Von der Arbeit der Vorstandschaft und der CSU im Gemeinderat berichtete Ortsvorsitzender Josef Dausend im Rahmen der Ortshauptversammlung im Gasthaus Binderbräu zu der man auch Landtagsabgeordnete Dr. Petra Loibl begrüßen konnte. Neben zahlreichen Vorstands- und Fraktionssitzungen habe man auch an allen überörtlichen Versammlungen und Besprechungen auf Kreisebene teilgenommen. Der Schwerpunkt liege in diesem Jahr auf den Bezirks- und Landtagswahlen.

Mit einem bewährten Team, kann man dabei in die Wahlwerbung gehen, denn alle Vorstands- und Ausschussmitglieder stellten sich zur Wiederwahl und wurden einstimmig gewählt. Ortsvorsitzender bleibt Josef Dausend mit seinen Stellvertretern Josef Daffner, Simon Hackl und Erwin Duschl. Schriftführerin ist Marta Homer und Josef Daffner übernimmt die neue Position des Digitalbeauftragten. Als Beisitzer fungieren weiter Sebastian Hobmeier, Josef Neumeier, Johannes Birkner, Katharina Czoppik, Peter Kosnar, Andreas Birkner, Hermann Deubzer und Alfons Jänsch. Gewählt wurden auch die Delegierten für die Kreisvertreterversammlung.

Unter dem Tagesordnungspunkt „Für Bayern das Beste“ stellte die Heimatabgeordnete Dr. Petra Loibl eingangs fest, dass Vieles – wenn nicht Alles – im letzten Jahr 2022 anders gekommen sei, als alle gedacht haben. „In der Welt, in der wir uns gut eingerichtet haben, ist es unruhiger geworden“. Demokratie, Freiheit, Sicherheit und mit Blick in die vom schrecklichen Erdbeben getroffenen Gebiete in der Türkei und Syrien auch ein sicheres Dach über dem Kopf seien nicht mehr so selbstverständlich, wie es in der Vergangenheit erschien. „Wir sehen uns zusehends mit Strömungen konfrontiert, die versuchen, unsere Gesellschaft von innen zu spalten – dagegen müssen wir etwas tun, dagegen können wir etwas tun, dagegen tun wir was“, stellte die Landtagsabgeordnete fest. Bayern sei seit Jahren das sicherste Land in Deutschland; die ausgezeichnete Sicherheitslage verdanke man auch der leistungsfähigen Polizei. Bayern habe bundesweit die geringste Arbeitslosigkeit – Industrie, Mittelstand und Handwerk gelte es, beste Standortbedingungen zu gewähren. Der Arbeits- und Fachkräftemangel sei einer der zentralen wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Herausforderungen für den zukünftigen Wohlstand. In Bayern setze man auf ein Maßnahmenpaket mit drei Eckpfeilern: Aktivierung des Fachkräftepotenzials, Qualifizierung und Weiterbildung mit kostenloser Meisterausbildung und gezielter Zuwanderung von Fachkräften. Bayern sei in Deutschland klimapolitischer Spitzenreiter. Bis 2040 will unser Bundesland klimaneutralwerden. Natur-, Umwelt- und Artenschutz gehe nur zusammen mit den Landwirten. Der Freistaat seit der landwirtschaftliche Motor Deutschlands. Jeder dritte deutsche Bauernhof sitze in Bayern.

Außerdem sei man  Waldland und Ökoland Nummer ein. Die Tierhaltung solle entgegen der Bestrebungen der Bundesregierung im Land gehalten werden.

Die zukünftig weitere gute Versorgung des Ländlichen Raumes mit Straßen, ÖPNV, Kinderbetreuungseinrichtungen habe oberste Priorität. Der Erhalt der Mittelschulen und der Krankenhäuser seien die allerwichtigsten Herausforderungen.  Für die CSU sei 2023 landespolitisch ein sehr wichtiges und herausforderndes Jahr. Es gelte, mit einem sehr guten Ergebnis die Landtags- und Bezirkstagswahl 2023 zu bestehen. Als Direktkandidatin für den Landtag tritt wieder Dr. Petra Loibl an, als Listenkandidatin für den Landtag Claudia Geilersdorfer, zukünfig stellvertretende Landrätin des Landkreises Landshut aus Vilsbiburg an.

