War der Kehraus bislang die Faschingsveranstaltung des Verschönerungsvereins, so wollte man nach zwei Jahren Faschingsentzug gleich am ersten Tag durchstarten. Zum „Faschingsaufwecka“ rief der Verein alle Mitglieder und Faschingsfreunde am 11.11. in die Viehbachhalle. Die Halle hatte man dazu komplett umgestaltet, die Bühne gedreht, Decken und Wände mit Stoffen, Lichterketten und Luftballons dekoriert und ein schummrig, festliches Ambiente geschaffen. Zu den Sitzplätzen an den Tischen gab es auch Stehtische, viel Technik und eine lange Bar, die dann bis in die frühen Morgenstunden gern genutzt wurde. Gekleidet wie in alten Zeiten, in Maschkera und Tracht sollten die Besucher kommen und feiern bis der Tanzboden kracht. Elegante Herrschaften und Ganoven kamen zu einem fröhlichen Stelldichein. Das neue Konzept des Vereins war aufgegangen, bei freiem Eintritt kamen Alt und Jung gleichermaßen und genossen den Faschingsauftakt in vollen Zügen. Wer das Feiern bei den vielen Coronaverboten verlernt hatte, denen erteilte man schon zu Faschingsbeginn einen Ablass und nach etwas Zeit zur Eingwöhnung legten die Theatererprobten Mitglieder los. Marianne (Christian Köndl) und Michael (Gundi Thurner) begrüßten zum Heimatabend und gaben den Schlachtruf „Narra Via“ für Narren aus Viehbach aus und schon rauchte und zischte es und durch die vernebelte Viehbachhalle kamen finstere Gestalten, sie hatten den Fasching, der seit dem letzten Kehraus in einer verstaubten Kiste auf dem Dachboden des „Binderbräu“ dämmerte hervorgeholt und ließen ihn auferstehen. „Von der Wiege bis zur Bahre ist der Schaps das einzig Wahre“, der Faschingspfarrer (Jonathan Haider) hatte für alle den richtigen Spruch parat und so gab es kein Entkommen mehr, in den Fasching einzutauchen. Schon vorab erteilte er den Anwesenden einen Ablass für die Faschingszeit, auf dass man dem Vergnügen huldigen möge. Erst holte er sich aber spontan einige Vertreter bekannter Vereine in den Beichtstuhl. Bernhard Reif von den Seeschützen war als erster dran und Feuerwehrvorstand Andi Birkner musste sich rechtfertigen, warum so mancher schon stehengelassen wurde.

Ganz genau wusste der Pfarrer auch von den Verfehlungen des TSV bei der Fahnenweihe mit ausgegangenen Biermackerln und fehlenden Knödeln zu berichten, wofür Michael Rieder in den Beichtstuhl kam. Auf sie wartete eine besondere Buße. Ein Pfarrer ohne Frauenbund sei ein armer Hund und somit war Katharina Czoppik fällig. Auch wenn er den Frauenbund als Herz Niederviehbachs betitelte, so gab es auch hier so manche Verfehlung. Die Vorstandschaft der Landjugend sei noch neu, hier wollte man noch abwarten. Auch ohne Probe und Vorwarnung wurden die Büßer Bernhard Reif, Andreas Birkner und Michael Rieder ihrer Buße gerecht und tanzend begab man sich in die Partynacht.

Ein sehenswertes Martinsfest hat das Haus für Kinder St. Georg am Donnerstag bei Einbruch der Dunkelheit auf die Beine gestellt. Mit dem St. Martin hoch zu Roß (Erwin Wintersperger) zog man in einem langem Laternenumzug durch den Ort zur Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt. Kinder, Eltern und Angehörige füllten die Kirche bis zum letzten Platz und Pater Roman hatte seine Freude, den Kindern die Legende von St. Martin zu erzählen und mit den Kindern die Geschichte anschaulich zu erleben. Vor der Kirche konnten die Kinder dann ihre Laternen mit Tänzen und Auffährungen präsentieren, bis es dann über den Klostergarten und die Hauptstraße zurück zum Kindergarten ging. Dort trafen sich alle Kinder, Eltern, Freunde und Gäste, wo der Elternbeirat Kinderpunsch, Glühwein, Würstlsemmeln und süße Martinsgänse wurden angeboten.

