Der Obst- und Gartenverein konnte es erwarten, bis es am Sonntag Bilderbuchwetter gab und man wieder zum ersten Grillfest am Feuerwehrhaus einlud. Die Bevölkerung und Vertreter der Ortsvereine kamen gerne und ließen sich unter der großen Kastanie oder unter den zahlreich aufgestellten Sonnenschirmen nieder. Man hatte wieder zahlreiche Helfer requirieren können, die auch gebraucht wurden, am Grillstand, bei der Getränkeausgabe und im kühleren Feuerwehrhaus, wo es Kaffee und ein riesiges Angebot an Kuchen und Torten gab. Die Kinder liefen zum nahegelegenen Spielplatz oder nutzten die vorbereiteten Spiele und Malsachen, um im Schatten ihre Eindrücke zu Papier zu bringen.

Es wurde lecker gegrillt.

Die Neuwahlen der Ortsobmänner und Ortsbäuerinnen von Niederviehbach und Oberviehbach im Rahmen der Verbandswahlen des Bayerischen Bauernverbandes BBV waren das Hauptthema der Zusammenkunft, zu der Stefan Daffner in seinen Betrieb nach Eschlbach einlud. Vorab gab Daffner interessante Informationen und eine Führung durch seine Biogasanlage. Die Neuwahlen fanden unter der Wahlleitung von Stefan Rothlehner statt.

Erste Ortsbäuerin für Ober- und Niederviehbach wurde Margit Bauer mit Stellvertreterin Karin Holzner. Als Beisitzerinnen wurden Christina Rührmeyer, Katharina Geigenberger und Michaela Augustin gewählt.

Ortsobmänner für Niederviehbach wurden Stefan Daffner mit Stellvertreter Siegfried Kreuzmair und den Beisitzern Stefan Gürtner, Michael Rührmeyer und Georg Pollner.

Für Oberviehbach wurde Georg Holzner zum Ortsobmann und Georg Limbrunner zum Stellvertreter gewählt. Als Beisitzer fungieren hier Martin Mayrl und Michael Huber.

Verabschiedet wurden Rosalie Jänsch, Irene Rührmeyer, Alfons Jänsch, Johann Geigenberger und Josef Mayrl. Nach den Regularien war dann Zeit um Grillen und zum informellen Erfahrungsaustausch.

Am Mittwoch gab es endlich ein weiteres Zusammenkommen der Mitglieder des BRK-Seniorenclubs im Gasthaus Binderbräu. Die Stimmung war, gut und man nutzte die Gelegenheit, sich wieder ausgiebig zu unterhalten. Auch Bürgermeister Johannes Birkner stattete dem Club einen Besuch ab. Das für den 6. Juli geplante Grillfest wird ausfallen, stattdessen trifft man sich wieder im Gasthaus Binderbräu, so die Informationen von Clubvorsitzender Lisbeth Sterr. Am 10. August unternimmt man dann eine Fahrt nach Leonsberg und im September plant man eine Wallfahrt nach Altötting. Die Seniorenbeauftragte der Gemeinde Katharina Czoppik nutzte die Gelegenheit, um über ihre Teilnahme am Vortrag über seniorengerechtes Wohnen zu informieren. Dazu gäbe es viele Informationen, Unterstützung und Fördermöglichkeiten über das Landratsamt, die man vor Beginn nutzten sollte. Seniorengerechtes wohnen bedeute auch nicht altmodisch, so Czoppik. Als Hauptpunkt des Nachmittages zeigte Hans Berger einen Film über seine elftägige Rundreise in fünf Bundesstaaten der Westküste der USA in denen er 3800 Kilometer zurückgelegt hatte. Ausgangspunkt war der Besuch seiner Mutter und seiner Schwester in den Staaten. Großes Thema des Eisenbahnfans waren historische Bahnstrecken, so die Cable Car Straßenbahn in San Francisco, die über ein über im Boden versenktes Stahlseil mit einer konstanten Geschwindigkeit von 15,3 Km/h unterwegs ist und das zugehörige Museum. Auf dem Reiseprogramm stand auch ein Besuch von Chinatown oder der Golden Gate Bridge. Weiter ging die Fahrt nach Old Sacramento, zum Tahoesee, nach Denver oder Salt Lake City, wo immer wieder verschiedenste Dampflokbahnen auf dem Besichtigungsprogramm standen

Hans Berger begeisterte mit seinen Reiseeindrücken aus den USA.

