Volles Haus hatten die See-Schützen zur Mitgliederversammlung am Sonntagabend im Gasthaus zum See. Zu den vom Verein geschätzten, treuen Mitgliedern gesellten sich auch eine Reihe von jungen Mitgliedern. Gekommen war auch Gauschützenmeister Rainer Mücke, der auf die Bedeutung der Schützen für das Ortsleben einging und dazu aufrief, sich nicht unterkriegen zu lassen. Es war die erste, reguläre Jahreshauptversammlung zu der Bernhard Reif seit seiner Wahl zum Schützenmeister vor zwei Jahren begrüßen konnte. Unsicheren Zeiten ging man damals entgegen, die Zukunft des Vereins stand mit dem Verkauf des Herbergslokales mit den Schießständen auf dem Spiel und zudem mussten durch Corona der Schießbetrieb, Wettbewerbe und Meisterschaften vielfach ausfallen oder abgebrochen werden. Auch wenn die Rechenschaftsberichte für die Jahre 2020 und 2021 Lücken für sonst erfolgreiche und beliebte Veranstaltungen aufwiesen, zeigte sich deutlich, dass man die Zeit bestmöglich nutzte, um neue Konzepte und Visionen für die Zukunft zu entwickeln. Der Schießbetrieb ist durch Kauf und Betrieb des Herbergslokals zwar geklärt, aber dennoch hat man in einer außerordentlichen Mitgliederversammlung in der Viehbachhalle mit den Planungen für ein Schützenheim, die jetzt erstmal ruhen können, auch gleich die Grundlagen für die neue Sparte Bogenschießen gelegt. Die Vorbereitungen für die neue Anlage laufen und eine Arbeitsgruppe hat schon Besichtigungen unternommen und hatte bislang 20 Sitzungen.

Regelmäßig trafen sich Vorstand und Vereinsausschuss, sowie die Arbeitsgruppen Jugend und Sport. Wie immer auch möglich in Präsenz oder digital wurde getagt. Mit Hans Danner und Hans Lindner hatte man zwei neue Todesfälle zu beklagen, die man im Gedenken an die verstorbenen Mitglieder erwähnte. 2020 konnt man noch einen Kinderfasching und eine Messe für die verstorbenen Mitglieder, eine außerordentliche Mitgliederversammlung und das End- und Königsschießen abhalten. 2021 lud man zum „Drive in“-Grillfest, beteiligte sich am Volksfest to go des TSV, organisierte Eltern- und Jugendschießen und statt des Nikolausschießen eine Fackelwanderung. Wo und wie es ging, beteiligte man sich an den örtlichen Veranstaltungen und gratulierte persönlich, telefonisch oder per Karte den Mitgliedern zu runden Geburtstagen. Auch zwei Hochzeiten fanden statt, die der Verein begleitete. Die ganze Vorstandschaft nutzte Lehrgänge, Onlineseminare und Fortbildungen, auf die man auch künftig viel Wert legen will und für die Schützenmeister Bernhard Reif warb. „Jeder kann helfen“, so der Aufruf des Schützenmeisters, der gern noch mehr ehrenamtliche Trainer für die vielen Ideen des Vereins gewinnen möchte. Die Übernahme des Herbergslokales durch Carmen und Jörg Mey nutzten dann auch die langjährigen Herbergsleute Elfriede und Hans Ostermeier, um dem Verein und den Mitgliedern für die langjährige Treue mit Schnitzeln und Salaten zu danken, die sie zur Versammlung ausgaben. Während des Essens hatte Peter Dausend eine Bilderschau vorbereitet. Von der Erstellung immer neuer Hygienekonzepte, Training mit Abstand aber auch einem erfolgreichen End- und Königsschießen berichtete Sportwart Patrick Oberhauser und bat auch die älteren Mitglieder um Unterstützung der interessierten Jugend. Zu den Schießständen konnte man einen Nebenraum als Umkleide und Treffpunkt schaffen. Jugendwart Stefan Wagner berichtete von den trotz Corona ambititionierten Bemühungen um junge Mitglieder, die man mit elf Beitritten sogar übertroffen habe. Aktuell zählt der Verein 133 Mitglieder, davon sind 31 unter 26 Jahren. Auch die Zahl der Gesamtmitglieder konnte man in den vergangen Jahren deutlich steigern. Zwei Jahre musste man leichte Defizite in der Kasse verbuchen, so der Bericht von Kassier Florian Santner, der von Andrea Brandl unterstützt wird. Auch wenn der Verein solide aufgestellt ist, so will man in Zukunft vieles bewerkstelligen. Die Prüfer Peter Dausend und Gerhard Marchl konnten eine solide Kassenführung bestätigen: „Es wird mit Verstand investiert und der Verein wird auch nicht kaputt gespart.

