aus personalbedingten Gründen muss der Blutspendetermin am 12.04.2023 abgesagt werden.

Die Bürgerversammlung findet dieses Jahr am Sonntag, 02.04.2023 in der Viehbachhalle um 19:00 Uhr statt.

Die Vorbereitungen für das Theater der Heimatbühne laufen auf Hochtouren. Seit Anfang Februar treffen sich die Spieler und Spielerinnen unter der Leitung von Gundi Thurner regelmäßig zum Proben, damit sich der Vorhang Mitte April in der Viehbachhalle öffnen kann. Gespielt wird das Stück „Florian zur Ehr!“, ein heiterer Feuerwehrschwank von Katharina Daffner. Nach ihrem Erstlingswerk „Wallfahrt und Weihwasser“, das im Jahr 2018 im Wilhelm-Köhler-Verlag erschienen ist, handelt es sich hierbei um das zweite Mundartstück der Autorin. Für die Theatergruppe eine ganz besondere Angelegenheit.

Welturaufführung

Nicht nur, weil die Autorin aus den eigenen Reihen stammt und dabei selbst eine Rolle übernimmt, sondern vor allem deswegen, weil es sich hier um die Welturaufführung des Stücks handelt. Es wird die Geschichte des Dörfchens Floriansberg erzählt, das völlig in Aufruhr ist, weil die Feuerwehr mit der des Nachbarortes Talham zusammengelegt werden soll. Gerade ein Dorf, das vor einigen Jahren fast vollständig abgebrannt ist, trifft diese Entscheidung hart. Trotz aller Gegenwehr der Dorfbewohner lassen Landrat und Bürgermeister nicht mit sich reden. Als daraufhin fast alle ihren Feuerwehrdienst quittieren und nur eine kleine Mannschaft übrig bleibt, beschließt der alte Nepomuk seine Kontakte zum Heiligen Florian wieder aufleben zu lassen. Er setzt sich mit einer Figur des Heiligen auf die Parkbank vor das Feuerwehrhaus und hofft, dass der Heilige kommt, um die Feuerwehr Floriansberg zu retten. Aber ob das tatsächlich funktioniert?

Bekannte und neue Gesichter

Unter den Mitwirkenden sind dieses Jahr wieder bekannte Gesichter wie Josef Daffner, Katharina Daffner, Hans J. Eder, Jonathan Haider, Andreas Hofmann, Maria Köndl, Bernhard Reif, Michael Ruhland, Ludwig Thoma, Gundi Thurner und als Bühnenbauer Armin Breuer mit Alex Hajdu sowie Petra Reif als Souffleuse. Zudem finden sich auch zwei neue Spieler in der Gruppe, nämlich Stefan Brandl und Lea Nikolaus. Die Aufführungen des Dreiakters finden am Donnerstag 13. April, Freitag 14. April und Samstag 15. April jeweils um 19 Uhr, sowie am Sonntag, den 16. April um 17 Uhr statt. Die Heimatbühne lädt dazu recht herzlich in die Viehbachhalle in der Schulstraße ein. Eine Stunde vor Veranstaltungsbeginn und in den Pausen ist mit warmen Würsten und vegetarischen Snacks für das leibliche Wohl gesorgt. An der Bar kann man den Abend ausklingen lassen. Karten gibt es ab 1. April beim Gasthof Binderbräu und an der Abendkasse, die 60 Minuten vor Vorstellungsbeginn öffnet. Alle aktuellen Informationen können jederzeit auf der Homepage der Heimatbühne unter www.heimatbühne-niederviehbach.com eingesehen werden.

