Am Sonntag, den 10.04.2022 fand die Bürgerversammlung der Gemeinde Niederviehbach statt.
Nachfolgend der Link der Präsentation der Bürgerversammlung:
Bürgerversammlung vom 10.04.2022
Am Sonntag, den 10.04.2022 fand die Bürgerversammlung der Gemeinde Niederviehbach statt.
Nachfolgend der Link der Präsentation der Bürgerversammlung:
Bürgerversammlung vom 10.04.2022
In bunten Farben leuchtet die Osterkrone auf dem Dorfbrunnen in Oberviehbachs Ortsmitte. Mitglieder des Obst- und Gartenbauvereins haben grüne Zweige von Buchs, Tuije und Eibe, gestiftet von Hans Baumgartner, an das Metall der Osterkrone gebunden und diese mit unzähligen bunten Ostereiern verziehrt. Vorstand Sebastian Heider mit Sohn Markus und Heinz Ebert brachten die Krone dann zum Dorfplatz und montierten die Krone auf dem Brunnen.
Um Wartezeiten zu vermeiden, bitten wir weiterhin um telefonische Terminvereinbarung unter 08702-94861-0.
Zur Aufnahme der geflüchteten Schülerinnen und Schüler werden derzeit pädagogische Willkommensgruppen an Schulen in ganz bayern eingerichtet.
Sie sollen den Kindern und Jugendlichen Halt und Geborgenheit geben und den Familien das Ankommen erleichtern.
Anschreiben Bayerisches Staatsministerium
Die Kriegshandlungen in der Ukraine betreffen auch die Gemeinde und Bürgermeister Johannes Birkner rief zu Beginn der Gemeinderatssitzung am Dienstag zu einer Schweigeminute auf, zum Gedenken für das Leid das Europa mit dem Krieg in der Ukraine trifft.
Die Bürgermeister im Landkreis verständigten sich bereits auf einer Konferenz zur Thematik. Der Schützenverein zum See habe einen Fackelzug für den Frieden abgehalten. Sechs Erwachsene und drei Kinder aus der Ukraine befinden sich schon jetzt bei Verwandten im Gemeindegebiet.
Einige Familien wollen ebenfalls Räume in ihren Häusern für Kriegsflüchtlinge zur Verfügung stellen. Unterkunftsangebote oder angebotene Hilfeleistungen können zentral für den Landkreis im Internet unter www.landkreis-dingolfing-landau.de/buergerservice/hilfe-ukraine/ gemeldet werden. In Zusammenarbeit mit den Feuerwehren konnte man Feuerwehrkleidung wie Helme, Stiefel oder Schutzanzüge zur Verfügung stellen, informierte Bürgermeister Birkner. Sein aufrichtiger Dank galt Andreas Franze, dem Frauenbund, der Firma Duschl und den Feuerwehren für die Organisation und Durchführung eines Hilfstransport in die Ukraine. Hilfe für Haustiere von Flüchtlingen würde auch das Tierheim in Passbrunn anbieten.
Beim Startgespräch für die Erschließung des Baugebietes Kirchblick in Oberviehbach wurde mit der Telekom vereinbart auch das Baugebiet Oberviehbach süd – Pfarrgarten mit Glasfaserleitungen zu versorgen, noch bevor dort die Feinschicht des Straßenbelages aufgebracht wird. Auf der Trasse des geplanten Geh- und Radweges nach Kirchberg wurden Gelbbauchunken, kleine Froschlurche entdeckt für die eine Ersatzfläche geschaffen wird. Nicht genug Punkte bekam die Gemeinde, um eine Förderung für die Anlage einer Blühwiese im Ortsteil Rothhaus zu bekommen. Trotzdem will man das Vorhaben auch Zuschuss umsetzen. Josef Retzer würde gerne weiter gehen und sämtliche gemeindliche Grundstücke sichten und Blumenwiesen an möglichst vielen Stellen verwirklichen. Alfred Maierhofer gab zu bedenken, dass eine offizielle Widmung und Vereinbarung Probleme mit vielen Vorgaben bringe. Ins gleiche Horn stieß auch Christian Seisenberger, man sei nicht mehr eigener Herr über seine Flächen, so seine Skepsis. Wo soll man das Mähgut entsorgen, das mit vielen Samen von Wildkräutern wie Disteln und Brennnesseln belastet sei, diese Frage warf Gerhard Sachsenhauser auf.