Kloster Niederviehbach vereinigt Kunstgeschichte sämtlicher Epochen

Rund ein Jahr war der Kunsthistoriker Armin Ruhland in Niederviehbach beschäftigt, um im Kloster und der Pfarrei eine Inventarisierung und Katalogisierung der kirchlichen Kunst- und Kulturgüter vorzunehmen. Eine große Aufgabe mit der sich das Bistum Regensburg in diesen Jahren beschäftigt und die eigentlich auf eine päpstliche Initiative und Bestrebungen der Deutschen Bischofskonferenz aus den 1980er Jahren zurückgeht, um den historischen Besitzstand der Kirchen zu kennen und zu bewahren. Ruhland, der als Mitarbeiter der Diözese auf langjährige und internationale Erfahrungen zurückgreifen kann und Wissen in einer ganzen Reihe von Pfarreien sammeln konnte, wusste nicht, was ihn erwartet, als er vor einem Jahr mit seiner Arbeit in Niederviehbach begann. „Kloster und Pfarrkirche sind ein Juwel im ganzen Landkreis“, begann Ruhland seine Ausführungen, bei der Vorstellung des Inventars bei Priorin Schwester Antonia, Kirchenverwalter Werner Ittlinger, Bürgermeister Johannes Birkner und einem kleinen Kreis von Experten zu Pfingsten in der Räumen des Klosters St. Maria.

In gut ausgestatteten Barockkirchen kämen da schon mal 150 Inventarnummern zusammen, in Niederviehbach füllt das Kunstinventar viele Ordner mit 850 Inventarnummern. Wohl gemerkt, in diesem Inventar wird nicht jedes Bild im Kloster erfasst, inventarisiert wird nur religiös oder kunstgeschichtlich relevantes Kulturgut. Es sei eine immense Anzahl an bedeutenden Kunstwerken, die gut gesichert oder in sicherer Verwahrung dem Kloster und der Pfarrei angehören. Angefangen von einem romanischen Christus, sind hier vor Ort tausend Jahre Kunstgeschichte versammelt, ein Kunstschatz, der seinesgleichen sucht, so die Zusammenfassung des Experten. Es sei eine enorme Menge an Kunstgut in hoher Qualität. Von der Romanik, bis zum 20. Jahrhundert seien alle wichtigen Kunstepochen vertreten. Ruhland war tief beeindruckt, so einen großen Bestand in zugleich so hoher Qualität wie in Niederviehbach habe er noch nicht angetroffen. Für Kunstkenner interessant sei, dass es sich vor Ort nicht wie erwartet um rein religiöse Kunstwerke handle.

Beeindruckend sei auch die große Sammlung profaner Motive wie von Kupferstichen aus der Barockzeit von Rubens, Rembrand oder anderen bedeutenden Künstlern internationalen Ranges. Bilder von der Klostergründung 1640 oder Votivtafeln zur Wallfahrt hätten auch eine große historische Bedeutung für den Ort und die Region. Das unerwartet große historische Erbe wirft aber auch zugleich Fragen auf, wie ein solch einzigartiger Kunstschatz in der Region erhalten und der interessierten Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden kann. Auch wenn der Zustand der Kunstwerke bemerkenswert gut ist, so gilt es diese auch für die Zukunft zu erhalten. Nach der Vorstellung und Übergabe nahm man auch einen Rundgang durch Kloster und Pfarrkirche vor, um zumindest einen Teil, der zugänglichen Kunstwerke in Augenschein zu nehmen und sich mit fachkundigen Erklärungen neue Blickwinkel zu erschließen. Mit einem Geschenk für die Klosterbibliothek, dem von Armin Ruhland und Hans Weber publiziertem Niederbayernkrimi „Ausgereichnet“, schloss Ruhland den Bogen zur Gegenwart eines beeindruckenden Vortrages zur Kunstgeschichte in Niederviehbach.