Rathausanbau und Waldkindergarten – Sanierung der Gemeindestraßen bewegt die Gemeinderäte

Fünf Varianten für einen Anbau des Rathauses stellte Christoph Zehetbauer von der Verwaltung dem Gemeinderat in der Sitzung am Dienstag vor. Die Variante drei, die von der Verwaltung favourisiert wird, überzeugte dabei auch die Gemeinderäte und soll Grundlage für einen Bauantrag werden. Vorgesehen ist dabei, den bestehenden Sitzungssaal in drei Büros umzubauen und einen neuen Sitzzungssaal und einen Besprechungsraum, der auch als Trauzimmer genutzt werden kann, anzubauen. Eine Erweiterung solle dann auch genügend Lagerflächen bieten, so die Meinung von Christian Seisenberger und Alfred Maierhofer. Auf Lagermöglichkeiten bei der Bücherei verwies Stephan Fuchs. Wenn im Rathaus ein Trauzimmer eingerichtet werde, brauche es kein weiteres im Stapfnerhaus, so Fuchs. Auch wenn die Einsparmöglichkeiten mit einer kleineren Variante nicht besonders groß sind, so erinnerte Wolfgang Hölzl an die Mehrkosten bei der großen Variante beim Bau der Zweifeldhalle. Alfred Maierhofer brachte im Zuge der Digitalisierung nochmal eine kleinere Variante ins Gespräch. Josef Daffner forderte, dass die neuen großen Büros auch jeweils zwei Arbeitsplätze ermöglichen sollten und im Zuge des Anbaus auch die Außenflächen erneuert werden sollen. Zustimmung gab es beim Antrag einer Nutzungsänderung einer Einliegerwohnung am Karglhof zu einer Ferienwohnung. Die Umnutzung von Wohnungen in Beherberungsbetriebe wurde allerdings von einigen Gemeinderäten kritisch gesehen.

Kinder sollen im Ort bleiben

Weiter gekommen sind die Planungen für einen Waldkindergarten in Hattenkofen. Bereits im September aber spätestens im Frühjahr 2024 will man das Projekt für 20 Kinder realisieren. Beispiele für einen dazu notwendigen Bauwagen wurden vorgestellt. Man rechnet dabei mit Kosten von rund 100 000 Euro, will aber weitere Angebote einholen. Weitere Einzelheiten will man bei einem Ortstermin in der kommenden Woche klären. Ursula Tafelmayer legt großen Wert darauf, dass es für die Kinder der Gemeinde Angebote am Ort gibt, damit auch die sozialen Kontakte der jungen Bürger nicht verloren gehen. Sie erkundigte sich nach den Zukunftsprognosen für die Kinderbetreuung anhand der aktuellen Geburtenzahlen. Sie fordete auch Maßnahmen am bestehenden Kindergarten, um in Zukunft genug Kinder aus der Gemeinde aufnehmen zu können. Erwin Duschl forderte eine möglichst großzügige Umsetzung bei der Anschaffung eines Bauwagens. Mindestens zwei Personen als Schöffen soll die Gemeinde dem Amsgericht in Landau vorschlagen. Vier der neun Bewerber sollen als Jugendschöffe vorgeschlagen werden. Die Auswahl und Benennung erfolgt dann durch das Gericht. Das kurze Teilstück des Radweges zwischen Oberviehbach und Kirchberg, das vor der Ortseinfahrt sehr nahe entlang der Kreisstraße verläuft, wurde mit zusätzlichen Straßenpfosten gesichert, so Bürgermeister Birkner. Eine weitergehende Sicherung mit Leitplanken sei aufgrund des zu geringen Verkehrsaufkommen nicht möglich. Genau dies forderte aber Gerhard Sachsenhauser, er ist der Meinung früher oder später würde sich dort ein Unfall ereignen. Keine Einwände gab es zu den Planungen des Obst- und Gartenbauvereins Oberviehbach, eine Ruhebank beim Radweg aufzustellen.Vorgestellt wurde auch eine angepasste Variante für die Beschriftung der Bürgermeister-Daffner-Sporthalle, die jetzt so umgesetzt werden soll.

Sanierungsbedarf der Gemeindestraßen

Nachdem Josef Daffner sich erneut über den Sachstand der geplanten Sanierung der Gummeringerstraße informierte, gab es intensivere Diskussionen über den Sanierungsstau der Gemeindestraßen. Erwin Duschl forderte eine Bestandsaufnahme und einen Plan für die Sanierungen.

Christian Seisenberger wiederholte seine Forderung nach einer Sanierung der Toilettenanlagen der Viehbachhalle, die auch von vielen Gästen genutzt werden und wichtig für das Erscheinungsbild der Gemeinde seien.