Der hl. Martin führte den Umzug an.

Nach der Coronaunterbrechung konnte der Bauernverein wieder zum Weinfest einladen. Vorstand Anton Huber hatte sich Vorfeld schon einige Sorgen gemacht, ob man an die gute Resonanz der ersten Feste anknüpfen könne, der gute Besucherzuspruch bewies aber erneut, die Verbundenheit zum Verein. Bis zum letzten Platz war am Samstag das herbstlich dekorierte Feuerwehrvereinsheim besetzt und Vorstand Anton Huber konnte neben vielen Mitgliedern und Freunden auch die Bürgermeister Johannes Birkner und Simon Hackl willkommen heißen und freute sich über das Engagement der Mitglieder. Die Jugend übernahm das Bedienen und Alfons Jänsch sorgte für Stimmung. Es wurde geschunkelt, gesungen und geklatscht und für Anna Geigenberger sang man ein Geburtstagsständchen.  Alle Altersgruppen kamen gerne und alle Plätze wurden gebraucht. Natürlich konnte zwischen roten und weißen Weinen gewählt werden und dazu gab es Brotzeitteller, Schmalzbrot, Käseplatte, Wurstsalat oder Gulaschsuppe und man blieb bei guter Unterhaltung bis in die frühen Morgenstunden sitzen. Um Mitternacht stimmte man der Tradition des Vereins folgend, die Bayernhymne an.

Es war ein sehr schöner Abend mit vielen Besuchern, guter Musik und super Stimmung. 45 Mannschaften oder rund 200 Menschen aus dem ganzen Gemeindebereich waren bei der Dorfmeisterschaft der Seeschützen Lichtensee aktiv und am Samstag feierte man das zusammen bei der Siegerehrung in der Viehbachhalle. Eine  ganze Reihe von Gruppen und Vereinen ging sogar mit mehreren Mannschaften an den Start. Schützenmeister Bernhard Reif konnte dann auch viele Teilnehmer und Helfer begrüßen. Sieger waren alle Teilnehmer, denn sie hatten einen Riesenspass und bei der Meisterschaft den ganzen Oktober über, an verschiedenen Tagen die Möglichkeit ihr Können unter Beweis zu stellen. Daher gab es für alle Schützen einen Preis. Die Sportwarte Patrick Oberhauser und Maximilian Dutzki hatten die Veranstaltung geplant und durchgeführt und übernahmen auch die Verleihung der Preise. Die Nase vorn hatte, wie schon beim letzten Wettbewerb die Jugend. Der Pokal und somit den ersten Platz belegte die Mannschaft „Landjugend 1“ mit Julian und Stefan Irber, Maxi Dutzki und Max Bruckberger. Der Dritte Platz ging an die „Aurauber“; Stefan Dorrer, Florian Santner, Matthias und Patrick Oberhauser. Die „Schwägerinnen“ und somit die Damen waren aber noch etwas besser. Theresa Krzok, Teresa Santner, Tanja Schreier und Kerstin Menacher waren die Zweitplatzierten. Zum regulären Wettbewerb, durfte auch je Mannschaft eine Person mit dem Lichtgewehr schießen und auch hier gab es für die ersten drei einen Preis. Die Besten jeder Kategorie wurden mit einem Geschenk und einer Urkunde geehrt. Beim Sterneschießen erzielte Dominik Menacher 200 von 200 Punkte. Beim Streifenschießen hatten Alois Brandl und Gerhard Reuter 164 von 200 Punkten und beim Entenschießen Stefan Irber und Lukas Neumaier 200 von 200 Punkte. Sieger an der Glücksscheibe wurde Carina Bauer mit 134 von 180 Punkten. In geselliger Runde, im Gespräch oder an der Bar beschloss man den Abend, nicht ohne die Sieger und alle Teilnehmer und insbesondere alle Helfer und Spender, kräftig hochleben zu lassen.

Hilfestellung zur Überprüfung des Wasserzählers und zur Erkennung von Leckagen.

