„Krieg in der Ukraine muss enden“ – KSK kam nach zwei Jahren Coronapause wieder zusammen


Vorsitzender Franz Inkoferer hielt Rückschau und lud zu neuen Aktivitäten.

Die Jahreshauptversammlung der Krieger- und Soldatenkameradschaft am 14. März 2020 war eine der letzten öffentlichen Versammlungen, ehe es zum Lockdown und zu Kontaktbeschränkungen kam. Die Mitglieder der KSK halten zusammen und beteiligen sich eifrig an den Aktivitäten in der Gemeinde. Fast auf den Tag genau zwei Jahre mit nur abgespecktem Programm sind vergangen, am Samstag rief die Krieger- und Soldatenkameradschaft ihre Mitglieder jetzt wieder im Gasthaus Binderbräu zusammen und man schmiedete wieder Pläne für das kommende Vereinsjahr. Wie gewohnt konnte man auch eine Abordnung der Kameraden aus Oberviehbach willkommen heißen. Im April soll das Kriegerdenkmal hergerichtet werden, wenn möglich, will man zum Vatertag ein Grillfest abhalten, der Jahrtag am Pfingstmontag soll wieder in bekanntem Umfang mit Festzug stattfinden und auch eine Christbaumversteigerung plant man in diesem Jahr wieder. Bei den kirchlichen und weltlichen Veranstaltungen im Ort und bei den Nachbarn will man sich erneut einbringen.

Gerhard Reuter informierte über die neue Homepage des Vereins, deren Aufbau bald abgeschlossen sein wird und unter dem Link: www.kskniederviehbach.de erreichbar ist. Zur Unterstützung der Kanoniere sucht man einen dritten Kanonier. Die dafür notwendige Schulung sei zu schaffen, so die Erfahrungsberichte der Mitglieder. Für die Mitglieder gab es Leberkäs mit Kartoffelsalat, bevor es einen Rückblick und Ausblick von Vorstand Franz Inkoferer gab. 80 Mitglieder zählt der Verein aktuell, drei davon haben den Schrecken des Krieges noch als Soldaten selbst erlebt. Für den Frieden einzutreten und die Erinnerung an das Leid und die Entbehrungen des Krieges im eigenen Land wach zu halten, dafür tritt der Verein immer wieder ein. Beim Gedenken an die verstorbenen Mitglieder entzündete Inkoferer eine Kerze und gedachte insbesondere der im letzten Jahr verstorbenen vier Mitglieder. Aus aktuellem Anlass nahm man auch Bezug auf die Gefallenen und Geflüchteten des Krieges in der Ukraine.

Die beiden letzten Jahrtage fanden in abgespeckter Form statt und man war froh, dass Thomas Ganslmeier als Solomusiker die Veranstaltung begleiten konnte. Auch das 100jährige Bestehen des Kriegerdenkmals wurde im Stillen begangen. Wo möglich beteiligte man sich an den Aktivitäten im Ort und auch wenn es keine Vorstands- und Beiratssitzungen gab, so gratulierte man den Mitgliedern zu runden Geburtstagen und konnte mit dem gewohnten Einsatz wieder viele Spenden bei den Sammlungen für die Kriegsgräber erzielen. Der Dank Inkoferer galt den Spendern und Sammlern und auch den Spendern der Christbäume für das Kriegerdenkmal. Für den von der Gemeinde veranstalteten Volkstrauertag würde sich Inkoferer mehr Beteiligung der Gemeinderäte wünschen. Ausgefallene Veranstaltungen ließen auch den Kassenbestand schrumpfen, so Kassier Hans Braun, Einnahmen erzielte man lediglich durch die Beiträge der Mitglieder, während die Ausgaben für Versicherungsbeiträge oder für die Pflege und den Erhalt des Kriegerdenkmals weitgehend gleich blieben. Kassenprüfer Hermann Müller lobte die einwandfreie Kassenführung und beantragte die Entlastung der Vorstandschaft.

Die KSK sei ein wichtiger Anker an das zu erinnern, was nie mehr sein sollte, so Bürgermeister Johannes Birkner in seinen Grußworten. Er lobte die Pflege des Kriegerdenkmals. Salutschießen, wie bei der KSK sei selten geworden und das Engagement bei der Kriegsgräbersammlung sei beispielhaft im weiten Umkreis. Der Unterhalt der Kriegsgräberstätten koste Geld und man sehe gerade jetzt wieder wie wichtig das Erinnern an das Leid von Kriegen sei. Er sei froh, Kameradschaft wieder in Präsenz pflegen zu können. Birkner nahm weiter Bezug auf die Erlebenisse von Kriegsbetroffenen in der Ukraine. Im Pfarrhof wolle man 16 Kriegsflüchtlinge unterbringen, für die man noch Wasch- und Kaffeemaschinen brauche. Einige aus der Ukraine stammende Familien im Gemeindegebiet würden zudem Angehörige aufnehmen. Am Wochenende sei ein Hilfskonvoi aus der Gemeinde gestartet, der gut am Ziel der polnisch-ukrainischen Grenze angekommen sei. „Der Krieg muss enden“, so der die eindringliche Mahnung und der Wunsch von Zweitem Vorsitzendem und Bürgermeister Johannes Birkner.