Weitere Blühwiesen könnten in Eigenregie geschaffen werden, so die abschließenden Überlegungen zum Thema. Den schönsten Baum im Landkreis sucht der Kreisverband für Garten- und Landespflege. Fotos zur Teilnahme am Wettbewerb können bis zum 28. Oktober über die Gemeinde eingereicht werden. Das Biberproblem zwischen Ober- und Niederviehbach konnte gelöst werden, so die Information von Bürgermeister Birkner, Jäger konnten den Biber einfangen.
Erfreut konnte der Bürgermeister das neue Lätzchen mit Gemeindewappen und der Aufschrift „Schee dass’d do bist!“ vorstellen, das zusammen mit Windelsäcke für die neugeborenen Gemeindebürger verschenkt wird.

Brigitte Maß mahnte an, die neu beschafften Spielgeräte für den Spielplatz in Rothhaus zügig aufzustellen. Erwin Duschl brachte eine Verlegung des Spielplatzes näher an die Neubaugebiete ins Spiel.
Bei einer Erweiterung des Baugebietes soll eine Neuplanung in Erwägung gezogen werden, so die Überlegungen im Gemeinderat. Nachdem Magdalena Uhlig nach fast dreißig Jahren die Kegelbahn am Gemeindezentrum nicht weiter betreuen kann, ermöglicht die Gemeinde vorläufig interessierten Gruppen die Nutzung nach vorheriger Absprache. Weiter informierte man, dass statt des früheren Diskojugendbusses das „Fifty Fifty Taxi“ vom Landkreis ins Leben gerufen wurde. Zur Vermeidung von Unfällen aufgrund von Alkoholfahrten und zur Ergänzung des ÖPNV-Angebots am Wochenende, können Jugendliche und junge Erwachsene am Wochenende zum halben Preis mit dem Taxi fahren. Die übrigen 50 Prozent übernimmt der Landkreis. Gültig ist das Angebot für alle Landkreisbürger im Alter zwischen 16 und 27 Jahren. Beginn oder Ende der Fahrt müssen im Gebiet des Landkreises Dingolfing-Landau liegen. Wie Bürgermeister Birkner weiter berichtete, wurde die Gemeindebürgerin Petra Reif mit der Auszeichnung „Weißer Engel“ geehrt. Das Müttergenesungswerk veranstaltet vom 30. April bis mitte Mai eine Haussammlung. Die Regierung von Niederbayern gab neue Abfahrtszeiten für Busse im Nahverkehr bekannt. Auf Antrag von TSV-Vorsitzender Ursula Tafelmayer auf Bezuschussung der Umstellung der Flutlichtanlage am Sporttrainingsplatz auf LED mit Gesamtkosten von rund 25 000 Euro gewährt die Gemeinde neben weiteren Zuschussgebern eine Förderung in Höhe von 1 600 Euro. Für das Sommercamp der Mittelschule gibt die Gemeinde einen Zuschuss in Höhe von 1 200 Euro.
Die Jahreshauptversammlung des Obst- und Gartenbauvereins wird auch heuer verschoben. Um die Verbindung zu den Mitgliedern und Gartenfreunden zu halten, hat die Vorstandschaft des beschlossen, zum Frühlingsbeginn jedem Mitglied einen farbig leuchtende Primel zu bringen. Versehen waren die Töpfe mit einem Fähnchen und einem Frühjahrsgruß des Vereins. Am Samstag war die Vorstandschaft unterwegs und hat die Blumen verteilt. Zur Mitgliederversammlung will man dann rechtzeitig einladen.
