Nach zwei Jahren coronabedinger Unterbrechung galt es heuer für Tanja Lange von der Gemeindeverwaltung, wieder Veranstalter und ehrenamtliche Betreuer für das Sommerferienprogramm zu motivieren und gewinnen, um an die vielfältigen Angebote früherer Jahre anknüpfen zu können. Die Arbeit hat sich gelohnt, mit 63 Einzelveranstaltungspunkten hatte man sogar die Veranstaltungszahl von 2019, mit damals 62 Aktivitäten, überboten. Teilweise konnte man an jedem Ferientag aus verschiedenen Angeboten auswählen. Möglich sei dies nur durch den Einsatz und die vielen Ideen von einer Vielzahl von Veranstaltern und den dahinter stehenden Personen und den zusätzlichen Betreuern, die sich freiwillig und ehrenamtlich bereit erklären diese verantwortungsvolle Aufgabe zu übernehmen und sich viel Zeit dafür nehmen, so Lange, die das Ferienprogramm alljährlich im Rathaus koordiniert. Attraktive Angebote für die Kinder anzubieten bedeute viel Arbeit bei der Vorbereitung und vollen Einsatz bei der Durchführung. Dass die meisten Programmpunkte voll ausgebucht oder oftmals nur ein Restplatz frei bleibe, zeuge von der Attraktivität und Kreativität, welche die Beteiligten an den Tag legten, so der Dank von Lange und Bürgermeister Johannes Birkner. Über 800 Buchungen konnte man verzeichnen. Als Anerkennung für das Engagement im Ferienprogramm lud die Gemeinde alle Beteiligten jetzt zu einem Dankesessen in das Restaurant „Da Enzo“ ein. Auch die Pizzeria war im Ferienprogramm aktiv. Bürgermeister Johannes Birkner sprach der mithelfenden Dorfbevölkerung seinen Respekt und seinen Dank dafür aus, dass sie mit ihren Ideen und viel Einsatz den Kindern des Ortes schöne Ferien ermöglichen. À la carte konnten sich alle Beteiligten ihr Lieblingsgericht auswählen und man verbrachte gemütliche Stunden, besprach die Erlebnisse und machte sich schon so manche Gedanken für das nächste Jahr. Tanja Lange ermutigte dabei alle, im nächsten Jahr wieder mit dabei zu sein und unterstützt auch all jene, die selbst neu im Ferienprogramm aktiv sein möchten oder sich als Betreuer zur Verfügung stellen können. Für alle Fragen und Informationen steht Tanja Lange im Rathaus unter der Telefonnummer 08702/9486127 oder per E-Mail unter: tanja.lange@niederviehbach.de gerne bereit.

