen-Niederviehbach-Oberviehbach ein. Pater Roman Piekarski, OFM Conv., ist künftig der leitende Pfarrer dieser Pfarreiengemeinschaft. Ihm zur Seite stehen Pater Adam Salomon, OFM Conv., als Pfarrvikar und Pater Mariusz Bykowski, OFM Conv., als Spiritual des Klosters der Dominikanerinnen St. Maria. Der Wortgottesdienst stand unter dem Motto „Füreinander da sein“.

Dementsprechend waren die Lesung aus dem ersten Brief des Apostels Petrus (1 Petr 2, 4-9) und der Evangeliumstext aus dem Lukasevangelium (Lk 19, 1-10) gewählt. In seiner Predigt ging Dekan Eugen Pruszynski dann auf die Verantwortung füreinander ein. Sowohl der Gläubigen in der Pfarrgemeinde untereinander, als auch zwischen Pfarrer und Gläubigen, aber auch jedes Einzelnen für das Wohl aller Menschen. „Freuen Sie sich darüber, dass in einer von Gott geschenkten Gemeinschaft jeder so sein darf, wie er ist, mit seiner Stimme, mit seiner Liebe, aber auch mit seinen Grenzen.“ Er forderte auch dazu auf, aufeinander Rücksicht zu nehmen und die neue Pfarreiengemeinschaft wachsen zu lassen. Nach der Predigt nahm der Dekan dann die eigentliche Amtseinführung mit der Erneuerung des Amts- und Gehorsamsversprechens der Priesterweihe vor.

Darin versprach Pater Roman vor der Gemeinde, die seiner Führung künftig anvertraut ist, unter anderem, das Priesteramt als zuverlässiger Mitarbeiter des Bischofs auszuüben, die Gemeinde unter der Führung des Heiligen Geistes umsichtig zu leiten, den Dienst am Wort Gottes treu und gewissenhaft zu erfüllen, die Sakramente zu feiern, sowie den Armen und Kranken beizustehen. In den Fürbitten wurde anschließend die Bitte um ein gutes Miteinander in der Pfarrei, in den Gremien und in den Familien noch einmal vor Gott getragen. In seiner sehr persönlich gehaltenen Schlussansprache ging Pater Roman auf seine Berufung als Priester ein und dankte den kirchlichen Gremien und den Gläubigen in Niederviehbach und Oberviehbach für die herzliche Aufnahme, die er in den ersten Wochen seines Dienstes seit September erfahren durfte. Er empfahl die Pfarrgemeinde der Gottesmutter Maria und dem Heiligen Josef. Nach dem Schlusssegen und dem Schlusslied „Die Kirche steht gegründet“ endete die Festmesse mit dem Auszug von Ministranten, Priestern und Vereinen, die sich abschließend noch zusammen mit Bürgermeister Johannes Birkner, auf den Stufen vor der Kirche zu einem Gruppenfoto aufstellten.

Kirchenzug

Die Daten der aktuelle Trinkwasseranalyse der Beprobung vom 01.09.2021 finden Sie unter folgender PDF-Datei.

Zweckverband Wasserversorgung Isar-Vils

Hofham, Am Wasserwerk 1

84174 Eching

Telefon: 08709 / 92 01-20

Internet: www.isar-vils.de

Seit zwei Jahren steht man den in den Startlöchern, um das große Fest des 100-jährigen Vereinsjubiläums gebührend feiern zu können, zum 45. Kirchweihvolksfest 2022 soll nun auch das Gründungsfest begangen werden. Die aufwendige Festschrift wurde jetzt als Chronik zur Mitgliederversammlung des TSV am Samstag in der Viehbachhalle vorgestellt und erstmalig angeboten. 29 Übungsleiter mit Lizenz sind im Verein aktiv, der mit fünf Sparten die ganze Woche über alle möglichen Sportangebote anbietet. Dazu sind viele ehrenamtlich engagiert und mit Michael Rieder und Georg Gürtner gelingt es dem Verein auch zuverlässig, bei freudigen wie traurigen Anlässen die Fahne des Vereins hochzuhalten. Vorsitzende Ursula Tafelmayer und die Spartenleiter informierten über alles was im Verein läuft und was seit der letzten Mitgliederversammlung vor zwei Jahren alles gemacht wurde.