Der Schützenverein „Zum See“ Lichtensee konnte das traditionelle Nikolausschießen aufgrund der Pandemieeinschränkungen des Winters leider nicht durchführen. Deshalb hatten die Schützen im März dieses Jahres eine Fackelwanderung mit der Schützenjugend sowie vielen Mitgliedern durchgeführt. Im Anschluss an die Wanderung veranstalteten die Organisatoren ein Lagerfeuer und Würstelgrillen mit den Jugendlichen und Eltern am Grillplatz der Gemeinde. Die Spenden der Teilnehmer sollten zugunsten von Flüchtlingen aus der Ukraine und insbesondere für Kinder und Jugendliche verwendet werden. Die Spenden im Rahmen der Fackelwanderung wurden kurzerhand durch den Verein noch etwas aufgestockt, so dass nun insgesamt 500 Euro für ukrainische Kinder und deren Familien zur Verfügung standen. Mit tatkräftiger Unterstützung durch Herbert Wenk, Beauftragter der Malteser Niederaichbach, sowie Svitlana Shubert, Sprecherin der ukrainischen Community Landshut, konnten zwei ukrainische Familien mit Kindern gefunden werden und der Betrag direkt und sinnvoll gespendet werden. Mit dem Geld können benötigte Medikamente gekauft werden oder vielleicht auch kleine Wünsche erfüllt werden. Die Übergabe der Spenden an die beiden Familien erfolgte jetzt bei sonnigem Wetter an der Malteser-Rettungswache Niederaichbach.

Die Vertreter des Schützenvereins mit erstem Schützenmeister Bernhard Reif und Jugendwart Stefan Wagner sowie die beiden Jugend-Schützen Michaela Scharl und Konstantin Ingerl-Steinberger konnten dabei die Familien persönlich kennenlernen. Die beiden „Vermittler“ Herbert Wenk und Svitlana Shubert, als auch Rainer Zollitsch, Referatsleiter Notfallvorsorge Regensburg, und Ingrid Zollitsch, stellvertretende Diözesanoberin Regensburg, konnten bei der Übergabe ebenfalls persönlich mit dabei sein. So entstand ein sehr schöner Moment und auch sehr schöne Gespräche mit den ukrainischen Familien und den Vertretern der Malteser.

Reif dankte für den allen Spendern im Rahmen der Fackelwanderung, sowie den Ende letzten Jahres durchgeführten Haussammlungen.

Gelungener Saisonabschluss der TSV Fußballer

Mit einer Grillfeier bei herrlichem Wetter beendeten die TSV Fußballer am Samstag die diesjährige Saison. Spartenleiter Stefan Hertreiter konnte die Spieler beider Mannschaften mit Partner, die Trainer und Betreuer, den Platzwart, ehrenamtliche Helfer, die Wirtsgruppen für die Spieltage, sowie einige Jugendtrainer und treue Fans begrüßen. Zunächst legte man eine Schweigeminute für die verstorbenen Mitglieder Gottfried Sedlaczek und Christian Markgraf ein. Hertreiter nutzte das Zusammenkommen, um gemeinsam auf die Saison zurückzublicken. Nach der Pandemie galt es vor der Saison einen sportlichen Neustart zu vollziehen und einen Umbruch einzuleiten. Nachdem man mit der Hinrunde nicht zufrieden war, vollzog man zur Winterpause einen Trainerwechsel. Mit der Rückrunde konnte man bei der ersten Mannschaft zufrieden sein, vor allem mit der positiven Entwicklung und dem entstehenden Teamgeist. Verloren hat man nur gegen die top drei und selbst da war man auf Augenhöhe. In der Rückrundentabelle belegte man einen guten fünften Platz. „Bei der zweiten Mannschaft hat man noch einige Baustellen vor sich, vor allem mit der Verbesserung der Trainingsbeteiligung und der Disziplin auf und neben dem Platz. Darauf soll in der neuen Saison besonderer Wert gelegt werden“, so Hertreiter in seinen Ausführungen. Glücklich zeigten sich die TSV-Verantwortlichen, dass man mit den beiden Trainern Enis Rizaj und Mihill Kqiraj auch in die nächste Saison gehen kann und auf dem Trainerposten Kontinuität an den Tag legen kann. Zweiter Vorstand Robert Reif dankte den Aktiven für ihren unermüdlichen Einsatz das gesamte Jahr über, ohne deren Engagement würde der Verein nicht funktionieren. Reif merkte an, wie schön es sei dass sich alle wieder ungezwungen treffen dürfen. Die letzten Feiern mussten alle abgesagt werden, und so konnten sich die Teams auch nicht wie geplant finden. Ziel sei es, die verschiedenen Gruppen der Sparte noch näher zusammen zu bringen und ein familiäres Umfeld zu schaffen. Der Verein, so Reif, solle kontinuierlich sportlich und strukturell weiter entwickelt werden. Auch die Trainer zogen ihr Fazit der abgelaufenen Saison und zeichneten anschließend noch den Trainingsfleißigsten Simon Grun und die besten Torschützen Pati Ernesto und Schadi Yebouah aus.  Hertreiter überreichte Präsente an die Trainer, die Betreuer und Sportheim-Bewirtschafter, den Platzwart und die Reinigungskraft bevor man dann zum gemütlichen Teil der Veranstaltung über ging, angeregte Gespräche bei bester Laune führte und noch einige schöne Stunden zusammen verbrachte

