Frauenbund – Maisl

Rhythmische Musik aus den Kirchenlautsprechern und zusätzlichen Bassboxen ertönte am Freitagabend in der Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt, als der Frauenbund zur zweiten Auflage des Maisl, einer modernen Form des Abendgebetes einlud. Bunte Lichter in kräftigen Farben illuminierten das Gotteshaus und ein großer Smilie, mittig vor dem Volksaltar brachte das Motto des meditativen Abends „Keep Smiling“ sichtbar zum Ausdruck. Bis auf die letzte Reihe waren die Bänke gefüllt, die Andacht war sehr gut besucht, die von Kirchenjugendseelsorger Pfarrer Josef Hausner aus Ottering gestaltet wurde.

Pfarrer Josef Hausner warb für das Lachen.

Der neue Virus heisse smile oder lächeln. Die Kirchenbesucher seien dem Virus schon verfallen, jemand der sie mag, habe sie bereits angesteckt, so die einleitenden Worte des Pfarrers und er berichtete von Beispielen aus seiner Familie. Die Maskenpflicht der letzten Zeit ließ die Mimiken der Menschen kaum erkennen und früher sei lachen in der Kirche nicht erlaubt gewesen, im Mittelalter bis ins 11. Jahrhundert sei es in den Klöstern sogar verboten gewesen, dabei hätten Christen Grund zu lachen. „Smilies“ oder „Emojis“ dürften heute in Textnachrichten im Handy nicht fehlen, wenn es nicht zu Missverständnissen kommen solle, belegte Hausner anhand eigener Erfahrung. Nur wenige Dollar bekam der Schöpfer der amerikanische Werbegrafiker Harvey Ball für seine in den 1960er Jahren geschaffenen, heute weltweit bekannten zwei Punkte und den gebogenen Strich, den es heute in sämtlichen Abwandlungen gäbe. 1996 meldete der französische Journalist Franklin Loufrani ein Geschmachsmuster an und machte ein Vermögen damit und inzwischen habe er Nutzungsrechte in über 80 Ländern der Erde. „Wie sieht wohl ein erlöster Smilie aus“, diese Frage stellte Hausner schon früher einmal und ausnahmslos bekam er Versionen mit lächelnden Smilies. „Christen sollten mehr lächeln“, da gab der Pfarrer auch dem Religionskritiker Friedrich Nietzsche Recht. „Wie sollten Kritiker überzeugt werden? Das entscheidende Erkennungszeichen für Christen ist die Liebe“, so Hausner. Analog zum Song „Die immer lacht“, sagte auch die heilige Mutter Theresa, dass Lächeln das eigene Leid verbergen könne. Freude sei auch ein zentrales Thema der Heiligen Schrift, wie Hausner anhand einiger Beispiele belegen konnte. Er forderte die Teilnehmer auf Smilies via Handy zu versenden oder die Nachbarn anzulächeln. Neben Gebeten, meditativen Elementen und Fürbitten wurde das Abendgebet auch mit zahlreichen fröhlichen Liedern und Geschichten untermalt, welche die Kirchenbesucher begeisterten. Eine Handreichung mit dem Programm war mit zahlreichen Illustrationen um Liebe und Lachen versehen.

Während der Corona-Pandemie war nur ein sehr eingeschränkter Sport- und Vereinsheimbetrieb möglich. Vieles von dem, was unter normalen Umständen im Verlauf eines Jahres regelmäßig am Sportheim und an den Fußballplätzen gemacht wird, musste  während der Pandemie liegen bleiben oder konnte aufgrund der sich ständig ändernden Beschränkungen nur sporadisch oder improvisiert durchgeführt werden. Jetzt wollte man die sich abzeichnende Phase der Entspannung mit schrittweisen Lockerungen zu Beginn des Jahres und im Frühjahr tatkräftig nutzen und das gesamte Fußballgelände wieder auf Vordermann bringen. In mehreren Arbeitseinsätzen haben zahlreiche freiwillige Helfer aus allen Bereichen der Fußballsparte von der Jugend bis zu den Senioren, seit Februar, die beiden Fußballplätze und das Sportheim ausgewintert und betriebsbereit gemacht. Los ging es mit dem Ausschneiden der Sträucher und Zuschnitt der Bäume rings um den Hauptplatz.