Wir können mit gutem Gewissen sagen, es wird gut gewirtschaftet.“ Es sei schön zu sehen, dass in der Region eingekauft werde, der Verein schaue auf die regionale Wirtschaft, lobten die Prüfer und beantragten die Entlastung der Vorstandschaft. Bürgermeister Birkner war hocherfreut, dass es im Verein weiter gehe und die Schützen durch den Kauf des Gebäudes durch Erwin Duschl weiter eine Bleibe habe. Lobenswert sei auch die Jugendarbeit und der gute Zusammenhalt bei den Schützen. Eine Reihe von Mitgliedern konnte man für zehn- oder 20- und 30-jährige Treue zum Verein ehren. Für 40-jährige Mitgliedschaft erhielten Fred Sänger und Werner Antesberger senior eine Urkunde und das Vereinsabzeichen in Silber. 50 Jahre im Verein ist Erwin Schneider und Franz Inkoferer senior konnte für 60 Jahre Vereinstreue mit einer Urkunde und dem Vereinsabzeichen in Gold geehrt werden. Für über zehn Jahre besondere Verdienste an der Spitze des Vereins dankte man Werner Antesberger junior und Gerhard Marchl. Viel hat man den ehemaligen Herbergsleuten Elfriede und Hans Ostermeier zu verdanken und verabschiedete sie mit Geschenken und den besten Wünschen. Ehrungen des Gaus hatte auch Rainer Mücke im Gepäck, so für Andrea Oberhauser für 25 Jahre Mitgliedschaft BSSB. Die Ehrennadel in Silber für treue Mitarbeit und Förderung des Sportvereins überreichte er Wolfram Sterr, Gerhard Marchl, Andrea Brandl und Jörg Mey. Für seine Zuverlässigkeit wurde Fahnenträger Bernhard Antesberger mit dem Fahnenehrenzeichen in Silber ausgezeichnet. Unter der Leitung von Bürgermeister Birkner, Franz Inkoferer und Wolfram Sterr fanden die Neuwahlen statt. Gewählt wurden erster Schützenmeister Bernhard Reif und zweiter Schützenmeister Carmen Mey.

Ehrenschützenmeister ist Rudi Perzl. Schriftführer bleibt Kerstin Menacher, als Sportwarte wurden Patrick Oberhauser und Maximilian Dutzki gewählt und als Jugendwarte Stefan Wagner und Jörg Mey. Die Kasse führen Florian Oberhauser und Andrea Brandl, Kassenprüfer sind Peter Dausend und Elke Wagner, die Fahne tragen Bernhard Antesberger und Christian König. Als Jugendsprecher gewählt wurden Veronika Wagner und Vitus Inkoferer und als Beisitzer wurden Gerhard Marchl, Matthias Oberhauser, Petra Reif, Wolfram Sterr und Alois Brandl gewählt.

Leerrohre und Tunnelung – Gemeinde beschafft Schutzkleidung und spendet für Kinderkrankenhaus

Bauanträge stehen üblicherweise immer am Beginn der Sitzungen des Gemeinderates. Diesmal wurde als Novum kein Antrag eingereicht, dennoch hatte man gerade über den Baubereich intensive Diskussionen geführt. Mit einer Einbeziehungssatzung in der Oberen Au West, sollen zwei Grundstücke miteinbezogen werden, und damit für diese Baurecht, innerhalb der Baugrenzen geschaffen werden.

Geteilte Meinung gab es insbesondere zu einem Nachtragsangebot der ausführenden Baufirma Strabit im Baugebiet Kirchblick in Oberviehbach mit Kosten von knapp 6.000 Euro. Durch eine Tunnelung des Bordsteines soll der Boden bei verschiedensten Anschlüssen durch Versorger nicht jedesmal aufgegraben und gelockert werden. Erwin Duschl und Christian Seisenberger bezweifelten die Notwendigkeit dieser Maßnahme, da sie die neuen Baugrundstücke weiter verteuern würden.

Eine Weiterbelastung an die Vorteilsnehmer, also die Versorger, welche die Tunnelung für ihre Anschlüsse nutzen können, sei fraglich, ebenso, ob diese die Kostenersparnis weiter geben würden. Nach intensiver Dabatte, gab es dann im zweiten Anlauf eine dünne Mehrheit für die Annahme des Angebotes.

