Vier Stockschützen der Jugend des TSV waren am Wochenende in Ruhpolding bei den nationalen Titelkämpfen verschiedener Altersklassen im Zielwettbewerb. Die Sportveranstaltungen fand unter den aktuell geltenden Maßnahmen statt, Zuschauer waren leider nicht erlaubt. In der Altersklasse U16 vertrat Tobias Bauer den TSV Niederviehbach am Samstagvormittag. Die Vorrunde verlief nicht ganz nach Plan, dennoch schaffte Tobias als Siebter mit 213 Punkten den Sprung ins Finale. Dort konnte er sich steigern und zeigte eine super Leistung. Diese wurde schlussendlich mit dem tollen fünften Platz und einer Gesamtpunktzahl von 465 Punkten belohnt. Der ganze Verein gratulierte ihm zu dieser tollen Platzierung. Am Sonntagvormittag stand dann für die U19 der Einzelwettbewerb an. Dort gingen drei Starter des TSV an den Start. Mit einer tollen Vorstellung belegte Florian Marchl mit 309 Punkten in der Vorrunde Platz zwei. Christoph Zehetbauer folgte mit 290 Punkten auf Platz vier. Sie zeigten eine sehr ansprechende Leistung an diesem Tag. Gar nicht in den Wettbewerb fand Jonas Huber. Er belegte mit 220 Punkten Platz 8 und sichert sich somit noch einen Platz im Finale. Florian spielte im anschließendem Finale seine ganze Routine aus und zeigte seine ganze Nervenstärke. Er konnte sich mit insgesamt 630 Punkten den Vizemeistertitel sichern. Christoph konnte nicht ganz an die Vorrunde anknüpfen und belegte mit 562 Punkten einen guten sechsten Platz. Jonas zeigte im Finale nochmal sein ganzes Können, aber durch den großen Rückstand aus der Vorrunde, reichte es mit 557 Punkten letztendlich zu Platz sieben. Insgesamt ist man im Verein stolz auf die erreichten Platzierungen freute sich über den neuerlichen Erfolg der Jugendschützen.

Wer um den Dreikönigstag Ausschau nach den Sternsingern hielt, die alljährlich von Haus zu Haus ziehen, blickte vergeblich in die Straßen im Gemeindegebiet. Coronabedingt besuchten die Sternsinger dieses Jahr die Gottesdienste in Niederviehbach und Oberviehbach. Die Sternsinger erinnern mit ihren Kronen und den königlichen Gewändern an die Heiligen Drei Könige, die zum Jesuskind in der Krippe kamen. Heute kommen Kinder als Könige und bringen den Segen „Christus Mansionem Benedicat“ oder kurz C+M+B, als Segen Christi für alle Häuser. Ihre Entsendung durch die Pfarrgemeinden erfolgte in diesem Jahr unter dem Motto „Gesund werden – gesund bleiben, ein Kinderrecht weltweit“. Spenden für das Kindermissionswerk konnten direkt in den Gottesdiensten gegeben werden oder können durch Überweisung erfolgen.

Für alle Kinder im Pfarrverband fand am Nachmittag des Heiligen Abends eine Kinderchristmette in der Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt statt. Mittelpunkt der von Pater Adam zelebrierte Messe war natürlich die biblische Geschichte von der Menschwerdung Jesu, die von Angelina und Lukas verlesen wurde. Musikalisch begleitet wurde die Mette von den Dorfspatzen.

Neue Projekte trotz Corona


Erleichterungen für Bauwillige am Karglhof

Einträchtig verlief die letzte Sitzung des Gemeinderates vor Weihnachten, am Dienstag in der Viehbachhalle. Zweiter Bürgermeister Simon Hackl dankte Bürgermeister Johannes Birkner für seinen Einsatz und auch Josef Retzer appellierte angesichts der traurigen Pandemielage für Zusammenhalt statt unnützem Klein-Klein.