Der Hauptplatz ist gewalzt und spielbereit.

Das Gelände zwischen Platz und Tartanbahn war bereits soweit zugewachsen und nicht mehr begehbar, dass einiges an Arbeit nötig war. Für die hochliegenden Äste an den Bäumen standen die Bauhofmitarbeiter um Georg Augustin tatkräftig mit schwerem Gerät zur Seite, da diese so weit in den Zuschauerbereich und sogar teilweise in das Spielfeld reinragten und eine Unfallgefahr für die Zuschauer darstellten. Die Spieler- und Trainerhäuschen wurden bereits in einem früheren Arbeitseinsatz verankert.

Ein radikaler Rückschnitt wurde erforderlich.

Darüber hinaus wurden die Plexiglasscheiben der Häuschen erneuert, da die alten leider durch Vandalismus beschädigt wurden. Desweiteren wurden mehrere ausrangierte und nicht mehr benötigte Spieltore entsorgt oder an Vereinsmitglieder gespendet, damit sie im Garten dem einen oder anderen Kind noch eine Freude bereiten. Auch die Kabinen bekamen einen neuen Anstrich. Neu eingerichet wurden eine zeitgemäße Musikanlage und Ablagefächer für Getränke und persönliche Gegenstände in der Heimkabine. Auch im Außenbereich war man fleißig. Unter anderem wurden die Tribünenbänke von den Ehrenamtlichen montiert und kaputte Zuschauerbänke ersetzt. Dabei wurde die vorhandenen Schrauben gleich mit sicheren, wartungsfreien Schlossschrauben befestigt.

Die Tribüne ist wieder bereit für Zuschauer.

Ein weiterer großer Aufgabenpunkt war mit dem Walzen des Hauptplatzes in Angriff genommen. Auch diese Arbeit war auf Grund der Pandemie lange überfällig und der Platz in entsprechend schlechten Zustand. Darüber hinaus wurden die Düsen für die Beregnungsanlagen an beiden Plätzen freigelegt, damit die Bewässungsanlagen im nächsten Schritt in Betrieb genommen werden konnten. Erfreulicherweise konnte am Schulplatz zumindest kein sichtbarer Schaden an der Anlage durch die Vandalismusvorfälle während des Winters festgestellt werden. Da der Bereich zwischen Hauptplatz und Tartanbahn in einen ebenerdigen Grünstreifen mit insektenfreundlichen Sträuchern umgewandelt werden soll, mussten die Wurzeln der alten Sträucher mit Hilfe der Gemeinde und des Bauhofs komplett entfernt werden. Die alten Sträucher werden im Herbst durch neue Blühsträucher für die Insekten ersetzt und am Grünstreifen Rasen angesät. Daneben wurden auch kleinere Arbeiten wir das Setzen der Platzmarkierungen auf beiden Plätzen, das Einhängen der Netze und das Erstaufstreuen nach dem Winter ausgeführt. Plätze und Sportheim sind spielbereit, die Rückrunde kann beginnen. Der große Dank von Zweitem Vorstand Robert Reif galt allen ehrenamtlichen Helfern und dem Platzwart, sowie der Gemeinde und dem Bauhof für die Unterstützung und ihren Einsatz. „So konnte durch den Einsatz vieler Freiwilliger einiges an Kosten gespart werden“, freute sich Reif. Am Ende der Arbeitseinsätze wurde bei einer zünftigen Brotzeit und Erfrischungsgetränken das Geschaffte begutachtet und mit Stolz auf das Erreichte geschaut . Neue Pläne und Ideen für weitere Verbesserungen am Gelände wurden auch schon geschmiedet.

