Feueröfen, Lichterketten, weihnachtlich geschmückte Zelte und die für Bewohner und Besucher aufgestellten Tische und Bänke boten den Rahmen für den Winterzauber, zu dem das Haus Hinterkreuth am ersten Adventssonntag eingeladen hatte. Gabi Kell hatte mit den Bewohnern eine Reihe von selbst gebastelten Weihnachtswaren aufgebaut, die es zu erwerben gab. Im Rahmen der seit diesem Jahr angebotenen tagesstrukturierenden Angebote, wurden diese gefertigt. Dazu gab es auch selbstgefertigte Kerzen vom Partnerhaus Seewiese in Wörth. An den Ständen gab es süße Crepes, Waffeln, Bratwurstemmeln, Punsch und Glühwein. Andrea Brenner-Kunig freute sich bei der Begrüßung, dass viele Angehörige, Freunde und mit dem Haus verbundene Persönlichkeiten gekommen waren. Allen voran Bürgermeister Johannes Birkner, Seniorenbeauftrage Katharina Czoppik und viele mehr. Man saß gemütlich zusammen, genoß den Blick in den weihnachtlich dekorierten Innenhof oder erfreute sich an den Liedern von Wigg Berger aus Ergoldsbach, der nicht müde wurde, Gäste und Besucher gut zu unterhalten. Für große Freude sorgten die Kindergartenkinder aus dem Haus für Kinder St. Georg, sie hatten ein Ständchen und Gedichte vorgetragen. Mit der Kutsche kam auch der heilige Nikolaus, der auch kleine Aufmerksamkeiten im Gepäck hatte.

Eine schöne Aktion hat man auch mit dem Wunschbaum, der vom Autohaus Maierhofer und der Firma Müller und Duscher finanziert wird. Hier können die Bewohner Wunschzettel mit Wünschen im Wert von jeweils zehn Euro anbringen, die von den Sponsoren übernommen werden.

Bürgermeister Johannes Birkner begrüßte den Nikolaus.

Den Weltvorlesetag nahm die Gemeindebücherei wieder zum Anlass, um den Kindergarten einzuladen. Begrüßt wurden die die Kinder, die in drei Gruppen die Bücherei besuchten, von Franziska Gilg, die den Kindern die Räumlichkeiten vorstellte und die Bücherei erklärte:

„Hier kann man sich alle Bücher ansehen und gleich lesen oder ausleihen und mit nach Hause nehmen“. Die Bücher können für eine bestimmte Dauer ausgeliehen werden und dann auch wieder zurückgebracht werden. Die Mitarbeiterin des Büchereiteams las den Kindern dann auch gleich aus ihrem Lieblingsbilderbuch „Der Sternenkäfer“ vor. Begeistert und aufmerksam lauschten sie, was der kleine Käfer, der der schönste Käfer, so schön wie die Sterne am Himmel sein wollte und zuletzt erkannte, dass jeder auf seine Art anders und besonders ist. Nachdem die Kinder die Bücherei selber erkunden durften, gab es zum Abschied für jedes Kind eine Zuhörerurkunde.

Ein spannender Besuch in der Bücherei.

Es war den Mitgliedern des Frauenbundes Nieder- und Oberviehbach eine große Freude und eine Herzensangelegenheit nach zwei Jahren Unterbrechung, am Samstag, wie gewohnt, direkt vor dem ersten Advent, wieder ihren großen Adventsbasar in der Viehbachhalle abhalten zu können. Im Vorfeld hatten sie schon verschiedenstes Grüngut gesammelt und letzte Woche traf man sich jeden Tag in der Bastelwerkstatt in Lichtensee, um Adventskränze, Türkränze und alle möglichen Weihnachtsdekorationen in verschiedensten Farben, klassisch oder ausgefallen oder nur als Rohlinge für die eigene Gestaltung, zu binden und zu gestalten. Viele hatten sich ihre Wunschdeko schon vorbestellt die gleich nach Hause geliefert oder zur Abholung bereitgestellt wurde. Über 130 Adventskränze erwarteten die Besucher, als sich am Samstag die Türen zum Basar öffneten. Die Halle füllte sich im Nu und gerne nutzte man auch die Gelegenheit sich am reichhaltigen Kuchenbuffet zu bedienen und sich bei Kaffee und Kuchen zusammenzusetzen. Reißenden Absatz fanden auch die Ausgezogenen, die wie alle Kuchen und Torten von freundlichen Spendern gebracht wurden. Geschafft, aber glücklich waren die KDFB-Damen am Ende und dankten dabei auch allen Unterstützern, Helfern und Spendern, die sie unterstützt haben. Der Erlös der Aktion wird wie schon seit vielen Jahren für die Krebshilfe und für weitere soziale Zwecke Verwendung finden.