TSV Vorsitzende Ursula Tafelmayer informierte über die Aktivitäten des größten Vereins der Gemeinde.

Seit September ist das Programm wieder voll am Laufen, ansonsten waren die beiden vergangenen Jahre immer wieder von Zwangspausen und Coronaauflagen geprägt. Unzählige Hygienekonzepte hat man geschrieben und verworfen, mit Abstand oder mit Onlinetrainings hat man alles versucht, um aktiv zu bleiben und im Kontakt zu den mittlerweile 1 106 Mitgliedern zu bleiben und die hielten dem Verein trotz verringerter Möglichkeiten die Treue, so der Dank der Vorstandschaft. Von schönen Stunden mit dem Patenverein Kirchberg, Volksfest und Flohmarkt, Volksfest to go und Wandertag, Christbaumversteigerungen, der Instandsetzung von Fahne und Tischstandarte, Turnratssitzungen und runden Geburtstagen berichete Tafelmayer für den gesellschaftlichen Teil des Vereins. Einen schweren Stand hatte man mit Corona, wo man viel versuchte und auch virtuelle Trainingseinheiten anbot, berichtete Robert Reif für Spartenleiter Stefan Hertreiter.

Einen Wechsel gab es auch bei den Trainern. Zwei Herrenmannschaften sind aktiv und stark ist die Jugendabteilung mit konstant 75 bis 80 Kindern in sechs Alterstufen. Von vier guten Mannschschaften sprach Irmi Sanwald für die Stockschützen. Die Jugend hatte sogar den Deutschen Meistertitel und dann auch den Europameistertitel geholt. Ihr Dank galt dabei besonders auch Alfred Beck und Manfred Altinger. Vermehrte Trainingsanfragen gibt es beim Tennis. Angelika Gierl sucht noch Trainer um Kinder- und Jugendtennis anbieten zu können. Ihr Dank galt dem Engagement von Platzwart Josef Meierlohr. Geturnt wird mit Kindern, Herren und Senioren, dazu wird getanzt gelaufen und mit dem Ball gespielt, Bodystyling und Yoga stehen beim Turnen auf dem Programm, so die Ausführungen von Maximilian Sachsenhauser für die erkrankte Spartenleiterin Sabine Heller. Über Spiele am Beachvolleyplatz und in der Halle erzählte Kathi Preindl für die Volleyballsparte. Detailiert berichtete sie auch über die Platzierungen der Mannschaften und die Veränderungen bei den Spielern. Für die erkrankte Kassierin Sabine Girnghuber, trug Christian Huber die Kassenberichte vor. Einahmen erzielte man durch Volksfest, Mitgliedsbeiträge und Spenden. Nach laufenden Darlehensrückzahlungen für die Photovoltaikanlagen, erwartet man künftig regelmäßige Erträge daraus. Die größten Ausgabepositionen hatten man erwartungsgemäß für Sportanlagen, Sportheim, Spielbetrieb und Versicherungen. Das umfangreiche Programm des Vereins ist nur durch das gute Miteinander, die engagierten Trainer und ehrenamtlichen Helfer möglich. Viele Aufgaben hat auch Helmut Füßl schon übernommen, sieben Jahre lang hatte er die Funktion des Zweiten Vorsitzenden und das immer verlässlich und uneigennützig, das Ehrenamt habe er wörtlich genommen, so der Dank von Tafelmayer. Er selbst will jetzt etwas kürzer treten und war froh, der Versammlung mit Robert Reif einen geeigneten Nachfolger empfehlen zu können. Auch Petra Kraus, Manfred Altinger und Irmi Sanwald stellten sich bei den Neuwahlen nicht mehr zur Verfügung. Als Vorsitzende wurde Ursula Tafelmayer bestätigt, als neuer Stellvertreter wurde Robert Reif gewählt, die Schrifführung übernimmt Daniela Huber und die Kasse wird weiter von Sabine Girnghuber geführt.