Für den Bezirkstag geht wiederum Monika Maier ins Rennen, für die Bezirkstagsliste kandidiert Landrat Werner Bumeder. Gerade der von der Abgeordneten angesprochene Erhalt der Mittelschulen und weitere Themen betreffen den Ort ganz konkret und so schloss sich an das Referat von Loibl eine intensive Diskussion insbesondere auch über die Themen der Landwirtschaft, dem Gesundheitsbereich und die Energieversorgung an.

Seit Jahresbeginn wird im gesamten Bundesgebiet wieder der Mikrozensus durchgeführt. Bei dieser Erhebung handelt es sich um Deutschlands größte jährliche Haushaltsbefragung im Zuständigkeitsbereich der Statistischen Ämter des Bundes und der Länder. Auch in unserer Gemeinde wurden für 2023 Anschriften für die Mikrozensus-Befragung ausgewählt. Die dort wohnenden Haushalte werden daher im Verlauf des Jahres 2023 eine Aufforderung zur Teilnahme an der Erhebung erhalten.

Unter folgendem Link finden Sie nochmal die gesamte Pressemitteilung zum Nachlesen.

https://www.statistik.bayern.de/presse/mitteilungen/2023/pm022/index.html

Die Gemeindekasse weist auf die Bezahlung der am 01.04.2023 fälligen Hundesteuer hin.

Wer im Gemeindegebiet einen Hund hält, muss ihn unverzüglich der Gemeinde melden. Die jährliche Steuer beträgt lt. Satzung für den ersten Hund 30 Euro und für jeden weiteren Hund 50 €. Die Satzung ist auf der Gemeinde-Homepage nachzulesen.

Die Abmeldung wegen Besitzwechsel, Umzug und Tod kann durch formlose schriftliche oder mündliche Mitteilung an die Verwaltung erfolgen.

Erfolgreiches Vereinjahr der Krieger- und Soldatenkameradschaft

Auf ein gutes Vereinsjahr konnte die im letzten Jahr neu gewählte Vorstandschaft mit Vorsitzendem Jürgen Gruber bei der Jahreshauptversammlung der Krieger- und Soldatenkameradschaft am Sonntag im Feuerwehrvereinsheim zurückblicken. Höhepunkte waren dabei der Kriegerjahrtag im Juli mit besonderen Ehrungen und das Grillfest im August und auch beim Volkstrauertag war man vertreten. Mit 1001 Euro an Spenden konnte man bei der Kriegsgräbersammlung ein neues Rekordergebnis erzielen und beim Nikolausmarkt war man erstmals mit einem Stand dabei.

Das ganze Jahr über war man aktiv und beteiligte sich an vielen Aktionen, Festen und Veranstaltungen der Ortsvereine und in der Umgebung und stellte eine Mannschaft bei der Dorfmeisterschaft der Schützen.

Geplant und besprochen wurden die Aktivitäten in diversen Vorstandssitzungen, man kümmert sich um das Kriegerdenkmal, wo alljährlich ein Christbaum aufgestellt wird und bewährt habe sich das Schloss für das Vereinstaferl das Kurt Rapp angebracht hat, so Gruber.