Die Fußballer kamen auch wieder gesellschaftlich zusammen.

Viele kamen zum Gedenktag der Krieger- und Soldatenkameradschaft

Unter großer Beteiligung der Bevölkerung, der Ortsvereine und der Kameraden aus Wörth und Oberviehbach beging die Krieger- und Soldatenkameradschaft am Pfingstmontag mit der Viehbachtaler Blaskapelle und Umzügen ihren herkömmlichen Jahrtag, so prächtig und eindrucksvoll, wie man ihn all die Jahre vor Corona kannte.
Mit lautem Kanonendonner am Majorberg begann der Jahrtag. Mitglieder, Freunde und Vereinsabordnungen trafen sich mit Fahnen beim Binderbräu und nahmen Aufstellung zu einem eindrucksvollen Kirchenzug. Nach dem von Pater Adam und Diakon Wolfgang Brandl zelebrierten Gottesdienst traf man sich zum Gebet und Gedenken an die Opfer der Kriege am Kriegerdenkmal.
Trotz des steten Appells der Krieger- und Soldatenkameradschaften, für den Frieden und gegen sinnlose Kriege einzutreten, musste Vorsitzender Franz Inkoferer bestürzt auf die unfassbaren Kriegsgeschehnisse in einem europäischen Nachbarland eingehen: „Haben wir uns mit viel Kraft in den vergangenen beiden Jahren Jahren mit den Einschränkungen und Folgen einer nie dagewesenen weltweiten Pandemie beschäftigen müssen und uns alle auf einen hoffentlich entspannteren Frühling und Sommer gefreut, so trifft uns die nächste ernste Krise“. Inkoferer mahnte den Frieden an und machte auf das Leiden der Menschen in der Ukraine aber auch auf russischer Seite aufmerksam. Nicht vergessen wollte man auch die Opfer von Krieg und Gewalt und die Opfer der Weltkriege der Vertreibung und derer die Widerstand gegen die Gewaltherrschaft in unserem Land geleistet haben. In sein Gedenken schloss Inkoferer auch die Opfer von Bürgerkriegen, von Terrorismus, politischer Verfolgung oder von Auslandseinsätzen mit ein. Das Leben stehe im Zeichen der Hoffnung und der Versöhnung unter den Menschen und Völkern so die abschließende Hoffnung des KSK-Vorsitzenden, der für alle zum Gedenken einen Kranz am festlich mit Blumen geschmückten Kriegerdenkmal niederlegte. Sein Dank galt den Ehrenwachen ebenso, wie allen die sich für die Pflege des Kriegerdenkmals einsetzen und den Kriegerjahrtag mit gestalten. Mit einem Festzug ging es zum Herbergslokal dem Gasthaus Binderbräu, wo man ein gemeinsames Mittagessen einnahm. Mit Blumen dankte der Verein seiner Herbergswirtin Berti Daffner für die gute Bewirtung. Mit Orchideen drückte die Vereinsleitung auch den fleißigen Helfern und dem Verein verbunden Personen ihren Dank aus. Einer Reihe von Mitgliedern konnte man mit Ehrungen für langjährige Mitgliedschaft und Treue zur KSK danken. Simon Reuter, Stephan Karpfinger und Georg Sedlmeier sind seit zehn Jahren im Verein. Stephan Hauer, Helmut Bauer, Thomas Glötzl, Josef Hobmeier jun. und Josef Grassinger dankte man für 25 Jahre Mitgliedschaft. Franz Josef Göttl, Johann Denk, Herbert Zunhammer, Johann Gürtner, Wolfgang Hölzl und Franz Inkoferer junior sind seit 40 Jahren dabei. Afred Maierhofer sen., Ernst Rauch und Franz Mutz bekamen das Ehrenkreuz in gold für 50 Jahre Mitgliedschaft und Johann Braun senior und Alois Loichinger sind sogar schon seit 60 Jahren mit der KSK verbunden. Ehrungen des Bezirks Niederbayern für den Volksbund Deutscher Kriegsgräber übergab Bürgermeister Johannes Birkner an Eva Braun, Hans Denk und Florian Leierer mit der silbernen Verdienstspange.
Für Franz Inkoferer gab es sogar Gold für den Einsatz bei der Kriegsgräbersammlung, bei der die Gemeinde schon lange Rekordhalter ist. Bürgermeister Johannes Birkner dankte Pater Adam für die schöne, geistliche Gestaltung des Jahrtages. Nicht umhin konnte er bei allem Leid der Welt, den Krieg in der Ukraine zu erwähnen. Einige wenige gebe es noch unter uns, die das unsägliche Leid des Krieges noch erlebt haben und Zeugnis geben können vom sinnlosen Leid solcher bewaffneter Konflikte, so der Bürgermeister.

