Hier finden Sie die eingereichten Wahlvorschläge für die Wahl des ersten Bürgermeisters und des Gemeinderates.
Alle Hauseigentümer, die nicht an die zentrale Abwasseranlage (Kanalisation) angeschlossen sind, werden hiermit aufgefordert, alle erforderlichen Unterlagen der Gemeindeverwaltung Niederviehbach vorzulegen, die zur Befreiung von der Abwasserabgabe führen.
Die Parteien und Wählergruppen im Gemeindebereich werden aufgefordert, ihre Wahlvorschläge für die Wahl des Gemeinderats sowie des Ersten Bürgermeisters oder der Ersten Bürgermeisterin
bis Donnerstag, 8. Januar 2026, 18:00 Uhr
im Rathaus, Zimmer 12, einzureichen, beziehungsweise dem Wahlleiter zuzusenden. Wahlvorschläge neuer Wählergruppierungen müssen zusätzlich von mindestens 60 Wahlberechtigten durch Unterschrift in Listen, die bei der Gemeinde aufliegen, unterstützt werden.
Falls Wahlvorschläge zusätzliche Unterstützungsunterschriften benötigen, können sich die Wahlberechtigten ab dem Tag nach der Einreichung des Wahlvorschlags, jedoch spätestens bis Montag, den 19. Januar 2026, 12 Uhr, mit Familienname, Vorname und Anschrift in eine Unterstützungsliste eintragen. Es bestehen dann folgende Eintragungsmöglichkeiten im Rathaus der Gemeinde Niederviehbach, Schulstraße 1, 84183 Niederviehbach, Zimmer 12 (Einwohnermeldeamt):
- Montag bis Freitag 08:00 – 12:00 Uhr
- Montag bis Mittwoch 13:00 – 17:00 Uhr
- Donnerstag 13:30 – 17:30 Uhr
- zusätzlich Donnerstag, 15.01.2026 von 08:00 – 12:00 und 13:30 – 20:00 Uhr
- und Sonntag, 18.01.2026 von 13:00 – 16:00 Uhr
Bauturbo zeigte Wirkung – Gemeinderat beschäftigte sich mit Wahlen und der Gestaltung des Sitzungssaales
Die Themen der letzten Gemeinderatssitzung stießen auf großes Interesse bei den Zuhörern. Mit knapp 30 Besuchern war die letzte Sitzung besonders gut besucht. Bauamtsleiterin Daniela Bruckner informierte eingangs über die temporär seit 30. Oktober geltenden Vereinfachungen im Baurecht, um den Wohnungsbau zu beschleunigen, besser bekannt als sogenannter Bauturbo. Die Gesetzesinitiative gibt den Gemeinden mehr Freiheiten bei Bauanträgen. Insbesondere bei Abweichungen vom Bebauungsplan bekommen die Gemeinden damit mehr Spielraum. Einmal erteilte Freigaben würden dann nach dem Gleichheitsgrundsatz aber für alle gelten, ergänzte Bruckner ihre Ausführungen. Das unterstrich auch Bürgermeister Johannes Birkner, bevor man dieses Instrument nutzte. Bruckner schlug daher vor, Leitlinien zu diesem Thema zu verfassen. Die neuen Freiheiten des Bauturbo wollten dann auch die ersten Antragsteller bei den eingereichten Bauanträgen für Wohnhausaufstockungen nutzen. Die Gemeinderäte Christian Seisenberger, Ursula Tafelmayer, Josef Retzer und Erwin Duschl hatten dabei kaum Bedenken und sprachen sich, wie auch der gesamte Gemeinderat dafür aus, diese neuen Möglichkeiten zu nutzten, die Wohnraum schaffen und zugleich weniger neue Fläche verbauen würden.
Zustimmung gab es auch für den Billigungs- und Auslegungsbeschluss für die Erweiterung des Baugebietes Karglhof und die Änderung des Flächennutzungsplanes und den Aufstellungsbeschluss für Freiflächenphotovoltaikanlagen nahe der Autobahn, für die Stromeinspeisung in die neue „Einspeisesteckdose“ ins Stromnetz bei Gummering. Gerhard Sachsenhauser forderte in diesem Zusammenhang einen Ausgleich für die Jagdgenossenschaft aufgrund kleiner werdenden, jagdbarer Flächen.
Einhellige Zustimmung gab es für die Anschaffung von 43 neuen Schutzanzügen für die Feuerwehr Oberviehbach.
Für die Kommunalwahl 2026 wurde Christoph Zehentbauer als Wahlleiter und Daniela Bruckner als Stellvertreterin bestimmt.