Da jedes Jahr ein Wasserverlust von 80.000 bis 100.000 m³ aufgrund von Leckagen, laufenden Toilettenspülungen oder defekten Heizungsüberdruckventilen haben und das dem Kunden (inkl. Abwasser) eine Menge Geld kostet.

Schützenverein „Zum See“ Lichtensee hat mit Wettbewerb begeistert

Während in diesen Wochen die Dorfmeisterschaft läuft, haben die See-Schützen gleichzeitig auch noch mit Erfolg ein weiteres Format etabliert. Zum zweiten Mal luden sie zum Eltern-Jugend-Schießen und haben damit Kinder und Jugendliche genauso begeistert, wie deren Eltern. Jugendleiter Stefan Wagner hatte die Veranstaltung mit seinem Team vorbereitet. Erster Vorstand Bernhard Reif konnte 29 Teilnehmer willkommen heißen und einige Hintergrundinformationen zum Schützenverein und zum Schießsport geben. In drei Disziplinen haben sich die Eltern-Kind Mannschaften gemessen. Erste Aufgabe war mit zehn Schuss auf Streifen zu schießen, hier ging es um die höchste Ringzahl, weiter ging es mit Entenschießen und zu guter Letzt stand ein Schießspiel mit sogenannter Formel, wo es vereinzelt auch mal drum geht möglichst wenig Ringe zu erzielen. Maximal 380 Punkte konnten erreicht werden. Den ersten Platz erreichte Familie Fröde (Tim, Max, Lea mit Claudia und Markus) mit 93,2 Punkten, auf Platz zwei kam Familie Kutzer/Stockinger mit 86,75 Punkten und den dritten Platz belegte Familie Grassinger mit 66,3 Punkten, gefolgt von Familie Landmann/Schmidl mit 62,5 Punkten und ganz nah dran waren auch Familie Scharl mit 61 Punkten und Familie Braun/Bachner mit 59,66 Punkten. Das beste Einzelergebnis erzielte Markus Fröde mit 199 Punkten. Alle Teilnehmer erhielten eine Urkunde und eine schöne Medaille und genossen dann einen schönen Abend mit gemütlichem Beisammensein. Begeistert und überrascht waren insbesondere die Eltern über die Informationen sowie die Möglichkeiten und Chancen des Schießsports. Gefallen hat es allen Teilnehmern sehr, so dass der Schützenverein die Veranstaltung wiederholen will. „Schießen ist ein Kontrastsport im Vergleich zu vielen anderen Sportarten, es geht um Konzentration, Disziplin, Bewusstheit für den eigenen Körper und Teamgeist“, so Schützenmeister Bernhard Reif. Jeden Freitag ist ab 18 Uhr Schießabend, dort können nach wie vor neue Interessierte in jedem Alter vorbeikommen und an einem Schnuppertraining teilnehmen, so die Einladung des Vorsitzenden.

Nach dem Wettbewerb saß man gesellig zusammen.

Am Freitag vor einer Woche lud der Katholische Frauenbund Nieder- und Oberviehbach nach zwei Jahren wieder zu einer meditativen Rosenkranz-Andacht in die Pfarrkirche ein. In den Texten der Andacht betrachteten die Frauen die einzelnen Geheimnisse des Freudenreichen, des Schmerzhaften und des Glorreichen Rosenkranzes genauer und ließen sich vor Augen führen, wie diese Glaubensaussagen auch in der jetzigen Zeit für jeden Gläubigen stärkend wirken können. Dazu sangen die Frauen textlich passende Marienlieder, die von Iwona Jacobczyk wunderbar mit der Gitarre begleitet wurden.

Beim anschließenden Weinfest erwartete die Besucherinnen eine wunderschöne, festlich gedeckte Tafel mit diversen Köstlichkeiten und Weinen. Leider war die Zahl der Anwesenden nicht gerade üppig. Nichts desto trotz ließen sich die da gewesenen Frauen den Wein und das gute Essen schmecken und konnten so ein paar gemütliche unterhaltsame Stunden verbringen. Die Vorstandschaft des Frauenbundes plant derzeit die Ausrichtung des traditionellen Adventsbasares, der am Samstag, den 26. November wieder in der Viehbachhalle stattfinden soll. Des Weiteren luden die Vorstandsdamen zu einem weiteren Spieleabend am Mittwoch, den 16. November ein. Zur Adventsfeier lädt die Vorstandschaft dann alle Frauenbund-Frauen am Mittwoch, den 7. Dezember um 17.30 Uhr in die Pizzeria „Da Enzo“ ein und hofft auf rege Teilnahme an den Veranstaltungen.