Haushalt und Investitionsplan beschlossen – Bald Baubeginn des Radweges nach Kirchberg

Im Mai soll es los gehen mit dem Bau des lang geplanten, landkreisübergeifenden Geh- und Radweges von Oberviehbach nach Kirchberg. Mit 216 000 Euro soll sich die Gemeinde daran beteiligen, so der Investitionsplan, den der Gemeinderat am Mittwoch im Rahmen des Haushaltes 2022 beschlossen hat.

Bald soll es zur Kreisstraße auch einen Geh- und Radweg geben.

Eine Reihe von weiteren Projekten sind daran vorgesehen, knapp zwei Millionen Euro hat die Gemeinde im laufenden Jahr an Investitonen geplant. Als größter Posten mit 700 000 Euro sind Ausgaben für das Baugebiet „Kirchblick“ vorgesehen, weitere 350 000 Euro sind für Grunderwerbe eingeplant. Mit Kosten von 200 000 Euro rechnet man im laufenden Jahr für den Anbau des Rathauses. Weitere große Postionen sind die Sanierung der Kläranlage, die Instandsetzung des „Stapfnerhauses, die Dachsanierung der Viehbachhalle, Straßenbauarbeiten, die Erstellung eines Hochwasserschutzkonzeptes, eine Fluchttreppe für die Jugendräume im Rathaus, Sanierung von Tartanbahn und Hartplatz, Umrüstung der Straßenbeleuchtung auf LED, Sanierung des Skaterplatzes und Pflasterarbeiten am Bauhof. Der Verwaltungshaushalt schließt mit Einnahmen und Ausgaben in Höhe von 5 127 910 Euro, der Vermögenshaushalt hat ein Volumen von 3 178 600 Euro. Die Hebesätze der Grundsteuer A und B, sowie der Gewerbesteuer bleiben unverändert bei 340 von Hundert.

Tagung wieder im Sitzungssaal

Die Abstimmung des Haushaltes war einstimmig, die Gemeinderäte nutzten aber die Gelegenheit eine Reihe von darin enthaltenen Details anzusprechen oder Grundsätzliches zu diskutieren. Es war die erste Sitzung des Gemeinderates der aktuellen Legislaturperiode, die im Sitzungssaal des Rathauses stattfand. „Es tut sich nichts bei der Sanierung der Viehbachhalle“, machten Ursula Tafelmayer und Alfred Maierhofer Druck. Bei einer Belegung des Gemeindebusses, soll ersatzweise auch wieder der Bauhofbus für Vereine zur Verfügung gestellt werden, dafür machte sich Josef Daffner stark. Die Jugendarbeit im Landkreis laufe wieder an, informierte er weiter. Auch Niederviehbach und die Nachbargemeinde Loiching wollen wieder ein gemeinsames Ferienprogramm erstellen, informierte Bürgermeister Birkner.

Hackerangriffe und Katastrophenschutz

Eine Digitalisierung über App von Mitfahrgelegenheiten vom und zum Bahnhof Wörth brachte Josef Retzer erneut ins Spiel und schlug weiter eine App zur Buchung des Gemeindebusses vor, welche aber nicht als notwendig erachtet wurde. Darüber hinaus sprach sich Retzer dafür aus, neue Möglichkeiten von Photovoltaikanlagen an gemeindlichen Gebäuden und Flächen zu nutzen. Weiter gehen soll es auch bei der Umnutzung des dritten Tennisplatzes. Markierungen und Netzhalterungen sollen entfernt werden. Ursula Tafelmayer brachte dabei die Möglichkeit einer Bocciabahn erneut vor. Angesichts des aktuellen Hackerangriffes auf die EDV-Daten der Stadtverwaltung Dingolfing, diskutierte man auch die Sicherung der Daten der Gemeinde und mögliche Verbesserungsmöglichkeien. Keine Vorkehrungen gäbe es auch bei Ausfällen von Strom oder kritischer Infrastruktur, so Josef Retzer, er forderte ein Konzept für den Katastrophenschutz.

