Keinen Tag Pause gibt es beim TSV und jeden Tag mehrere Angebote verschiedener Sportarten und dazu kommen noch gesellschaftliche Aktivitäten und Veranstaltungen. Die große Bandbreite der Vereinsaktivitäten wurde bei der Jahreshauptversammltung des Vereins deutlich. Erfreulich, so Vorsitzende Ursula Tafelmayer sei es dabei, dass man die Zahl der Trainer und Übungsleiter weiter steigern konnte.

Die Vorsitzenden Ursula Tafelmayer und Robert Reif dankten Peter Dausend (Mitte) für unzählige tolle Fotos.

Eine Reihe davon engagiert sich über viele Jahre ehrenamtlich und dafür konnten Stefan Bauer, Alfred Beck, Christian Bleicher, Tobias Laakmann, Otmar Mühlbauer, Sabrina und Saskia Retschmeier, Elke und Wolfram Sterr, Hubert Swiercek, Andreas Theinert und Andreas Wastian für jeweils fünfjährige Trainertätigkeit in der Jugendarbeit mit der Ehrennadel in Silber geehrte werden. Zehn Jahre als Trainer ist Michael Rieder und bekam dafür die Ehrennadel in Silber mit Gold und für 15 Jahre gab es für Werner Baumgartner die Ehrennadel in Gold. Sogar 20 Jahre ist Johanna Strangar engagiert und wurde dafür mit der Ehrennadel in Gold mit Kranz geehrt. Für 25-jährige Vereinstreue wurden Andreas Birkner, Ramona Dorrer, Axel Paschke und Reinhold Schlichtmeier geehrt. Seit 40 Jahren beim TSV sind Ludwig Messerer und Robert Reif. Hans Bauer, Lambert Eisenschink Christian Huber, Walter Prechtl, Günter Schopf, Brigitte Vilsmeier und Hans Zettl sind sogar schon 50 Jahre beim Verein.

Für besondere Verdienste um den Verein gab es für Karl Markgraf den Dank des Vereins, so Tafelmayer. Der Dank des Turn- und Sportvereins galt auch Peter Dausend, dem „Buidl Beda“, der die Vereinarbeit mit seinen guten Fotos in Bildern festhält. Auch einige Wünsche haben die über 1000 Mitglieder, so wurde überlegt, das Vereinsheim zu modernisieren oder am Trainingsplatz Kunstrasen zu verlegen. Eine Änderung könnte es auch beim Volksfest geben, wenn das Zelt auf die Tennisplätze gestellt werden würde.

Rock für Stammzellen

Rund 300 Leute kamen am Freitagabend in die Viehbachhalle zum Konzertabend der drei regionalen Rockbands „GFM“, „OUTTAKE“ und „Wired Up“. Die Bands und die Besucher unterstützen damit die DKMS, eine international tätige Stiftung, welche Stammzellenspender sucht und vermittelt, um Blutkrebs zu besiegen. Vor Ort ausgelöst wurde die Hilfsaktion durch die 20-jährige Kerstin aus Niederviehbach, die auch nach einer großen Typisierungsaktion im Frühjahr noch weiter geeignete Stammzellenspender sucht. Die Gelder für die Untersuchung werden von der DKMS aufgebracht, somit fallen für die Spender keine Kosten an. Die Mitglieder des TSV übernahmen im Foyer und vor dem Gemeindezentrum die Getränkeversorgung. Bei lockerer Atmosphäre an einem der ersten warmen Frühlingsabende kamen Leute jeden Alters in die Viehbachhalle. Mit guter Licht- und Tontechnik, die von FOK-Veranstaltungstechnik aus Haunersdorf ebenfalls kostenlos geliefert wurde, in Szene gesetzt machte die Band GFM (Da Gruaba, da Flötzi und das Mammut) aus Niederviehbach den Start mit beliebten Rock-Coversongs. Weiter ging es mit Rock von  Outtake der Band die den Rock der 60er 70er 80er und 90er covert. „Wired Up“ aus Reisbach, die fünf Rocker aus dem Vilstall schwörten auf die guten alten Zeiten des Classic Rock und Heavy Metal.

Medizinische Versorgung, Kultur, Energie und Mittelschule

Viele Themen wurden bei der Mitgliederversammlung der SPD besprochen

Eine Reihe von Themen wurden auf der Jahreshauptversammlung des SPD Ortsvereins am vergangenen Sonntag im Gasthaus zum See in Lichtensee angesprochen und diskutiert. Als Gäste konnte Vorsitzender Josef Retzer auch Ehrenvorsitzenden Franz Wagner und die Vilsbiburger Bürgermeisterin und Direktkandidatin für die Bezirkstagswahlen Sibylle Entwistle willkommen heißen. Im Jahr 2022 das zu Beginn noch von Corona geprägt war, konnte die Mitgliederversammlung erst verspätet stattfinden, man lud zu einem Frühshoppen mit der Landtagsabgeordneten Ruth Müller und Altlandrat Heinrich Trapp, besuchte Mitglieder zu runden Geburtstagen und hatte verschiedenste Sitzungen und Versammlungen gehalten und besucht. Von drei Mitgliedern musste man im vergangenen Jahr Abschied nehmen und gedachte dieser in einer Gedenkminute. Über die Finanzen berichtete Anton Zimmermann, dem Kassenprüger Hermann Rabauer einwandfreie Kassenführung bestätigte. Erst in der Wirtschaft und dann als Mitarbeiterin bei Ruth Müller tätig, so kam Sibylle Entwistle zur Kommunalpolitik und ist jetzt seit drei Jahren Bürgermeisterin der Stadt Vilsiburg und Kreisrätin.