Rosenkranzandacht mit musikalischer Begleitung.

Weiter Uneinigkeit über Rathauserweiterung – Skaterplatz wieder hergerichtet

Erfreuliches hatte Bürgermeister Johannes Birkner zu Beginn der letzten Gemeinderatssitzung zu berichten. Der Belag des Skaterplatzes wurde abgeschliffen und geglättet, so dass die Skater wieder beste Bedingungen vorfinden. Auch der Nikolausmarkt im Klosterinnenhof, soll am zweiten Adventssonntag, am 4. Dezember wieder abgehalten werden. Die Anmeldungen bei der Gemeinde laufen bereits. Auch der Radweg von Oberviehbach nach Kirchberg soll bald fertig werden, die Einweihung ist für den 18. November geplant. Den Seniorenbeauftragten dankte Bürgermeister Birkner für die Organisation des „Demenzparcours“ mit Vortrag, der gut besucht wurde. In diesem Zusammenhang berichtete Katharina Czoppik, als örtliche Ansprechpartnerin, über die Wohnraumberatung für Senioren und die aktuellen Themen, welche sie mit Brigitte Maß als Seniorenbeuftragte bearbeite.

Uneinigkeit besteht weiter beim ob und wie zur Erweiterung des Rathauses. 370 000 Euro hat man für dieses Projekt derzeit im Haushalt zurückgestellt und 30 000 bis 40 000 Euro erwartet man als Förderung für die Planungskosten. Nicht welche der beiden vorliegenden Varianten, sondern ob man das Vorhaben überhaupt realisieren sollten, diese Frage wurde erneut gestellt. Josef Retzer vermisst weiterhin diverse Gesamtkonzepte, welche man auch bei der Sanierung der Bestandsgebäude weiterführen könnte. Neben den Kosten für einen Erweiterungsbau sieht er insbesondere die langfristigen Unterhaltskosten als größten Faktor. Dem schloss sich auch Gerhard Sachsenhauser an, die Frage der Bedachung des Gemeindezentrums sei schon lange nicht geklärt. Stephan Fuchs gab zu bedenken, dass bei einer unklaren Zukunft der Mittelschule und bei einem Neubau des Feuerwehrhauses viele Räumlichkeiten im Gemeindezentrum leer stehen würden. In den letzten Jahren habe sich viel verändert, die Kosten seien den Bürgern nicht vermittelbar. Er kündigte bei einer Entscheidung für die Erweiterung ein Bürgerbegehren an. Erwin Duschl ist der Meinung, dass bei einem Anbau mit Trauzimmer ein weiteres Trauzimmer im Stapfnerhaus passé sein müsse. Christian Seisenberger will die weitere Entwicklung erst geklärt sehen und möchte einen Belegungsplan für weitere Räume des Rathauses. Alfred Maierhofer findet das Vorhaben mit derzeit kaum kalkulierbaren Baupreisen zu heiß. Er verweist weiter auf Entwicklungen in Behörden zu mehr Homeoffice und flexiblen Bürobelegungen. Auch Ursula Tafelmayer findet das Projekt weiterhin zu teuer. Josef Dausend argumentiert, dass man bei einem fertigen Plan auf möglicherweise günstigere Entwicklungen im Bausektor schnell reagieren und bauen könne. Andere unterstützten die aus der Verwaltung vorgebrachte, dringende Notwendigkeit einer räumlichen Erweiterung für die Mitarbeiter und Besprechungen. Bürgermeister Birkner sah weiteren Diskussionsbedarf. Zur nächsten Sitzung solle dazu ein Grundsatzbeschluss ob Anbau oder nicht gefällt werden.