Bezüglich verschiedener Mängel am Friedhof, will der Bauausschuss die Angelegenheiten vor Ort in Augenschein nehmen. Josef Daffner erwähnte im Zusammenhang mit den Wahlen die Verwendung des Wappens der Gemeinde und stellte die Frage, welche Voraussetzungen es dafür gebe. Diskutiert wurde erneut die Situation der Bushaltestelle an der Hauptstraße. Schülerlotsen könnten dort die Sicherheit verbessern. Erwin Duschl forderte erneut, den neuen Sitzungssaal mit Blumen und Dekoration zu versehen und einen Termin für einen Tag der Offenen Tür festzusetzen. Auch die Bilder mit Fotos der früheren Bürgermeister, forderte er wieder aufzuhängen. Ursula Tafelmayer war der Ansicht, dass man schönere Bilder, als im früheren Sitzungssaal aufhängen solle. Bürgermeister Johannes Birkner war der Ansicht, dass man bis zur kompletten Fertigstellung warten solle. Stephan Fuchs vertrat die Ansicht, dass man erst ein Gesamtkonzept für die Gestaltung des Sitzungssaales entwerfen solle. Gerhard Sachsenhauser war der Ansicht, dass die erwähnten Bilder im Flur ihren Platz finden sollten, damit diese auch für die Besucher sichtbar seien. Ursula Tafelmayer brachte den Flurschaden auf dem Trainingsplatz durch nächtliche Autoüberfahrten zur Sprache und forderte Anzeige zu erstatten. Sie regte weiter an, den Platz während der Nachtstunden mit Kameras zu überwachen.
Feuerwehrhaus, Bauanträge und Kommunalwahl
Die Idee das in Planung befindliche, neue Feuerwehrhaus größer und damit für weitere Nutzer auszulegen wurde in der Sitzung des Gemeinderates am Dienstag intensiv diskutiert. Anlass war ein Antrag des Schützenvereins zum See auf Mehrfachnutzung des neuen Feuerwehrhauses bzw. alternative Möglichkeiten für den Verein zu prüfen. Josef Daffner gab dabei zu bedenken, dass die Alarmparkplätze an allen Wochentagen rund um die Uhr benötigt werden. Das Feuerwehrhaus sei eine Pflichtaufgabe der Gemeinde. Ein Anbau hingegen sei eine freiwillige Leistung und dabei müsse auch die Finanzsituation der Gemeinde berücksichtigt werden. Stephan Fuchs hingegen sprach sich für eine vergleichsweise günstige Variante einer Aufstockung aus. Weitere Parkplätze ließen sich nördlich des geplanten Neubaus anlegen. Josef Daffner warf ein, dass das alte Feuerwehrhaus leer werde und es weitere ungenutzte Gebäude und Liegenschaften in der Gemeinde gebe, die man nutzen sollte, bevor man weiter neu baue. Josef Retzer sähe in einer Mehrfachnutzung des Gebäudes und eine Anbindung an andere Vereine auch einen Gewinn für die Feuerwehr, da diese dann nicht alleine auf einer „Insel“ zwischen den Gemeindeteilen wäre. Josef Daffner gab weiter zu bedenken, dass beispielsweise die Sportvereine bisher selbst gebaut hätten, eine Mehrfachnutzung beim neuen Feuerwehrhaus würde den Einstieg dafür bedeuten, dass die Gemeinde für die Vereine baue. Ursula Tafelmayer war der Ansicht, dass man mit weiteren Nutzungen möglicherweise auch zusätzliche Fördermittel in Anspruch nehmen könnte. Simon Hackl stellte die Frage, ob das bisherige, an eine Gastwirtschaft angegliederte Schützenheim, nicht notfalls auch ohne Wirt weiter betrieben werden könne. Gerhard Sachsenhauser warf die Frage auf, ob im Fall der Fälle nicht auch das, dann alte Feuerwehrhaus, in Frage käme. Katharina Czoppik meinte, dass auch das im Besitz der Gemeinde befindliche „Stapfnerhaus“ viele Räume für Vereine berge. Den Vereinen wolle man in allen Fragen zur Seite stehen, versicherte Bürgermeister Birkner. Man wolle alternative Nutzungsmöglichkeiten der bestehenden Liegenschaften prüfen. Dies unterstrich auch Erwin Duschl, der an die Räume für Vereine im Gemeindezentrum für unterschiedlichste Nutzungen erinnerte. Während Stephan Fuchs den Antrag zurückstellen wollte, war Josef Daffner der Ansicht, der Neubau des Feuerwehrhauses gehöre auf den Weg gebracht. Der Antrag auf Mehrfachnutzung wurde mit drei zu acht Stimmen abgelehnt. Vergeben wurde die Planung für die Erschließung des Geländes, das derzeit nicht erschlossen ist und keine geteerte Zufahrt hat. Josef Retzer kritisierte dabei die pauschalen Angebote nach Honorarzonen und forderte klare Preise und ein Festpreisangebot. Die Honorarordnung für Architekten und Ingenieure HOAI sein nicht mehr zwingend.