Aus der Arbeit der Bezirke

Die Aufgaben der Bezirke gingen in der öffentlichen Wahrnehmung meist unter, deshalb beleuchtete sie zunächst wichtige Themenfelder der Bezirke wie Gesundheit, Kultur, Senioren- und Jugendhilfe oder den Denkmalschutz. Gleichzeitig nahm sie mit vielen Beispielen Bezug auf die Tätigkeit der Kommunen und aktuelle Themen ihrer Arbeit als Bürgermeisterin. Mit dem Thema Medizin hatte sie gleich einen wichtigen Einstieg. „So wie es jetzt ist, geht es nicht weiter“, sagte Entwistle zur wirtschaftlichen Situation der Krankenhäuser und auch die Altersstruktur der Haus- und Fachärzte sei besorgniserregend. Hoffnung mache ihr, dass es ab Herbst 2024 auch in Niederbayern an vier Standorten Studienmöglichkeiten für Mediziner geben soll. 110 Studierende in Niederbayern seien ein gutes Zeichen und davon sollten sich dann auch möglichst viele hier ansiedeln. Wichtig sei es auch die Jugend zur politischen Teilhabe zu gewinnen: „Wir brauchen wieder junge Leute, die sich vor Ort und in den Kommunen interessieren“. Ein Wichtiges Thema sei ihr auch die Belebung der Innenstädte und Ortskerne, dort wo Menschen zusammenkommen sollen. Die Ursachen für diese Entwicklung hätten schon vor Jahrzehnten begonnen. Sie nannte dazu einige Beispiele und Initiativen aus Vilsbiburg, um Leute in die Stadt zu bringen. Frequenz sollen städtische Einrichtungen wie ein Kulturhaus, Spiel- und Sportgeräte oder die Nahversorgung bringen. Um dem „Donatseffekt“ entgegen zu wirken, wurde beispielsweise in Vilsbiburg, im Bebauungsplan der Erdgeschosse der Innenstadt, die Wohnnutzung ausgeschlossen. Dazu habe man ein Büro für Innenstadtmanagement, ein Leerstandskataster und Förderprogramme. Im Bereich Umweltschutz sei auch der Gewässerschutz und der Schutz von Natur und Pflanzen Bezirksaufgabe. Sie betonte dabei den sorgsamen Umgang mit dem „Gut Wasser“. Auch wenn Kultur keine Pflichtaufgabe der Kommunen sei, so sei diese wichtig für die Identität und für diese wolle sie sich bei einer Wahl in den Bezirkstag stark machen. Bei den Wahlen der Delegierten und Ersatzdelegierten zur Europawahl 2024 unter der Leitung von Wolfram Sterr und Franz Inkoferer, wurde Josef Retzer zum Delegierten gewählt. Ersatzdelegierte sind Nicole Pasternak und Franz Wagner.

Aktuelles aus der Gemeinde

Für 20-jährige Mitgliedschaft konnte Fritz Wieselhuber junior geehrt werden. Seit 35 Jahren Mitglied sind Anton Zimmermann, Brigitte und Lambert Eisenschink sowie Annelies Wieslhuber. Josef Retzer informierte über die aktuellen Themen aus dem Gemeinderat wie der E-Ladestation in der Schulstraße, den neu eröffneten Radweg von Oberviehbach nach Kirchberg, Rathausanbau und Stapfnerhaus oder die Sanierung des im Jahr 1981 errichteten Gemeindezentrums. Ein großes Thema in der Diskussion nahmen die Themen Energie und Strompreise ein. Es gäbe keine Rechtfertigung für die hohen Strompreise. Für Photovoltaikanlagen sei die Bürokratie viel zu hoch und auch der Netzausbau müsse der Entwicklung angepasst werden. Besprochen wurden auch verschiedene örtliche und regionale Konzepte der Stromnutzung mit zeitlich flexiblen Tarifen. Ein wichtiges Thema für die Anwesenden war auch die örtliche Mittelschule, deren Absolventen bei den Ausbildern in den Betrieben einen guten Ruf genießen würden. Starre Vorgaben und die Ablehnung von Gastschulanträgen für die beliebte Schule sorgten für geringere Schülerzahlen und das sorge für Verärgerung in der Bevölkerung.