Keine tausend Kilometer ist die Ukraine von der deutschen Grenze entfernt und mitten in Europa herrscht wieder Krieg. Kein Thema berührt auch hierzulande mehr die Herzen der Menschen als das Leid der betroffenen Bevölkerung. Viele entzünden Kerzen oder beteiligen sich an Friedensaktionen. Schnelle Hilfe, das war auch bei den Mitgliedern des Frauenbundes Nieder- und Oberviehbach sofort ein Thema, ist man doch seit Jahren engagiert, Menschen in Not zu helfen.
Schon wenige Tage nach dem der Krieg begonnen hatte, wollte die Vorstandschaft nach der Andacht zum Weltgebetstag aktiv werden. Zunächst etwas hilflos beschloss man als erstes eine Kollekte der Sonntagsmesse an eine Hilfsorganisation zu spenden. Als bekannt wurde, dass bereits einige aus der Ukraine Geflüchtete bei Verwandten im Ort eingetroffen sind, nahm man Kontakt zur Gemeinde auf und bot Hilfe an. So kam man auch mit Andreas Franze in Kontakt. Andreas Franze hatte bereits am ersten März-Wochenende für einen Regensburger Hilfstransport einen 7,5 Tonnen-LKW an die polnisch-ukrainische Grenze gefahren. Während der Rückfahrt wurde ihm bewusst, dass diese Fahrt für ihn nicht die letzte sein konnte und er organisierte, tatkräftig und finanziell unterstützt von seiner Familie, seinen „eigenen“ Hilfstransport. Er setzte sich mit der Chefin der Leeb-EDEKA-Filialen in Verbindung und bat sie um Unterstützung indem er in den Lebensmittelgeschäften Werbeplakate aufstellen durfte. Durch diese Plakate und durch die persönliche Ansprache der Einkaufenden, durch ihn und seine Mutter wurden diese dazu aufgerufen doch bei ihrem Einkauf auch noch für die Menschen in der Ukraine Lebensmittel, Baby-Nahrung, Windeln, Feuchttücher, Körper-Hygiene-Artikel, Damenhygiene-Artikel oder Toilettenpapier zu kaufen und gleich in die im jeweiligen Geschäft aufgestellten Sammelbehältern abzulegen.
Über die Zeitung hatte der Frauenbund die Bevölkerung zu Spenden aufgerufen. Zum Transport wandte man sich an Spediteur Erwin Duschl. Dieser überließ drei Tage lang einen 7,5-Tonner aus seiner LKW-Flotte.

In der neuen Halle von Duschl-Transporte konnten die Spenden gelagert und dann vom Frauenbund Nieder- und Oberviebach sortiert, in Kartons verpackt und in deutscher, englischer, polnischer und ukrainischer Schrift gekennzeichnet werden. Von den Männern der Feuerwehren aus Ober- und Niederviehbach wurde dann alles auf einen 40-t-Auflieger verladen. Immer wieder mit dabei war auch Bürgermeister Johannes Birkner. Ein örtlicher Landwirt wurde auf die Aktion aufmerksam und spendete spontan zwei Paletten Kartoffeln. Auch der Allgemeinarzt aus Niederviehbach bekam von der Aktion Wind. Zusammen mit seiner Frau organisierte und spendete er innerhalb eines Nachmittags Medikamente, wie Antibiotika, Schmerzmittel und Arzneimittel für Kinder genauso wie Verbandsmaterial, Desinfektionsmittel und Hygiene-Utensilien.