Dennoch, so Retzer sollte man den Blick nach vorne richten und die Mittelschule mit einer leistungsfähigen Lüftungsanlage, nicht nur mit Standgeräten ausstatten, und sich auch Konzepte für weitere Vorhaben überlegen. Den Rathausanbau wolle man nun angreifen, so Bürgermeister Johannes Birkner, der über die jüngste Sitzung des Arbeitskreises informierte, bei dem es um viele Detailfragen wie Heizung und Technik ging. Einzelbüros würden auch langfristig für Abstände und Gesundheitsschutz sorgen. Ob es ein vom Bürgermeister gewünschtes Weihnachtsgeschenk sei oder nicht, Erwin Duschl stellte formell den Antrag, auch das Bürgermeisterbüro dem Zug um Zug modernisierten Rathaus anzupassen. In dieses Horn stieß auch Ursula Tafelmayer, auch wenn Bürgermeister Birkner seine eigene Raumsituation ausreiche, so müsse man doch auch hier auf die Erscheinung nach außen achten. Nur weißen, wie Bürgermeister Birkner vorschlage, reiche nicht aus. Neben verschiedenen Bauanträgen, denen man das gemeindliche Einvernehmen erteilte, gab man auch grünes Licht für die Einbeziehung eines Grundstückes zur Wohnbebauung in Süßbach und änderte den Bebauungsplan für das neue Wohnbaugebiet Karglhof. Um es den Bauwilligen zu ermöglichen, in der Hanglage die Häuser auch auf der Bergseite ebenerdig, beispielswiese zur Terrasse, verlassen zu können, darf der Fußboden im Erdgeschoss statt bisher 30 Zentimeter über der angrenzenden Straßenkante jetzt eineinhalb Meter höher errichtet werden. Unerfreulich seien Schäden durch Vandalismus am Trainingsplatz, informierte Bürgermeister Birkner mit Bildern. Der Fahrer eines weißen BMW X1 sei dafür verantwortlich. Den kürzlich verstorbenen, früheren Gemeinderäten Otto Feicht und Robert Jahn gedachte der Rat mit einer stillen Gedenkminute.

Für die Dominikanerinnen war es wohl wie ein Weihnachtsgeschenk, als seine Majestät König Ludwig I. der Ordensgemeinschaft zum heiligen Kreuz in Regensburg am 24. Dezember des Jahres 1846 die Zusage gab, im ehemaligen königlichen Zentralklostergebäude in Niederviehbach ein Filialkloster mit einem Pensionat zur „Erziehung von Mädchen bürgerlichen Standes“ zu gründen.

Es ist also ein besonderes Weihnachtsfest, wenn der Konvent der Dominikanerschwestern im Kloster St. Maria an der Isar heuer auf 175 Jahre segensreiche Geschichte, die immer eng mit Niederviehbach verbunden war, zurückblicken und dies feiern kann. Eigentlich wollte man dieses runde Jubiläum zu Beginn des Schuljahres mit einem großen Fest für alle begehen. In Coronazeiten beschränkt man sich aber auf kleine Feiern mit festlichem Essen im Kreise der Schwestern. Heute sind es wieder nur einige wenige  Schwestern, die Großes schultern müssen. Die Gemäuer der Klosteranlage sind nämlich ebenfalls in die Jahre gekommen und die Schwesterngemeinschaft hat viele Überlegungen angestellt, wie sie diese Mammutaufgabe der Sanierung des Klosters angehen und bezahlen soll. Eine große Verantwortung also für die 2019 neu gewählte Priorin Schwester M. Antonia Lam und ihre Mitschwestern. Um den Schulbetrieb und den Konvent aufrecht zu erhalten, da die Neueintritte deutscher Schwestern zum Erliegen kamen, wurden in den 1980-er Jahren Schwestern aus dem Vietnam angeworben. Somit konnte wenigstens für einige Jahrzehnte ein stabiler Schwesternkonvent erreicht werden. Heute sind es nur noch eine Hand voll jüngere Schwestern, die nach umfangreichen Deutschkursen und Ausbildungen die Weiterführung der Klostergemeinschaft ermöglichen sollen, auch wenn die älteren deutschen Schwestern noch mithelfen wo sie können. Während es vor Jahrzehnten noch über 100 Klosterschwestern waren, die mit ihrer Arbeit zur Finanzierung des Klosters beitrugen, sind es jetzt nur einige wenige, welche zum Unterhalt beitragen können und ein Leben von der Substanz kann keine langfristige Lösung für Kloster und Schule sein, so die Sorge im Kloster.  Längst sind es nicht nur Mädchen die früher in einer Internatsschule unterrichtet wurden, die Schule steht heute Mädchen und Buben offen und die kommen sehr gerne, wie die immer neuen Schülerrekorde belegen. Heute ist die Schule eine Realschule mit 616 Schülern, ohne Internat und allen Schülern zugänglich, falls die allgemeinen Schulbedingungen erfüllt sind. Somit wird der ursprüngliche Gründungsgedanke bis heute mehr als erfüllt. Schule und Ordensgemeinschaft haben aber in 175 Jahren eine tiefe Verbundenheit in der Region erreicht und somit ist es der Priorin und ihren Mitschwestern auch ein Bedürftnis, sich bei den vielen Menschen aus Nah und Fern zu bedanken, die sie und den Klosterkonvent mit tatkräftiger Hilfe in Form von Gaben, Hilfestellungen und Gebeten unterstützen. Mit aller Kraft wollen sie versuchen das Erbe aus 175 Jahren erfolgreich weiterzuführen.