Den Mitgliedern hat man zu runden Geburtstagen gratuliert. Den Mitgliederstand bezifferte Gruber unverändert mit 101 Mitgliedern, davon elf Ehrenmitglieder. Auch wenn die KSK gut dastehe, zeichne sich für die Zukunft die Problematik des Nachwuchses ab, weshalb man seit Ende der Wehrpflicht auch ungediente bei der Mitgliederwerbung anspreche. Beim Gedenken an die verstorbenen Mitglieder gedachte man insbesondere dem im Dezember verstorbenen Josef Rennschmid, dem man mit einer Fahnenabordnung das letzte Geleit gab. Einnahmen konnte man durch die Mitgliedsbeiträge, dem Grillfest und den Stand am Nikolausmarkt erzielen, so Kassier Rainer Reuter. Die größten Ausgaben hatte man durch den Jahrtag, Veranstaltungsteilnahmen, Geschenke und Ehrungen. Die Kasse schloss mit einem kleinen Minus, welches durch gute Rücklagen gedeckt wurde. Einwandfreie Kassenführung bestätigten die Kassenprüfer Christian Seisenberger und Hans Gilg. Bürgermeister Johannes Birkner dankte dem Verein, der auf 202 Jahre zurückblicken kann. Herausragend sei der Altar von Fritz Striegl am Jahrtag. Gretal und Rudi Uhrmann hätten die Pflege des Kriegerdenkmals gut im Griff und mit der Kriegsgräbersammlung erziele man tolle Ergebnisse. Toll sei auch das Grillfest des Vereins.

Zukunft brauche Erinnerung. Ein großes Anliegen war dem Bürgermeister daher der Appell für den Frieden. Ihm selbst sei es noch möglich gewesen, mit Kriegsteilnehmern in der Familie zu sprechen. Es gäbe Naturkatastrophen und Unfälle aber Kriege sollten der Vergangenheit angehören. Friede beginne im Kleinen und müsse in die Welt getragen werden, so Birkner. Intensiv diskutiert wurde die Anschaffung von einheitlicher Vereinskleidung. Ein Vorschlag von Gruber war die Anschaffung von Polohemden. Josef Paringer schlug einheitliche Vereinskleidung vor, mit der sich der Verein würdig in der Öffentlichkeit und bei Veranstaltungen zeigen könne. Auch bei den Vereinsabzeichen wünschte sich Gruber eine bessere Qualität. Als ersten Schritt einigte sich die Versammlung auf die Anschaffung von weißen Vereinshemden mit dem Vereinszeichen auf der Brust, welche dann zum Gründungsfest der Feuerwehr zum Einsatz kommen sollen. Ein Problem sei das Schießen beim Jahrtag, dazu suche man einen Kanonier, der die dazu notwendige Prüfung ablege. Fritz Striegl übernimmt solange die Vertretung. Im April plant man einen Arbeitseinsatz am Kriegerdenkmal und am Vatertag will man wieder eine Wanderung zum Grillfest der KSK in Niederviehbach unternehmen.

Große Werke – große Zahlen

Zur wieder regulär stattfindenden Jahreshauptversammlung kamen die Feuerwehrleute der Freiwilligen Feuerwehr am Samstag im Gasthaus Binderbräu zusammen. Die Gaststube war voll und die aktiven Funktionsträger konnten verdiente Ehrenmitglieder genauso begrüßen wie viele Nachwuchskräfte, sowie Vorstand und Kommandant aus Oberviehbach. Nach der Begrüßung durch Vorstand Andreas Birkner gedachte man zunächst den verstorbenen Kameraden, insbesondere den im letzten Jahr verstorbenen Mitgliedern Johann Daffner, Hermann Müller und zuletzt Karl Augustin. Nach dem gemeinsamen Abendessen hielt Andreas Birkner Rückschau auf die Aktivitäten des Feuerwehrvereins.

Herausragend war dabei das 150-jährige Gründungsfest, das man mit großem Zusammenhalt zu einem unvergesslichen Erlebnis für die Mitglieder und viele Besucher machte. Es war nach den vielen Einschränkungen der Coronapandemie zugleich auch für den ganzen Ort und alle Besucher die erste große Veranstaltung zu der man wieder zusammenkam. Schon lange im Voraus gab es dazu viele Festausschussitzungen, Bierprobe, Schirmherrnbitten, Triumphbogenaufbau, Schönwetterbitten, Fotermin und Werbeaktivitäten und Aktionen rund um die Vereinsfahne. Das ganze Jahr über war der Feuerwehrverein vielfältig im Einsatz und das mit vielen kleinen und großen Aktionen, die Birkner chronologisch aufzählte. Man beteiligte sich am Ukrainehilfstransport, besuchte die Veranstaltungen im Ort und benachbarter Feuerwehren, traf sich zum Ostermontagsfrühschoppen, lud zum Muttertagsbasteln, half beim Maibaumaufstellen, hielt den traditionellen Kameradschaftsabend, beteiligte sich am Ferienprogramm der Gemeinde, traf sich zum Kartenspielen und Skifahren und kam zu den runden Geburtstagen der Mitglieder. Die Nase vorn hatte man bei der Dorfmeisterschaft der Seeschützen und die Christbaumversteigerung am Stephanietag war so gut besucht, wie nie zuvor. Ein Glanzlicht waren der erst kürzlich wieder organisierte Faschingsball mit vielen Einlagen und das Bratheringessen.