Eine Freude war es Bürgermeister Johannes Birkner, zu Beginn der Sitzung, Gemeinderat Josef Retzer zur ihm am Montag verliehenden Kommunalen Verdienstmedaille zu gratulieren. Seit nahezu vier Jahrzehnten setze Retzer im Gemeinderat Impulse, so die Laudatio, die Birkner verlas.

Über die Aktivitäten des letzten Vereinsjahres der Krieger- und Soldatenkameradschaft von 1884 berichtete Vorsitzender Franz Inkoferer bei der Jahreshauptversammlung am Samstag im Gasthaus Binderbräu, zu der man auch eine Abordnung der KSK Oberviehbach begrüßen konnte. Zunächst gedachte man der verstorbenen Mitglieder und namentlich der im vergangenen Jahr verstorbenen Ehrenfahnenmutter Paula Pollner, Kassenprüfer Hermann Müller und Johann Braun senior. Vorbereitet und geplant wurden die Aktivitäten in sieben Vorstands- und Beiratssitzungen. Zu den wichtigsten Veranstaltungen zählen das Grillfest im Mai und der Jahrtag, den man eindrucksvoll mit Festzügen begangen hat und der seit Gründung der KSK Tradition im Ort hat, so Inkoferer. Großen Stellenwert habe der Volkstrauertag und das Kriegerdenkmal, das man das ganze Jahr über pflege und an Weihnachten mit einem Christbaum mit Lichterkette schmückt.

Sammlungen mit immer neuen Rekordergebnissen

Herausragend sei seit Jahren die Kriegsgräbersammlung und der Kerzenverkauf. Auch im letzten Jahr konnte man knapp 3000 Euro weiterleiten, und das ist einmalig im weiten Umkreis. Erfolgreich war auch die im letzten Jahr wieder durchgeführte Christbaumversteigerung. Dazu gratulierte man den Mitgliedern zu runden Geburtstagen und beteiligte sich an den kirchlichen Festen und den Veranstaltungen der Ortsvereine. Auch bei den Dorfmeisterschaften war man mit Mannschaften vertreten und erzielte gute Platzierungen. Erfreut und dankbar zeigte sich Inkoferer dabei über die Beteiligung der 78 Mitglieder, die das ganze Jahr über mit dabei sind und gut zusammenarbeiten. Mit Sorge blickte der Vorsitzende aber in die Zukunft, ob sich weiter auch jüngere Mitglieder finden würden. Die Schrecken und Greuel der Kriege erscheinen heute vielen weit weg. Diese Sorge teilte auch Bürgermeister Johannes Birkner in seinen Grußworten. Ihm war es noch möglich, dass ihm Verwandte von den eigenen Erlebnissen und Schicksalsschlägen des Krieges in eigenen Worten berichten konnten. Doch gerade zeige sich wieder das Fiasko eines Krieges in Europa und er appelierte daran, die Wichtigkeit des Friedens zu erkennen und der beginne im Kleinen bei jedem Einzelnen.

Birkner dankte Franz Inkoferer für seinen Jahrzehntelangen Einsatz und die Durchführung eines herausragenden Jahrtages. Die Pflege des Kriegerdenkmales sei ein Aushängeschild für verstorbene Vorfahren. Sein Dank galt auch allen Spendern und Sammlern bei der Kriegsgräbersammlung. Nachdem während der Coronamaßnahmen keine Veranstaltungseinnahmen  durch Grillfest oder Christbaumversteigerung erzielt werden konnten, erholten sich die Finanzen des Vereins wieder, so der Bericht von Kassier Hans Braun, dem Hans Denk einwandfreie Kassenführung bestätigte.

Vorstandschaft bestätigt

Bei den Neuwahlen stand das bewährte Führungsteam nicht zur Debatte, die Bürgermeister Birkner zügig leiten konnte. Einstimmig wiedergewählt wurden Franz Inkoferer als 1. Vorsitzender mit Stellvertreter Johannes Birkner. Kassier bleibt Hans Braun und Thomas Glötzl bleibt Schriftführer. Fahnenträger sind Florian Leierer, Peter Czoppik und Georg Gürtner. Als Beisitzer wurden gewählt Josef Karpfinger, Georg Pollner, Emil Glötzl, Hermann Rabauer und Franz Goth junior. Die Kasse werden Hans Denk und Gerhard Pollner prüfen. Mit Sigi Göttl, Gerhard Reuter und Johannes Lindner ist der Verein in der glücklichen Lage drei ausgebildete Kanoniere zu haben. Anschaffen will der Verein einheitliche Poloshirts mit Aufdruck und einen neuen Gurt für die Fahnenträger. Der Erhöhung des Jahresbeitrages auf neu 15 Euro stimmten die Mitglieder zu.