Die aktualisierten Berechnungen für die Entwässerungseinrichtung liegen noch nicht vor. Da aber mit höheren Kosten zu rechnen sei, wurde ein Bevorratungs- und Rückwirkungsbeschluss zur Erhöhung der Abwassergebühren gefasst. Über die aktualisierte Berechnung wird erneut im Gemeinderat beraten. Die Pflanzaussparungen im Gehweg im Baugebiet Pfarrgarten in Oberviehbach wurden vom Bauauschuss besichtigt. Da bei einer Baumpflanzung der Gehweg unterbrochen werden würde und die Aussparungen zu klein sind, sollen diese gepflastert werden. Das Kulturmobil des Bezirks war zuletzt 2021 im Ort, eine Buchung soll für 2024 wieder erfolgen. Wie Bürgermeister Birkner weiter verkündete, ist Andreas Bauer neuer Feldgeschworener für Niederviehbach

Am Mittwoch trafen sich die BRK-Senioren in der Pfarrkirche und beteten gemeinsam den Oktoberrosenkranz. Im Anschluss traf man sich zum Clubnachmittag im Gasthaus Binderbräu, wo Vorsitzende Lisbeth Sterr begrüßte und zum Erntedankfest sprach. Sterr blickte dabei auf viele schöne Dinge des Jahres zurück und brach auch eine Lanze für die Bauern, welche nicht nur unsere Ernährung sichern, sondern auch das Bayernland so schön hegen und pflegen. Den Zusammenhalt und die Freundschaft im Seniorenclub hob Sterr ebenso hervor, wie die Leistungen ihrer Vorstandskollegen. Gesellig ging es dann zum Weinfest über zu dem man auch Bürgermeister Johannes Birkner willkommen heissen konnte. Wie gab Wirtin Berti Daffner den Wein aus zu dem man sich eine Brotzeit schmecken ließ. Der Dank der Senioren war Wirtin Berti sicher und auch der lieben Bedienung Michaela wollte man mal danken, für ihre freundliche Bedienung. „Wein, Wein, nur Du allein sollst unsere große Freude sein“, stimmte Sterr an, denn es gab auch etwas zu feiern. Zweite Vorsitzende Hannelore Aschenauer wurde 80 und spendierte für alle die Brotzeit. Für sie gab es aber auch eine Riesenüberraschung, denn die „Wendelsküren“ stimmten für Aschenauer zum Geburtstagsjubiläum mit einem Begrüßunglied ein und weitere lustige Lieder sollten zur Freude aller folgen. So ging ein schöner und geselliger Nachmittag zu Ende, wofür Lisbeth Sterr besonders den Sängerinnen dankte.

Es sind nicht immer leichte oder bequeme Entscheidungen, die Schwester Antonia als Priorin zu treffen hat. Nach drei Jahren gab es satzungsgemäß Neuwahlen, bei denen die Priorin erneut das Vertrauen ihrer Mitschwestern erhielt. Dieser Tage kam auch die Bestätigung von Bischof Dr. Rudolf Voderholzer. Es war eine große Freude für die Priorin und der Auftrag ihre Arbeit weiterzuführen und da erwartet Schwester Antonia jede Menge an Aufgaben. Neben der Trägerschaft der Klosterrealschule und den Aufgaben im Kloster steht eine große Sanierung der Klostergebäude, insbesondere des Ostbaues, der zum Ort gewandten Seite des Klosters, an. Die Zusammenarbeit mit allen regionalen Ansprechpartner sei gut, freut sich die Priorin, die so motiviert an die Aufgaben gehen will. Derzeit sind es zwölf Schwestern im Konvent und die Priorin will das Kloster wieder zur Blüte bringen.