Am Sonntag beging der Bauernverein seinen herkömmlichen Jahrtag. Nach dem Weißwurstessen im Feuerwehrhaus zog man mit der Viehbachtaler Blaskapelle und den Fahnenabordnungen von Bayerischer Jungbauernschaft BJB, Feuerwehr, Frauenbund und Krieger- und Soldatenkameradschaft, dem Obst- und Gartenbauverein und dem Patenverein aus Oberaichbach, vielen Mitgliedern und dem Verein verbundenen Bürgern zum Gottesdienst. Pater Adam zelebrierte die Messe, welche vom Chor Mosaik feierlich umrahmt wurde. Im Anschluss traf man sich zum Gebet und zum Gedenken an die Verstorbenen am Kriegerdenkmal. Bei der Zusammenkunft im Feuerwehrhaus konnte Vorstand Anton Huber auch Ehrenvorstand Matthias Jahn, Ortsbäuerin Margit Bauer, Bürgermeister Johannes Birkner, Gemeinderat Josef Retzer und weitere Ehrengäste willkommen heißen. Beim Totengedenken erinnerte man insbesondere an die im vergangenen Jahr verstorbenen Mitglieder Georg Mitterbiller, Paula Pollner und Johann Daffner. Gemeinsam wurde traditionsgemäß die Bayernhymne angestimmt. Kassier Andreas Geigenberger hatte im vergangenen Jahr ein Minus zu verbuchen, das durch die Rücklagen ausgeglichen wurde. Kassenprüfer Josef Huber bestätigte eine einwandfreie Kassenführung und beantragte die Entlastung von Kassier und Vorstandschaft. In seinem Rückblick erwähnte Huber die Teilnahme an verschiedenen Veranstaltungen, insbesondere bei den Gründungsfesten der Feuerwehr Niederviehbach, sowie des TSV und acht Mitglieder, denen man zu runden Geburtstagen gratulieren konnte. Nicht verhelen wollte Huber seinen Ärger darüber, dass die EU den Wald nicht länger als nachwachsenden Rohstoff bezeichnen will. Keine Partei habe sich dagegen gestellt, so Huber. Kritik gab es auch an Bundesumweltministerin Lemke. In seinen Grußworten bezeichnete Bürgermeister Birkner die Landwirtschaft als eines der wichtigsten Elemente für die Ernährung, wichtigen Wirtschaftsfaktor und unersetzlich bei der Landschaftspflege. Neben der Lebensmittelproduktion sei auch die Energieerzeugung durch die Landwirtschaft hervorzuheben. Der Bauernverein sei für den Austausch unter den Landwirten wichtig. Nachdem sich Margit Bauer um die Vereinskleidung der weiblichen Mitglieder gekümmert hat, schlug sie auch für die Männer einheitliche Hemden mit Bestickung vor, ein Vorschlag der auf breite Zustimmung stieß. Erfreut war man über die Beitritte von Christin Daffner, Anna Holzner und Markus Bauer. Huber dankte allen für die Teilnahme, für das Kuchenbacken, den Fahnenträgern, den Wirtsleuten und der Jungbauernschaft für das Schmücken des Altares. Beim Gründungsfest der Feuerwehr Oberviehbach im nächsten Jahr will man die Zeltwache übernehmen. Am 5. November plant man wieder ein Weinfest. Mit einem gemeinsamen Mittagessen, sowie Kaffee und Kuchen ließ man den Tag ausklingen.

Am Samstag fand in Niederviehbach die Bayerische Jungendleistungsprüfung im Rahmen des 26. Kreisfeuerwehrjugendtag statt. Auch von der Feuerwehr Niederviehbach konnten 18 Mitglieder im Alter zwischen 14 und 18 Jahren teilnehmen. Die Jugendleistungsprüfung wurde bereits 1983 durch das bayerische Innenministerium eingeführt. Prüfungsbestandteile sind fünf Einzelübungen, fünf Truppübungen und eine theoretische Prüfung. Dabei werden feuerwehrübliche Aufgaben wie zum Beispiel Anlegen eines Mastwurfs oder Brustbundes sowie das Kuppeln von Saugschläuchen geprüft. Die Feuerwehren Nieder- und Oberviehbach sind sehr stolz darauf, dass bei der Abnahme der Leistungsprüfung vom Inspektionsbereich Dingolfing von in Summe 100 Jugendlichen 18 aus Niederviehbach und 2 aus Oberviehbach teilnahmen. Alle Teilnehmer der Gemeinde schlossen mit gutem Ergebnis ab. Unter der Leitung von Ausbilder Josef Daffner wurden die Teilnehmer auf das Jugendleistungsabzeichen vorbereitet. Dabei unterstützt wurde er von Marcel Ederer, Martin Graschtat und Erich Reuter. Ein großer Dank ging dann natürlich an die Ausbilder und Helfer, welche die Jugend so gut auf diesen Tag in vielen Übungsstunden vorbereitet. Die Vorstandschaft dankte zum Abschluss der Veranstaltung insbesondere den vielen freiwilligen Helfern, die es ermöglichten, die Jugendleistungsprüfung in der Gemeinde stattfinden zu lassen. Auch die Feuerwehren Oberviehbach, Weigendorf, Loiching und Dornwang unterstützten die Veranstaltung mit Material und Personal.