Das Gründungsfest der Feuerwehr Anfang September wirft seine Schatten voraus. Der Rahmen steht und die jungen Mitglieder werben schon fleissig für die Partynacht am ersten September. Jetzt gilt es die richtigen Persönlichkeiten zu finden. Mit Fahne, Fahnemutter Marianne Loichinger, Festdamen und unterstützt von den Bürgermeistern Johannes Birkner und Simon Hackl machte sich der Festausschuss am Freitagabend auf die Suche nach einer Festbraut. Mit Leiterwagen, Faßbier und weiteren, beliebten Getränken machte man sich vom Dorfplatz aus auf den Weg. Musikalisch unterstützt wurde man an der Ziach von Magnus Kapfhammer, von den Kapfhammer Buam und Jakob Huber an der Gitarre. Weit musste man nicht schauen, so Kommandant Josef Huber, der in Anna Geigenberger genau die Richtige gefunden hatte. Mit einem Blumenstrauß trug er seine Bitte vor. Ein wichtiges Amt und dafür hatte die Anna eine hohe Erwartungshaltung, denn sie weiß, dass die Feuerwehr oft mit Extremsituationen konfrontiert ist. Im Feuerwehrhaus hatte sie einige Prüfungen vorbereitet. Zweiter Kommandant Georg Holzner und Sebastian Füssl waren zuerst an der Reihe. Sie hatten eine Suppe mit löchrigen und verbogenen Löffeln zu verspeisen. Nachdem Vorstand Christian Seisenberger und Kommandant Josef Huber ein Faß angezapft hatten und sich die Anwesenden auch mit Rollbraten und Knödeln stärken konnten, ging es an die nächsten Prüfungen. Die Nachspeise musste hinter einem Tuch verfüttert werden, eine Prüfung die Vorsitzender, Kommandant und Fahnenträger Georg Dürmer zu bestehen hatten. Einen Eiparcours hatte Maschinist Josef Huber junior zu bestehen und letztendlich mussten sich die jungen Mitglieder im Krawattenbinden beweisen, mit Feuerwehrhandschuhen wohl gemerkt. Alle Prüfungen wurden bestens gemeistert und so gab Anna Geigenberger gerne ihre Zusage, was dann auch fröhlich gefeiert wurde.