Über jede Menge Veranstaltungen konnte Vorsitzender Andreas Birkner berichten.

Birkner dankte dabei seinen Mitgliedern für die fleissige Unterstützung und die gute Zusammenarbeit in der Vorstandschaft. Über jeden Menge Einsätze berichtete dann Kommandant Stephan Neumeier, allein während er dreitägigen Fahnenweihe, sei mal dreimal direkt aus dem Zelt ausgerückt.

Detailliert berichtete der Kommandant über 41 Einsätze von der Feuerwache am Sonnwendfeuer, einem Garagenbrand, Küchenbrand, einen Zimmerbrand in Oberviehbach, einem Flächenbrand bis zu Großbränden war alles Mögliche zu tun. Jede Menge Arbeit hatte man mit Autounfällen auf der Staatsstraße und der Autobahn. Gerufen wurde man zur Bergung von Autos und Lastwägen aber auch zu einer Großtierrettung und zu verschiedensten Verkehrsabsicherungen. Die Großzahl der Einsätze erfolge im Gegensatz zu früher tagsüber so Kommandant Stephan Neumeier, der darum bat, auch tagsüber schnell zu kommen. 2130 Stunden wurden von den aktuell 52 Aktiven geleistet. In 82 Übungen habe man alle möglichen Szenarien ausprobiert. Eine große Übung fand im Kindergarten statt. Eine große Funkübung war in Dingolfing. Gut eingespielt habe sich die Schlauchpflegehalle in Langthal. Gefallen habe auch der Besuch der Eltern -Kind Gruppe. Eine große Veranstaltung war auch das Leistungsabzeichen am 1. Oktober in der Viehbachhalle. Änderungen gäbe es auch in der Alarmierung. Die bekannten Piepser werden umgestellt. Neu sei die Feuerwehrlarlarmierung über Alarmos. Eine große Sache sei die Ausgabe der neuen Helme gewesen, welche man mit Hilfe der Gemeinde anschaffen konnte. Für das 23 jahre alte Feuerwehrauto plane man ein Ersatzbeschaffung. Nach einem Lehrgang, habe man jetzt 26 ausgebildete Atemschutzträger, welche zu vier Einsätzen ausgerückt seien und eine Reihe von Prüfungen abgelegt hätten. 18 Mitglieder habe man bei der Jugendfeuerwehr, berichete Josef Daffner, der mit Josef Neumeier den Nachwuchs betreut. Der Wissenstest wurde nachgeholt, man habe sich um die Jugendleistungsabzeichen bemüht und begann mit der Modularen Truppausbildung. Über gute Einnahmen konnte Kassier Christian Ganslmeier berichten. Viele Spenden und die Christbaumversteigerung brachten ein besondere Ergebnisse. Der große Posten des Gründungsfestes wurde von Erich Reuter separat vorgetragen. Bestätigt wurden deren Ausführungen von den Kassenprüfern. Als grandioses Fest, bezeichnete Bürgermeister Johannes Birkner das Gründungsfest. Die Zusammenarbeit mit anderen Vereinen war unbeschreiblich, so der Bürgermeister, der Feuerwehrball suche seinesgleichen. Er dankte dem Verein für die gute Jugendarbeit und das große Engagement. Wichtige Termine seien das Maibaumaufstellen am ersten Mai, die Florianifeier sowie das Grillfest am 21.Mai wozu Vorsitzender Andreas Birkner alle Mitglieder und Freunde einlud.