Größter Ortsverein lud zur Jahreshauptversammlung

Es sind viele Sportangebote täglich oder mehrere parallel laufend, die der Turn- und Sportverein TSV für alle Altersklassen und sämtliche Interessenslagen Woche für Woche anbietet. Zu all dem bietet der Verein auch noch eine ganze Reihe von gesellschaftlichen Aktivitäten. Allen voran das Kirchweihvolksfest im August, Faschingsgaudi und vieles mehr. Da kommt das Benefizkonzert am kommenden Freitag ganz nebenbei dazu. Am Sonntag lud der Verein zur Jahreshauptversammlung in die Viehbachhalle und dort konnte Vorsitzende Ursula Tafelmayer 62 Mitglieder und weitere Gäste willkommen heißen. Neben verdienten Mitgliedern und Vertretern der Gemeinde, vor allem im Verein Aktive. Der Verein lebt, denn es wurde auch einiges kontrovers diskutiert und die Trainer und Funktionäre brachten sich ein. Nach einem Jahr ohne Todesfälle im Jahr 2022, gab es heuer beim Totengedenken bereits drei Todesfälle zu beklagen. Mit Bildern untermalt berichtete die Vorsitzende zunächst vom Vereinsleben, das über die sportlichen Aktivitäten hinausgeht. Nachdem 2022 die Coronaregelungen gelockert wurden, konnte man mit den Vorbereitungen für die 100-Jahrfeier weitermachen. Die Umstellung der Flutlichtanlage auf LED kostete zwar über 20 000 Euro, wird sich aber in einigen Jahren bezahlt machen, so Tafelmayer. Weiter beteiligte man sich am Jubiläum der Feuerwehr und weiteren Festen im Ort. Nach zwei Jahren gab es wieder ein Volksfest mit vorangegangener Bierprobe, war Tafelmayer erfreut. Bereits im Vorfeld lud man im Rahmen des zusammen mit dem Volksfest begangenen 100-jährigen Gründungsfestes zu einem Ehrenabend mit einer großen Auswahl gut gelaunter Gäste mit langjährigen Begleitern und vielen Ehrungen ein. Das 45. Kirchweihfest konnte wieder starten und man konnte dabei nach zwei Jahren Verzögerung mit einem schönen, langem Festzug das Jubiläum feiern und tags darauf organisierte der Verschönerungs- und Kulturerhaltungsverein wieder einen großen Flohmarkt. Der TSV packt das zweite Jahrhundert an. Im Fasching gab es heuer einen Gaudizug durch das Dorf und dazu wurde ein Fotobuch gezeigt.

Der neu gewählte Turnrat des TSV.

Treue Mitglieder und neue Trainer

In neun Turnratssitzungen wurden die Aktiviäten abgesteckt und die Zahl der Übungsleiter mit Lizenz erhöhte sich von zuletzt 28 auf jetzt 32, so Tafelmayer. Sie dankte den Mitgliedern für Ihre Treue, die auch während Corona nicht nachließ. Für das 46. Kirchweihvolksfest braucht man viele Helfer für Organisation und Durchführung und dafür bat Tafelmayer um Mithilfe, genauso wie beim Benefitz-Rockkonzert zudunsten der DKMS mit drei Bands am 5. Mai in der Viehbachhalle. Viele Spender und Sponsoren, Trainer, Übungsleiter, Betreuer und Schiedsrichter würden die Aktivitäten möglich machen und Walter Prechtl bringt alles auf die Homepage, so der Dank von Tafelmayer, die ebenso froh ist, dass Helmut Füssl die Mitgliederverwaltung weiter übernimmt. Kassenprüfer Christian Huber trug den Kassenbericht für Sabine Girnghuber vor, die zeitgleich als Spielerin unterwegs war. Der Verein hat gut gewirtschaftet und konnte vor allem durch Spenden und Beträge und das Volksfest Einnahmen erzielen, denen natürlich etliche Ausgaben allein für die Sportstätten, Spielbetrieb, Beiträge und Mitgliederpflege gegenüber stehen. Nicht immer leicht läuft es in der Fußballsparte, so die Berichte von Spartenleiter Stefan Hertreiter, der aber auch einige hoffnungsvolle Aussichten hatte und Andreas Wastian. Er sprach von 65 Buben und Mädchen im Jugendfußball mit acht Trainern, dem tollen Erfolg mit dem Viehbachcup und den Aktivitäten im Ferienprogramm und im Kindergarten und einer Reihe neuer Pläne. Auf über 100 Turniere in verschiedenen Altersklassen und tollen Erfolgen konnte Spartenleiter Daniel Köndl für die Stockschützen berichten. Beim Tennis wurde das Häuschen auf Vordermann gebracht, so dass man sich dort zum zwanglosen Treff zum Spiel und zum Verweilen treffen kann. Auch wenn es 2022 mit verwirrenden Coronaregeln ein holpriger Start gewesen sei, so ist bei der Sparte Turnen jede Menge geboten, und das für alle Altersgruppen, so die Informationen von Sabine Heller. Allein bei bis Vierjährigen, sind schon 57 Kinder mit dabei. Glänzen konnte man mit einem Auftritt der neuen Tanzgruppe am Ehrenabend. In der Halle und draußen ist die Sparte aktiv. Neu sei die Stunde „Fit for you“ mit Nordic Walking und Wandern. Umfangreich war auch wieder der Bericht vom Volleyball von Kathi Preindl. Mit zwei Herren- und drei Damenmannschaften startete man in den Ligabetrieb. Bei der Jugend konnte man sogar sechs weibliche und vier männliche Mannschaften anmelden und sämtliche Mannschaften konnten sich für die südbayerische Endrunde qulifizieren. Begeistert von der Arbeit zeigte sich auch Bürgermeister Johannes Birkner in seinen Grußworten. Es werde gearbeitet für die Dorfgemeinschaft, für junge Leute und in sämtlichen Bereichen. Der TSV bringe Meister und der Sport mache den Leuten Freude. Er dankte allen die sich im Ehrenamt dafür engagieren. Robert Reif informierte anschaulich über neue Konzepte und die Weiterentwicklung in der Sparte Fußball wo man mit verschiedenen Gremien die Grundlagen für neue Erfolge schaffen will. Unter der Wahlleitung von Bürgermeister Birkner wurde der Turnrat mit überwältigenden Ergebnissen bestätigt. Ursula Tafelmayer und Robert Reif führen den TSV als Vorsitzende mit Daniela Huber als Schriftführerin und Sabine Girnghuber als Kassierin. Zu Beisitzern wurden Andreas Hofmann, Christian Huber, Jonas Huber, Alicia Kosnar, Christina Lehner und Andreas Wastian gewählt. Bestätigt wurden auch alle Spartenleiter.