Dankbar ist sie für die Bestätigung des Konvents, die Deutschkurse mit Schülern aus Vietnam weiterführen zu dürfen. Ihr Lob geht dabei aber auch an die Schüler, welche bei der Betreuung der älteren Schwestern helfen. Sie hofft, dass alle erfolgreich deutsch lernen und dann eine Krankenpflegeausbildung antreten können. Inständig hofft und betet die Priorin, dass es in der kommenden Amtszeit auch wieder Nachwuchs für das Kloster in Niederviehbach durch Berufung einheimischer Frauen geben wird. Viel Zeit zum Ausspannen oder Nachdenken hatten die Schwestern nach der Wahl nicht, denn am Wochenende hatte man viele Besucher im Kloster. Der aus Vietnam stammende Priester Ha Do und eine Reihe von Priestern und Ordensleuten vietnamesischer Abstammung aus ganz Deutschland kamen zu Besuch. Zweimal jährlich treffen sich die katholischen Amts- und Funktionsträger zu ihren Jahrestreffen. Einmal zum vietnamesischen Katholikentag, drei Tage zu Pfingsten in Aschaffenburg und einmal im Jahr an wechselnden Orten. Zu den Katholikentagen kommen auch viele der 4 000 Gläubigen und Freunde vietnamesischer Abstammung. So auch in Niederviehbach, wo Gläubige aus der Umgebung zum Treffen im Kloster dazu kamen. Pfarrer Ha Do wurde in Südvietnam geboren und als der kommunistische Norden in seiner Heimat einfiel, flüchtete er mit vielen anderen Jugendlichen in einem kleinen Boot aus dem Land Richtung Thailand. Gerettet wurden die „Boatpeople“

von Cap Anamur, einer deutschen, weltweit aktiven humanitären Hilfsorganisation. Nach einem Deutschkurs machte Do in Berlin erst eine Ausbildung zum Energiegeräteelektroniker bei der Berliner Verkehrsgesellschaft. Aus Dankbarkeit und Freude wollte Do aber auch etwas für Deutschland tun und hat sich für ein Theologiestudium entschieden. Vier Jahre besuchte er dazu ein Kolleg, um sein Abitur nachzumachen und fünf Jahre studierte er dann Philosophie und Theologie und wurde dann Diözesanpriester in Berlin, wo Do auch noch heute lebt.

Zusammen mit 15 weiteren Priestern und Ordensleuten kam Ha Do letztes Wochenende ins Kloster Niederviehbach zum Erfahrungsaustausch und zusammen erlebte man schöne Tage und unternahm auch einen Ausflug nach Altötting. Priorin Schwester Antonia findet es wichtig, dass in Deutschland lebende Ordensleute Erfahrungen und Gelerntes über die Kultur und Lebensweise weiter geben und will auch jungen Priestern mit ihren eigenen Erfahrungen Mut machen. Die Seelsorger vietnamesicher Abstammung aus verschiedensten deutschen Bistümern wollten sich dabei abstimmen, wie sie sich selbst verbessern können und führten auch schon Vorgespräche für den vietnamesichen Katholikentag 2023.

Nach zwei Jahren konnte die Freiwillige Feuerwehr am Samstag ihre Mitglieder wieder öffentlich zur Jahreshauptversammlung im Gasthaus Binderbräu zusammenrufen und die kamen zahlreich. Von den verdienten Senioren bis zu einer starken Jugend waren alle wieder da.

Vorsitzender Andreas Birkner gab Bericht, was seit der letzten Jahreshauptversammlung 2020, die üblicherweise Anfang des Jahres stattfindet, gelaufen ist. Auch den Vorsitzenden Christian Seisenberger und Kommandant Josef Huber aus Oberviehbach konnte man willkommen heissen. Der Tradition folgend, gedachte man zuerst der verstorbenen Mitglieder. Nach dem Kickerturnier 2020 konnten viele Veranstaltungen nicht mehr stattfinden. Wie auch immer möglich gratulierte man den Mitgliedern zu runden Geburtstagen und hielt Vorstandssitzungen und auch der Festausschuss für das große Jubiläum, das man heuer so erfolgreich begangen hatte, kam regelmäßig zusammen. Man ging soweit möglich zu den Beerdigungen verstorbener Mitglieder und führte eine Spendensammlung durch. Im Jahr 2021 konnte man eine neue Vereinsfahne anschaffen, beteiligte sich am Volksfest to go und nahm an Versammlungen teil. Im Fasching 2022 organisierte man eine Onlinealternative zum Faschingsball.