Flohmarkt im Stapfnerhaus

Zweiter Bürgermeister Simon Hackl informierte über eine Ortstermin mit dem Landesamt für Denkmalpflege am Stapfnerhaus bezüglich des Überganges über den Kirchenweg oder die sogenannte „Totengasse“. Hier soll die Eigentumsfrage des über dem Weg befindlichen Gebäudeteils rechtlich geklärt werden. Eigentümer des Hauses, als auch des Weges ist die Gemeinde. Im Stapfnerhaus selbst, soll baldmöglichst ein Hausflohmarkt mit Inventar des alten Gebäudes stattfinden.

Der Übergang und Stapfneraus stehen unter Denkmalschutz.

Die aktuelle Situation am Bauhof nach dem Neubau der Halle und der Neugestaltung des Außenbereiches will der Gemeinderat bei einem Ortstermin vor der nächsten Sitzung sichten.

Anliegen der Bürger

Besprochen wurden auch die Bürgeranfragen der Bürgerversammlung. Die unzulässige Absperrung des Uferbereiches am Wörther See oder „Lake Wake“ hat Bürgermeister Birkner erneut im Landratsamt vorgetragen, ebenso will man bei der Fahrbahnerneuerung der Kreisstraße durch Lichtensee die Problematik des Oberfächenwassers im Auge behalten. Wenig Einflussmöglichkeiten sieht man bei der Ansiedlungspolitik von Lebensmittelmärkten, diese hätten eigene Standortanalysen. Tafelmayer plädierte darfür, hier immer weiter am Ball zu bleiben. Für die Nahversorgung im Ort einzusetzen ist auch für Bürgermeister Birkner ein wichtiges Thema. Mit der Situation im Bereich der Isarbrücke zum Isarradweg will sich der Bauausschuss befassen.

Stockschützenjugend holt sämtliche Titel Gemeinde ehrt Sportler und verdiente Bürger

Bei den Ehrungen im Rahmen der Bürgerversammlungen konnte insbesondere die Jugend der Stockschützen trumpfen. Im Mannschaftssport konnten sie in den Altersgruppen unter 14, unter 16, unter 19 und unter 23 Jahren sämtliche Titel der Meisterschaften auf Bezirksebene und bei Deutschen Meisterschaften holen, die U19 sogar wurde sogar Europameister. Von sich reden machte die Sparte Volleyball des TSV schon seit Jahren.

Buben und Mädchen der Volleyballer auf Erfolgskurs.

Bei den Niederbayerischen Meisterschaften 2022 konnte sowohl die U 15 männlich als auch die U 16 weiblich auf das Meistertreppchen aber auch die Senioren konnten sich behaupten. Walter Prechtl und Andi Tafelmayer wurden Deutsche Meister der Senioren Ü59.

Ihnen konnte Bürgermeister Johannes Birkner im Namen der Gemeinde gratulieren. Großen Anteil am Erfolg hätten dabei auch die Trainer, denen der Bürgermeister dankte.  Der Dank des Gemeindehoberhauptes galt aber auch Madalena Uhlig. Sie hat 29 Jahre lang die Kegelbahn der Gemeinde betreut. “ Die Bürger hatten dort immer viel Spaß“, so der Dank von Birkner. Derzeit bietet man Gruppen die Möglichkeit, sich über die Gemeinde zum Kegeln anzumelden.

Blumen für Magdalena Uhlig

Erholungssuchende werden ausgesperrt – Bürger sorgen sich um Nahversorgung und Straßenentwässerung

Das Seeufer des Wörther Sees auf dem Gemeindegebiet ist in unzulässiger Weise komplett mit hohen Zäunen und Toren abgeriegelt. Spaziergänger und Erholungssuchende haben keinen Zugang zum See und dieser Zustand hält schon lange an. Bereits im vergangenen Jahr war Bürgermeister Birkner vor Ort und hat die Angelegenheit dem Landratsamt Dingolfing-Landau gemeldet. Eine gefährliche Engstelle bei gleichzeitig starkem Gefälle von der Straße zum Isarweg solle entschärft werden, weitere Geschäfte im Ort anzusiedeln und bei der Erneuerung des Straßenbelages der DGF 4 durch Lichtensee, solle man darauf achten, dass das Oberflächenwasser nicht länger in die Einfahrten der Anlieger ablaufe. Das waren die Anliegen, welche von den Bürgern im Rahmen der Bürgerversammlung am Sonntag vor Ostern in der Viehbachhalle vorgebracht wurden. „