Analog zur Gemeinde Kröning will man auch mit dem Neubau des Geh- und Radweges von Oberviehbach nach Kirchberg ein Leerrohr bis zur Gemeindegrenze verbauen. Einigkeit bestand bei der Ersatzbeschaffung der Reifen für das Feuerwehrauto in Niederviehbach. Die Reifen sollen nach zehn Jahren zum Angebotspreis von 3.280 Euro erneuert werden. Da die Helme der Feuerwehr das Ablaufdatum erreicht haben bzw. nicht mehr zulässig sind und die Feuerwehr in der glücklichen Lage ist, neue Anwärter aufnehmen zu können, sollen Helme mit Schutzvisier für den THL-Einsatz, Schutzkleidung und Stiefel mit Kosten von 32.090 Euro angeschafft werden. Für die Feuerwehr Oberviehbach soll der Bedarf ebenfalls geprüft werden.

Wie Bürgermeister Johannes Birkner mitteilte, bekam die Gemeinde Zusage der KFW über Fördermittel in Höhe von 36.490 Euro für Planungskosten und den Rathausanbau als Neubau Effizienzgebäude 40 EE. Zur Sprache brachte Josef Dausend erneut die Hallendachsanierung der Viehbachhalle, für die man einen Planer brauche. Auch Ursula Tafelmayer fragte nach: „machen wir was oder nicht?“ Dies brachte eine erneute Diskussion über den Umfang der Sanierung. Während Dausend in der Erneuerung des Daches eine Minimallösung sah, betonte Gerhard Sachsenhauser die Notwendigkeit einer zeitgemäßen Elektrik für das Gebäude. Erwin Duschl gab zu bedenken, dass einmal angefangen, die Kosten immer größer werden und ob es nicht eine Alternative sei, noch abzuwarten und später komplett neu zu bauen. Stephan Fuchs verwies auf die bestehende Projektgruppe in der man sich bisher auf die Erneuerung von Dach und Fenstern einigte. Bei einer Sitzung im Juli will man weitere Schritte besprechen.

Katharina Czoppik regte an die Parkplätze an der Kirche zu markieren. Genau wie der Durchlauf am Wölflbach, den Gerhard Sachsenhauser zur Sprache brachte, soll dies im Bauauschuss besprochen werden. Der Funkmast in Eschlbach soll durch ein neues System erweitert werden, informierte Bürgermeister Birkner.

Aufgrund der Auslastung der Kindergartenplätze brachte Brigitte Maß eine Übernahme der Trägerschaft des Kindergartens durch die Gemeinde und weitere Stellenausschreibungen zur Sprache. Christian Seisenberger schlug vor, aufgrund der anhaltenden Schwierigkeiten bei der Personalsuche bei Erziehern die Konzepte der Betreuungszeiten zu überdenken. Manche Eltern könnten möglicherweise an einzelnen Tagen durch flexiblere Buchungen freie Zeiten für weitere Kinder ermöglichen.

Aufgrund der Auslastung der E-Ladesäule in der Schulstraße, schlug Josef Retzer vor, dort eine weitere Ladesäule und eine neue Säule in Oberviehbach ins Auge zu fassen. Weiter will er Vorschläge für eine Lüftungsanlage für die Mittelschule unterbreiten.

Nach dem großen Interesse am Hausflohmarkt der Gemeinde im „Stapfnerhaus“, der federführend von Ursula Tafelmayer und Katharina Czoppik organisiert wurde, schlugen die beiden vor, die Spenden die man für Kaffee und Kuchen erhalten hat, an das Kinderkrankenhaus St. Marien in Landshut weiter zu geben. Dabei war sich das Gremium schnell einig, die Spendensumme auf 500 Euro aufzustocken, da diese für die Anschaffung eines speziellen EEG-Gerätes zur ständigen Überwachung der Hirnaktivität eingesetzt werden soll. Das Gerät wird vor allem bei Säuglingen, die eine sehr schwere Geburt hinter sich haben, eingesetzt. So lässt sich feststellen, inwieweit das Gehirn belastet ist. Beispielsweise Krampfanfälle können dann frühzeitig therapiert werden.