Kommandant Stephan Neumeier informierte über die Einsätze des vergangen Jahres

Der Katholische Frauenbund veranstaltet am Freitag, den 10. März einen Abend zum Thema: „Das Immunsystem der Seele stärken“.

Die Referentin Frau Michaela Blattnig ist Resilienz-Trainerin. Resilienz bedeutet psychische Wiederstandskraft und damit die Fähigkeit, schwierige Lebenssituationen ohne anhaltende Beeinträchtigungen zu überstehen. In den momentan schwierigen Zeiten ist dies ein hoch aktuelles Thema. Mit Hilfe von Resilienztraining werden Faktoren wie Lösungsorientierung, Optimismus und Eigenverantwortung geschult. Frau Blattnig wird einen Einblick in dieses Training geben und den Teilnehmerinnen eine Vielzahl an Übungen und Tipps für den Alltag an die Hand geben. Da Frau Blattnig Bildungsreferentin des Deutschen Katholischen Frauenbundes Regensburg ist übernimmt der KDFB-Verband ihr Honorar. Beginn dieses Abends ist um 19 Uhr im Pfarrsaal Niederviehbach.

Alle interessierten Frauen aus Niederviehbach und Umgebung sind herzlich dazu eingeladen.

Der Verschönerungs- und Kulturerhaltungsverein hat am Dienstag in den Gasthof Binderbräu geladen, um den letzten Faschingsabend in Heiterkeit ausklingen zu lassen. Dabei handelte es sichallerdings nicht einfach nur um einen Kehraus, sondern um ein „Faschingseigrab´n mit Gremess“. Völlig logisch, hat man doch im vergangenen Jahr am Martinitag den Fasching mit einer großen Feier in der Viehbachhalle aufgeweckt. Die Gaststube war bis auf den letzten Platz gefüllt, die meisten Gäste waren entsprechend dem Anlass in Trauergewand erschienen. Als Ehrengäste fanden sich „König Ludwig II.“ (Ludwig Thoma jun.) mit seiner Begleiterin Kaiserin Sissi (Jonathan Haider) sowie dem dazugehörigen Hofmarschall (Andreas Hofman) ein. Die Vorsitzende Katharina Daffner begrüßte kurz alle Anwesenden und machte deutlich, dass die nächsten Stunden in fröhlicher Faschingsmanier verlebt werden möchten. Für beste Stimmung sorgten die Musikanten Jakob Huber und Magnus Karpfhammer. Traditionell wurde eine kleine Tombola mit allerlei brauchbaren und unbrauchbaren Gegenständen abgehalten. Besonders begehrt waren selbstverständlich die beiden Hauptpreise, die von den Ehrengästen selbst zur Verfügung gestellt wurden, nämlich ein Parfüm der Kaiserin und der rechte Handschuh des Königs. Besonders beeindruckend gestaltete sich das Faschingseingraben selbst. Der Fasching, der sich unter den Feiernden tummelte, wurde noch vielfach mit „NarraVia!“ befeuert. Dann verfinsterte sich aber die Gaststube und dunkle Gestalten klopften an die Fenster. Der Fasching wurde sichtlich immer schwächer und wurde schließlich von den Totengräbern geholt. Als es mit ihm zu Ende ging, wurde er in seinen Sarg gelegt und die Trauergemeinde versammelte sich unter freiem Himmel vor dem Gasthof, um Abschied zu nehmen. König Ludwig II. hielt eine ergreifende Trauerrede vom Balkon aus, zu der die Kaiserin Sissi schluchzend ihre Anteilnahme zugab. Ausführlich lies der König den Fasching in Niederviehbach Revue passieren und ging dabei besonders auf die Narren ein, die sich in diesem Jahr unter der Fahne des Verschönerungsvereins zusammengetan haben, um für Niederviehbach einen Faschingswagen zu bauen. Die Teilnahme an den Umzügen in Niederaichbach und Teisbach bezeichnete er als einen vollen Erfolg. Anschließend wurde mit mystischer Inszenierung der Fasching sehr eindrucksvoll in seinem Sarg zu Grabe getragen. Doch so viel sei verraten, am 11.11.2023 wird er wieder aufgeweckt.