Robert Reif (links) unterstützt künftig Ursula Tafelmayer als zweiter Vorsitzender.

Zu Mitgliedern des Turnrates wurden Christina Lehner, Andreas Wastian, Andreas Hoffmann, Christian Huber und Otmar Mühlbauer gewählt. Als Spartenleiter Fußball wurde Stefan Hertreiter bestätigt, Daniel Köndl übernimmt die Sparte der Stockschützen und Angelika Gierl leitet weiter die Tennissparte. Die Spartenleitung Turnen bleibt bei Sabine Heller und Kathi Preindl kümmert sich wieder um die Volleyballabteilung. Zu Kassenprüfern wurden Josef Retzer und Christian Huber gewählt. Als Fahnenträger stellen sich Michael Rieder und Georg Gürtner weiter zur Verfügung.

Vor dem Seniorennachmittag am Mittwoch beim Binderbräu, fanden sich die BRK-Senioren in der Pfarrkirche zum Rosenkranzgebet zu Ehren der Muttergottes ein. Pater Roman begrüßte die Senioren und erläuterte, wie wichtig das Rosenkranzgebet sei.

Anschließend hieß die Clubvorsitzende Lisbeth Sterr die Mitglieder, zu denen sich auch ein Neumitglied gesellte, willkommen. Zum Erntedank trug Sterr ein Gedicht vor. Auch Bürgermeister Johannes Birkner kam in die Runde und hielt ein Grußwort, in dem er auf die Leistungen der heutigen Senioren in der Nachkriegszeit einging, sie hätten das Land wieder in Schwung gebracht. Mit Schmalzbrot und einem Gläschen Wein, gespendet von Herbergswirtin Berti Daffner, feierte man das alljährliche Weinfest und dabei kam auch die Geselligkeit nicht zu kurz.

31 Jahre stand Georg Sedlmaier an der Spitze des Verschönerungs- und Verkehrsvereins, unterstützt von Stellvertreterin Gerlinde Ewert und einer rührigen Mannschaft aus Beirat und Mitgliedern. Schon länger war es ihm ein Anliegen, die Aufgaben in jüngere Hände zu übergeben und so war es dem Vereinsvorsitzenden eine Freude, dass er zu den Neuwahlen im Rahmen der Mitgliederversammlung am Samstag im Gasthaus Binderbräu eine gute Mischung von Kandidaten vorstellen konnte.

Als Vorsitzende wurde Katharina Daffner und Gundi Thurner als Stellvertreterin gewählt. Die Kasse führt weiter Monika Dausend und als Schriftführerin erklärte sich Hannah Eichenseher bereit. Zu Beisitzern wurden Andreas Bauer, Robert Daffner, Georg Pollner, Jonathan Haider und Andreas Hoffmann gewählt. Die Kasse werden Lesley Blomer und Bernhard Reif prüfen. Als Wunder im Ostbayerischen Tourismus wurde Niederviehbach über viele Jahre bezeichnet, hatte es der von Hermann Sterr begründete Verschönerungs- und Verkehrsverein doch bis in die 1980er Jahre geschafft alljährlich sämtliche Betten mit Gästen aus dem Norden der Republik zu füllen und die Urlauber mit Veranstaltungen zu unterhalten, Wanderwege auszuschildern und Ruhebänke an den Wegen aufzustellen.