Neu zum Verein kamen Johannes Lindner, Jürgen Striegl und Bernhard Reif.

Eine bekannte Sparte des TSV sind die Volleyballer. Auch im Bereich der Jugend kann man auf viele Nachwuchssportler setzten. Bei der weiblichen Jugend deckt man das ganze Spektrum von der U 12 (Jahrgang 2012 und jünger) bis zur U 20 (Jahrgang 2004) ab. Bei den Jungs ist man mit der U 12 bis zur U 16 vertreten. Viele ausgebildete Trainer kümmern sich um die Jugend und versuchen mit großer Motivation den Kinder das „Volleyballern“ zu lernen, wobei der Spaß am Sport nicht zu kurz kommt. Bei der Ausrüstung der Nachwuchssportler konnte TSV-Vorsitzende Ursula Tafelmayer, wie schon in der Vergangenheit, wieder auf die Hilfe der VR-Bank Landau-Mengkofen zählen. Marktbereichsleiter Josef Fuss und Privatkundenbetreuerin, Kathrin Schwarz, die selber schon bei den TSV-Volleyballern mitgespielt hat, kamen zum Training und überbrachten eine großzüge Spende von 1 000 Euro für die einheitlichen Trikots der jungen Volleyballspieler. „Seit vielen Jahren helfen wir gern und man sieht was passiert“, sagte Josef Fuss bei der Spendenübergabe. Möglich sind dem Bankhaus diese Spenden durch das Gewinnsparen. Die Gewinnsparer sparen dabei, haben noch zusätzlich die Möglichkeit Traumautos, Reisen und viele schöne Preise zu gewinnen und tun Gutes. Ein Teil der eingezahlten Losgelder wird nämlich für soziale Zwecke in der Region gespendet.