Kritik und Debatten gab es bei beiden Bauanträgen auf der Tagesordnung. Beantragt wurde die Errichtung von Containern für den Badebetrieb und die Errichtung von Saunakabinen am Wörther See, auf Gebiet der Gemeinde Niederviehbach. Josef Daffner merkte an, dass wohl dort bereits Gebäude stünden. Ähnlich verhalte es es sich bei einem Antrag auf Umbau eines Einfamilienhauses in der Alten Landstraße. Auch hier sei wohl bereits vor Antragstellung schon gebaut worden. Dies kritisierten Gerhard Sachsenhauser und Stephan Fuchs. Ein solches Vorgehen dürfe nicht Schule machen und es dürfe auch keine Bevorteilung geben. Auch Christian Seisenberger war der Ansicht, dass die Reihenfolge von Antrag, Genehmigung und Baubeginn eingehalten werden müsse.
Festgelegt wurden auch die Stimmbezirke für die Kommunalwahl 2026. Zu den Stimmbezirken wie bisher in Niederviehbach, Oberviehbach und Lichtensee soll es künftig drei, statt zwei Briefwahlbezirke, mit je zwölf Wahlhelfern geben. Das Erfrischungsgeld wurde auf 80 Euro bzw. 40 Euro im Falle einer Stichwahl festgelegt.
Josef Retzer informierte über die Möglichkeiten einer Photovoltaikanlage auf der Viehbachhalle. Hier könne man die Abendsonne nutzen, da gerade in den Abendstunden der Stromverbrauch dort am höchsten sei. Simon Hackl gab zu bedenken, dass diese Vorhaben im aktuellen Haushalt nicht mehr realisierbar sei. Diskutiert wurden dabei die Möglichkeiten weiterer Einspeisungen in das Stromnetz, da der Eigenverbrauch wohl nicht mehr steigen werde. Simon Hackl schlug vor, in Erfahrung zu bringen, ob das Sondervermögen des Bundes auch Mittel für kommunale Sanierungsprojekte beinhalte.
Stephan Fuchs brachte das Thema zur Sprache, wie Änderungen bei Gesetzen und Verordnungen offiziell und konkret an die Gemeinden, den Gemeinderat und kommunale Angestellte kommuniziert werden.
Premiere im neuen Sitzungssaal
„Ein herzliches Grüß Gott zur Premiere“, so begrüßte Bürgermeister Johannes Birkner die Gemeinderäte, Mitarbeiter und ein gutes Dutzend Besucher, die zur Oktobersitzung, erstmals im neu gebauten Sitzungssaal, gekommen waren. Wie geplant, handelte es sich um eine Kopie des früheren Sitzungssaales, welcher in drei weitere Büros im Rathaus umgebaut wurde. Zweiter Bürgermeister Simon Hackl sprach sich für eine kirchliche Segnung von Anbau und Sitzungssaal aus. Erwin Duschl fand den Saal noch etwas kalt und regte eine Ausstattung mit Grünpflanzen an. Auch ein großes Schild „Rathaus“ über dem Haupteingang schlug er vor. Die Stühle aus dem alten Sitzungssaal will man der Tagespflege in Postau schenken, informierte Birkner. Arno Baumgartner, vom gleichnamigen Planungsbüro in Osterhofen war dann auch der erste Referent in den neuen Räumlichkeiten, der als Planer für das neue Feuerwehrhaus, zunächst sein Büro als Familienunternehmen mit sechs Mitarbeitern vorstellte. Sein Planungsteam sei breit aufgestellt und plane neben diversen kommunalen Bauten auch Wohn- und Industriebauten.
Auch verschiedene Feuerwehrhäuser habe man schon geplant. Interessant fand Ursula Tafelmayer dabei auch die von Baumgartner erwähnten Mehrfachnutzungen und daneben weitere, mögliche Förderungen. Sie wollte auch wissen, worauf die ersten Planungen basieren, die noch bis zum Jahresende vorgestellt werden sollen. Die ersten Entwürfe ergäben sich aus Grundstück und Baufeld und den Vorgaben der Ausschreibung. Der Raumbedarf orientiere sich weiter an der DIN für Feuerwehren, sowie den Personen und Stellplätzen. Wie hoch die Förderung sei, wollte Michael Schwarz wissen. Diese belaufe sich auf 150 000 Euro pro Stellplatz, so Baumgartner, der über drei geplante Stellplätze informierte. Wichtig sei Baumgartner auch die Kostenverfolgung von Anfang bis Ende. Josef Dausend sah das Problem von Zu- und Abfahrt bei Einsätzen, insbesondere wenn man an weitere Nutzungen des Gebäudes denke. Baumgartner sprach hier von der notwendigen, klaren Trennung zwischen Zu- und Abfahrt, die man von vorherein im Blick habe. Wiederholt beschäftigte man sich mit einem Bauantrag aus dem Baugebiet Kirchblick in Oberviehbach, welcher unvollständige Angaben und nicht zulässige Planungen enthielt.