Aber auch mit dem Volksfestflohmarkt, den Alfred Maierhofer mit viel Engagement ins Leben gerufen hat, zieht der Verein alljährlich viele Flohmarktfreunde in den Ort, die Theatergruppe machte zuletzt in Coronazeiten auch durch ein Hörspiel auf CD auf sich aufmerksam und der kilometerlange Blumenschmuck im Dorf erfreut Einheimische und Besucher gleichermaßen. Nach einem gemeinsamen Abendessen und dem Totengedenken, bei dem man den seit der letzten Versammlung sieben verstorbenen Mitgliedern und dem verstorbenen Bürgermeister Josef Daffner namentlich gedachte, hielt Sedlmaier einen Rückblick über die Jahre 2019 und 2020 mit Beiratssitzungen, der Beteiligung an diversen örtlichen und auswärtigen Veranstaltungen und an Beerdigungen mit Fahnenabordnungen, Theateraufführung und einem Hörspiel, Gottesdienste und den Gratulationen von etlichen Mitgliedern zu runden Geburtstagen mit schönen Momenten.

Vieles musste wegen Corona ausfallen, aber dennoch, so Sedlmaier konnte er selbst in dieser Zeit auch die 16. Ruhebank restauriert wieder aufstellen, das Hörspiel der Theatergruppe wurde auf CD gebrannt und ausgegeben und auch die Blumenkästen entlang der Hauptstraße konnten dem Hagel gut trotzen. Er dankte dabei den Anliegern für die Unterstützung beim Gießen und Düngen. Gundi Thurner übernahm weiter fleissig die Pflege des Marienbrunnens, nur dass das Wasser nicht mehr läuft, das bereitet Sedlmaier Kopfzerbrechen und er hofft, dass man der Ursache doch noch auf den Grund komme. Die Einnahmen erzielte man hauptsächlich durch die Mitgliedsbeiträge, das Theater und den Flohmarkt, informierte Kassierin Monika Dausend. Ausgaben habe man für Versicherungen, Beiträge, die Beteiligung an Veranstaltungen und den Blumenschmuck im Ort.

Für anstehende Vorhaben könne der Verein trotz eines niedrigen Jahresbeitrages von vier Euro auf eine solide Rücklage bauen. „Alles in Ordnung“ bescheinigten die Kassenprüfer Edith und Robert Daffner und beantragten die Entlastung der Vorstandschaft. „Eine neue Ära beginnt“, zeigte sich auch Bürgermeister Johannes Birkner erfreut. Applaus und Dank zollte er aber zunächst Sedlmaier, der in über drei Jahrzehnten großen Einsatz gezeigt habe und es verstand die Menschen zu motivieren. Es gehe jetzt weiter und an der neuen Vorstand liege es jetzt die Zukunft des Vereins zu gestalten. „Kultur gehört dazu“, so Birkner er wünsche sich eine gute Fortsetzung für den Verein und bot seine Unterstützung als Bürgermeister an. Stolz sei er auch auf die Theatergruppe, die Zeichen gesetzt habe. Das Dorf habe sie gut aufgenommen und sie fühle sich sehr wohl hier, so die neu gewählte Vorsitzende Katharina Daffner. Am Heimatort Wörth konnte sie bereits Vereinserfahrungen sammeln und die Tradition des Vereins imponiere ihr. An diese wolle sie anknüpfen, weiter Theater spielen aber auch neue Ideen für Kultur und Gesellschaft einbringen. Sie freue sich auf die Zusammenarbeit.

Ehrenzeichen für ehrenamtliche Tätigkeit für die Sudetendeutsche Landsmannschaft

Mit dem Ehrenzeichen des Bayerischen Ministerpräsidenten wurde die ehrenamtliche Tätigkeit in der Sudetendeutschen Landsmannschaft von Dr. Christian Weber gewürdigt.