Haushalt und Investitionsplan der Gemeinde

Die Prioritäten für die Investitionen der Gemeinde beschloss der Gemeinderat mit dem Finanz- und Investitionsplan für die kommenden Jahre bis 2026.  Investitionen plant man für die Erweiterung und die Umgestaltung des Eingangsbereiches des Rathauses sowie für Planung und Neubau des Feuerwehrhauses in Niederviehbach. Unklar ist allerdings wo genau das neue Feuerwehrhaus gebaut werden kann, denn im aktuellen Hochwasserschutzkonzept, das für die Gemeinde erstellt wird, sieht man an den geplanten Standorten eine klare Gefährdungslage durch Hochwasser. Relevant ist für Josef Daffner, ob die geplanten Standorte durch Niveauänderung geeignet gemacht werden könnten und diese Erhöhungen sollen nach seiner Ansicht in die Berechnung mit einbezogen werden. Unterstützung erfuhr er dabei auch von Wolfgang Hölzl. Daffner forderte daher an das zuständige Ingeneurbüro einen konkreten Auftrag mit Berechnungen bei Niveauänderungen zu geben. Josef Dausend will wissen, wie hoch eine notwendige Erhöhung sein müsse und wie groß der Wasserdurchlauf im Gebiet sein muss, um Rückstau zu vermeiden. Eine Entscheidung, so Stephan Fuchs könne ohne Ergebnis nicht getroffen werden. Die Ergebnisse für das Hochwasserkonzept sollen entgegen den Planungen nicht im März, sondern erst Mitte dieses Jahres vorliegen und das stieß auf den Unmut der Gemeinderäte. Weitere Ausgaben plant man  in den kommenden Jahren für die Gebäudesanierung des „Stapfnerhauses“ am Kirchenweg 3 und für den Grunderwerb von Wohnbauland. Noch in diesem Jahr will man Sanierungen der Gemeindestraßen anpacken. Weiter berücksichtigen die Planungen als nächstes die Umrüstung der Straßenbeleuchtung auf LED und die Sanierung der Viehbachhalle. Christian Seisenberger erinnerte an die Sanierung der Toiletten in der Mehrzweckhalle, die in die Planungen mit aufgenommen wurden. Josef Retzer forderte auch Mittel für den Unterhalt der Mittelschule einzuplanen. Weiter sah Retzer die Notwendigkeit Mittel für ein Konzept der Dorfentwicklung einzustellen. Beschlossen wurde der Haushalt für 2023 mit Einnahmen und Ausgaben von 5 092 410,00 Euro im Verwaltungshaushalt und im Vermögenshaushalt mit 2 606.000,00 Euro. Die Hebesätze der Grundsteuer A und B, sowie der Gewerbesteuer bleiben unverändert bei 340 von Hundert. Die Jahresrechnung 2022 mit überplanmäßigen und Außerplanmäßigen Ausgaben im Verwaltungshaushalt wurden eingehend diskutiert und genehmigt. Vorgestellt wurden auch die Pläne für die Beschriftung der Bürgermeister-Daffner-Sporthalle. Der Beginn der Arbeiten zur Erneuerung der Fahrbahndecke der Kreisstraße durch Lichtensee wird aufgrund des Volksfestes auf den 16. August verschoben, informierte Bürgermeister Johannes Birkner. Weiter erinnerte er daran, dass die Hauseigentümer angehalten sind, ihre Wasserzähler regelmäßig zu kontrollieren. Im Falle von Leitungsschäden müssten Wasser und Abwasser bezahlt werden. Stephan Fuchs forderte zur Übersicht über die gemeindlichen Waldgrundstücke auch eine Übersicht über alle gemeindlichen Liegenschaften zu erstellen. Eine Öffentliche Vorstellung des mittlerweile fertiggestellten gemeindlichen Bauhofes regte Christian Seisenberger an. Andreas Birkner schlug vor weitere Tische und Bänke für die Viehbachhalle anzuschaffen.

Am Freitag hat der Verschönerungs- und Kulturerhaltungsverein zum Heimatabend in den Gasthof Binderbräu geladen. Die Gaststube war gut gefüllt als die erste Vorsitzende Katharina Daffner alle Anwesenden herzlich begrüßte und kurz das Programm des Abends vorstellte. Die musikalische Umrahmung übernahm die Niederviehbacher Stubenmusik mit traditionellen Stücken und gekonnten Gesangseinlagen. Zur Unterhaltung wurden außerdem Gedichte und eine heitere Kurzgeschichte vorgelesen. Wesentlich in Erscheinung getreten ist hier Ludwig Thoma jung, weil er Mundartgedichte seines Vaters, dem Heimatdichter aus dem benachbarten Wörth an der Isar, souverän vorgetragen hat. Die Besonderheit des Abends lag aber sicherlich im Rückblick auf vergangene Zeiten. Mit zwei kurzen Filmen begab man sich auf eine Zeitreise zurück in den Fasching der Jahre 1964 und 1974. Zu sehen waren hier die damaligen Faschingsumzüge mit Faschingshochzeit, Büttenreden und Gardemädchen. Damit hat man den Gästen genügend Gesprächsstoff geliefert, um den Abend in gemütlicher Runde ausklingen zu lassen. Nach diesem gelungenen Heimatabend darf man sich schon jetzt auf eine Wiederholung freuen.

„O-Zapft is“ hieß es am Sonntag in der Viehbachalle. Die Viehbachtaler Blaskapelle lud die Freunde echter bayerischer Blasmusik zum Starkbierfest. Blasmusik ganz ohne Verstärkeranlage, dazu kamen am späten Nachmittag und gegen Abend immer mehr Besucher zu Kaffee und Kuchen oder zu deftigen Brotzeiten, so dass die Halle gut gefüllt war.