Die Motivation junger Leute für den Feuerwehrdienst ist ungebrochen, nach zwei Jahren Unterbrechung konnte heuer der 26. Kreisfeuerwehrjugendtag wieder stattfinden. Aufgrund der hohen Anmeldezahlen von Feuerwehranwärtern zu den dabei stattfindenden Leistungprüfungen gab es für die Inspektionen Landau und Dingolfing je eine eigene Veranstaltung. Am Samstag kamen 101 Jugendliche aus 19 Feuerwehren des westlichen Landkreises nach Niederviehbach, wo man ideale Bedingungen für die Austragung hatte. Kreisbrandrat Josef Kramhöller konnte dazu auch Persönlichkeiten aus Politik und Wirtschaft begrüßen, welche dem Dienst an den Menschen einen großen Stellenwert einräumten. Alle Teilnehmer bestanden die zehn praktischen Teile und die Theorie mit guten Ergebnissen. Für Kramhöller ein Verdienst auch der Kommandanten und Jugendwarte, welche die Nachwuchskräfte zu einem hohen Ausbildungsstand motivieren und anleiten. Zusammen mit den Kreisbrandmeistern übernahmen sie den Schiedsrichterdienst an den Stationen. Den erfolgreichen Nachwuchskräften, darunter auch ein beachtlicher Anteil Frauen, übergab man die Leistungsabzeichen in Form der Jugendspange und ein Erinnerungsgeschenk. (Ausführlicher Bericht im Lokalteil)