Defibrillator rettete Leben

Zwei Jahre wegesperrt  und keine Leute zu treffen“, das war für Bürgermeister Birkner das Schlimmste, gemeinsam mit zahlreichen Gemeinderäten und den Mitarbeitern der Gemeinde konnte er nach drei Jahren wieder über 100 Bürger und Vereinsvertreter willkommen heissen und über die aktuellen Entwicklungen und Vorhaben in der Gemeinde berichten. In Lichtensee am Eschenweg 1, in Niederviehbach am Rathaus und der VR-Bank und am Feuerwehrhaus in Oberviehbach wurden Defibrillatoren angebracht. Diese retten Leben, so der Bürgermeister.

Ein Menschenleben konnte seit der letzten Bürgerversammlung dadurch gerettet werden, so der Dank von Birkner an die Spender und Betreuer der Geräte. Die Einwohnerzahlen steigen stetig, ebenso die Zahl der Bauanträge, der Gewerbebetriebe, oder der ausgegebenen Wertschecks. Auch die Steuereinnahmen und die Finanzzuweisungen und damit die Finanzkraft der Gemeinde steigen, genauso wie leider auch die Zahl der Sterbefälle.

Gemeinde will viel anpacken

Mit dem geplantem Rathausanbau, der Erschließung des neuen Baugebietes Kirchblick, Straßen- und Kanalbau, der Sanierung der Kläranlage, dem Radwegneubau Richtung Landkreisgrenze und Kirchberg, Grunderwerbe, sowie der Sanierung des Daches der Viehbachhalle und die Gebäudesanierung des sogenannten „Stapfnerhauses“ am Kirchenweg 3 hat man im laufenden Jahr vieles vor. Während der Verwaltungshaushalt weiter konstant zwischen vier und fünf Millionen Euro liegt, werde die Ausgaben im Vermögenshaushalt mit 2 570 000 Euro deutlich höher als 2021 liegen. Das Haus für Kinder und die Kinderkrippe sind gut belegt und eine wichtige Aufgabe sehe Birkner im Erhalt und der Förderung des Schulstandortes.

Das Heizwerk der Gemeinde soll erweitert werden. Neben der Erhöhung der Versorgungssicherheit mit einem Redundanzkessel sollen auch neue Anschlüsse für die Bürger möglich werden. Im Jahr 2020 wurde ein neuer Gemeinderat gewählt, der noch nicht einmal im Sitzungssaal tagen konnte, so Birkner in seinen weiteren Ausführungen. Die Zusammenarbeit im Gemeinderat sei gut und 85 Prozent der Beschlüsse seien einstimmig.

Verstärkt wurde auch die Verwaltung mit Daniela Biberger im Bauamt, Stefanie Ederer für Rentenanträge und Verwaltung, Jennifer Heininger im Einwohnermeldeamt und Christoph Zehetbauer in Kasse und Verwaltung.

Bürgermeister Birkner nutzte die Gelegenheit, um den engagierten Mitarbeitern in Bauhof und Verwaltung zu danken. Neu gestaltet wurde die Homepage der Gemeinde und großen Zuspruch erfahre die Gemeindebücherei.

Nach zwei Jahren Pandemie und einem neuen Krieg in Europa gedachte man den Toten der Gemeinde und des Ukrainekonfliktes. Seit 77 Jahren habe man in Deutschland Frieden. Der Friede beginne im Kleinen und müsse durch alle Instanzen bewahrt werden, so der Appell des Bürgermeisters.

Drei Jahrzehnte stand Robert Daffner an der Spitze des Obst- und Gartenbauvereines (OGV) und hat den Verein entscheidend geprägt. Schon bei der letzten Jahreshauptversammlung hatte er angekündigt, das Amt abgeben zu wollen. „Was war 1992? – das Wahljahr von Robert Daffner“, das war die Preisfrage von Johann Girnghuber, der seitens des Vereins den Dank an den langjährigen Vorstand überbrachte und einen bunt gefüllten Gemüsekorb übergab. „Seit der Wahl zum Vorsitzenden waren Daffner und seine Frau Edith ein gutes Tandem“.