Trotz aller Schwierigkeiten, die Zusammenarbeit in der Vorstandschaft war immer gut und wann immer es etwas zu tun gab, waren die Leute da, dafür dankte Birkner seinen Kollegen und Mitgliedern. Auch unter schwierigen Voraussetzungen konnte man die Bemühungen in der Jugendarbeit fortsetzen und kann eine starke Jugendfeuerwehr präsentieren. Ganz anders das Bild bei den Einsätzen, über die Kommandant Stephan Neumeier informierte. Auch unter den Herausforderungen der Pandemiebedingungen, gab es kaum weniger zu tun.

Wasserschäden, Explosionen, Brände, Unwettereinsätze, Maskentransporte und zahlreiche Unfälle auf der Autobahn A92, sowie Verkehrsabsicherungen erforderten die Einsätze der Feuerwehr. Auch die Aus- und Fortbildung konnte nicht ausgelassen werden. Immer häufiger sei man vor dem Rettungsdienst vor Ort, so die Ausführungen von Neumeier, weshalb man auch ein neues Schnelleinsatzzelt und einen Rettungsrucksack angeschafft hat. Weiter hat man Rollcontainer für die Gerätschaften und einen Schwimmsauger gekauft. Teilgenommen hat man auch an einem Atemschutzträgerlehrgang und an einer Erste Hilfe Ausbildung. Viele Übungen mussten aufgrund der Coronabeschränkungen ausfallen, so dass sich die Einsatzstunden im Vergleich zu 2019 fast halbierten. Von zahlreichen Übungen und Prüfungen berichtete Atemschutzwart Sebastian Simbeck. Die Zahl der Atemschutzträger konnte man von 20 auf 28 steigern. Erfolgreich war die Arbeit der Jugendwarte. Die Jugendgruppe mit 18 Buben und Mädchen beteiligte sich auch mit guten Ergebnissen am Kreisfeuerwehrjugendtag. Während man im Jahr 2020 ausgeglichene Einnahmen und Ausgaben verzeichnen konnte, wurde 2021 ein Plus erwirtschaftet, so der Bericht von Kassier Christian Ganslmeier. Um eine Reihe von Vereinsangelegenheiten genauer zu regeln, wurde eine satzungskonforme Vereinsordnung aufgestellt, die auch die Zustimmung der Mitglieder fand. Neu geregelt wurde die aktive und passive Mitgliedschaft, die Formalitäten bei Beerdigungen, sowie Bestimmungen zum Datenschutz. Corona war eine Katastrophe für den Übungs- und Ausbildungsbetrieb, so die Informationen von Kreisbrandmeister Jürgen Schachtner. Auch online versichte man die Ausbildungen weiter durchzuführen. Auf der Tagesordnung standen in der letzten Zeit die Besichtigungen von Gerätehäusern. Ein neues Thema, die digitale Alarmierung soll bis Ende 2023 umgesetzt werden. Als Spitzenprogramm bezeichnete Schachtner die Handyalarmierung „Atmos“. Diese könne allerdings nur ein Zusatz sein. „Tragt weiterhin den Piepser“, das ist die offizielle Alarmierung, auch wenn die neuen Geräte größer und schwerer zu bedienen seien, so die Bitte von Schachtner. Beeindruckt von den Leitungen zeigte sich auch Bürgermeister Johannes Birkner in seinen Grußworten. Stolz sei er über die Leistungen der Jugend beim Kreisfeuerwehrjugendtag. Eine große Arbeitsleitung sei beim Gründungsfest mit Fahnenweihe erbracht worden. Erfreut war man, mit Stefan Stöger, Tobias Färber und Dominik Rehm drei Neumitglieder begrüßen zu können. Derzeit beteiligt man sich mit drei Mannschaften bei der Dorfmeisterschaft der See Schützen und weitere Mitglieder lud Birkner zu Teilnahme ein. Die nächste Jahreshauptversammlung soll dann wieder turnusgemäß im Februar 2023 stattfinden, so Feuerwehrvorstand Andreas Birkner.

die Bauarbeiten für den neuen Kreisverkehr zwischen Loiching und Kronwieden sind weitestgehend abgeschlossen.

Im Laufe des Freitags, 14.10.2022 wird die Vollsperrung aufgehoben.