Gewerbegebiet wird erweitert
Das Gewerbegebiet Nord kann erweitert werden. Dazu wurde der Planungsauftrag für einen Bebauungsplan mit einer Auftragssumme von 23
032 Euro an das Planungsbüro Längst vergeben. Gerhard Sachsenhauser mahnte an, dass man wie bei anderen Vergaben auch, mehrere Angebote einholen solle. Der Antrag, des kommunalen Heizwerkes auf Zuschuss in Höhe von 25 000 Euro wurde befürwortet. Im Gegenzug könne man beim Neubau in Oberviehbach den örtlichen Vereinen Lagerfläche anbieten.
Unterstützung kam dabei auch von Christian Seisenberger, der die Stellflächen für Vereine im Feuerwehrhaus als nicht ausreichend erachtete. Notwendig seien dabei aber klare Abgrenzungen. Alfred Mayerhofer stellte alternativ eine jährliche Pauchale in den Raum. Da das Heizwerk Eigentum der Gemeinde sein, sah Michael Schwarz lediglich eine Verschiebung von Geldern. Wie Josef Dausend und Ursula Tafelmayer sprach er sich für den Lagerraum für die Vereine und eine einmalige Zahlung aus. 1 400 Asylbewerber befänden sich derzeit im Landkreis, 80 davon seien in Niederviehbach untergebracht, informierte Bürgermeister Johannes Birkner weiter.
Bushaltestelle wieder im Fokus des Gemeinderates
Die kurze Tagesordnung der Sitzung nutzten die Gemeinderäte für verschiedenste Anfragen, Vorschläge und Diskussionen. Bürgermeister Johannes Birkner berichtete dabei über die Verkehrsschau im Zusammenhang mit der wiederholt diskutierten Situation des Einsteigepunktes für Schüler an der Hauptstraße und informierte über Gespräche mit Busunternehmen bezüglich Alternativen. Josef Dausend bekräftigte die jetzt ungünstige Lage und Josef Daffner begrüßte eine alternative Lösung. Simon Hackl forderte eine bessere Ausleuchtung, falls die Haltestelle bleibe. Josef Daffner erinnerte an das Vorhaben, die Grundstückseigentümer und -anlieger bezüglich der im Hochwasserschutzgutachten aufgeführten Maßnahmen zusammen mit den Planern und dem Gemeinderat schriftlich einzuladen. Erwin Duschl erninnerte an den Beschluss, an der Bürgermeister-Daffner-Sporthalle eine Rettungsgasse zu markieren. Gerhard Sachsenhauser forderte in der Hauptstraße sämtliche Spiegel gegen solche mit Anlaufschutz auszutauschen. Michael Schwarz schlug vor die besonderen Erfolge der Stockschützen durch einen Eintrag in das Goldene Buch der Gemeinde und eine besondere Anerkennung zu honorieren. Dies befürwortete auch Josef Daffner, wollte dabei aber eine allgemein gültige Regelung für die Ehrung Ehrenamtlicher festschreiben.
Auch in diesem Jahr lädt die Gemeinde Niederviehbach am zweiten Adventssonntag, 07. Dezember, zum allseits beliebten und gemütlichen Nikolausmarkt ein.
Wer Interesse an einem Stand hat, ist herzlich zur Infoveranstaltung am 16.10.2025 um 17.30 Uhr im Rathaus Niederviehbach eingeladen.
Wie jedes Jahr bittet die Gemeindeverwaltung alle Vereine, Verbände, Institutionen und Einrichtungsleitungen, ihre Termine für den Gemeindekalender 2026 mitzuteilen.
Bitte teilen Sie uns Ihre Termine per E-Mail an barbara.drewlo@niederviehbach.de mit.
Meldung vom Zweckverband Isar-Vils:
wir haben einen Wasserrohrbruch DN 250 AZ zwischen Kreisverkehr Geiselsdorf und Triendorf, Gemeinde Kröning.
Betroffen sind die Gemeinde Niederviehbach, Niederaichbach, Loiching und Kröning.
Das Wasser muss zur Reparatur für ein paar Stunden abgesperrt werden.
die Instandsetzung der St 2045 zwischen Kirchberg und der DGF 9 in Wendelskirchen, die ursprünglich für Anfang September 2025 geplant war, verzögert sich aufgrund unerwarteter Probleme bei der beauftragten Baufirma. Der neue voraussichtliche Baubeginn ist nun der 22.09.2025.
Die Verzögerung hat Auswirkungen auf den Zeitplan, sodass mit dem Bauende für Mitte November gerechnet wird.