Zwei Jahrzehnte ist das Pflegeheim Hinterkreuth unter der Trägerschaft von Dr. Löw, soziale Dienstleistungen. Das wurde am Samstag gefeiert. Für die Bewohner hatte man im schattigen Innenhof dekoriert und Plätze aufgebaut. Dazu lud man Angehörige, Freunde, die BRK-Senioren, dem Haus verbundene Personen und die ganze Bevölkerung ein. Gekommen waren auch Bürgermeister Johannes Birkner, Gemeinderat Josef Dausend, der die Gebäudlichkeiten schon als Kreisbrandmeister gut kennengelernt hat, sowie vom Hauptsitz des Trägers, Direktor Johannes Wirth und Bereichsleiter Klaus Meierhöfer. Einrichtungsleiterin Kathleen Graf gab einen historischen Rückblick über das idyllisch gelegene Gebäude, das 1969 eigentlich als Gastwirtschaft und Bauernhof erbaut wurde. 1980 wurde es vom damaligen Eigentümer als Einrichtung für Menschen mit psychischen Erkrankungen umfunktioniert und durch einen Anbau erweitert. Ein Bewohner wohnt ist schon seit dieser Zeit im Haus und verbringt sein Leben seit 39 Jahren in Hinterkreuth. Im Jahr 2002 übernahm Dr. Löw das Haus und betreibt neben der nahegelegenen Einrichtung „Seewiese“ in Wörth viele weitere Häuser in ganz Bayern. Das Haus Hinterkreuth bietet rund 50 Menschen mit chronisch psychischen Erkrankungen sowie älter werdende Menschen mit erhöhtem Pflegebedarf ein individuelles Betreuungs- und Pflegeangebot mit drei kleinen familiär gestalteten Wohnbereichen. Sieben Bewohner leben schon über 20 Jahre im Haus und wurden mit Blumen bedacht. Gabriele Kell organisiert mit viel Begeisterung Tages Strukturierende Angebote kurz TSA und hatte eine Vielfalt von alltagstauglichen Gegenständen aufgebaut, die auch erworben werden konnten. „Es ist ein Angebot für Menschen mit psychischen Erkrankungen, mit sinnvollen, ressourcenorientierten Tätigkeiten, den Alltag zu bereichern. Die Menschen sollen das Gefühl bekommen, einen Beitrag leisten zu können“, berichtete Kell von ihrer Tätigkeit und stellte auch die aus Holz und Schurwolle gefertigten Schafe vor, die auf die Namen Marlene und Jean getauft wurden. Das Haus kann dabei auf verlässliche Pflegekräfte zählen, die für Kontinuität und Vertrauen bei den Bewohnern sorgen. Kathleen Graf und die Mitglieder der Geschäftsleitung dankten den Mitarbeitern für ihren Einsatz. Elf Mitarbeiter sind seit der Übernahme des Hauses vor 20 Jahren im Dienst und konnten im Rahmen der Feier geehrt werden. Pater Roman betete für das Haus uns seine Bewohner und segnete die Räumlichkeiten. Nach dem Mittagessen wurde das Jubiläum ausgelassen gefeiert, es gab Kinderattraktionen und Hausführungen und eine Vorstellung der von den Bewohnern gefertigten Produkte. Ein Eiswagen war aufgebaut, es gab Kaffee und Kuchen, Süßes, Getränke und Musik.

Feuer trotzte dem Regen

Für das Sonnwendfeuer der BJB-Jugend machte der Regen am Freitag eine Pause. Nachdem die ersten Regenschauer nachgelassen hatten, füllten sich die Bänke im Freien und in den zwei aufgestellten Zelten am Sportplatz. Dazu hatten die Jugendlichen eine professionelle Verpflegungsmeile aufgebaut. Dass bei der letzten Mitgliederversammlung auch viele Neue dazu kamen, war deutlich zu sehen, denn viele BJB-Mitglieder in den Vereinspolohemden mit Namensaufdruck waren aktiv und bedienten die Gäste.  Die Kinder hatten ebenfalls ihren Spaß und nutzen den Spielplatz oder erfreuten sich am Hügel über dem Feuer. Es gab Würstchen, Grillfleisch und Salate und die Helfer waren gut vorbereitet. Die Gäste wurden zügig versorgt und der imposante, aufgetürmte Holzberg, den das ganze Dorf die Tage vorher aufgetürmt hatte, wurde sicherheitshalber etwas früher angezündet. Ein riesiges Feuer zeugte weithin von der Sommersonnenwende und auch aus der Umgebung kamen die Gäste. Zu späterer Stunde wurde auch die Bar gut frequentiert und es wäre nicht Oberviehbach, wenn die Party nicht bis in die frühen Morgenstunden gedauert hätte.

Das Sonnwendfeuer der BJB war wieder ein beliebter Treffpunkt
für Jung und Alt.

An wenigen Stellen im Markus-Rüb-Weiher bei Niederviehbach hat das Gesundheitsamt Blaualgen festgestellt. Badende sollten diese Stellen meiden. Der See wird nun engmaschig mit Kontrollen überwacht.

Nach Hinweisen aus der Bevölkerung wurden im Markus-Rüb-Weiher bei Niederviebach Untersuchungen auf Blaualgen durchgeführt und diese an wenigen Stellen mit Algenblüte nachgewiesen.