Nachdem das Thema der Rathauserweiterung auf den letzten zwei Sitzungen des Gemeindrates kritisch und kontrovers diskutiert wurde, erfolgte im Vorfeld der Novembersitzung eine Besichtigung des Rathauses mit den Büros und Nebenflächen. Dabei machten die Mitarbeiter der Verwaltung deutlich, dass nicht nur der Sozialraum als Büro zweckentfremdet wird, sondern auch die übrigen Büros den notwendigen Vorgaben nicht entsprechen. Auch die Archiv- und Lagerkapazitäten seien keine Dauerlösung. Mit einer Mehrheit von elf zu vier Gegenstimmen, wurde dann ein Grundsatzbeschluss für den Anbau des Rathauses gefasst, der auch künftige Bedürfnisse einer wachsenden Gemeinde berücksichtigen soll. Die Verwaltung stellte einen Belegungsplan für die Räume vor. Angesprochen wurde dabei die schon häufiger geforderte Renovierung des Bürgermeisterzimmers, welches bei dieser Gelegenheit in den Anbau verlegt werden könnte. Vorgeschlagen wurde auch, im Eingangsbereich ein Büro als Empfang zur Orientierung der Bürger zu schaffen. Intensiv betreut werden soll das Vorhaben durch den Bauausschuss und einen externen Fachmann. Bei weiteren Planungen sollen die Wirtschaftslage und die Kostenentwicklung im Bausektor intensiv besprochen werden. Wie Bürgermeister Johannes Birkner berichtete, wurde mit H&B Learning als möglichem Träger eines Waldkindergartesn gesprochen. Der Träger leitet bereits einen Waldkindergarten in Schermau. Mit dem kirchlichen Träger des Kindergartens „Haus für Kinder St. Georg“ sollen Gespräche über die aktuelle Situation geführt werden. Das gemeindliche Einvernehmen zur Errichtung eines Mobilfunkmastes in Oberviehbach durch die Vantage Towers AG wurde erteilt. Wie Bürgermeister Birkner informierte, wurden im Jahr 2022 doppelt so viele Straßenlaternen auf LED umgerüstet, als geplant. Die weitere Umrüstung der Straßenbeleuchtung auf LED soll vorgezogen und nun komplett im Jahr 2023 erfolgen. Zustimmung gab es auch für den Vorschlag von Bürgermeister Birkner, aufgrund der Energiekrise, in diesem Jahr am Rathaus nur den Christbaum und den Weihnachtsstern zu beleuchten und auf die Licherketten rund um den Rathausvorplatz zu verzichten. Die Fahrbahndecke der Kreisstraße der Ortsdurchfahrt Lichensee soll 2023 erneuert werden, ebenso die Decke der DGF 1 von Niederviehbach nach Loiching im Jahr 2024. In diesem Zusammenhang regte Josef Daffner auch die Sanierung gemeindlicher Straßen an. Aufgrund des geringen Interesses von Ausstellern soll es im kommenden Jahr statt einer Gewerbeausstellung einen Schausonntag in der Gummeringerstraße mit Tag der Offenen Tür am Heizwerk geben. Die Freifläche im Heizwerk kann dabei interessierten Firmen als Ausstellungsfläche angeboten werden. Auf große Freude bei den Jugendlichen im Ort stieß die Sanierung des Skaterplatzes, so der Bericht von Josef Daffner. Für das kommende Jahr ist zudem der Austausch einiger Elemente geplant, die durch neue, attraktivere Rampen ersetzt werden sollen, für die es bereits einige Vorschläge gibt. Für das Jahr 2023 wurden dazu 15 000 Euro im Haushalt eingestellt. Die Außenfluchttreppe, die zugleich einen separaten Zugang für die Räume der Landjugend im Obergeschoss des Rathauses bilden soll, soll nach aktuellen Informationen der Verwaltung noch in diesem Jahr verwirklicht werden. Katharina Czoppik schlug vor auch im Baugebiert Steinbreite die ungenutzten Pflanzaussparungen zu pflastern. Der Bauauschuss wird sich dazu vor Ort ein Bild machen. Josef Daffner regte an, zum Jugendforum des Landkreises Dingolfing Landau im Sitzungssaal des Landratsamtes am 2. Dezember einen Fahrservice für Jugendliche anzubieten.

Nach drei Jahren Unterbrechung konnte die Feuerwehr am Samstag ihre Mitglieder wieder zu einem Kameradschaftsabend einladen. Neben den Ehrenmitgliedern konnte man die auch die Ehrenfestmutter und Herbergswirtin Berti Daffner, Fahnenmutter Franziska Birkner, sowie Fahnenbraut Theresa Waitl, die beim großen Gründungsfest heuer eine wichtige Rolle spielten willkommen heißen. Es war keine leichte Zeit für das Vereinsleben, so Vorsitzender Andreas Birkner bei seiner Ansprache, für die nächsten Wochen und Monate hat man aber wieder vieles vor. Beim gemeinsamen Abendessen konnte man mit einem Fotobuch Erinnerungen über die Fahnenweihe austauschen und freute sich über die Einladungen zum Freibier vom Bräu und von Ehrenkommandant Josef Neumeier. Nach all den Problemen mit den Coronabeschränkungen konnte man heuer eine wunderschöne Fahnenweihe abhalten und für die vielen fleissigen Helfer ein Fest veranstalten. Das Vereinsleben hat jetzt wieder Fahrt aufgenommen und die nächsten Tage und Wochen beteiligt man sich wieder eifrig an den örtlichen Veranstaltungen plant eine Weihnachtsfeier und lädt am Stefanitag wieder zur Christbaumversteigerung. Besonders freut man sich aber 2023 wieder den legendären Faschingsball der Feuerwehr veranstalten zu können.

Nach längerer Planungszeit und vier Monaten Bauzeit konnte gestern Mittag der Geh- und Radweg zwischen Oberviehbach und Kirchberg seiner Bestimmung übergeben werden. Kirchbergs Pfarrer Cyril Cunha und für Niederviehbach Pater Roman Piekarski gaben dazu den kirchlichen Segen. Der Landkreis Landshut hatte dabei in einem, wie es Landrat Peter Dreier bezeichnete, Vorzeigeprojekt für interkommunale Zusammenarbeit, die Federführung beim Bau der drei Kilometer langen Verbindung der Orte übernommen. Das Bauprojekt sei nicht nur ein Gemeinschaftsprojekt der Gemeinden Krönung und Niederviehbach, sondern erstrecke sich über zwei Landkreise, die hier an einem Strang gezogen hätten. Zur Feierstunde in Kirchberg kamen neben den Beteiligten Landräten und Bürgermeistern auch MdB Florian Oßner, MdL Jutta Widmann, zahlreiche Gemeinderäte und Mitarbeiter der Verwaltungen, sowie Grundstückseigentümer und Vertreter der bauausführenden Firmen. Die Verbindung habe als Lückenschluss eine große Bedeutung, so Landrat Werner Bumeder, der die gute Zusammenarbeit der Landkreise, Gemeinden und Tiefbauämter hervorhob. Er wäre gerne mit dem Rad gekommen, will das aber bei schönerem Wetter mit seinem Amtskollegen Dreier nacholen. Mit Gesamtkosten von 840 000 Euro lag man 360 000 Euro günstiger als geplant.