Mit der Übernahme der Patenschaft durch die Freunde der Feuerwehr Wendelskirchen am Samstagabend hat die Feuerwehr die letzte Hürde bei den Vorbereitungen zum 150-jährigen Gründungsfest, das im September groß gefeiert werden soll, genommen und das wurde nach der Zusage mit einem fröhlichen Fest gebührend gefeiert. Angeführt von der Viehbacher Blaskapelle, Festmädchen und Festdamen, Fahnenmutter Marianne Loichinger, Festbraut Anna Geigenberger, Schirmherr Johannes Birkner mit Gattin Karin, dem ganzen Festauschuss und vielen Mitgliedern zog man von der Kirche zur Stockhalle, wo man schon von den Freunden in Wendelskirchen, denen man schon 2019 Pate stand, empfangen wurde. Nach lautem Donner der Böllerschützen erwartete die feierfreudigen Gäste schon die erste Prüfung – Personenrettung aus Wasser und der versenkte Schlüssel zur Stockhalle musste zuerst geborgen werden. Nachdem man sich mit Getränken, Schnitzel und Lasagne und gut unterhalten mit Musik der Partyband „Herzstürmer“ stärken konnte und das von den Gästen mitgebrachten Bierfass angzapft war, wurden die mitgebrachten Getränke übergeben.

Dann ging es an die weiteren Prüfungen. Beim Hula-Hoop-Reifenwettbewerb zog Festausschussvorsitzender und Kommandant Josef Huber gegen den Wendelskirchener Gerätewart Andre Weigelt schnell den Kürzeren, aber Festdame Steffi Gottswinter konnte den Wettbewerb souverän meistern und es sollte nicht das einzige mal bleiben, dass die Festdamen und -mädchen gefragt waren. Voller Einsatz war bei der Löschübung gefragt.

Mit den Einsatzfahrzeugen Bobbycar, Tretbulldog und Schubkarrn mussten in Bechern auf den Helmen fünf Liter Wasser herangeschafft werden. Richtig in Fahrt kam der Einsatz dann mit den Festmädchen und Festdamen, die erneut mit aktiv wurden und für Schwung bei den Einsatzfahrzeugen sorgten.

Mit etwas Verlängerung und dem Einsatz sämtlicher Kräfte, konnte auch diese anspruchsvolle Aufgabe gelöst und das Feuer gelöscht werden. Menschenkenntnis, Musikwissen und Trinkfähigkeit waren beim Spiel der Wendelskirchener Festdamen mit Festbraut Anna und vier weiteren Festdamen gefragt. Fünf Kategorien wurden getestet und dabei glänzten die Damen mit ihrer Kombinationsfähigkeit.

Dazwischen galt es Musiktitel zu erraten, welche eine neue Band aus Wendelskirchener Festdamen mit ihren Vätern aufspielte und auch hier haben sich die Festdamen wacker geschlagen. Zwischendurch ging man auf das Motto „Asbach versus Aperol“ ein und mit dem Song „Schütt ei, bald is Fahnaweih“ zur Melodie „Go West“ der Pet Shop Boys hatte Musiker Claus Striegl ins Schwarze getroffen. Bevor es ins Finale beim Scheitelknien ging, waren mit Eintreffen von Loichings Bürgermeister Günther Schuster die Bürgermeister gefragt.

Mit seinem Niederviehbacher Amtskollegen Johannes Birkner konnte er sich publikumswirksam im Schwingen der Hula-Hoopreifen messen. Nach dem Scheitlknien und einigen Versprechen, welche die Oberviehbacher abgaben, gab es die formelle Zusage von Vorstand Christoph Seimel und der ganzen Wehr, dass die Wendelkirchener Wehr Pate wird beim Fest in Oberviehbach vom ersten bis zum dritten September sein wird und das wurde gefeiert bis in die frühen Morgenstunden.

Mit der Übernahme der Patenschaft durch die Freunde der Feuerwehr Wendelskirchen am Samstagabend

Von der Arbeit der Vorstandschaft und der CSU im Gemeinderat berichtete Ortsvorsitzender Josef Dausend im Rahmen der Ortshauptversammlung im Gasthaus Binderbräu zu der man auch Landtagsabgeordnete Dr. Petra Loibl begrüßen konnte. Neben zahlreichen Vorstands- und Fraktionssitzungen habe man auch an allen überörtlichen Versammlungen und Besprechungen auf Kreisebene teilgenommen. Der Schwerpunkt liege in diesem Jahr auf den Bezirks- und Landtagswahlen.