Am Dienstag bekam Weber die Auszeichnung von Ministerpräsident Dr. Markus Söder in der Allerheiligen-Hofkirche der Residenz München ausgehändigt. Weber selbst wurde lange nach Krieg und Vertreibung am 3. Juli 1967 in Stuttgart geboren und wuchs im Stuttgarter Raum und im Bayerischen Wald auf. Seine Mutter und die Großeltern väterlicherseits stammen aus dem Böhmerwald, der Teil des Sudetenlandes ist. Durch die Familie aber auch durch das Interesse an der Familiengeschichte und die Ahnenforschung kam er mit der Sudetendeutschen Landsmannschaft SL in Berührung.

Seit 1991 ist er Mitglied, seit 1998 in der Vorstandschaft und seit 2004 Ortsobmann der Ortsgruppe Zwiesel. Seit 2008 ist Weber auch im Bezirksvorstand und Mitglied der Bundesversammlung der Sudetendeutschen Landsmannschaft und in weiteren Funktionen. Seit 2016 ist Weber auch Bezirksobmann und seit Januar 2018 auch Ansprechpartner der SL im Landkreis Dingolfing-Landau.

Motivation für die ehrenamtliche Tätigkeit für die Sudetendeutsche Landsmannschaft:

Die Liebe und das Interesse zur Heimat seiner Vorfahren sind Motivation für Webers Engagement für die Sudetendeutsche Volksgruppe. Vieles wusste er von Erzählungen seiner Eltern. „Schon zu Zeiten, als der Eiserne Vorhang noch existierte, fuhren wir mit dem Visum mindestens einmal im Jahr von Bayerisch Eisenstein über die Grenze für mehrere Tage nach Markt Eisenstein. Dort besuchten wir das Grab meiner Vorfahren auf dem Eisensteiner Friedhof, machten aber auch Ausflüge in den Böhmerwald, auch Tagesausflüge nach Prag, Karlsbad und Krummau wurden eingeplant. Die Landschaft Böhmens gefiel mir sehr. Wir besuchten heimatverbliebene Sudetendeutsche, aber auch befreundete Tschechen. Es wurde dabei sehr viel über die Zeit bis zum Jahr 1946, als die Sudetendeutschen noch daheim waren gesprochen, natürlich waren auch die Vertreibung und die Entwicklung in der Nachkriegszeit Thema bei Kaffee und Kuchen. Ich hörte als Jugendlicher zunehmend den Gesprächen der Zeitzeugen über die alte Heimat interessiert zu.

Auch begleitete ich dann meine Eltern zu den Treffen der Sudetendeutschen in Zwiesel und zu den jährlich stattfindenden Sudetendeutschen Tagen“, berichtet Weber. Dazu begann er dann auch Ahnenforschung zu betreiben. Da durch die Vertreibung vieles verlorengegangen ist, war dies nicht ganz einfach. Ein Onkel mütterlicherseits, Franz Schmidt, war Förster und für die Verbeamtung musste er Unterlagen über die Abstammung einreichen. Im Staatsarchiv Amberg erfuhr Weber viel über seine Vorfahren und deren Lebensgeschichte die eng mit Böhmen verbunden war. Der Ortsobmann von Zwiesel, Erwin Bschoch, der aus Komotau stammte, und Fritz Pfaffl aus Markt Eisenstein, nahmen Anfang der 1990er Jahre sein Interesse für das Sudetenland zum Anlass ihn zu fragen, ob er sich in die Sudetendeutsche Volksgruppe einbringen möge. „Ich habe diesen Schritt nie bereut und trage gerne dazu bei, dass die Kultur der Sudetendeutschen erhalten bleibt“, sagte Weber anlässlich der Aushändigung des Ehrenzeichens. Dr. Christian Weber arbeitet als Studienrat für Chemie und Biologie an der Realschule der Dominikanerinnen St. Maria und lebt mit seiner Frau in Niederviehbach. Vor Ort engagiert er sich auch im Pfarrgemeinderat für die Öffentlichkeitsarbeit.