Bevor es beim Frauenbund in die betriebsamste Zeit des Jahres geht, trafen sich am Mittwoch im Pfarrheim wieder einige Frauen zum Kartenspielen. Sie verbrachten schöne Stunden beim Watten oder Rommee spielen. In den kommenden Tagen holen die Frauenbund-Frauen verschiedene Sorten von Grüngut aus dem Vilstal und dem Niederviehbacher Gemeindegebiet bei den einzelnen Spendern oder direkt aus dem Wald.

Spender, die Grüngut zur Verfügung stellen können,  werden gebeten, sich bei Katharina Czoppik unter der Telefonnummer 08702 / 91 85 469 zu melden, so der Aufruf an die Kartlerinnen. Weiter besprach man bei der Zusammenkunft auch das Basteln für den Adventsbasar. Von Montag, 21. November bis Mittwoch, 23. November wird dann ab  neun Uhr in der Garage von Familie Berger/Gürtner in der Unteren Au, Lichtensee, das Grüngut klein geschnitten und anschließend zu Adventskränzen gebunden. Mit Kerzen versehen und hübsch verziert oder auch ohne Dekoration werden die Gebinde dann am Samstag, den 26. November, ab 14 Uhr in der Viehbachhalle beim Adventsbasar zu Kauf angeboten. Kleine Gestecke oder adventliche Türkränze soll es auch geben und dazu soll Kaffee ausgeschenkt und sollen selbst gebackene Kuchen und Torten zum Mitnehmen oder gleich essen angeboten werden. kann man erwerben und gleich an Ort und Stelle genießen. Kuchenspenden werden gerne bereits ab 13.30 Uhr im Foyer entgegen genommen werden. Zum guten Gelingen werden aber wieder viele fleißige Hände gebraucht und die Frauenbund-Frauen warben für Unterstützung. Ein Teil des Erlöses wird wieder an die Elterninitiative Krebskranker Kinder e. V. gespendet. Nach den anstrengenden Tagen bietet der Frauenbund dann am Samstag, den 10. Dezember eine Fahrt zur „Schweinhütter Waldweihnacht“ in der Nähe von Regen an. Mitten im Bayerischen Wald zwischen Schweinhütt und Bettmannsäge kann man sich dort von einem etwas anderen Christkindelmarkt verzaubern und auf das bevor stehende Weihnachtsfest einstimmen lassen. Die Abfahrt erfolgt um 13 Uhr an der Bushaltestelle beim Niederviehbacher Rathaus. Hierzu sind alle Interessierten, auch Nichtmitglieder oder Männer, herzlich eingeladen.  Auch die am Mittwoch, den 7. Dezember stattfindende Adventfeier soll die geschäftigen Tage vor dem Basar vergessen lassen.

Bei einer besinnlichen Andacht und den Klängen der Niederviehbacher Stubnmusi können sich die Frauenbund-Mitglieder auf die Weihnachtszeit einstimmen lassen. Neben den köstlichem Angebot aus der Küche von Enzo und Iris gibt es natürlich auch wieder Glühwein, Kinderpunsch und Plätzchen. Hierzu lädt die Vorstandschaft alle Frauenbund-Frauen ab 17.30 Uhr in die Pizzeria „Da Enzo“ recht herzlich ein.

Am Sonntagabend fand wieder ein Martinsspiel mit Umzug statt. Einige Frauen und Familien hatten dazu eingeladen und zuvor hunderte Martinsgänse gebacken. Treffpunkt war am Kirchplatz, wo sich viele Kinder und Familien aus dem Dorf und der Umgebung zu Gesang und einer Andacht versammelten. Pater Roman Sprach Gebete und segnete die Martinsgänse. Der Tradition im Dorf folgend führten die Kommunionkinder die bekannte Legende mit der Mantelteilung des Heiligen Martin auf. Nach dem Spiel zog man singend in einem bunt leuchtenden, eindrucksvoll langem Martinszug vorbei am  Dorfplatz zum Feuerwehrhaus. Dort kam man gerne an den aufgestellten Tischen zusammen und wärmte sich an Feuerschalen. Gerhard Sachsenhauser grillte Würstchen und dazu gab es Glühwein, Punsch und Martinsgänse.