Am Freitag gegen 22 Uhr fuhren dann zwei polnische LKW-Fahrer aus dem Betrieb von Duschl-Transporte los in Richtung polinisch- ukrainischer Granze. Begleitet wurde der LKW von einem Team von Niederbayern-TV. Dieser Fernsehsender hatte während der Woche schon auf die Aktion von Andreas Franze aufmerksam gemacht und Werbung auf ihrem Sende-Kanal gemacht. Ein Reporter hatte am Freitagnachmittag schon die Sortier- und Verladearbeiten dokumentiert und die Organisatorin des Frauenbundes Katharina Czoppik interviewt. Während einer kurzen Pause wurde Franze auf einen Bielefelder Kleintransporter aufmerksam, der anscheinend direkt in die Ukraine fahren wollte. Er sprach die Crew des Wagens an und es stellte sich heraus, dass das Ziel dieses Transportes ein Kinderkrankenhaus in Lwiw sei. Dies erschien ihm auch sehr glaubhaft, da er im Inneren des Kleintransporters schusssichere Westen entdeckte. Deshalb entschloss er sich, diesen Helfern die gespendeten Medikamente anzuvertrauen, damit sie direkt nach Lwiw kämen. Die Ladung des 40-Tonnen LKW’s im Wert von rund 35 000 Euro wurde in einem Lager der Caritas kurz vor der polnisch-ukrainischen Grenze, unterstützt durch viele dortige Helfer, innerhalb einer halben Stunde abgeladen. Die Lagerhalle war anschließend randvoll. Sofort wurden auch dort Kleintransporter beladen, die dann in die Ukraine fuhren um zu helfen. Andreas Franze berichtete am Freitag in der Kirche von der Fahrt. Sein Satz: „Wir sind die Generation, die Liebe in diese Welt bringen muss und zeigen muss, dass die Welt nur durch gegenseitigen Respekt und Nächstenliebe weiterhin bestehen kann“, beeindruckte die Mitglieder des Frauenbundes sehr.


Nach dem 2021 coronabedingt keine Versammlung möglich war, rief Jagdvorsteher Sebastian Hobmeier die Jagdgenossen und die Jäger wieder zu einer Versammlung im Gasthaus Binderbräu zusammen.
Die Jägerschaft hatte dabei zum Jagdessen eingeladen und man dankte Wirtin Berti Daffner für die gute Zubereitung. Seit der letzten Zusammenkunft wurden mit Bürgermeister Birkner sämtliche Flurstraßen besichtigt. Je nach Bedarf wurde gegrädert, gehobelt und einige LKW-Ladungen Kies wurden aufgebracht, so der Bericht von Hobmeier.
Ein Mulcher wurde ersetzt und der zweite Mulcher wurde mit Hammerschlegel ausgestattet. Die Straße nach Wölfelau wurde nach einem schweren Gewitterregen instandgesetzt. Zwei nach Starkregen ausgespülte Straßen wurden in Zusammenarbeit mit der Gemeinde mit Schreddermaterial aufgefüllt. Die Jagdpacht im Bogen II mit Gerhard Pollner, Georg Pollner und Josef Grassinger wurde um weitere sechse Jahre verlängert, ebenso im Bogen I mit Karl Augustin und Johann Zellner und neu mit Martin Augustin.
Der Beitrag zum BBV soll weiter bezahlt werden und weiter soll für einen Tag der Gräder eingesetzt werden und die Straßen sollen erneut gekiest werden. Auf nicht LKW-tauglichen Straßen sollen die Jagdpächter eigenständig Kies aufbringen. Die Abschussplanung wurde laut den Jägern erfüllt. Für die Jahre 2022 bis 2025 soll wieder eine Abschussplanung mit der Jägerschaft durchgeführt werden. Bürgermeister Birkner dankte der Jagdgenossenschaft für ihren Einsatz und die Pflege der Flurstraßen und die gute Zusammenarbeit, die man gerne weiter so fortführen wolle.
Der Hund als treuster Freund des Menschen erfreut sich auch im Gemeindegebiet großer Beliebtheit und die Zahl der beliebten Haustiere nimmt auch im Gemeindegebiet stetig zu. Verbunden damit sind auch viele Hinterlassenschaften der Vierbeiner beim Gassigehen. Die Kothaufen der Hunde sind nicht nur auf Straßen und Wegen unschön. Vielen Hundehaltern ist es auch nicht bewusst, dass Hundekot auch auf Feldern problematisch für die Landwirtschaft sein kann.