Kindergarten, Spielplätze und Sanierungen
Gemeinderat hatte viele Themen zu erörtern

So viele Zuhörer wie selten kamen zur Gemeinderatssitzung am Dienstag im Sitzungssaal des Rathauses und es wurde ihnen auch viel geboten an Diskussionen der Gemeinderatsmitglieder, insbesondere zu den Bereichen Kinder und Jugend, sowie Erhalt und Ausbau der gemeindlichen Infrastruktur und der Liegenschaften. Neue Erkenntnisse gab es dabei beim geplanten Waldkindergarten in Hattenkofen. Nach einem Ortstermin mit dem vorgesehenen Träger, der bereits eine Reihe von Waldkindergärten betreibt, wurden drei mögliche Standorte im Bereich Hattenkofen gezeigt. Neben dem Grundstück der Gemeinde am Viehbach wurden auch Grundstücke des Freistaates Bayern ins Visier genommen. Es handelt sich dabei um ein Hangwaldstück und um eine alte Schutzhütte nahe des Jägerbrünndls und daran scheiden sich die Geister. Während der Träger eines Waldkindergartens wohl auch einen Standort in einem Wald favorisiert, hegt Christian Seisenberger Zweifel, ob die Eltern die doch in die Jahre gekommene Schutzhütte mit der gleichen Begeisterung für ihre Kinder sehen. Ähnlich sahen das auch Stephan Fuchs und Erwin Duschl. Duschl plädierte nach wie vor für einen neuen, mobilen Bauwagen, dessen Standort man flexibel verändern könne. Josef Daffner konnte sich eine Nutzung der bestehenden Hütte zwar vorstellen, bestand aber gleichzeitig darauf, dass die Verwaltung parallel dazu Angebote für Bauwägen mit Kosten und Lieferzeiten einhole. Wie Bürgermeister Johannes Birkner informierte, ist im Vorfeld der Errichtung eines Waldkindergartens ein Elternabend durch den Träger vorgesehen.

Attraktivitätssteigerung des Spielplatzes

Weiter behandelt wurde ein Antrag der Gemeinderäte Andreas Birkner und Josef Daffner als Ersatz des dritten Tennisplatzes am Gemeindezentrum, den angrenzenden Kinderspielplatz zu erweitern und zudem eine Bocciabahn zu errichten. Überdachte Sitzplätze, ein Trampolin, Wasserspiel und ein Sandkasten könnten die Attrakivität für Familien steigern. Bürgermeister Birkner und Alfred Maierhofer, hielten es für sinnvoll, dass die Bocciabahn in die Hände eines Betreibers gelegt wird, also von einem Verein oder einer verantwortlichen Person betreut wird. Der Spielplatz solle eine gemeinschaftliche Entwicklung aller Gemeinderäte sein, so der Wunsch Birkners. Zweiter Bürgermeister Simon Hackl sah weiter die Notwendigkeit, die vorhandenen Tische und Sitzgelegenheiten herzurichten. Auch wenn ein Trägerverein für die Spielplätze, wie im benachbarten Kronwieden wünschenswert sei, sahen Erwin Duschl und Stephan Fuchs den Erhaltungsaufwand bei der Gemeinde. Der bisher dritte Tennisplatz soll jetzt in eine Rasenfläche für die Erweiterung des Kinderspielplatzes und eine Bocciabahn umgebaut werden, die Verwaltung wird Angebote und Vorschläge für Spielgeräte einholen.

Sanierungen von Straßen und Toiletten

Nach einer Besichtigung der Toilettenanlagen an der Viehbachhalle, stellte die Verwaltung eine Kostenschätzung für die Erneuerung von Waschbecken, Toiletten und Abtrennungen vor, die sich auf 15 000 Euro belaufen. Stellten dabei aber auch eine Komplettsanierung in den Raum, für die man 60 000 Euro versanschlagt. Dies sei nicht notwendig, so der Tenor der Gemeinderäte, eine kleine Lösung erachte man als ausreichend. Die Sanierung soll aber auch die WC’s im Bereich des Rathauses und der Umkleiden mit einbeziehen, forderte Seisenberger. Bei den Umkleiden, müsse man auch die Leitungen überprüfen, hier sei mehr zu tun, meinte Ursula Tafelmayer. Die Verwaltung will dazu jetzt konkrete Angebote einholen. Weiter Druck machte der Gemeinderat, um bei den Sanierungen der Gemeindestraßen anzugreifen. Der Bauausschuss soll dazu eine Liste nach Zustand und Dringlichkeit erarbeiten, die laufend aktualisiert werden soll. In der Gummeringerstraße wurde in diesem Zusammenhang eine Kanalbefahrung in Auftrag gegeben, so Bürgermeister Birkner. Er informierte auch über einen Schaden an einer gemeindlichen Kiesstraße durch Unterspülungen und Ausschwemmungen nahe der Landkreisgrenze bei Wörth durch den Mühlbach. Hier wurde in Abstimmung mit dem Wasserwirtschaftsamt eine Auffüllung mit Steinen beauftragt.