Bei milden Temperaturen kam das närrische Volk am Samstagnachmittag zum Faschingsumzug zusammen, den der TSV erfolgreich wieder hat aufleben lassen. Schon beim Treffpunkt am Gemeindezentrum schwangen so manche das Tanzbein, naschten Süßes oder genehmigten sich einen Schluck ihres Lieblingsgetränkes. Um halb vier ging es dann los. Der volksfesterfahrene Georg Gürtner übernahm das Kommando des Gaudizuges mit hunderten Mitwirkenden. Mit Pfeifen und Trommeln setzte sich der Zug in Bewegung. Mit bei den Vordersten war der Rosamunde Pilcher Stammtisch und der Bürgermeister mit wallendem Haar und der Feuerwehr rückte nach. Mit großem Aufgebot und leuchtend orange, passend zum seit dem Feuerwehrball bekanntem Partygetränk Aperol Spritz, war die Feuerwehr Oberviehbach vertreten und versäumte es nicht, auf das Gründungsfest im September rechtzeitig hinzuweisen. Vertreten waren natürlich Gruppen des TSV als Veranstalter und wie sollte es anders sein, auch der Verschönerungs- und Kulturerhaltungsverein hatte seine wahre Freude mit dabei zu sein, bevor man das Faschingsfinale am Faschingsdienstag endlich wieder mit dem bekannten Kehraus des Vereins im Binderbräu feiern kann.

Aus Teisbach kamen die Besucher der Kindergarde aber auch bis aus dem Wilden Westen und Mexiko waren die Faschingsnarren angereist. Cowboys und Indianer rauchten die Friedenspfeife aber auch viele Clowns, Zwerge und Fabelwesen waren unterwegs. Große Tiere wie Giraffen waren genauso begeistert dabei, wie kleine Küken und Mäuschen. Aber auch edle Damen und Herren aus dem Ort und von Auswärts ließen es sich nicht nehmen mit von der Partie zu sein. Auffällig viele Vertreter des fahrenden Volkes waren diesmal in Niederviehbach zu sehen, ihnen hat der jahrelange Faschingsentzug wohl besonders zu schaffen gemacht. Sie hatten ein mobiles Lagerfeuer dabei, kochten scharfe Suppen und haben sich mit viel Proviant auf einen Aufenthalt im Ort mindestens bis zum Faschingsdienstag eingestellt. Erfreut waren auch die Zuschauer am Straßenrand und an den Fenstern über das Spektakel, das sich ihnen bot. Dazwischen die Hochradfahrer des Verschönerungsvereins und wem es zu leise wurde, der hatte seine Bassboxen mit dem Handwagerl dabei.

Alles sollte sich mit Muskelkraft bewegen, so die Auslobung des Turn- und Sportvereines. Zurück vom Umzug war dann Faschingsfest am Gemeindezentrum angesagt. Im Freien gab es Stände mit Verpflegung, warmer Suppe, Sandwiches, Würstchen und Pommes und auch im Foyer der Viehbachhalle lud man zu verschiedenen Getränken und zum Kuchenbuffet.

Darauf hatten die Kinder sehnsüchtig gewartet. Endlich wieder Kinderfasching, am Sonntag luden die Seeschützen alle kleinen und großen Faschingsnarren zum Ball in die Viehbachhalle und die kamen zahlreich und mit großer Begeisterung. Piraten, Feen, Prinzessinen und alle möglichen Gestalten genossen es sich zu zeigen und herumzutollen. Fetzige Faschingsmusik war geboten und da gab es kein Halten mehr für groß und klein. Vorsitzender Bernhard Reif moderierte als bunt gekleideter Hippie und Gattin Petra Reif war als Clown unterwegs. Sämtliche Mitglieder der Seeschützenwaren aktiv. Für Staunen sorgten die Auftritte der neuen Niederviehbacher Garde „Flashgirls“ und dem „Space Club“ aus Altheim. Sein Glück konne man an der Wurfbude, mit dem Lichtgewehr oder an der Lostombola versuchen. Die Eltern nutzten die Verschnaufpause gern, um sich bewirten zu lassen. Die Mitglieder sorgten für Essen und Getränke und boten ein großes Kuchenbuffet