Das ehrenamtliche Engagement in den Feuerwehren erfordert nicht nur viel Einsatzbereitschaft bei Bränden und zahlreichen technischen Hilfeleistungen, sondern auch intensive Ausbildungen und die Teilnahme an regelmäßigen Übungen. Die Kommandanten und Jugendwarte waren weiter erfolgreich, bei der Gewinnung von Nachwuchskräften für den Feuerwehrdienst. Mit 14 Mädchen und 87 Burschen konnte Kreisbrandrat Josef Kramhöller am Samstagvormittag über 100 Jugendliche und ihre Kommandanten und Ausbilder aus 19 Feuerwehren der Inspektion Dingolfing zum 26. Kreisfeuerwehrjugendtag in der Viehbachhalle willkommen heißen. Aufgrund der zahlreichen Anmeldungen hatte man für die Inspektion Landau bereits vor zwei Wochen in Eichendorf eine Veranstaltung mit 116 Teilnehmern abgehalten, so dass sich landkreisweit 217 Prüfungsteilnehmer der Bayerischen Jugendleistungsprüfung unterzogen. Mit Ihrer Teilnahme unterstrichen auch Bundestagsabgeordneter Max Straubinger, Landrat Werner Bumeder und eine Reihe von Bürgermeistern die Bedeutung des Einsatzes in den Feuerwehren. Unterstützt wird der Feuerwehrjugendtag seit über 25 Jahren von der Sparkasse Niederbayern Mitte, deren Direktor Walter Strohmeier auch diese Veranstaltung mit 1.000 Euro unterstützte und dies voll Überzeugung mache, so Strohmeier in seinen Grußworten. Es sei eine wichtige Wertschätzung der Feuerwehrler für deren Dienst am Bürger. Kramhöller dankte der Gemeinde und der Feuerwehr Niederviehbach mit ihren unterstützenden Wehren für die Vorbereitung und Organisation. Die Räumlichkeiten und Außenanlagen seien ideal als Austragungsort des zentralen Jugendtages, den Kramhöller als Highlight der Jugendarbeit bezeichnete. Bürgermeister Johannes Birkner dankte allen Dienstgraden für die Motivation der jungen Leute zum ehrenamtlichen Einsatz und gab seiner Hoffnung Ausdruck, dass es nie einen Personalmangel bei der Feuerwehr geben möge. Seinen Respekt zollte auch Landrat Werner Bumeder den Jugendlichen. Die Leistungsprüfung sei auch wichtig zum Kennenlernen anderer Feuerwehrleute. Ein gleicher Ausbildungsstand aller Feuerwehren im Landkreis sei für gemeinsame Einsätze wichtig. Der Landkreis habe gute Zukunftsaussichten, so MdB Max Straubinger. Demokratie und Gesellschaft könnten nur funktionieren, wenn es gesellschaftlichen Einsatz gebe. Das größte Engagement junger Leute sei nach seiner Erfahrung bei den Feuerwehren zu verzeichnen und dies sei Dienst und Hilfe für die Menschen. Einer Diskussion über ein verpflichtendes Gesellschaftsjahr erteilte Straubinger eine Absage. Freiwilligkeit und Engagement seien wichtig. Nach einem Gruppenfoto und der Einteilung von je zwei Schiedsrichtern aus Kreisbrandmeistern und Kommandanten für die acht Prüfungsgruppen, unterzogen sich die Feuerwehranwärter der Bayerischen Jugendleistungprüfung, die aus zehn praktischen Übungen mit fünf Einzelübungen und fünf Truppübungen, sowie einer theoretischen Prüfung bestand. Routiniert gingen die Teilnehmer mit den Schiedsrichtern an die Stationen und ortsübergreifend konnten die Prüfer auch so manche Tipps weitergeben. Das Ergebnis konnte sich sehen lassen. Alle Teilnehmer haben bestanden, konnte Kramhöller nach dem Mittagessen, das die Gemeinde ausgegeben hatte, verkünden. 15 Teilnehmer sogar mit null Fehlerpunkten. Die Jugendlichen haben viel geübt und konnten somit gute Ergebnisse erzielen, freute sich Kramhöller bei der Übergabe der Leistungsabzeichen zu dem es auch ein Erinnungsgeschenk gab. Der Dank des Kreisbrandrates galt allen, die schon im Vorfeld für die Ausbildung und Vorbereitung der Prüfungsteilnehmer gesorgt hatten und allen Helfern die zum guten Gelingen des Jugendtages beigetragen haben. Der Kreisbrandrat bedankte sich bei der BMW AG, die ebenfalls diesen Jugendtag finanziell unterstützte.

Ein Blackout ist ein länger andauernder, meist überregionaler Strom-, Infrastruktur- und Versorgungsausfall. Regionale Ausfälle können häufig nach Stunden behoben werden, überregionale Ausfälle erst nach einigen Tagen.
Davon zu unterscheiden sind kurzzeitige Störungen (10 bis 15 Minuten) in der Stromversorgung.

Für mehr Infos können Sie sich gerne folgenden Flyer downloaden.