Nach den Neuwahlen Mitte Mai hat die neue Vorstandschaft des KDFB Nieder- und Oberviehbach sofort ihre Arbeit aufgenommen um während den Sommermonaten noch ein ansprechendes Vereinsangebot anbieten zu können. Folgende Termine stehen jetzt auf dem

Programm: Am Pfingstmontag , den 6. Juni beteiligt man sich am Jahrtag der KSK und am Donnerstag, den 16. Juni an der Fronleichnamsprozession.

Das nächste Treffen ist am Samstag, den 25. Juni um 10 Uhr zu Frühschoppen mit Spielen und am Mittwoch, den 13. Juli um 19 Uhr zum Spiele-Abend. Am Dienstag, den 2. August gibt es von von 14 bis 16.30 Uhr einen Beitrag zum Ferienprogramm mit dem Titel „Spiele-Nachmittag mit alten Kinderspielen“ und am Freitag, den 5. August um 16 Uhr lädt man zur Kräuterwanderung. Informationen und Anmeldung sind bei Sylvia Simbeck unter der Telefonnummer 08702/8240 möglich. Im September ist ein Tagesausflug zum Kloster Plankstetten geplant. Ein Vortrag zum Thema „24-Stunden-Pflege“ ist ebenfalls für den September vorgesehen. Nähere Informationen folgen noch über die Zeitung. Am Samstag, den 1. Oktober lädt die Senioren-Beauftragte Katharina Czoppik mit Unterstützung von Petra Reif und dem KDFB-Team zu einer Info-Veranstaltung zum Thema „Demenz“ ein. Es wird die Möglichkeit angeboten einen Demenz-Parcours zu absolvieren und sich über das vielschichtige Krankheitsbild zu informieren. Am Freitag  den 28. Oktober ist um 18.30 Uhr in der Niederviehbacher Pfarrkirche Rosenkranz-Andacht, anschließend Weinfest im Pfarrheim. Am Samstag, den 12. November will man sich am Volkstrauertag beteiligen  und für Samstag, den 26. November ist um 14 Uhr wieder ein Adventsbasar geplant. Alle interessierten Frauen, ob Mitglied beim Katholischen Frauenbund oder nicht, sind zu den Veranstaltungen eingeladen. Die Vorstandsfrauen würden sich über eine rege Teilnahme sehr freuen.