Neuer LKW für die Feuerwehr

Keine großen Diskussionen gab es indes bei der Ersatzbeschaffung eines Versorgungs-LKW der Feuerwehr mit Kosten von rund 320 000 Euro, welcher das bisherige Fahrzeug aus dem Jahr 2000 ersetzen soll und als 16-Tonner und Allrad den neueren Normen entspreche. Dabei seien Zuschüsse in Höhe von 80 000 Euro zu erwarten.

Gegen wildes Plakatieren

Erneut diskutiert wurde die Plakatierung während der Wahlen im Ortsgebiet. Wie Daniela Biberger von der Verwaltung informierte, seien dabei auch zahlreiche rechtliche Aspekte zu berücksichtigen, da die Parteien abgestuft die Möglichkeit haben müssten, angemessen zu werben und das sei auch Auslegungssache. Jede Regelung müsse überwacht, überprüft und rechtssicher sein, so die Argumente in der schon häufiger im Gemeinderat geführten Diskussion. Schon jetzt würden neu angebrachte Schilder an den Ortseingängen wildes Plakatieren verbieten. Die Anbringung von Werbung im öffentlichen Raum muss bei der Gemeindeverwaltung beantragt werden. Die Zeit für mögliche Wahlwerbung wurde auf sechs Wochen vor den Wahlen eine Woche danach eingegrenzt. Für Großwerbung solle der Platz neben der Skateranlage in Lichtensee zur Verfügung gestellt werden. Besprochen wurden auch die verschiedenen Wortmeldungen und Anträge aus der letzten Bürgerversammlung. Josef Daffner stellte die neue Situation im Eingangsbereich des Rathauses arbeitsrechtlich erneut in Frage und forderte eine diesbezügliche Klärung.

Am Wochenende spielte die Heimatbühne das Theaterstück „Florian zur Ehr!“ von Katharina Daffner in der Viehbachhalle. Für die Theatergruppe war dieses Stück etwas ganz Besonderes. Nicht nur, weil die Autorin aus den eigenen Reihen kommt, sondern vor allem auch, da es sich um die Welturaufführung handelte. Das Stück wurde vier Mal vor ausverkauften Reihen mit einem beeindruckenden Bühnenbild dargeboten. Dem Publikum wurde ein Dorfplatz eröffnet, der von einem urigen Wirtshaus, einem schönen Rathaus und einem kleinen Feuerwehrhaus eingerahmt war. Mit viel Spielfreude und einer überzeugenden Darbietung brachte die Heimatbühne Niederviehbach, unter der Leitung von Gundi Thurner, den unterhaltsamen heiteren Feuerwehrschwank „Florian zur Ehr!“ auf die Bühne und erntete damit kräftigen Applaus und immer wieder Lachsalven aus dem Publikum. Es wurde fulminant die Geschichte des Dörfchens Floriansberg erzählt, dessen Feuerwehr mit der Nachbargemeinde zusammengelegt werden soll. Gerade ein Dorf, das vor einigen Jahren fast vollständig abgebrannt ist, trifft diese Entscheidung hart.

Lautstarke Demonstration

Schon der Anfang des Stücks beeindruckte das Publikum als zahlreiche Statisten, angeführt von Hans J. Eder als Gendarm, durch den Zuschauerraum stürmten. Mit Bannern und lauten Rufen machten die aufgebrachten Dorfbewohner klar, dass sie gegen die Abschaffung der Feuerwehr demonstrieren. Trotz aller Gegenwehr der Dorfbewohner lässt der Bürgermeister, überzeugt gespielt von Michael Ruhland, nicht mit sich reden. Ebenso wenig Verständnis zeigt der Landrat, der pointiert und mit einer optisch eindrucksvollen Verwandlung von Josef Daffner dargeboten wurde. Als daraufhin fast alle ihren Feuerwehrdienst quittieren und nur eine kleine Mannschaft übrig bleibt, beschließt der alte Nepomuk, der sehr treffend von Bernhard Reif gezeigt wurde, seine Kontakte zum Heiligen Florian wieder aufleben zu lassen. Den 1.Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr verkörperte Andreas Hofmann authentisch. Die Rolle des 2.Kommandanten und Dorf-Casanovas Thomas übernahm Ludwig Thoma gekonnt. Maria Köndl mimte seine Männer verabscheuende Schwester überzeugend energisch. Die hübsche Wirtin Rosa, die sowohl dem Landrat, als auch Thomas den Kopf verdreht hat, wurde von der Autorin Katharina Daffner selbst gespielt. Die von den Dorfbewohnern wenig geschätzte Sekretärin Hedwig gab Gundi Thurner zum Besten. Lea Nikolaus konnte als wissbegierige junge Feuerwehranwärterin erfolgreich ihr Bühnendebüt feiern. Ebenso glänzte Stefan Brandl in der Rolle des langsamen behäbigen Enkels, obwohl er erstmals Bühnenluft schnupperte.

Als Hl. Florian, der schließlich alles zum Guten wendet, begeisterte Jonathan Haider, der zusammen mit Maria Hain auch für die Maske zuständig war.