Priorin Schwester Antonia fühlt sich der Geschichte verpflichtet.

Für vorweihnachtlichen Lichterglanz sorgt seit dem ersten  Adventswochenende wieder der Christbaum am Kriegerdenkmal. Mitglieder der Krieger- und Soldatenkameradschaft Oberviehbach von 1821 haben den Baum aufgestellt und mit Lichterketten geschmückt. Mit der jährlichen Aktion pflegen die Kameraden der KSK die Gemeinschaft, und die Dorfbewohner freuen sich über den Lichterbaum. In den Anfangsjahren dieser Tradition wurde der Christbaum am Kriegerdenkmal von Waldbesitzern aus Oberviehbach gespendet. In den letzten drei Jahren musste die KSK einen Baum kaufen. Letzter Spender war Ludwig Frischmann aus Loiching. Die Kameraden der Krieger- und Soldatenkameradschaft Oberviehbach von 1821 würden sich im kommenden Jahr wieder über eine Baumspende freuen.

Passend zum Namenstag des Heiligen Nikolaus gab es beim Sonntagsgottesdienst Besuch von Nikolaus. Pater Adam berichtete vom Leben des Heiligen. Am Nikolaus erklärte der Priester den Kindern, welche Attribute man mit dem echten Nikolaus verbindet und für die Kinder gab es dann auch kleine Aufmerksamkeiten.

Liebe Büchereibesucher,

ab Montag, den 06.12.2021 hat die Bücherei Niederviehbach wieder geöffnet, es gilt die 2G Regel.

  • Zugang haben nur geimpfte oder genesene Personen
  • Beim Betreten der Bücherei muss ein 2G Nachweis vorgelegt werden
  • ausgenommen davon sind nur Kinder bis 12 Jahre und 3 Monate
  • es muss eine FFP2-Maske getragen werden, Kinder bis zum sechsten Geburtstag sind von der Maskenpflicht befreit, Kinder und Jugendliche zwischen dem 6. und 16. Geburtstag müssen zumindest eine medizinische Maske tragen
  • bitte achten Sie weiterhin auf den Mindestabstand

In lieb gewordener Tradition hat der Obst- und Gartenbauverein am Dorfplatz wieder einen Wunschzettelbaum aufgestellt. Bis zum vierten Advent können nun alle Kinder ihre Wunschzettel daran befestigen. Als Bestätigung durch das Christkind und als Vorfreude auf das Weihnachtsfest können alle Wunschzettelschreiber ab dem 23. Dezember einen Gruß vom Christkind und eine kleine Überraschung am Baum abholen.

Tagelang basteln die Mitglieder des Frauenbundes Nieder- und Oberviehbach normalerweise Gestecke, Kränze und Dekorationen für den großen Adventsbasar, der heuer abermals ausfallen musste. Dennoch ganz ohne Adventsbastelei ging es nicht ab, denn für die Kirchen bastelten sie prächtige Adventskränze. Finni Retzer und Katharina Czoppik holten dazu viel Grünzeug, das ihnen wieder gespendet wurde und organisierten in zwei Gruppen das Binden der großen Kränze. Die für den 9. Dezember im Gasthaus Scheugenpflug geplante Adventsfeier muss leider ausfallen, dafür trifft man sich um 18 Uhr zur adventlichen Andacht mit der Niederviehbacher Stubenmusi.

Hochwasserschutz und Breitbandausbau

Entwicklung der Besiedelung und Vereinsförderung

Mehrere im Gemeindegebiet errichtete Regenrückhaltebecken sollen bei Starkregen und Schneeschmelze Wirkung zeigen. Seit Anfang des Jahres ist die Gemeinde jetzt dabei ein aktuelles Hochwasserschutzkonzept für das ganze Gemeindegebiet zu entwickeln und kann dabei auf staatliche Fördergelder hoffen. Das Ergebnis soll der Öffentlichkeit vorgestellt und nutzbar gemacht werden. In einem weiteren Schritt will der Gemeinderat dann ein Starkflutenmanagement entwickeln, das auch extreme Wetterszenarien darstellen soll, so die Gespräche auf der letzten Sitzung.