Einige Blaualgenarten können Giftstoffe (Toxine) bilden. Diese können durch Hautkontakt oder Verschlucken zum Beispiel allergische Reaktionen, Übelkeit, Fieber, Erbrechen und Durchfall bei Badenden hervorrufen. Blaualgen bzw. Cyanobakterien entwickeln sich vor allem bei hohem Nährstoffangebot während Schönwetter-Perioden oder im Hochsommer. Je nach Windrichtung werden sie an Seeufern auf der Wasseroberfläche zusammengetrieben und bilden dort Schlieren und Flocken.

Badende sollten solche Stellen meiden. Auch Hunde reagieren sehr empfindlich auf Blaualgen. Von Seiten des Gesundheitsamtes werden bis auf Weiteres engmaschige Kontrollen durchgeführt. Bei einer Zunahme der Blaualgen wird der Weiher gesperrt und es muss mit einem Badeverbot gerechnet werden.

32 Jahre im Dienst der Gemeinde

Seit über 30 Jahren arbeitet Centa Eisenreich in der Gemeindeverwaltung. Aufgabenschwerpunkte sind das Bauaumt, Beitragsrecht und Sitzungsangelegenheiten. Über viele Jahre begleitete sie dabei auch die Sitzungen des Gemeinderates und führte Protokoll.

Angefangen hat sie noch mit Diktiergerät und Schreibmaschine. Am Dienstag war sie zum letzten mal als Protokollführerin bei der Gemeinderatssitzung und erhielt dafür den Applaus des ganzen Gremiums.

Ab Juli wird sie das Leben im Ruhestand üben, so Bürgermeister Birkner frei nach Loriot und wünschte ihr schon jetzt alles erdenklich Gute und viel Freude beim „Ruhestand üben“. Sein Dank galt für das Engagement und die Zuverlässigkeit von Eisenreich. Birkner ging dabei auf so manche Erlebnisse ein, die man gemeinsam meisterte. Centa Eisenreich sei eigentlich unersetzbar und glänzt jeden Tag mit ihrem Fachwissen, so der Bürgermeister. Im Juli 1990 wechselte sie von einer großen Behörde in Landshut zur Gemeindeverwaltung und ihre Arbeit hat ihr auch immer Freude gemacht, sagt sie. Dabei habe sie auch immer gerne und mit großem Interesse Lehrgänge und Fortbildungen besucht. 1994 konnte sie den Angestellenlehrgang AL1 abschließen. Auch wenn sie im Schreiben besser sei als im Reden, so war es Centa Eisenreich dann zum Abschied doch wichtig, sich bei Bürgermeister Johannes Birkner, Geschäftsleiter Maximilian Sachsenhauser und dem ganzen Gemeinderat für den Rückhalt und die Unterstützung zu bedanken, „es war eine schöne Zeit.“ Eine ganz persönliche Bitte gab sie den Gemeinderäten dann auch mit auf den Weg: „Schafft eine Möglichkeit für altersgerechtes Wohnen“ – ich weiß wie lange Bauleitplanung dauern kann.

Die Dorfgemeinschaft beging am Sonntag, fast so wie in früheren Zeiten das Fronleichnamsfest mit Umzug und Gottesdienst.

Diesmal begann die Prozession bereits um halb neun Uhr, der Gottesdienst folgte im Anschluss. Eine gute Entscheidung im Hinblick auf die Temperaturen der letzten Tage. Denn das Mitgehen am Prangertag war auch heuer nicht zuletzt für die Senioren eine Selbstverständlichkeit, ungeachtet mancher Anstrengung. Auch war es erfreulich, dass schon viele Kinder um diese Uhrzeit, festlich herausgeputzt und mit Streublumen ausgestattet bereit waren das Ihrige dazu beizutragen. Fronleichnam, augenscheinlich ein Fest des Tragens: der Fahnen, Laternen, des Himmels, der Monstranz mit dem Allerheiligsten.bVor allem aber des Weitertragens des Glaubens und der christlichen Tradition. So ging man betend und singend und zum Klang der Viehbachtaler Blasmusik durch die geschmückten Straßen rund ums Dorf. An vier Altären, die die Anwohner in aller Frühe errichtet und geschmückt hatten, wurden die Evangelien gelesen und nach dem Segen setzte sich der Zug wieder in Bewegung zur nächsten Station, zum Schluss in Richtung Kirche zum feierlichen Gottesdienst, den Pater Adam und Diakon Brandl gemeinsam zelebrierten.