Beeindruckende Effekte

Zum Gelingen des Stücks trugen aber nicht nur die Darsteller bei, sondern auch die schöne Kulisse und die aufwändige Technik von Armin Breuer und Alex Hajdu. Ihnen ist es unter anderem gelungen, dass den Zuschauern ein eindrucksvoller Brand des Rathauses gezeigt werden konnte und die Erscheinung des Hl. Florians mystisch spektakulär wirkte. Der Souffleuse Petra Reif ist es schließlich zu verdanken, dass kleinere Textunsicherheiten keine größeren Auswirkungen hatten. Am Ende der Vorstellungen bedankten sich Gundi Thurner und Katharina Daffner bei allen Mitwirkenden und Helfern, ohne die das Theater nicht umzusetzen wäre. Im Besonderen wurde Andreas Bauer genannt, der zwar in diesem Jahr nicht mit auf der Bühne stand, aber seit 50 Jahren Mitglied der Heimatbühne Niederviehbach ist und bei rund 30 Stücken dabei war. In den Pausen konnten die Zuschauer sich an der Bar über das Stück austauschen.Im Foyer wurden zudem Würstl, Käsebrote, Süßigkeiten, Getränke und die für das Stück typischen „Florianizipfel“ angeboten. Letztlich waren die Theaterbesucher, die nicht nur aus dem Ort, sondern auch aus der Umgebung kamen, voll des Lobes. Die Rekordzahl der verkauften Karten spricht außerdem für sich.

Engagiere dich für Kinder und Jugendliche zwischen 6 und 13 Jahren.

Haben Sie Freude am Umgang mit Kindern und Jugendlichen, dann helfen Sie uns und melden sich bei uns. Wir, das Team des Rathauses Niederviehbach, organisieren ein Ferienprogramm für Kinder und Jugendliche und suchen dafür Betreuer, die mit den Kindern tolle Ferienaktivitäten durchführen.

Das sind Ihre Aufgaben:

  • Betreuung von Kindern und Jugendlichen bei einzelnen Tagesfahrten
  • Evtl. Mitgestaltung des Ferienprogramms im Team.

Das solltest Du mitbringen:

  • Freude an der Arbeit mit Kindern
  • Lust zur Zusammenarbeit mit einem Betreuerteam
  • Bereitschaft zur verbindlichen Teilnahme an einzelnen Tagesfahrten

Haben wir Dein Interesse geweckt? Dann sende uns bitte eine E-Mail an barbara.drewlo@niederviehbach.de

Ehrungen und Informationen über die Erfolge und Leistungen der Bürger stehen traditionell am Anfang der Bürgerversammlungen. Sportliche Höchstleistungen waren es zu denen Bürgermeister Birkner zusammen mit der Bürgerschaft in diesem Jahr gratulieren konnte. Wie auch im vergangenen Jahr kamen viele interessierte Bürger in die Viehbachhalle. Die Volleyballer des TSV sind es, die den Namen des Ortes seit Jahren bekannt machen und die Jugend eifert den Erfolgen der vergangenen Jahre nach. Während die Jugendmannschaften in verschiedenen Klassen sämtliche Titel auf Bezirksebene erringen konnten, holten die Damen den Meistertitel in der Landesliga und Walter Prechtl wurde sogar Weltmeister Ü60. Erfolgsverwöhnt ist man auch von den Stockschützen, sämtliche Meistertitel in der Mannschaft und im Einzel holte man bei den Deutschen Meisterschaften und mit den Mannschaften der Jugend wurde man mehrfach Europameister. Mit Zahlen aus der Statistik machte Bürgermeister die Arbeit der Verwaltung deutlich. Die Einwohnerzahlen steigen langsam aber kontinuierlich nach oben und mit zuletzt 2.727 Einwohnern hat die Gemeinde eine gesunde Entwicklung. Seit Jahren erfolgreich ist der Niederviehbacher Wertscheck, der Umsatz im Ort generiert und der seit Einführung bald 100 000 Euro in die Kassen Niederviehbacher Betriebe brachte. Rund acht Millionen Euro wurden im vergangenen Jahr im Verwaltungs- und Vermögenshaushalt der Gemeinde bewegt. Die Beteiligung an der Einkommenssteuer und die Gewerbesteuer sind die wichtigsten Einnahmequellen, während der größte Ausgabeposten die Umlage an den Landkreis darstellt. Die größten Ausgaben auf gemeindlicher Ebene sind Personalkosten und Ausgaben für Kindergarten, Schule und Jugend. Die größten Ausgaben im Vermögenshaushalt hatte man für das neue Baugebiet Kirchblick in Oberviehbach. Wichtige Maßnahmen im laufenden Jahr sind die Erweiterung des Heizwerkes in Niederviehbach und der Neubau eines kommunalen Heizkraftwerkes in Oberviehbach. Aktuell ist man weit voran in der Sanierung des Skaterplatzes, plant die Erweiterung des Rathauses und will die Betreuung der Kinder mit einem zusätzlichen Waldkindergarten am Ort sicherstellen. Vorstellen konnte Bürgermeister Birkner auch einige neue Mitarbeiter in Verwaltung im Bauhof. Eine Reihe von Anfragen aber auch Kritik gab es dann von den Bürgern. Infrage gestellt wurde der Anbau des Rathauses, angesichts der unsicheren Entwicklung der Mittelschule und des Schuldenstandes der Gemeinde. Fragen gab es weiter zur Nutzung des von der Gemeinde erworbenen „Stapfnerhauses“ und der Entwicklung der Schülerzahlen der örtlichen Mittelschule. Kritisch äußerten sich die Bürger auch zu den im Ort untergebrachten Flüchtlingen aus der Urkraine, die vielfach „herumlungern würden“. Wichtig für Vereine welche die Viehbachhalle nutzen sei auch die Sanierung der Viehbachhalle. Sollte es dabei zu Einschränkungen bei der Nutzung kommen sei eine frühzeitige Information der Veranstalter wichtig. Angesprochen wurde auch die Reform der Grundsteuer. Bürgermeister Birkner versicherte dabei dass es zu keinem Alleingang der Kommune komme, man werde sich an der Situation der umliegenden Gemeinden orientieren. Edith Daffner appelierte an die Angehörigen der Urnenstelen, verwelkte Blumen wieder wegzuräumen. Ein großer Appell an alle kam von den Mitarbeitern des Bauhofes, Feuchttücher nicht über die Toilette zu entsorgen. Zwei Wochen Handarbeit kostete es zuletzt diese von den Platten der Kläranlage zu entfernen.