Das Kloster lud ein und viele kamen

Es war ein ganz neuer Versuch des Klosters, im Rahmen eines Flohmarktes am Samstag die Leute aus der ganzen Umgebung ins Kloster einzuladen. Im Klosterinnenhof und in den Kellerfluren waren alle möglichen Tische, Kommoden, Schulbänke, Schränke, Wäschemangeln, Spinnräder und alles Mögliche aus dem Klosterbestand aufgebaut. Dazu gab es Kaffee, viele Kuchen, Frühlingsrollen und Leberkässemmeln. Der ganze Konvent mit Priorin Schwester Antonia waren sehr zufrieden und dankbar, dass das Angebot so gut angenommen wurde und sich die Anstrengungen der letzten Monate gelohnt haben. Auch der Herrgott war den Schwestern und den vielen Helfern wohlgesonnen und so konnte der Flohmarkt bei angenehmen Temperaturen und trockenem Wetter stattfinden. Die Absicht Platz im Kloster zu gewinnen und viele ungenutzte Möbel und Gegenstände wieder Nutzungen zuzuführen war aufgegangen. Gleich zu Beginn der Veranstaltung um 10 Uhr waren schon die meisten Besucher parat und stürzen sich erwartungsvoll in das Flohmarktgetümmel. Schwester Antonie zeigte sich dankbar über die Unterstützung und den Rückhalt aus dem Elternbeirat der dem Kloster angehörigen Realschule, allen voran Margit Kellner und Herbert Schorf für die monatelange Unterstützung und Vorarbeit. Ihr Dank galt auch dem Klosterkonvent, für die Erlaubnis eine solche Veranstaltung durchführen zu dürfen, allen Käufern und Besuchern für den schönen gemeinsamen Tag und der Freiwilligen Feuerwehr des Ortes für die Bewachung des Parkplatzes. Schon jetzt denkt man an eine weitere Auflage. Man will die Klosterkeller und Dachböden weiter durchforsten und dann noch viele weitere Stücke finden, für die man ein neues Zuhause sucht. Ein Termin für die nächste Flohmarktveranstaltung will man frühzeitig bekanntgeben.

Einen Ausflug zu einem musikalischen Nachmittag in die Stadthalle Dingolfing unternahmen die Mitglieder des BRK-Seniorenclubs. Man folgte dabei einer Einladung der Internationalen Stiftung zur Förderung von Kultur und Zivilisation und der Kreisstadt Dingolfing unter der Schirmherrschaft on Erstem Bürgermeister Armin Grassinger. Auszüge aus der beliebten Oper „Die Zauberflöte“ von Wolfgang A. Mozart wurden von Gesangssolisten und einem Streichquartett unter der der Leitung von Johannes Erkes dargeboten. Erkes führte auch mit charmanter und kenntnisreicher Moderation durch den Nachmittag. In der Pause wurden die Niederviehbacher mit Kaffee und Kuchen bewirtet.

Vorbereitungen zum Gründungsfest – Feuerwehr Oberviehbach startet wieder durch

Das Gründungsfest, das man vom 1. – 3. September 2023 feiern möchte, ist das beherrschende Thema bei der Feuerwehr. Am Samstag konnte man im Feuerwehrvereinsheim am Blaichberg endlich wieder zu einer Jahreshauptversammlung zusammenkommen, zu der Vorstand Christian Seisenberger nicht nur die langjährig aktiven Mitglieder, sondern eine ebenso große Zahl junger Feuerwehrleute begrüßen konnte. Zu Gast waren auch Vertreter der Feuerwehr in Niederviehbach. Da die Feuerwehr als systemrelevant gilt, musste man länger warten als andere Vereine, bis man wieder eine Mitgliederversammlung einberufen konnte, so die Erklärung des Vorstandes. Beim Gründungsfest im kommenden Jahr, werden alle Hände gebraucht, so Seisenberger und man hofft auch auf die bewährte Unterstützung aus den örtlichen Vereinen. Seisenberger bat alle, die mithelfen können, sich bis Anfang Juni zu melden, dann soll ein Festauschuss mit Vorsitzendem für die nächsten Vorbereitungen gebildet werden. Erste Schritte sind schon gemacht, die Vorstandschaft hat bereits einen Rahmen erarbeitet, der sich am letzten Gründungsfest orientiere und Angebote für Zelt, Musik oder Brauerei eingeholt.