Informationen zum Thema Demenz gab Petra Reif, Vorsitzende der Alzheimer Gesellschaft Landshut e. V. am Samstag im Foyer der Viehbachhalle. Sie versuchte dabei den Interessierten, die Erlebniswelt der Betroffenen näher zu bringen. Der Vortrag diente als Auftaktveranstaltung für den im Rahmen der Demenzwochen angebotenen Demenzparcours des Landratsamtes Dingolfing-Landau. Organisiert wurde dieser von den Seniorenbeauftragten der Gemeinde Katharina Czoppik und Brigitte Maß, zusammen mit Manuela Lustig von der Kontaktstelle des Landratsamtes für Seniorenarbeit. Katharina Czoppik konnte bei dazu auch ersten Bürgermeister Johann Birkner und seinen Stellvertreter Simon Hackl willkommen heißen. Auch Liesbeth Sterr von der BRK Seniorengruppe konnte man als Multiplikatorin begrüßen.  Johann Birkner betonte die Wichtigkeit des Themas ein. Es sei gut und wichtig, sich darüber zu informieren und er freue sich darüber, Petra Reif auch als Bürgerin des Ortes zu wissen. Im Vortrag ging Reif zunächst allgemein auf die Erkrankung Demenz ein und wie diese diagnostiziert und erkannt werden kann. Dabei brachte die Referentin immer wieder gut verständlich und lebendig veranschaulichte Beispiele aus dem Alltag mit Menschen mit Demenz, um die Thematik noch besser zu vermitteln. Der Hauptteil des Vortrages ging auf die Erlebniswelt von Menschen mit Demenz hin. Durch die Erkrankung Demenz werden zunehmend die kognitiven – also geistigen Fähigkeiten beeinträchtigt und somit ein selbständiges Leben immer weniger, bis hin zu nicht mehr möglich. Im Verlauf einer Demenz werden das Kurzzeitgedächtnis, Orientierung, Auffassungsvermögen, Urteilsvermögen, Logik und auch die Fähigkeit sich mitzuteilen zunehmend gestört. Aus diesem Grund empfinden Menschen mit Demenz ihr Umfeld, dass inzwischen sehr schnelllebigen Leben, als teilweise bedrohlich und unsicher. Im Vortrag wurde den Teilnehmern gekonnt ein Perspektivenwechsel vor Augen geführt, mit dem sie sich ein wenig in die Situation und Gewühls Welt von Menschen mit Demenz versetzten konnten.

Im Anschließenden Besuch des Demenz Parcours, der auf 12 Stationen die alltäglichen Hürden für Menschen mit Demenz simulierte, wurde das Verständnis bei den Teilnehmenden für Menschen mit Demenz gestärkt.

Demenz geht uns alle etwas an – aufgrund des demografischen Wandels und der Tatsache, dass noch nicht erforscht wurde, wie eine dementielle Erkrankung vermieden werden könnte. Umso wichtiger ist es für das Umfeld aus Angehörigen, Freunden und Bekannten aber auch der ganze Gesellschaft sich mit Informationsveranstaltungen zum Thema Demenz zu Informieren und so den Betroffenen Menschen mit Verständnis zur Seite stehen zu können.

das Bayerische Landesamt für Statistik hat den gesetzlichen Auftrag, alle fünf Jahre die Einkommens- und Verbrauchsstichprobe (EVS) durchzuführen. Die Daten der EVS zeigen, wofür die Menschen in Deutschland ihr Geld ausgeben. Gerade vor dem Hintergrund steigender Energiekosten und Kraftstoff- sowie Lebensmittelpreise ist eine aktuelle Datengrundlage zum Konsumverhalten von Privathaushalten für politische und gesellschaftliche Entscheidungen notwendig.

Das Kernstück der EVS bildet das Haushaltsbuch, in dem die Haushalte der Stichprobe drei Monate lang ihre Einnahmen und Ausgaben notieren. Für die Teilnahme an der Befragung erhalten die Haushalte eine Prämie von mindestens 100 Euro. Die Ergebnisse der EVS liefern der Bundesregierung wichtige Daten z. B. für den Armuts- und Reichtumsbericht und bilden die Grundlage zur Berechnung des neuen Bürgergelds.

Da die Teilnahme freiwillig ist, sind zahlreiche Werbemaßnahmen notwendig, um genügend teilnahmebereite Haushalte zu gewinnen. Aus diesen wird dann eine repräsentative Stichprobe von 13 000 Haushalten in Bayern gezogen. Ihre Gemeinde stellt dabei eine wichtige Schnittstelle zur Bevölkerung dar, deshalb möchten wir Sie um Unterstützung bitten!

Mehr Infos unter:

https://www.statistik.bayern.de/presse/mitteilungen/2022/pm291/index.html

und unter

www.evs2023.de .