Johann Girnhuber (rechts) blickte auf 30 Jahre Vereinsgeschichte zurück.

Unvergessen sind die Busreisen, die Edith neu organisierte und die immer viel zu schnell ausgebucht waren. Most- und Grillfeste, Maschinen- und Geräteverleih und allerhand Aktionen waren geboten. Girnghuber blickte mit einigen Anekdoten zurück auf eine bewegte Zeit zurück und die gut 50 Mitglieder die am Samstag zur Jahreshauptversammlung in die Viehbachhalle gekommen waren und Bürgermeister Birkner dankten es Robert Daffner mit großem Applaus. Als „ältester Funktionär“ wurde Hermann Müller von Girnghuber tituliert, gehört er der Vorstandschaft doch sogar schon über 30 Jahre an und immer wenn es etwas zu fahren gab, war er zur Stelle, so der Dank von Girnghuber und des Vereins an Müller und die Vorstandschaft. Robert Daffner konnte dem Verein auch einen guten Kandidaten als Nachfolger präsentieren. Matthias Walch lebt mit Frau und vier Kindern seit 17 Jahren in Niederviehbach. Er selbst ist seit 25 Jahren in der unteren Naturschutzbehörde im Landratsamt beschäftigt, sein Vater war Förster und somit bringt der Kandidat einiges an Erfahrung mit der Natur mit. Die Mitglieder schenkten ihm dann bei der Wahl auch einstimmig ihr Vertrauen. Unterstützt wird der neue Vorsitzende weiter von Robert Daffner als Zweitem Vorsitzenden und von Edith Daffner als Kassierin und Schriftführerin, sowie von einem gut gemischten Team im Beirat mit Andreas Bauer, Susanne Knöpfle, Johann Girnghuber, Hermann Müller, Maria Pritscher, Resi Scherzberger, Roswitha Steiger, Sigi Göttl, Margit Reuter und Mareike Grunz. Die Kasse prüfen weiter Hermann Müller und Johann Girnghuber. Die Wahlleitung hatte Bürgermeister Johannes Birkner übernommen, der hoch erfreut war, wieder Menschen in der Viehbachhalle zu sehen und diese herzlich begrüßte.

Die neu gewählte Vorstandschaft des Obst- und Gartenbauvereins.

Friede beginne zuhause, in der Familie, im Verein und in der Gemeinde, so Birkner. Beim Gedenken an die verstorbenen Vereinsmitglieder schloss man auch die Opfer des aktuellen Konflikts in der Ukraine mit ein. Zügig ging man durch die Regularien und gab einen Bericht über die vergangenen drei Vereinsjahre seit der letzten Mitgliederversammlung 2019. Trotz Pandemie wurden weiter Bäume und Blumen gepflanzt, es gab Ausschusssitzungen, man beteiligte sich an der Aktion „Niederbayern blüht auf“, Beteiligte sich an Vereinsveranstaltungen, machte Erkundungsgänge, beteiligte sich am Ferienprogramm, traf sich zum Mostpressen und hielt Gottesdienste. Trotz geringerer Einnahmen konnte man ein kleines Plus erwirtschaften, so der Bericht von Edith Daffner.

„Alles sauber und genau“, bestätigte Kassenprüfer Hermann Müller. Im kommenden Vereinsjahr will man wieder einiges anpacken. Begonnen hat man bereits mit der Pflanzung eines Walnussbaumes und der Säuberungsaktion „Rama Dama“. Im Ferienprogramm will man wieder eine Bachwanderung anbieten, zum Mosten im September und Oktober sucht man noch einige Helfer, die Geräte des Vereins sollen an die Gartenfreunde verliehen werden und eine Infotafel am Weg nach Birnthal soll erneuert werden. Als Gast und Referent kam Michael Stadler, der seit zwei Jahren beim Landschaftspflegeverband Dingolfing-Landau beschäftigt ist. Er informierte über sein Tätigkeitsfeld und die Ziele der Landschaftspflege. Besonderes Augenmerk legte er auf Streuobstwiesen und Fördermöglichkeiten bei der Obstbaumpflanzung. Im Landkreis gebe es eine Reihe von wertvollen Flächen, so dass man hier auch den großen brachvogel antreffen könne und es im Landkreis den größten Kiebitzbestand in ganz Bayern gebe.