Vorarbeit für eine Vereinschronik wurden mit Unterstützung von Xaver Meindl bereits geleistet. An den Ortseinfahrten der Dorfstraße von Niederviehbach und Kirchberg kommend sollen Aufsteller auf die Festveranstaltung hinweisen. Wichtige Ehrungen, die aufgrund der Coronabeschränkungen ausfallen mussten und schon lange überfällig sind, sollen dann auch in einem würdigen Rahmen erfolgen. Auch wenn das Vereinsleben die letzten beiden Jahre ziemlich zum erliegen kam, so gratulierte man je nach dem, was die aktuellen Regelungen zuließen den Mitgliedern zu runden Geburtstagen und soweit möglich, war man mit Fahne bei Beerdigungen präsent. Mit Fahnenabordnungen beteiligte man sich am Bauernjahrtag, war zur Kreisversammlung in Dingolfing und in diesem Jahr beteiligte man sich Anfang April bei der Aktion Rama Dama. Seisenberger rief dazu auf beim Totengedenken inne zu halten. Insbesondere gedachte man den zuletzt verstorbenen Mitgliedern Adolf Schratzenstaller, Josef Haslbeck, Sebastian Füssl senior, Peter Seisenberger, Hans Aigner, Rosi Gottswinter und Robert Jahn. Da sich die Frage aufwarf, ob die Feuerwehrmitglieder bei Beerdigungen von Kameraden in Uniform oder zivil erscheinen sollten, will die Vorstandschaft es den Mitgliedern situationsbedingt überlassen, ob sie Uniform tragen oder nicht. Nach einer Stärkung mit dem beliebten Rehragout, gab Kommandant Josef Huber seinen Bericht. Bäume wurden von den Straßen geräumt, man hatte Einsätze bei Hochwasser in der Dorfstraße und der Walperstettener Straße, es gab Wasser in Häusern am Kellerberg und der Höll, man führte eine Rohrspülung durch und übernahm diverse Straßenabsicherungen. Weiter nahm man an den Versammlungen der Nachbarwehren teil, es gab Sitzungen der Kommandanten und der Gruppenführer und einen Einsatz in Bergsdorf und einen Unfall in Mühlen. Man nahm eine Elektroüberprüfung und eine Feuerlöscherprüfung vor, das Auto wurde gewartet und war 949 Kilometer unterwegs. Die 70 aktiven Feuerwehrleute hatten neun technische Hilfeleistungen zu bewältigen und neben der UVV-Schulung hatte man insbesondere mit der Jugend einige Abseilübungen absolviert. Aufgrund der letzten Erfahrungen soll mit Unterstützung der Gemeinde ein leistungsfähiger Notstromaggregat angeschafft werden. Im laufenden Jahr stehen der Wissenstest in Weigendorf, Leistungsabzeichen und Jugendleistungsabzeichen an, so Huber. Es sei dringend erforderlich, wieder alle Übungen wie Gerätekunde, Fahrzeugkunde und Funk durchzuführen, so der Aufruf von Huber. Durch die ausgefallenen Veranstaltungen hatte man keine großen Einnahmen in 2020 und 2021 und musste in beiden Jahren ein kleines Minus verbuchen, so das Fazit des ausführlichen Berichtes von Kassier Jakob Harlander. Einwandfreie Kassenführung bestätigte Max Sachsenhauser und beantragte die Entlastung der Vorstandschaft. Mit Markus Schmiedlkofer konnte man ein neues Mitglied willkommen heißen. Im Spätsommer will man die Mitglieder bei einer Informationsveranstaltung wieder auf den aktuellen Stand bringen, so Vorsitzender Seisenberger, der auch zum bevorstehenden Grillfest am 19. Juni einlud. Beteiligen will man sich auch am Volksfestauszug in Niederviehbach am 11. August und am Gründungsfest des TSV. Am 17. Dezember ist wieder eine Christbaumversteigerung geplant und eingeladen ist man auch zur Fahnenweihe der Feuerwehr Niederaichbach. Der Dank von Seisenberger galt der Gemeinde aber auch den vielen Helfern, die das ganze Jahr über bei verschiedensten Gelenheiten Hilfe leisten. Bürgermeister Birkner dankte den Aktiven für ihr Engagement das ganze Jahr über und freute sich über den guten Zusammenhalt in der Dorfgemeinschaft. Die richtige technische Ausstattung sei wichtig und daher stelle die Gemeinde auch gerne ein neues Aggregat zur Verfügung.

Kommandant Josef Huber

Auf große Resonanz stieß die Einladung der Gemeinde am Samstag zur Besichtigung des wohl ältesten Wohnhauses im Ort, dem Klosterrichterhaus oder Oberhaus der früheren Klosterverwalterfamilie Streber am Kirchenweg 3, welches bis zum Verkauf an die Gemeinde im Jahr 2017 zuletzt von der Familie Stapfner bewohnt wurde. Die Besucher kamen gleich zur Öffnung am Vormittag zahlreich und nutzten die Gelegenheit das markante und herrschaftliche Gebäude zu besichtigen. Die Schränke waren weit geöffnet und sämtlicher Hausrat war in Regalen und Tischen aufgebaut und konnte erworben werden. Von zehn Uhr vormittags bis um drei Uhr am Nachmittag waren Bürgermeister Johannes Birkner, Gemeinderäte und Helfer anwesend, um mit den Leuten ins Gespräch zu kommen und Anregungen und Ideen für eine künftige Nutzung des Hauses zu eruieren. Auf einem Tisch waren Vorschlagszettel ausgelegt, die in einem Korb gesammelt wurden.