Auch wenn der Istzustand beim Breitbandausbau zufriedenstellend sei, will man mit Hilfe eines Planungs- und Beratungsunternehmens weitere Entwicklungsschritte planen und mögliche Fördermittel in Anspruch nehmen.

Mit dem zuletzt beschlossenen Entwurf eines Flächennutzungsplanes für das Gemeindegebiet, wollte man die Siedlungsentwicklung von Niederviehbach, Rothhaus, Lichtensee und Oberviehbach für viele Jahre planen. Die Stellungnahmen der Träger öffentlicher Belange, wie der Regierung von Niederbayern, raten aber zu kürzeren Planungseinheiten und zum Flächensparen, insbesondere im Hinblick auf das durchschnittliche Wachstum der vergangenen Jahre. Sich möglichst viele Möglichkeiten offenhalten und nicht immer wieder neue Pläne aufstellen, dafür plädierten Erwin Duschl, Ursula Tafelmayer und viele weitere Gemeinderäte. Einen reduzierten und überarbeiteten Entwurf will man jetzt neu auslegen. Zustimmung gab es für den aktualisierten Bebauungsplan „Kirchblick“ in Oberviehbach.

Eine Grundsatzfrage stellte Bürgermeister Johannes Birkner dem Gremium, bezüglich einer Anfrage des Verschönerungs- und Verkehrsvereines, einen Container für die Vereinsutensilien am Bauhof aufstellen zu dürfen. Birkner stellte die Frage, ob man genügend Platz habe, um diesen Wunsch gegebenenfalls auch anderen Vereinen zu ermöglichen. Hier war sich das Gremium schnell einig, dass man die örtlichen Vereine unterstützen solle, wo immer es möglich sei.

Der Umfang des Integralen Hochwasserschutz- und Rückhaltekonzepts;
Sämtliche Gewässer im Gemeindegebiet sollen betrachtet werden.

Auf Einladung des Frauenbund Nieder-/Oberviehbach machte sich Pfarrer Josef Hausner aus Ottering auf und präsentierte sein MAISL on tour in der Pfarrkirche in Niederviehbach. Ein MAISL ist ein modernes Abendgebet im Scheinwerferlicht. Und so erstrahlten die Altäre in buntem Licht, während der Rest der Kirche dunkel war. Das erste Lied „Näher mein Gott zu dir“ erklang. Anschließend stellte sich Pfarrer Hausner kurz vor und kam dann mit einführenden Worten auf Allerheiligen zu sprechen und dem eigentlichen Thema des Abends „Heiliger Strohsack“:

Jeder Heilige hat ein Attribut, ein Kennzeichen in Form eines Gegenstandes. In Ottering gibt es einen Heiligen ohne Attribut und als er das feststellte, entfuhr ihm „Heiliger Strohsack“, weil er vermutete, dass das Attribut gestohlen wurde. Der Kirchenführer wies jedoch darauf hin, dass dieser Heilige quasi noch eine Hand frei hat und an die Berufung unserer ureigensten Heiligkeit erinnert. Er hatte diese Figur auch mitgebracht und stellte sie auf den Altar. Es folgten noch diverse Ausführungen, bevor bei einem weiteren Lied die Teilnehmer aufgefordert wurden, sich ein Heilgenbildchen, welche auf der Altarstufe verteilt waren, zu holen. Diese oder dieser Heilige soll dann das ganze Jahr als Fürsprecher dienen. Eine Geschichte über den Millenniumsheiligen Carlo Acutis rundete den ersten Teil des MAISL´s ab. Höhepunkt eines jeden MAISL´s bildet die Anbetung des Allerheiligsten, bei der die Gäste Lobpreislieder zu hören bekamen und die Gelegenheit hatten, in einer kurzen Stille die Woche Revue passieren zu lassen und Jesus anzubeten.

Bevor Pfarrer Hausner den Segen erteilte, bedankte er sich für die Einladung und wies auf die nächsten MAISL hin, die wieder in Ottering stattfinden werden. Sarah Connors „Ich wünsch dir“ bildete den Schlusspunkt einer abwechslungsreichen aber auch sehr besinnlichen Stunde.