Mit einem bewährten Team, kann man dabei in die Wahlwerbung gehen, denn alle Vorstands- und Ausschussmitglieder stellten sich zur Wiederwahl und wurden einstimmig gewählt. Ortsvorsitzender bleibt Josef Dausend mit seinen Stellvertretern Josef Daffner, Simon Hackl und Erwin Duschl. Schriftführerin ist Marta Homer und Josef Daffner übernimmt die neue Position des Digitalbeauftragten. Als Beisitzer fungieren weiter Sebastian Hobmeier, Josef Neumeier, Johannes Birkner, Katharina Czoppik, Peter Kosnar, Andreas Birkner, Hermann Deubzer und Alfons Jänsch. Gewählt wurden auch die Delegierten für die Kreisvertreterversammlung.

Unter dem Tagesordnungspunkt „Für Bayern das Beste“ stellte die Heimatabgeordnete Dr. Petra Loibl eingangs fest, dass Vieles – wenn nicht Alles – im letzten Jahr 2022 anders gekommen sei, als alle gedacht haben. „In der Welt, in der wir uns gut eingerichtet haben, ist es unruhiger geworden“. Demokratie, Freiheit, Sicherheit und mit Blick in die vom schrecklichen Erdbeben getroffenen Gebiete in der Türkei und Syrien auch ein sicheres Dach über dem Kopf seien nicht mehr so selbstverständlich, wie es in der Vergangenheit erschien. „Wir sehen uns zusehends mit Strömungen konfrontiert, die versuchen, unsere Gesellschaft von innen zu spalten – dagegen müssen wir etwas tun, dagegen können wir etwas tun, dagegen tun wir was“, stellte die Landtagsabgeordnete fest. Bayern sei seit Jahren das sicherste Land in Deutschland; die ausgezeichnete Sicherheitslage verdanke man auch der leistungsfähigen Polizei. Bayern habe bundesweit die geringste Arbeitslosigkeit – Industrie, Mittelstand und Handwerk gelte es, beste Standortbedingungen zu gewähren. Der Arbeits- und Fachkräftemangel sei einer der zentralen wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Herausforderungen für den zukünftigen Wohlstand. In Bayern setze man auf ein Maßnahmenpaket mit drei Eckpfeilern: Aktivierung des Fachkräftepotenzials, Qualifizierung und Weiterbildung mit kostenloser Meisterausbildung und gezielter Zuwanderung von Fachkräften. Bayern sei in Deutschland klimapolitischer Spitzenreiter. Bis 2040 will unser Bundesland klimaneutralwerden. Natur-, Umwelt- und Artenschutz gehe nur zusammen mit den Landwirten. Der Freistaat seit der landwirtschaftliche Motor Deutschlands. Jeder dritte deutsche Bauernhof sitze in Bayern.

Außerdem sei man  Waldland und Ökoland Nummer ein. Die Tierhaltung solle entgegen der Bestrebungen der Bundesregierung im Land gehalten werden.

Die zukünftig weitere gute Versorgung des Ländlichen Raumes mit Straßen, ÖPNV, Kinderbetreuungseinrichtungen habe oberste Priorität. Der Erhalt der Mittelschulen und der Krankenhäuser seien die allerwichtigsten Herausforderungen.  Für die CSU sei 2023 landespolitisch ein sehr wichtiges und herausforderndes Jahr. Es gelte, mit einem sehr guten Ergebnis die Landtags- und Bezirkstagswahl 2023 zu bestehen. Als Direktkandidatin für den Landtag tritt wieder Dr. Petra Loibl an, als Listenkandidatin für den Landtag Claudia Geilersdorfer, zukünfig stellvertretende Landrätin des Landkreises Landshut aus Vilsbiburg an.

Für den Bezirkstag geht wiederum Monika Maier ins Rennen, für die Bezirkstagsliste kandidiert Landrat Werner Bumeder. Gerade der von der Abgeordneten angesprochene Erhalt der Mittelschulen und weitere Themen betreffen den Ort ganz konkret und so schloss sich an das Referat von Loibl eine intensive Diskussion insbesondere auch über die Themen der Landwirtschaft, dem Gesundheitsbereich und die Energieversorgung an.