Mit Umzügen, Gottesdiensten und Gedenkfeiern gedachte man am Wochenende zum Volkstrauertag den Toten von Kriegen und Gewalt. Gemäß dem jährlichen Wechsel zwischen den Orten, zogen am Samstagabend in Niederviehbach die Ortsvereine mit Ihren Fahnenabordnungen in einem Fackelzug zur Pfarrkirche. In Oberviehbach zogen die Vereine am Sonntag beim Gottesdienst ein und auch hier versammelte man sich im Anschluss am Kriegerdenkmal zum Gedenken. Pater Roman sprach das Leid der Opfer von Kriegen und Verfolgung an und betete für sie. „Frieden in Europa ist nicht selbstverständlich. Nicht mit allen unseren europäischen Nachbarn gibt es ein entspanntes und belastungsfreies Verhältnis. Die Bereitschaft, zu verstehen und zu versöhnen, der Verzicht auf die rücksichtslose Durchsetzung eigener Interessen ist elementar für die Bewahrung des Friedens. Gerade deshalb ist es wichtig, dass wir gemeinsam der Opfer der Kriege gedenken und uns über Grenzen hinweg über vergangenes Leid, dessen Ursachen und die Voraussetzungen für ein friedliches Miteinander austauschen“, so Bürgermeister Birkner in seinen Ansprachen. Die Überwindung von Nationalismus und Rassismus, von Hass und Intoleranz, von Unterdrückung und Verfolgung brauche Mut und Ausdauer. „Haben wir diesen Mut. Gehen wir mit unserer Geschichte sensibel und verantwortungsvoll um. Bemühen wir uns redlich, sie auch aus der Perspektive anderer Nationen zu betrachten? So schwierig das manchmal ist, so lohnend ist es doch. Wir müssen diese Einsicht weitergeben an jene, auf die es morgen ankommt. Auch deshalb sind wir heute am Volkstrauertag hier und gedenken der Toten und Vermissten“, so der Appell von Birkner. Die Bürgermeister Johannes Birkner und Simon Hackl dankten den Geistlichen für die würdige und feierliche Gestaltung der Gottesdienste und der Andachten an den Kriegerdenkmalen, sowie den Krieger- und Soldatenkameradschaften und allen Pflegern der Kriegerdenkmale. Ihr herzlicher Dank galt weiter allen Spendern und Sammlern, sowie den KSK-Mitgliedern, anlässlich der Kriegsgräbersammlung und deren Organisatoren und Helfern. Die Arbeit des Volksbundes Deutscher Kriegsgräberfürsorge sei unverzichtbar, denn mit der Anlage und der Pflege von über 830 Kriegsgräberstätten in 45 Staaten schaffe der Volksbund nicht nur Orte des Gedenkens und des Nachdenkens, er gebe zugleich den Toten ihren Namen und damit einen Teil ihrer Würde zurück.

Am Mittwoch haben sich die Mitglieder des BRK-Seniorenclubs in der Pfarrkirche zum Rosenkranzgebet für die verstorbenen Mitglieder eingefunden. „In den vergangenen zehn Jahren sind 31 Mitglieder in den Frieden des Herrn eingegangen“, berichtete Clubvorsitzende Lisbeth Sterr. Besonders gedachte man der in diesem Jahr verstorbenen Paula Pollner, für sie wurde eine Kerze entzündet. Beim anschließenden Seniorennachmittag im „Binderbräu“ konnte Vorsitzende Sterr dann viele Senioren begrüßen und auch Bürgermeister Johannes Birkner, informierte in kurzen Worten über das Neueste au der Gemeindepolitik. Auch Sterr gab aktuelle Informationen über die Vorhaben des Clubs und auch an eine 90-jährige Jubilarin wurde gedacht.

KSK-Vorsitzender Franz Inkoferer Sprach über die Opfer der Kriege und verkaufte Kerzen zu gunsten des Volksbundes Deutsche Kriegsgräber, was gut angenommen wurde. Bei lustigen Einlagen kam der gesellige Teil des Nachmittages nicht zu kurz.

Der neue Abfuhrkalender 2023 von Niederviehbach steht absofort zum Download bereit.