Gemeinderat diskutiert über Rathauserweiterung – Aktuelle Einwohnzahlen

Die aktuellsten Einwohnerzahlen der Gemeinde gab Bürgermeister Johannes Birkner im Rahmen der letzten Gemeinderatssitzung mit 2 727 Einwohnern zum Stand 30. Juni 2022 bekannt. Damit ist Niederviehbach nach Gottfrieding weiter die zweitkleinste Gemeinde im Landkreis. Weiter befasste man sich auch mit der Situation der Schülerzahlen bzw. der Gewährung von Gastschulanträgen auswärtiger Schüler für die örtliche Mittelschule. Wie Birkner informierte, habe er sich in dieser Sache an die Staatsminister Michael Piazolo und Hubert Aiwanger gewandt. Eine aktualisierte Planung für die Erweiterung es Rathauses stellten Architekt Markus Eichenseher und Ingenieur Markus Dimitrijevic dem Gemeinderat vor. Diese beinhaltet ein größeres Trauzimmer als die letzte Planungsvariante und vier neue Büros. Zu den Kosten des Bauwerkes von 415 000 Euro kommen Kosten für den technischen Ausbau von 220 000 Euro und weitere Kosten für Änderungen beim Bestand, für die Außenanlagen, Büroausstattung und Baunebenkosten. Die aktuelle Kostenschätzung für das Projekt bezifferte der Planer mit 860 000 Euro.

Josef Retzer erinnerte dabei an die Beschlüsse der Arbeitsgruppe, welche Lüftung aber keine Klimatisierung vorgesehen hatten und schlug Alternativen wie Beschattung oder Raffrollos vor. Weiter forderte er Konzepte beispielsweise für die Bedachung, die auf den Altbestand übertragen werden konnten. Unterstützung bekam er dabei von Ursula Tafelmayer und Simon Hackl. Tafelmayer stellte dabei die Erweiterung komplett in Frage. Sie findet das Projekt zu groß. Die ursprüngliche Kostenschätzung im Jahr 2020 lag nach ihren Angaben bei 470 000 Euro.

Insbesondere vor der unsicheren Zukunft der Mittelschule wollte sie über Alternativen nachdenken. Eine Vorentscheidung sah auch Erwin Duschl für das Stapfnerhaus. Auch hier sei ein Trauungszimmer geplant. Er warf die Frage einer kleineren Variante auf. Dem entgegnete Brigitte Maß, dass die Kosten auch in Zukunft nicht weniger würden. Eine Entscheidung wurde vorerst vertagt. Eine Diskussion über einen größeren Kinderspielplatz am Gemeindezentrum stieß der Jugendbeauftragte Josef Daffner an. Hier möchte man erst mal die derzeit für alle freie Nutzung des ehemals dritten Tennisplatzes beobachten.

Am Samstag legten 23 Feuerwehrleute ihre Leistungsprüfung in der technischen Hilfeleistung ab. Coronabedingt konnte in Niederviehbach die letzte Leistungsprüfung 2019 durchgeführt werden, die Prüfung dient der Vertiefung und dem Erhalt der Kenntnisse im Umgang mit Geräten und Fahrzeug im Rahmen der Personenbefreiung im technischen Hilfeeinsatz. Die Prüfung wird Truppweise abgenommen, so ist nicht nur die Einhaltung der vorgegebenen Zeit ein Kriterium sondern auch die Zusammenarbeit und Leistung als Gruppe. Eine gründliche Ausbildung jedes einzelnen Teilnehmers ist eine wichtige Voraussetzung für die Teilnahme an der Leistungsprüfung. Die Leistungsprüfung kann nacheinander in sechs Stufen abgelegt werden, Umfang und Schwierigkeitsgrad werden von Stufe zu Stufe gesteigert. Die Prüfer Kreisbrandinspektor Helmut Huber, Kreisbrandmeister Jürgen Schachtner sowie die Schiedsrichter Sebastian Wimmer aus Frontenhausen und Hans Klostermeier, Kommandant aus Puchhausen, nahmen die Prüfung am Samstagvormittag im Schulhof der Mittelschule in Niederviehbach ab. Im Anschluss durften folgende Abzeichen verliehen werden: Stufe 1: Ederer Marcel, Feicht Tobias, Stöger Stefan, Wallner Markus, Eichenseher Hannah, Greiler Thomas, Haider Jonathan, Haider Simon, Köndl Lukas, Nikolaus Lea, Pill Romina, Stufe 2: Färber Tobias, Scholz Florian; Stufe 3: Schmiedek Tobias, Pritscher Robert, Zitzelsberger Joachim, Stufe 4: Gürtner Markus, Santner Florian. Stufe 5: Simbeck Sebastian, Waitl Theresa, Zitzelsberger Stefanie und Stufe 6: Josef Neumeier, Pill Eduard. Der Dank der Teilnehmer und Prüfer galt abschließend den Gruppenführern und Helfern, die in zahlreichen Übungsstunden die Teilnehmer auf die Prüfung vorbereitet hatten.