Das Thema kam daher auch in der letzten Gemeinderatssitzung erneut zur Sprache. Aufgestellte Tütenspender zum Einsammeln des Hundekots sind nur bedingt hilfreich, so die Erfahrung von Bürgermeister Birkner, denn oftmals landen die befüllten Tüten dann letztlich doch wieder am Straßenrand oder in den Feldern und genau da liegt das Problem für die Landwirte. Der Hundekot ist ein hygienisches Problem, warnen Landwirte. Er enthält Keime, die Lebensmittel wie Salat aber auch Getreide belasteten. Außerdem fürchten die Landwirte, dass der Kot Futtermittel verunreinigt. Im schlimmsten Fall kann er zu Fehlgeburten bei trächtigen Rindern führen. Davor warnen auch die Parasitologen. Der Kot kann nicht nur Salmonellen, sondern auch den Erreger Neospora caninum enthalten. Nach Erkenntnissen von Wissenschaftlern wird der Parasit durch den Hund übertragen. In trächtigen Rindern greift er den Fötus und die Fruchthülle an. Oft kommt es zu Fehlgeburten. Überleben die jungen Kälber, sind sie lebenslang mit dem Parasiten infiziert. Die Gemeinderäte wollen daher weiter an alle Hundehalter appellieren, die Hunde nicht in landwirtschaftliche Wiesen zu lassen und die Hinterlassenschaften ihrer Haustiere einzusammeln und über den Hausmüll zu entsorgen
Insbesondere den jungen Mitgliedern und ihren Freunden, wollten die See-Schützen ein Forum geben, um sich mit den jüngsten Ereignissen in der Ukraine auseinandersetzen zu können und ein Zeichen gegen Krieg und Gewalt zum Ausdruck bringen zu können. 17 Jugendliche und ebenso viele weitere Vereinsmitglieder kamen am Samstagabend vor dem Vereinslokal dem Gasthaus „Zum See“ zusammen, um Fackeln für den Frieden zu entzünden und durch Lichtensee über die Obere Au, vorbei am geplanten Bogenschießplatz, über die Isar zum Grillplatz am Gemeindezentrum zu ziehen und ihre Verbundenheit mit den Menschen in den Kriegsgebieten in der Ukraine zu zeigen und ein klares Zeichen gegen diesen Krieg in Europa zu setzen und für Frieden einzutreten.
Auch Bürgermeister Johannes Birkner kam zur Aktion und brachte seine Anerkennung und Unterstützung zum Ausdruck. „Der Krieg muss enden – es gibt keine Alternative zum Frieden“, so Birkner. Nach langer Zeit der Distanz, war es auch gleichzeitig eine gute Gelegenheit in der guten und familiären Gemeinschaft der See-Schützen zusammen zu kommen und die Interessen einer friedlichen Gemeinschaft solidarisch zum Ausdruck zu bringen. Schützenmeister Bernhard Reif war froh und dankbar, dass die Jugendlichen und die treuen Mitglieder auch nach langer Zeit der Distanz wieder vereint zusammenstanden. Die Aktion nutzte man dann auch gleich um Spenden, insbesondere für die Kinder im Kriegsgebiet und denen die auf der Flucht alles hinter sich gelassen haben, zu sammeln.

Die Jahreshauptversammlung der Krieger- und Soldatenkameradschaft am 14. März 2020 war eine der letzten öffentlichen Versammlungen, ehe es zum Lockdown und zu Kontaktbeschränkungen kam. Die Mitglieder der KSK halten zusammen und beteiligen sich eifrig an den Aktivitäten in der Gemeinde. Fast auf den Tag genau zwei Jahre mit nur abgespecktem Programm sind vergangen, am Samstag rief die Krieger- und Soldatenkameradschaft ihre Mitglieder jetzt wieder im Gasthaus Binderbräu zusammen und man schmiedete wieder Pläne für das kommende Vereinsjahr. Wie gewohnt konnte man auch eine Abordnung der Kameraden aus Oberviehbach willkommen heißen. Im April soll das Kriegerdenkmal hergerichtet werden, wenn möglich, will man zum Vatertag ein Grillfest abhalten, der Jahrtag am Pfingstmontag soll wieder in bekanntem Umfang mit Festzug stattfinden und auch eine Christbaumversteigerung plant man in diesem Jahr wieder. Bei den kirchlichen und weltlichen Veranstaltungen im Ort und bei den Nachbarn will man sich erneut einbringen.