Bürgermeister Johannes Birkner konnte den Stockschützen zu tollen Erfolgen gratulieren.

Die Tische österlich dekoriert, dazu Obst und

Süßigkeiten, so empfing der Obst- und Gartenbauverein am Samstag seine Mitglieder in der Viehbachhalle. Für Matthias Walch war es die erste Jahreshauptversammlung seit seiner Wahl zum Vorsitzenden, im vergangenen Jahr und in dieser Zeit hat er viel Energie und Leidenschaft in das neue Amt gelegt, sich um bewährte Aktionen gekümmert und Neumitglieder besucht. Überhaupt legt er großen Wert darauf die Interessen aller Mitglieder aufzunehmen und diese in die Vereinsaktivitäten einzubinden. Unterstützt wird Walch von einer aktiven Vorstandschaft, der er für die Unterstützung ebenso dankte wie dem Mostteam. Nach dem Gedenken an die verstorbenen Mitglieder berichtete Walch von den guten Erträgen der Streuobstwiese wovon man Apfelsaft verkauft und den Erlös der Tafel spendet. Neben Pflanzaktionen führte man wieder die Säuberungsaktion „Rama Dama“ durch und erneuerte die Infowand „Nisthilfen“ am Weg nach Birnthal. Beteiligt hat man sich auch mit zwei Veranstaltungen am Ferienprogramm und nahm an den Veranstaltungen der Ortsvereinen teil. Gewohnt kurz und prägnant war der Kassenbericht von Edith Daffner, der Prüfer Hans Girnghuber eine saubere Buchführung betätigte. Als zweite Kassenprüferin wurde Mareike Messerer für den verstorbenen Hermann Müller nachgewählt. Statt einer Tombola hatte man für die zahlreichen Besucher jeweils eine Pflanze vorbereitet. Eine große Aktion ist alljährlich das Mosten. Dazu gibt es einen umfangreichen Verleih von Geräten für den Garten. Als nächste Maßnahmen kündigte Walch die Obstbaumbeschilderung zwischen Kloster und Birnthal und am Infopavillon an der Friedhofstraße an. Weiter will man Obstbäume, die der Öffentlichkeit zur Verfügung stehen, mit einem gelben Band Markieren. Alle Informationen über Verleih und Vereinsaktionen fänden Mitglieder und Interessenten übersichtlich auf der Homepage des Vereins. 13 Mitglieder sind dem Verein neu beigetreten, so der Bericht Walchs. Die Aktivitäten des Vereins lobte auch Bürgermeister Johannes Birkner in seinen Grußworten und freute sich über den Zusammenhalt im Verein. Insbesondere die Aktion Rama Dama, die Beteiligung am Ferienprogramm und das Mosten, mit dem damit gewonnenen, regionalen Apfelsaft hob Birkner hervor.

Plädoyer für Gebäudebrüter

Mit Leidenschaft für die Vogelarten, die in oder in den Nähe von Gebäuden brüten, sprach Christina Strasser aus Mallersdorf-Pfaffenberg, die eng mit der Landwirtschaft verbunden und bei der unteren Naturschutzbehörde beim Landratsamt Dingolfing-Landau tätig ist. Alljährlich sei ein extremer Rückgang dieser im Landkreis heimischen Vogelarten zu verzeichen. Die Situation sei ernst aber nicht hoffnungslos so Strasser. Die Situation der Vögel beschrieb die Referentin anhand der Mehlschwalbe, die früher ganz selbstverständlich in sämtlichen Kuhställen dazugehörte. Vier Problempunkte stellte Strasser heraus. Glatte Hausfassaden an denen Schwalbennester nicht haften könnten seien eine Ursache für Obdachlosigkeit der Tiere. Einher damit geht auch der Baustoffmangel. Jede betonierte Einfahrt mache den Schwalben das Leben schwerer. Dazu komme Trockenheit. Es brauche feuchten Lehm, den die Vögel bis zu 200 Meter zum Nest transportieren können. Monokulturen und Rückgang der Weidewirtschaft und zu wenige fliegende Insekten seien schuld am Nahrungsmangel. Dazu gab Strasser ein paar einfache Tipps, um den Gebäudebrütern zu helfen. Allein schon etwas Unordnung im Garten, eine Gießkanne um Lehm zu befeuchten oder etwas Sand für ein Sandbad würden den Vögeln schon helfen. Wer die Vögel mit Futter unterstützen will, bei dem sei Sauberkeit am Futterhäuschen oberstes Gebot, ansonsten seien sie eine Gefahr für die Verbreitung von Krankheiten. Ganz einfache Maßnahmen wie Stauden und Gräser erst im Frühjahr zu schneiden, ein Komposthaufen, etwas offene Erde oder eine wilde Ecke im Garten oder Totholz seien einfache aber unglaublich wirksame Maßnahmen die Boidiversität, also die Artenvielfahlt im Garten zu erhöhen.