Über 50 Pilzarten entdeckt – Mit dem Experten unterwegs

Der Andrang war groß, und so machten sich 30 Schwammerlinteressierte bei herrlichem Wetter auf zu einem Streifzug durch den herbstlichen Wald. Organisiert von der Ortsgruppe Niederviehbach des Bund Naturschutz stand Pilzsachverständiger Franz Meindl den Naturbegeisterten unterstützend zur Seite und erklärte die Unterscheidungsmerkmale der ähnlichen Arten. Schwerpunkt waren essbare Pilze. Über 50 verschiedene Pilzarten konnten so sicher bestimmt werden. Einführend stellte Meindl die für das Pilze sammeln notwendige Ausrüstung vor: Ein Korb sei zweckmäßig. Plastiktüten seien nicht sinnvoll. Da Pilze Feuchtigkeit abgeben, werden sie in Tüten matschig.

Der Pilzsachverständige hatte auch einen Plastikbehälter dabei, so wie ihn Angler für ihre Ausrüstung schätzen. In dieser Box kann man empfindliche Arten schützen und auch Pilze zur Nachbestimmung transportieren. Unbestimmte Pilze sollte man nämlich nicht mit den sicher bestimmten essbaren Arten zusammen aufbewahren. Ein normales Taschenmesser reiche aus, aber Profis hätten oft ein Messer mit einer Bürste am Griff zur Reinigung der Pilze. Und dann sollte man immer ein gutes Bestimmungsbuch dabeihaben, so könne man vor Ort schon wichtige Arten erkennen. Zweckmäßig sollte auch die Kleidung sein. Gummistiefel und Hose über die Stiefel oder Socken über die Hose würden bei der Zeckenabwehr helfen, so der Fachmann.

Schon am Wegrand wurde man fündig. Der erste gefundenen Pilz war ein Schopftintling, Junge Exemplare, die noch durchgehend weiß sind, können gesammelt und gegessen werden. An diesem Exemplar erklärte der Fachmann die richtige Pilzernte und entließ die Teilnehmer für kurze Zeit zum freien Sammeln. Die Ausbeute war enorm, die gefundenen Pilze wurden anschließend vom Fachmann am Sammelplatz begutachtet und bestimmt. Neben vielen anderen Pilzen waren Marone, Steinpilz, Krause Glucke, aber auch Frauentäubling, Rostfleckiger Helmling und Fichtenreizker dabei. Der gar nicht so selten auftretende und mittlerweile von Pilzfachleuten etwas umstrittene Herbstlorchel konnte bestaunt werden. In alten Pilzbüchern steht er noch als Speisepilz, er kann bei empfindlichen Personen jedoch Allergien auslösen.