Die Besucher konnten Vorschläge für die künftige Nutzung machen.

Bewirtet wurden die Gäste mit Kaffee und Kuchen, den man bei herrlichem Sonnenschein und wunderbarem Blick von der hoch gelegenen Terrasse über den Ort genießen konnte. Der eigentliche Kirchenweg führte durch den Klosterbauhof über eine sehr steile Treppe auf der Ostseite der Kirche direkt zum Friedhofseingang. Auf Wunsch des Klosters wurde dieser Aufstieg um 1950 weiter nördlich verlegt, sodass die Fischerei direkt angebunden war und der Klosterbauhof nicht mehr betreten werden musste. Vielen älteren Besuchern war das Haus auch noch als Arztpraxis von Dr. Stapfner bekannt, gleich im Eingangsbereich waren das Wartezimmer und das große Behandlungszimmer untergebracht. Aufgrund der Klostergründung im Jahre 1296 und der damit verbundenen stetigen juristischen Vertretung durch Richter und Amtsdiener, durfte an Stelle des heutigen Klosterrichterhauses bereits eine Vorgängerbehausung gestanden haben. In der  Hofmark Niederviehbach des Augustinerinnen-Klosters Niederviehbach wurde nämlich die „Niedere“ Rechtsprechung und die juristische Verwaltung durch einen Klosterrichter durchgeführt. Das jetzige Gebäude erscheint durch die Hanglage mit einem zwei Meter hohen südöstlichen Fundament um ein weiteres Stockwerk höher. Auf alten Stichen besteht die Bausubstanz der Aufstockungen aus massiven, handgehauenen Balken, die erst um 1960 mit Dämmplatten versehen und verputzt wurden. Im Dachgeschoß sieht man eine weitere Aufstockung, ebenfalls mit handgehauenen Holzbalken, die vermutlich um 1900 ausgeführt wurde. Dieser so gewonnene Raum diente zur Unterbringung von Dienstmädchen und war dann Stauraum für den Nachlass der streberischen Familie.

Ein weiterer einmaliger Hausteil ist eine überdachte Holzbrücke in den früheren Strebergarten, die über die Totengasse führt. Der heute neu bebaute Strebergarten war mit einer umfassenden Mauer eingefasst, mit einer großzügigen Terrasse gegen Süden ausgestattet und am südöstlichen Ende mit einem Eck-Pavillon versehen. Dieser diente als kleine Kapelle. Laut Erzählung wurde diese hauptsächlich vom Weihbischof von Streber, der meistens seinen Urlaub hier in Niederviehbach verbracht hatte, genutzt. Vor dem Verkauf der Klosterrealitäten wurde in diesem Garten eine Remise mit Pferdestallung und Kutscherwohnung erbaut. Als letzter Klosterrichter hatte Aloys von Streber die Abwicklung der Klosteraufhebung im Jahre 1803 auszuführen. Im Zuge des Verkaufs des Klostervermögens erwarb dieser die Klosterrealitäten Bauhof, Wockahof und Hattenhof mit dem Klosterrichterhaus und den sich im unteren Klostergarten befindenden drei kleinen Blockhäusern, dem Amtmann-, dem Gerichtsdiener- und dem alten Schulhaus. Fortan diente nun das Klosterrichter-Haus als Stammwohnung der Streberischen Familie, die aufgrund der vielfältigen Verdienste des Alois Strebers mit dem „Von -Titel“ geadelt wurde. Das Haus gelangte in den Jahren 1920-25 durch Erbe und Ablösung von Rechten der übrigen Miterben in den Besitz der Familie Stapfner. Sybille Stapfner (* 1913, + 1996) ließ die alte Tradition eines gemeinsamen Familienbesitzes wieder aufleben und vermachte das Oberhaus allen ihren Kindern. Die letzten Besitzer bis 2017 waren die Töchter Elisabeth, Sigrid und Silvia. Letztendlich gelangte nun das älteste Wohngebäude des Ortes in den Besitz der Gemeinde Niederviehbach und wartet jetzt auf eine neue, dem Gebäude angemessene Nutzung.