Michael Stadler referierte über den Landschaftspflegeverband.

Nachdem die Corona-Beschränkungen größtenteils gefallen sind und ein Vereinsleben wieder möglich ist, plant und organisiert der Frauenbund Nieder- und Oberviehbach (KDFB) auch wieder Veranstaltungen. Pater Roman Piekarski ist neuer Geistlicher Beirat des Frauenbundes und gemeinsam mit ihm lädt der KDFB am Freitag, den 22.

April wieder zu einem weiteren MAISL in die Pfarrkirche ein. Dieses „Moderne Abendgebet im Scheinwerferlicht“ ist eine außergewöhnliche Vermittlung des christlichen Glaubens und beginnt um 19 Uhr. Das MAISL in Niederviehbach findet das zweite, aber leider auch letzte Mal statt, da Pfarrer Josef Hausner im Sommer seine Pfarrei in Ottering verlassen wird. Er gestaltet diesen sehr meditativen Abend gemeinsam mit seinem Team zum Thema: „Keep smiling!“. Alle Besucher, ob jung oder älter, sind dazu willkommen. Die Freiwillige Feuerwehr wird am Sonntag, den 8. Mai anlässlich ihres 150-jährigen Bestehens eine neue Fahne segnen lassen und hat zu ihrem großen Fest auch den Frauenbund Nieder- und Oberviehbach eingeladen. Alle Frauenbund-Frauen, die gerne an diesem Gründungsfest teilnehmen wollen, mögen sich bitte bei Katharina Czoppik

(Tel: 91 85 46) oder Sylvia Simbeck (Tel: 82 40) anmelden. Da die Feuerwehr stets für alle im Einsatz ist, die in Not sind und sich auch bei Dorffesten in den Dienst der Gemeinde stellt, hat die Vorstandschaft des KDFB zugesagt zum Kuchenbuffet am 8. Mai beizutragen. Wer also die Niederviehbacher Feuerwehr unterstützen möchte, egal ob Frauenbund-Mitglied oder nicht, ist ganz herzlich dazu aufgerufen Kuchen zu spenden. Aus organisatorischen Gründen wäre die Meldung der Kuchen bei Katharina Czoppik, Sylvia Simbeck oder Franziska Birkner sehr hilfreich. Eine Woche später, am Freitag, den 13. Mai hält der Frauenbund dann zu seine traditionelle Maiandacht. Sie beginnt um 18.30 Uhr in der Pfarrkirche. Anschließend findet im Pfarrheim die verschobene Jahreshauptversammlung mit Neuwahlen statt. Dazu ergeht an alle Frauenbund-Frauen und auch an alle Frauen, die Mitglied beim KDFB werden wollen, ganz herzliche Einladung. Um den KDFB Nieder- und Oberviehbach weiter mit Leben zu füllen und ein gutes Vereinsleben gestalten zu können, sind für die Neuwahlen gerne weitere Kandidatinnen erwünscht.

Nach der Erschließung neuer Baugebiete im Ortsteil Rothhaus und am Karglhof, wo mittlerweile fast alle Baugrundstücke verkauft sind, begannen dieser Tage die Erschließungsarbeiten am neuen Baugegiet Kirchblick am südlichen Ortsrand von Oberviehbach. 14 Parzellen sollen dort entstehen. Bagger, Lader, schwere Baumaschinen und Geräte sind gerade im Einsatz um den Unterbau zu errichten und die Straßen anzulegen und zu befestigen. Die Arbeiten verlaufen derzeit nach Plan.