Die Blasmusik sorgte auch hier für die musikalische Umrahmung. In seiner Predigt ging der Pater auf alte Erzählungen und Wunder ein, die sich im Zusammenhang mit dem Allerheiligsten begeben haben. Zum Ende der Messe bedankte er sich herzlich bei allen Beteiligten, die dazu beigetragen haben, diese Feier so schön zu gestalten.

Um für ihre Kirchengemeinde zu beten und ein Zeugnis für ihren Glauben abzugeben, versammelten sich am Fronleichnamstag viele Gläubige am Kirchenparkplatz zur feierlichen Prozession. Um neun Uhr nahm man Aufstellung: zuerst die Ministranten mit dem Vortragkreuz und der Ministrantenfahne, dann die Ortsvereine, allen voran die KLJB. Vor dem Allerheiligsten in der Monstranz, die Pater Adam und Diakon Brandl trugen, streuten die kleinen Kinder und die diesjährigen Erstkommunikanten Blumen. Die kirchlichen und weltlichen Amtsträger begleiteten den „Himmel“. Den zweiten Teil des Zuges bildeten viele Gläubige, die jüngsten an der Hand der Eltern oder im Kinderwagen.

Wie jedes Jahr spielte die Viehbachtaler Blasmusik zum Umzug und später beim Gottesdienst. Zu den Teilnehmern der Prozession gehören hier auch traditionsgemäß die Dominikanerschwestern mit  ihren vietnamesischen Schülerinnen. Auch gibt es noch zwei Standbilder, die von Jugendlichen mitgetragen werden: die liebevoll geschmückten Herz-Jesu- und die Herz-Mariä-figur. Mit viel Engagement waren die Altäre bei den vier Stationen errichtet und mit  farbenfrohen Blumenteppichen versehen: beim Binderbräu, in der Fischerei, beim Klosterbauhof und am Kirchenvorplatz wurde das Evangelium gelesen, Fürbitten gebetet, gesungen und der Segen erteilt. Dazu salutierte die KSK jeweils mit Böllerschüssen. Die Teilnehmer versammelten sich nach dem Rundgang in der Kirche zum Gottesdienst, wo Pater Adam bei der Predigt eine Geschichte über den Hl.

Antonius erzählte, wie er seine Zeitgenossen von der Anwesenheit Jesu in der Hostie überzeugte. Zum Abschluss der Feier bedankte sich der Franziskaner bei allen Helfern für die Vorbereitungen und die Mithilfe bei der Prozession, sowie die Absperrung des Weges und lud zum anschließenden Pfarrfest ein.

Hochsommerliche Temperaturen herrschten am Sonntag, als die Freiwillige Feuerwehr zum Dorffest am Blaichberg einlud. Schon nach der Fronleichnahmsprozession kamen viele Gäste zum Garten vor dem Feuerwehrhaus und gegen Mittag waren alle Plätze belegt. Jede Menge freiwilliger Helfer standen am Grill, bei der Getränkeausgabe, am Kuchenbuffet, an den Spülbecken oder bedienten die Besucher. Schon im Vorfeld hatten sie Beilagen, sowie verschiedenste Salate vorbereitet und Kuchen gebacken, so dass es eine große Auswahl zu den Fleisch- und Wurstspezialitäten vom Grill gab. Auch nachmittags saß man gerne bei Kaffee und Kuchen oder einem Eiskafee zusammen. Hochzufrieden waren da auch die Verantwortlichen um Feuerwehrvorstand Christian Seisenberger und Kommandant Josef Huber. Für beide war es auch ein wichtiges Zeichen der Verbundenheit vor dem Gründungsfest, dass viele bei der Feuerwehr mit anpacken und auch die Dorfgemeinschaft durch den guten Besuch die Verbundenheit zur Feuerwehr zum Ausdruck brachte.

Am 09. Juli 2022 findet von 10-14 Uhr das erste Jugendforum im Landkreis Dingolfing-Landau statt. Dabei haben junge Menschen die Möglichkeit den Landkreis mit ihren Ideen und Vorschlägen zukunftsgerecht zu gestalten. Das Jugendforum bietet dabei die Möglichkeit gemeinsam mit Gleichaltrigen Visionen zu entwickeln und diese dann mit Landrat Werner Bumeder und Politikern, insbesondere Bürgermeister*innen und Jugendbeauftragten der Gemeinden zu diskutieren.

Eingeladen sind alle Jugendlichen ab der 6. Klasse mit Lebensmittelpunkt im Landkreis Dingolfing-Landau (Altersobergrenze 21 Jahre) sowie Bürgermeister*innen, Jugendbeauftragte der Gemeinden, Jugendverbände sowie Verantwortliche und Multiplikatoren in der Jugendarbeit. Die Anmeldung erfolgt per E-Mail an

koja@landkreis-dingolfing-landau.de  oder über die Jugendapp.