Eine als Kasperl verkleidete Seniorenclubvorsitzende Lisbeth Sterr begrüßte am Mittwoch die gut gelaunten und maskierten Senioren und das, wie bekannt in Versform. Bei Kaffee und Krapfen kam eine tolle Stimmung in der Gaststube beiim Binderbräu auf. Hans Berger zeigte einen Film aus dem Jahr 1974. Bilder eines Faschingsumzuges mit den Gegebenheiten aus der damaligen Zeit.

Auch wenn leider viele mitwirkende Personen, mittlerweile verstorben sind, kannte man viele Gesichter und einige konnten sogar sich selbst erkennen. Für die damalige Zeit war es eine große Leistung, welche das Dorf auf die Beine stellte. Auch die Trauung eines Faschingspaares auf dem Misthaufen (an der Stelle der heutigen Raiffeisenbank) erlebten viele Zuschauer. Für die Hochzeitsgesellschaft wurde im Binderbräusaal zum Tanz aufgespielt. Viele Zuschauer sämten damals die Straße. So war die gute alte Zeit Z‘ Viabo, so das Resümee der Filmseher. Der Kasperl bedankte sich bei Hans Berger und gab auch gleich weitere Informationen bekannt. Mit lustigen Witzen endete der spassige Faschingsnachmittag.

Vom Faschingsfieber wurden die Bewohner des Hauses Hinterkreuth angesteckt, als die Kindergarde der Narrenhochburg Teisbach das Haus letzten Samstag besuchte.  Nachdem sich die Kinder mit Würstl und Brezen gestärkt hatten, erfreuten sie die Bewohner mit absolut hervorragenden Tanzeinlagen. Die Bewohner und auch die Mitarbeiter waren einfach nur begeistert von dieser gelungenen Abwechslung und Darbietung. Einigen Mitarbeitern wurde für ihre besonderen Dienste der Faschingsorden verliehen. Der Fasching ist in Hinterkreuth auf fruchtbaren Boden gestoßen und man wird sich noch lange an den fröhlichen Tag erinnern.

Nach der zweijährigen Coronapause freute sich die Jugendabteilung des TSV wieder die Gastmannschaften der SG Loiching/Teisbach, der Spielvereinigung Niederaichbach und den TSV Kirchberg zum diesjährigen Hallenturnier begrüßen zu dürfen. Während am Vormittag die G-, E- und C-Jugend das Publikum mit vielen Toren begeisterte, füllte am Nachmittag die F-Jugend mit acht Mannschaften die Halle. Schon weit vor der Begrüßung füllte sich die Tribüne der Bürgermeister-Daffner-Sporthalle. Neben 25 packenden Partien wurden die Zuschauer mit vielen Köstlichkeiten und Getränken bestens versorgt. Zwischendurch erhitzten der Nachwuchs der Formation Girls aus Mirskofen und der Flashgirls aus Niederviehbach mit ihren Showtanzeinlagen für Stimmung. Am meisten freuten sich alle Beteiligten, dass die Kinder tolle Stunden beim Viehbachcup verbringen durften und ein Blick in die strahlenden Augen war mehr als Dank genug. Zum Schluss sicherten sich folgende Mannschaften den Sieg: G-Jugend: TSV Niederviehbach, F-Jugend: SG Loiching/Teisbach 1, E-Jugend: SpVgg Niederaichbach und die C-Jugend: SG Loiching/Teisbach 1. Alle Spieler der teilnehmenden G- bis E-Jugendmannschaften erhielten zu Ihrer Freude einen Pokal und die Vereine der C-Jugend bekamen von Jugendleiter Andreas Wastian einen neuen Spielball überreicht. Die Veranstalter des TSV Niederviehbach dankten allen Mannschaften für die Teilnahme und allen Helfern und dem Sponsor, der VR-Bank Mengkofen-Landau eG. Schon jetzt freut man sich auf die Neuausrichtung in der Saison 2023/2024.