Gerhard Reuter informierte über die neue Homepage des Vereins, deren Aufbau bald abgeschlossen sein wird und unter dem Link: www.kskniederviehbach.de erreichbar ist. Zur Unterstützung der Kanoniere sucht man einen dritten Kanonier. Die dafür notwendige Schulung sei zu schaffen, so die Erfahrungsberichte der Mitglieder. Für die Mitglieder gab es Leberkäs mit Kartoffelsalat, bevor es einen Rückblick und Ausblick von Vorstand Franz Inkoferer gab. 80 Mitglieder zählt der Verein aktuell, drei davon haben den Schrecken des Krieges noch als Soldaten selbst erlebt. Für den Frieden einzutreten und die Erinnerung an das Leid und die Entbehrungen des Krieges im eigenen Land wach zu halten, dafür tritt der Verein immer wieder ein. Beim Gedenken an die verstorbenen Mitglieder entzündete Inkoferer eine Kerze und gedachte insbesondere der im letzten Jahr verstorbenen vier Mitglieder. Aus aktuellem Anlass nahm man auch Bezug auf die Gefallenen und Geflüchteten des Krieges in der Ukraine.
Die beiden letzten Jahrtage fanden in abgespeckter Form statt und man war froh, dass Thomas Ganslmeier als Solomusiker die Veranstaltung begleiten konnte. Auch das 100jährige Bestehen des Kriegerdenkmals wurde im Stillen begangen. Wo möglich beteiligte man sich an den Aktivitäten im Ort und auch wenn es keine Vorstands- und Beiratssitzungen gab, so gratulierte man den Mitgliedern zu runden Geburtstagen und konnte mit dem gewohnten Einsatz wieder viele Spenden bei den Sammlungen für die Kriegsgräber erzielen. Der Dank Inkoferer galt den Spendern und Sammlern und auch den Spendern der Christbäume für das Kriegerdenkmal. Für den von der Gemeinde veranstalteten Volkstrauertag würde sich Inkoferer mehr Beteiligung der Gemeinderäte wünschen. Ausgefallene Veranstaltungen ließen auch den Kassenbestand schrumpfen, so Kassier Hans Braun, Einnahmen erzielte man lediglich durch die Beiträge der Mitglieder, während die Ausgaben für Versicherungsbeiträge oder für die Pflege und den Erhalt des Kriegerdenkmals weitgehend gleich blieben. Kassenprüfer Hermann Müller lobte die einwandfreie Kassenführung und beantragte die Entlastung der Vorstandschaft.
Die KSK sei ein wichtiger Anker an das zu erinnern, was nie mehr sein sollte, so Bürgermeister Johannes Birkner in seinen Grußworten. Er lobte die Pflege des Kriegerdenkmals. Salutschießen, wie bei der KSK sei selten geworden und das Engagement bei der Kriegsgräbersammlung sei beispielhaft im weiten Umkreis. Der Unterhalt der Kriegsgräberstätten koste Geld und man sehe gerade jetzt wieder wie wichtig das Erinnern an das Leid von Kriegen sei. Er sei froh, Kameradschaft wieder in Präsenz pflegen zu können. Birkner nahm weiter Bezug auf die Erlebenisse von Kriegsbetroffenen in der Ukraine. Im Pfarrhof wolle man 16 Kriegsflüchtlinge unterbringen, für die man noch Wasch- und Kaffeemaschinen brauche. Einige aus der Ukraine stammende Familien im Gemeindegebiet würden zudem Angehörige aufnehmen. Am Wochenende sei ein Hilfskonvoi aus der Gemeinde gestartet, der gut am Ziel der polnisch-ukrainischen Grenze angekommen sei. „Der Krieg muss enden“, so der die eindringliche Mahnung und der Wunsch von Zweitem Vorsitzendem und Bürgermeister Johannes Birkner.