Anmeldeschluss ist der 5. Juli 2022.

Die Papiervordrucke sind ab sofort in der Gemeindeverwaltung erhältlich!

Wir möchten Sie allerdings bitten, wenn die Möglichkeit besteht, die Grundsteuererklärung digital einzureichen!
Die Formulare zum Ausfüllen am PC, sind bereits auf der Internetseite www.grundsteuer.bayern.de freigeschaltet.
Diese Formulare können nach dem Ausfüllen am PC ausgedruckt und unterschrieben,
ab dem 01.07.2022 beim Finanzamt eingereicht werden.
Sie würden durch das Ausfüllen am PC den Verwaltungsaufwand immens senken.
ACHTUNG: Diese Formulare dürfen nur am PC ausgefüllt werden, nicht handschriftlich!!

Weitere Informationen zur Grundsteuerreform:

Neuregelung der Grundsteuer

Für die Städte und Gemeinden ist die Grundsteuer eine der wichtigsten Einnahmequellen. Sie fließt in die Finanzierung der Infrastruktur, zum Beispiel in den Bau von Straßen und dient der Finanzierung von Schulen und Kitas. Sie hat Bedeutung für jeden von uns. Das Bundesverfassungsgericht hat die bisherigen gesetzlichen Regelungen zur Bewertung von Grundstücken für Zwecke der Grundsteuer im Jahr 2018 für verfassungswidrig erklärt. Der Bayerische Landtag hat am 23. November 2021 zur Neuregelung der Grundsteuer ein eigenes Landesgrundsteuergesetz verabschiedet. Von 2025 an spielt der Wert eines Grundstücks bei der Berechnung der Grundsteuer in Bayern keine Rolle mehr. Die Grundsteuer wird in Bayern nicht nach dem Wert des Grundstücks, sondern nach der Größe der Fläche von Grundstück und Gebäude berechnet.
Dazu folgende Flyer: Grundsteuerreform in Bayern und Wichtigste Fragen und Antworten.

Wie läuft das Verfahren ab?

Das bisher bekannte, dreistufige Verfahren bleibt weiter erhalten. Eigentümerinnen und Eigentümer müssen eine sog. Grundsteuererklärung abgeben. Das Finanzamt stellt auf Basis der erklärten Angaben den sog. Grundsteuermessbetrag fest und übermittelt diesen an die Kommune. Die Eigentümerinnen und Eigentümer erhalten über die getroffene Feststellung des Finanzamtes einen Bescheid, den sog. Grundsteuermessbescheid. Der durch das Finanzamt festgestellte Grundsteuermessbetrag wird dann von der Kommune mit dem sog. Hebesatz multipliziert. Den Hebesatz bestimmt jede Kommune selbst. Die tatsächlich nach neuem Recht zu zahlende Grundsteuer wird den Eigentümerinnen und Eigentümern in Form eines Bescheids, den sog. Grundsteuerbescheid, von der Kommune mitgeteilt. Den Grundsteuerbescheid erhalten Sie voraussichtlich in 2024. Die neue Grundsteuer ist ab dem Jahr 2025 von den Eigentümerinnen und Eigentümern an die Kommune zu bezahlen.

Was bedeutet die Neuregelung für Sie?

Waren Sie am 1. Januar 2022 (Mit-)Eigentümerin bzw. (Mit-)Eigentümer eines Grundstücks, eines Wohnobjekts oder eines Betriebs der Land- und Forstwirtschaft in Bayern? – Dann aufgepasst:

Um die neue Berechnungsgrundlage für die Grundsteuer feststellen zu können, sind Grundstückseigentümerinnen und -eigentümer sowie Inhaberinnen und Inhaber von land- und forstwirtschaftlichen Betrieben verpflichtet, eine Grundsteuererklärung abzugeben. Hierzu wurden Sie durch Allgemeinverfügung des Bayerischen Landesamts für Steuern am 30. März 2022 öffentlich aufgefordert. Für die Erklärung sind die Eigentumsverhältnisse und die tatsächlichen baulichen Gegebenheiten am 1. Januar 2022 maßgeblich, sog. Stichtag.

Was ist zu tun?