Nach drei Jahren Pause ging es am Sonntag wieder auf bei den Freunden alter deutscher Schlepper in Oberviehbach. Zum Auswintern der Oldtimertraktoren wurde aufgerufen. 55 Mitglieder aus Oberviehbach und Umgebung mit 30 Bulldogs trafen sich am Vormittag am Dorfplatz. Ziel war die Zusammenkunft im Gasthaus Scheugenpflug in Hüttenkofen, wo die Traktoren nach einem Weißwurstfrühstück begutachtet wurden und so manche  Erfahrungen ausgetauscht wurden. Der Verein hat wieder Pläne. Zuerst galt es die neuen Vereinsjacken anzuprobieren und neue Vorhaben zu besprechen. Ein Höhepunkt im Vereinsjahr soll das nächste Traktorentreffen sein, das man Ende Juni abhalten will.

Nach vier Jahren konnte der Obst- und Gartenbauverein am Samstagvormittag wieder zur Aufräumaktion „Rama Dama“ im Gemeindegebiet aufrufen. Erfreut war Vorsitzender Robert Daffner, dass sich auch nach der Verschiebung wegen des Schneefalls eine Woche zuvor, erneut wieder einige Vereine, Gruppen und viele Einzelpersonen zusammengefunden haben, um alle Ortsteile zu säubern. Wege, Straßen und Plätze wurden durchkämmt, aber auch in Gräben und Bäche wagten sich vor allem die Kinder mit Begeisterung vor und holten raus, was dort nicht hingehört. Gefunden wurde wieder alles Mögliche von Flaschen, über Tüten, Dosen bis hin zu Altreifen. Neu im Sammelrepertoire war eine Reihe von Masken. Um 11 Uhr brachte man alle Müllsäcke zum Verladen in den Bauhof, wo es zur Stärkung und zum Dank an alle Helfer eine Brotzeit vom Obst- und Gartenbauverein gab. OGV-Vorsitzender Robert Daffner und Bürgermeister Johannes Birkner dankten dabei allen, die mitgeholfen haben und riefen dazu auf, den Ort sauber zu halten.

Nach langer Coronapause konnte das Bastelteam des Obst- und Gartenbauvereins mit Martina Harlander, Birgit Seisenberger und Caro Steinberger mit Vorstand Sebastian Heider am Freitag wieder die Kinder des Ortes zum Palmbuschenbinden für Palmsonntag einladen. Am Nachmittag traf man sich im Feuerwehrvereinsheim und die Kinder waren ausgelassen und mit Freude dabei. Palmkätzchen, Segensbaum von zweiter Vorsitzender Gretal Uhrmann und Buchs wurden um Holzkreuze gebunden und mit buntem Krepppapier und Bändern verziert. Nicht nur für sich selbst, sondern auch für Omas, Tanten und sonstige Angehörige wurde gebastelt. Zu Stärkung zwischendrin gab es Getränke und Kuchen.

Nachdem es die Lage der Pandemie wieder zulässt, fährt ab 19.04.2022 der Bürgerbus wieder wie gewohnt, jeden 1. und 3. Dienstag im Monat.

Auch die Abfahrts- und Ankunftszeiten sowie die Rückfahrt erfolgt zu den gewohnten Zeiten.

Abfahrt

  • in Oberviehbach
    8.30 Uhr am Bushäuschen
  • in Niederviehbach
    8.35 Uhr beim Sternanwesen
    8.40 Uhr Parkplatz Sparkasse
    8.45 Uhr Gemeindeverwaltung – Parkplatz
    8.50 Uhr Lichtensee, GH Ostermeier

Ankunft

  • in Dingolfing um ca. 9.00 Uhr
    • am Ärztehaus neben OBI
    • weiterfahrt über E-Center
    • Marienplatz
    • Obere Stadt zum Kreisklinikum

Rückfahrt

  • um 12.00 Uhr vom Krankenhaus über die vorgenannten Stationen nach Oberviehbach

Ankunft ca. 12.30 Uhr

Um vorherige Anmeldung bis Montagabend wird gebeten: Rudolf Uhrmann, 08702 / 31 06; Johann Denk 08702 / 35 35