Michael Püls bedankte sich im Namen der BN Ortsgruppe Niederviehbach und der Teilnehmer beim Exkursionsleiter Franz Meindl. Dieser sei Pilzsachverständiger der Deutschen Gesellschaft für Mykologie und auch aktiv bei der Pilzgruppe Dingolfing-Landau. Das bei der Veranstaltung vorgezeigte Skriptum „Pilzwissen kompakt“ kann auf der Homepage der Kreisgruppe des Bund Naturschutz unter https://dingolfing-landau.bund-naturschutz.de/downloads eingesehen werden.

Alle gefundenen Pilze wurden von Franz Meindl fachmännisch begutachtet und bestimmt. Für viele Teilnehmer der Höhepunkt der Veranstaltung.
Herbstlorchel – dieser außergewöhnliche, aber gar nicht so seltene Pilz wurde auch im Hattenhof gefunden. Die Verwendung in der Küche ist neuerdings umstritten.


Zu jedem Kindergartenjahr im Haus für Kinder St. Georg gehört auch ein Probealarm zur Übung des Ernstfalles, sollte es einmal brennen. Da die letzten Feuerwehrübungen leider pandemiebedingt ausfallen mussten, war es in diesem Jahr wieder umso aufregender. Um die Kinder auf die Übung vorzubereiten, durften sie am Donnerstag die örtliche Feuerwehr besuchen. Drei Feuerwehrmänner nahmen sich viel Zeit, den Kindern die Schutzkleidung zu zeigen – sogar der Atemschutz wurde angelegt, um den Kindern die „Angst“ vor der Maske zu nehmen. In einem schönen Miteinander wurde mit den Kindern erarbeitet unter welcher Telefonnummer sie einen Notfall melden und was sie am Telefon alles sagen müssen. Wann kommt eigentlich die Feuerwehr? War eine der nächsten Fragen und die Kinder wussten schon viele Einsatzbereiche – Feuer, Unfall, wenn eine Katze auf dem Baum ist, bei Unwetter und bei vielem mehr hilft die Feuerwehr. Die Feuerwehrmänner zeigten den Kindern noch viele Ausrüstungsgegenstände und erklärten wofür diese genutzt werden. Dann teilte man sich in drei Gruppen auf und die Kinder durften die zwei Feuerwehrautos genau anschauen. Die Feuerwehrmänner erklärten wieder geduldig, was sich alles in einem Feuerwehrauto befindet und wofür was genutzt wird. Die Kinder durften auch in beide Feuerwehrautos einsteigen und sich wie Feuerwehrleute fühlen. Großes  Interesse hatten die Kinder an der Wärmebildkamera. Draußen durften alle Kinder noch mit der Kübelspritze „löschen“ und als Highlight wurde das Blaulicht und ganz kurz das Martinshorn eingeschaltet. Am nächsten Tag war eine große Feuerwehrübung geplant. Mit einer Nebelmaschine wurde der Rauchmelder ausgelöst und die Kinder alle schnell ins Freie gebracht. Die Kinder lernten somit, was im Notfall zu tun ist. Auch für das Team war es eine gute Übung für den Ernstfall, ob die in der Theorie besprochenen Abläufe klappen. Bei der Übung im Kindergarten baute die Feuerwehr eine Schlauchstrecke aus und zeigte den Kindern wie im Ernstfall gelöscht wird. Zwei Atemschutztrupps durchsuchten das Gebäude und alle Vermissten, eine Betreuerin und zwei Puppen, konnten gerettet werden. Im Anschluss nahmen sich die Feuerwehrleute noch genügend Zeit um die Fragen der Kinder und des Personals zu beantworten, zeigten nochmal die Ausrüstung und die Kinder sahen, dass es nicht nur Feuerwehrmänner, sondern auch Feuerwehrfrauen gibt. Die Feuerwehrleute legte die Atemschutzausrüstung vor den Augen der Kinder ab, sodass die Angst vor der Maske genommen wurde. Die Übung war ein voller Erfolg.

Die Kinder zu Besuch im Feuerwehrhaus.
Die Ausrüstung des Feuerwehrautos wurde genau inspiziert.