Oberviehbach. Auch wenn das Wetter noch grau ist und der Frühling auf sich warten lässt. Am Dorfbrunnen in der Ortsmitte leuchtet die Osterkrone des Obst- und Gartenbauvereins in bunten Farben. Mitglieder des Obst- und Gartenbauvereins haben grüne Zweige von Buchs, Tuije und Eibe, an das Metall der Osterkrone gebunden und diese mit unzähligen bunten Ostereiern verziehrt. Ergänzt wurden die Eier in diesem Jahr um mit Handarbeiten verzierte Ostereier von Jutta Forstmaier. Vorstand Sebastian Heider mit seinen Helfern brachte die Krone dann zum Dorfplatz und montierte die Krone auf dem Brunnen.

Oberviehbach. Am Samstag  hatte der Obst- und Gartenbauverein zu seiner Jahreshauptversammlung eingeladen. Rund 50 Mitglieder und Gartenfreunde kamen ins Feuerwehrhaus. Vorsitzender  Sebastian Heider begrüßte die Anwesenden. Darunter  auch die Bürgermeister Johannes Birkner und Simon Hackl, einige Gemeinderäte sowie die anwesenden Mitglieder der Vorstandschaft. Nach dem Totengedenken wurde das, inzwischen schon übliche, Schnitzel mit Kartoffelsalat serviert. Schriftführerin Waltraud Ebert verlas danach den Tätigkeitsbericht: Im vergangen Jahr traf man sich zu sechs Vorstandssitzungen und gratulierte einmal zum 70., dreimal zum 85. und einmal zum 90. Geburtstag. Die Vereinsaktivitäten gingen über Osterkrone- und Palmbuschenbinden, das gemeinsame „Rama dama“, die Anpflanzung und Pflege des Dorfplatzes und der Obstbäume. Das Basteln zu Mutter- bzw. Vatertag ist für viele Kinder schon ein liebgewordenes Ritual. Das Grillfest, nach drei Jahren Corona-Pause, war bei schönem Sommerwetter sehr gut besucht. Die  letzte Jahreshauptversammlung fand  im Juli im Freien unter der Kastanie statt. Bei den nachgeholten  Neuwahlen  wurde Michaela Mottinger zur neuen Kassiererin gewählt und Karina Duschl wurde Beisitzerin. Auch der Wunschzettelbaum im Advent war wieder einmal ein voller Erfolg . Im Anschluss verlas Michaela Mottinger den Kassenbericht. Die beiden Kassenprüfer, Josef Retzer und Josef Huber bestätigten eine einwandfreie Kassenführung. Bürgermeister Danach Birkner betonte, wie wichtig es sei, in diesen Zeiten einen eigenen Garten zu haben und sich selbst mit Obst und Gemüse versorgen zu können. Außerdem trage der OGV mit seinen Veranstaltungen zum Wohl der Gemeinde bei. Abschließend wünschte er allen ein erfolgreiches Gartenjahr.

Neue Sitzbank für neuen Radweg

Beim Punkt Wünsche und Anträge gab Heider bekannt, dass man eine Ruhebank an den neuen Radweg nach Kirchberg spenden wolle. Der Platz dafür müsse noch gefunden werden. Der Vorsitzende der Feuerwehr  Christian Seisenberger bat den OGV um florale Unterstützung bei der Fahnenweihe im September, für den Blumenschmuck des Altares  und die Tische im Zelt.

Irrtümer im Garten

Der Folgende Vortrag von Alois Schrögmeier hatte das Thema: Gartenirrtümer. Negativ hervorzuheben sei die Unart, Steinwüsten in den Gärten zu errichten,  die zur Versiegelung der Landschaft beitragen und somit den Grundwasserspiegel herabsetzen. Beim leidigen Thema Schnecken ist die Bekämpfung mit Holzasche, sowie mit Sägespänen nicht von Vorteil, da es dem Mutterboden nicht bekommt . Auch das Aufstellen von Bierfallen muss man wegen deren Anziehungskraft gut bedenken. Das beliebte Gartenumgraben muss nach fünfzehn Jahren meist nicht  mehr sein. Jede Bodenverletzung zerstört den Aufbau und die darin lebenden Bodenlebewesen werden gestresst. Beim Schnitt von Bäumen und Sträuchern lautet die Devise: „Starker Schnitt – starkes Wachstum,  schwacher Schnitt – schwaches Wachstum“.  Regenwasser sei bei dem Gießen allem vorzuziehen.  Kübelpflanzen solle man bereits bei bewölktem, regnerischem Wetter aus der Winterruhe holen, da sie sich so an die neuen Lichtverhältnisse besser anpassen könnten. Die landläufige Meinung beim Düngen, viel hilft viel, stimme auch nicht. Regelmäßiges Düngen mit halber Düngermenge sei für die Pflanzen viel bekömmlicher. Das Fazit von Schrögmeier: Nicht alles glauben was in Prospekten und Werbeanzeigen steht , sondern den gesunden Menschenverstand einzusetzen.  Danach wurde noch gemütlich zusammengesessen, gefachsimpelt und geratscht.