Ihre Grundsteuererklärung können Sie in der Zeit

vom 1. Juli 2022 bis spätestens 31. Oktober 2022

bequem und einfach elektronisch über ELSTER – Ihr Online-Finanzamt unter www.elster.de abgeben. Sofern Sie noch kein Benutzerkonto bei ELSTER haben, können Sie sich bereits jetzt registrieren. Bitte beachten Sie, dass die Registrierung bis zu zwei Wochen dauern kann. Sollte eine elektronische Abgabe der Grundsteuererklärung für Sie nicht möglich sein, können Sie diese auch auf Papier einreichen. Die Vordrucke hierfür finden Sie ab sofort im Internet unter www.grundsteuer.bayern.de, in Ihrem Finanzamt oder in Ihrer Gemeinde. Bitte halten Sie die Abgabefrist ein.

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Sie sind steuerlich beraten?

Selbstverständlich kann die Grundsteuererklärung auch durch Ihre steuerliche Vertretung abgegeben werden.

Sie haben Eigentum in anderen Bundesländern?

Für Grundvermögen sowie Betriebe der Land- und Forstwirtschaft in anderen Bundesländern gelten andere Regelungen für die Erklärungsabgabe als in Bayern. Informationen finden Sie unter www.grundsteuerreform.de.

Sie benötigen weitere Informationen oder Unterstützung?

Weitere Informationen und Videos, die Sie beim Erstellen der Grundsteuererklärung unterstützen sowie die wichtigsten Fragen rund um die Grundsteuer in Bayern finden Sie online unter www.grundsteuer.bayern.de. Bei Fragen zur Abgabe der Grundsteuererklärung ist die Bayerische Steuerverwaltung in der Zeit von
Montag bis Donnerstag von 08:00 – 18:00 Uhr und Freitag von 08:00 – 16:00 Uhr auch telefonisch für Sie erreichbar: 089 – 30 70 00 77.
In Bayern gilt es, rund 6,3 Mio. Feststellungen zu treffen – bitte sehen Sie aufgrund der Menge der zu bearbeitenden Grundsteuererklärungen von Rückfragen zum Bearbeitungsstand Ihrer Grundsteuererklärung ab.

Hängen die Grundsteuerreform und der Zensus 2022 zusammen?

Das Bayerische Landesamt für Statistik führt in 2022 einen Zensus mit einer Gebäude- und Wohnungszählung durch. Die Grundsteuerreform und der Zensus sind voneinander unabhängig. Weitere Informationen zum Zensus finden Sie unter www.statistik.bayern.de/statistik/zensus.

Gemeinde macht Weg frei für Bogenschießanlage – Reicht der Platz im Kindergarten?

Um den Bebauungsplan „Auenfeld“ ging es in der Sitzung des Gemeinderates. Konkret um das Gebiet, neben dem Skaterplatz, in dem der Schützenverein zum See eine Bogenschießanlage errichten will. Ins Rollen kam das Projekt aufgrund der zunächst unsicheren Situation der Schießanlagen der Schützen im Vereinsgasthaus. Nachdem es im Vereinslokal eine Fortsetzung gibt, geht es jetzt in erster Linie um eine Bogenschießanlage, welche der Verein errichten will. Um die planungsrechtlichen Grundlagen dafür zu schaffen, muss der Gemeinderat den Bebauungsplan für dieses Gebiet, entsprechend ändern. Keine Stellungnahmen oder keine Einwände dazu gab es von sämtlichen Trägern öffentlicher Belange. Auch die Lärmbelästigung, die durch Bogenschießen ausgeht, wird vom Landratsamt als gering eingestuft. Weit höher als durch das Bogenschießen selbst, sieht man die Belastungen durch Autos, durch Parken und an- und abfahrenden Verkehr. Befürchtungen durch erhöhtes Verkehrsaufkommen und parkende Fahrzeuge sehen auch die Anlieger. Geprüft werden soll daher jetzt eine Zufahrt direkt von der Isarstraße mit Parkplätzen auf der Ostseite.

Die von Brigitte Maß schon mehrfach angesprochene Frage der Kapazitäten im Kindergarten, wurden erneut von zweitem Bürgermeister Simon Hackl angesprochen. Neben der Frage, ob das Personal für die Nachfrage nach Betreuungsplätzen künftig reichen wird, stellt sich dann auch die Frage, ob die räumlichen Verhältnisse mit den Erfordernissen der kommenden Jahre Schritt halten können.

Um die Funktionsfähigkeit des Regenrückhaltebeckens in Eschlbach zu erhöhen, sollen auf Kosten des Planungsbüros BBI zwei zusätzliche Schienen eingebaut werden.

Lob gab es von Stephan Fuchs und Bürgermeister Birkner für die Organisation des Hausflohmarktes im Stapfnerhaus, der insbesondere von Ursula Tafelmayer und Katharina Czoppik durchgeführt wurde